Narzissen

DU
erweckst die allerfrühesten
Kindheitserinnerungen in mir.

An diesen bärbeissigen,
polterhaften Mann.
Der mich in sein ängstliches
Herz geschlossen hatte.

Riesige Beete mit
tausenden Narzissen,
die diesen einzigartigen Duft
verströmten,
sind mir im Gedächtnis geblieben.
Das war unsere Welt.

Unantastbar für die da draussen!

Er, jeglicher Form der Kommunikation
unfähig,
so wie so viele seiner Generation,
mit schrecklichen Kriegserinnerungen
behaftet,
lehrte mich die LIEBE zur Natur.
Zu allem, was wächst, kreucht und fleucht,
und auf vier Pfoten läuft.

Mein Großvater, Vater meiner Mutter.

Zu Fuss kam er, von Norwegen, aus der
Kriegsgefangenschaft, in das kleine Dorf,
wo seine Familie lebte.

Er aber liebte nur sie:
die Blumen, die Pflanzen, die Bäume, die Tiere.
Vor den Menschen hatte er ANGST.

Seine Lieblingsblumen waren die Narzissen,
tausende wuchsen in seinem Garten.

Und diese, stehen nun in meiner Vase,
verströmen ihren Duft, und ich denke
jedes Mal bei ihrem Anblick
an IHN.

DANKE Dir,
für Deinen Blick, für dieses Erbe.
Eins von vielen.

DK

Erinnerungen

….Heute ist der Tag, von dem wir später reden…

So endet das Lied, welches zur Zeit stündlich in meinem Lieblingsradiosender gespielt wird. Ich wurde darauf aufmerksam, weil mir zum einen die Melodie sehr gut gefällt, und bei näherem Hinhören auch der Text.

Es gibt Phasen in meinem Leben, da scheint sich die Zeit zu „verdichten“. Sie läuft einfach nicht. Das ist immer dann, wenn ich auf etwas warte, wenn ich dringend etwas verändern möchte, aber keinen Einfluss auf die Dinge habe.

Und dann gibt es Zeiten, da fliegt alles nur so an mir vorbei. Das hast Du vielleicht auch schon erlebt – wenn etwas besonders schön ist, wenn Du sehr glücklich bist, wusch – fliegen die Tage dahin. Oder wenn Du mit Menschen zusammen bist, wo die Chemie stimmt, wo Ihr Euch viel zu erzählen habt, zack, sind 5 Stunden vorbei, und Du hast es nicht einmal gemerkt.

Wenn Du Kinder hast, dann erinnerst Du Dich immer an den Tag ihrer Geburt zurück, ich auf jeden Fall. Mein Sohn ist in der vergangenen Woche 30 geworden. Und das sind so Momente, wo ich denke: mein Gott, 30 Jahre. Wenn ich dann darüber nachdenke, was in diesen 30 Jahren geschehen ist, dann fallen mir nur herausragende Momente – schöne und nicht schöne – ein. Die alltäglichen Dinge sind vergessen.

Heute ist der Tag, von dem wir später reden! Diesen Satz werde ich mir heute noch öfter anschauen, denn er beinhaltet so vieles, wovon wir immer wieder posten: Das Leben geschieht im Hier und Jetzt. Und heute ist der 1. Tag unserer Zukunft!

Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag. Wenn Du magst, zum Musikvideo geht es hier: Zu schnell vorbei

Ich kam kaum los,
Die Tage hingen an mir.
Ich komm zurück
Jetzt ist es umgekehrt.
Verteil den Sand aus meinen Schu´n
In meinem Zimmer.
Was mach ich bloß,
Die Erinnerung kommt immer um mich abzuhol´n,
Kann mich nicht wehr´n.
Ich will haben was sich gut anfühlt,
Und zwar für immer.

Zu schnell vorbei.
Sag mal wie schnell verging
Schon wieder die Zeit?
Ich genieß den Moment.
Zu schnell vorbei.
Wie schnell es geht,
kann doch nicht sein.
Zu schnell vorbei!
Ich reiß mich los,
Hier siehts wie gestern aus.
Ich muss hier weg
Ich lass nichts hinter mir.
Ich will mehr erleben als
Mich nur erinnern.
Ich hab genug geseh´n
Wer träumt der schläft.
Heute zählt für mich nur
Wenn was neues entsteht.
Ich will haben was sich gut anfühlt
Und zwar für immer.

Es ist ein Irrsinn,
Weil ich nicht beschreiben kann
Wie alles schneller läuft,
Nichts hält diesen Streifen an.
Will keine Zweifel haben.
Stell tausend Vergleiche an.
Wann war wohl die schönste Zeit,
Zu viel das vergessen bleibt.
Ich trau mich kaum die Augen zu schließen,
Will in Zukunft nichts verpassen
Wachsam bleiben und genießen.
Nicht mehr an morgen denken
Jeden Moment erleben,
Heute ist der Tag von dem wir später reden.

Nur eine Frage der Zeit

Beim Blättern in meinem Paulo Coelho Kalender habe ich heute morgen diesen Vers gefunden, der mich sehr angesprochen hat. Ich denke, wir alle waren schon einmal in einer solchen Situation.

Viele Menschen glauben, ich sei ohne Liebe, weil ich ohne Partner lebe. Für diese „Lebensform“ habe ich mich bewusst entschieden. Ob es endgültig ist oder vorübergehend, das spielt im Augenblick keine Rolle.

Wenn ich Dir sage, ich habe heute mehr Liebe in meinem Leben als zu der Zeit, als ich noch verheiratet war, glaubst Du mir das? Es ist aber so.

Ich wünsche Dir ganz viel Liebe in Deinem Leben, und noch mehr wünsche ich Dir, dass Du aus tiefem Herzen lieben kannst!

Wir alle haben schon viele Tage oder ganze Wochen ohne eine aufmerksame,
freundliche Geste eines anderen Menschen durchstehen müssen.
In den Augenblicken, in denen das Feuer der anderen unsere Seele nicht wärmt,
sollten wir unsere eigene Feuerstelle einmal näher betrachten.

Wir müssen mehr Holz auflegen und versuchen,
das dunkle Zimmer zu erleuchten, zu dem unser Leben geworden ist.
Wenn wir imstande sind zu lieben, werden wir auch imstande sein, Liebe zu empfangen.
Es ist nur eine Frage der Zeit.

Paulo Coelho

Ich sehe was was Du nicht siehst!

Als Kinder haben wir diese Spiele geliebt. Überall dort, wo es langweilig wurde, zum Beispiel während der Autofahrt in den Urlaub, haben wir: ich sehe was was Du nicht siehst gespielt. Ihr alle kennt dies.

Oder wie haben wir es geliebt, durch Schlüssellöcher zu schauen, immer auf der Suche nach etwas Verborgenem, etwas Geheimnisvollen.

Es geht um die WAHRnehmung. Glaubst Du, das das, was Du siehst, wirklich WAHR ist? Woher willst Du wissen, dass Deine WAHRnehmung die richtige ist?

Kürzlich habe ich gelesen, dass wir Menschen alle Filter haben, die wir durch unsere Kindheit, unsere Eltern, Freunde, die Schule und spätere Wegbegleiter erhalten haben. Bedeutet dies, dass ich manche Dinge gar nicht sehen kann, weil ich die entsprechenden Filter nicht habe?

Und wie ist es mit Deiner eigenen WAHRnehmung von Dir selbst? Bist Du sicher, dass Du Dich selbst so WAHRnimmst wie andere Menschen Dich WAHRnehmen?

Ich habe selbst habe aufgehört, mir Gedanken darüber zu machen, weil so, wie ich mich sehe, werde ich auf keinen Fall von anderen Menschen gesehen. Weder äußerlich noch innerlich. Das bekomme ich immer wieder auf die eine oder andere Art und Weise „mitgeteilt“. So ganz nebenbei habe ich damit aufgehört, anderen gefallen zu wollen, weil das sowieso nicht funktioniert.

Erst gestern wieder. Meine Freundin und ich haben einen langen Nordic Walking Spaziergang durch die eisige Kälte gemacht. Ich in meiner ältesten Hose, meinen Wanderschuhen, einem alten T-Shirt und auch einer alten, leicht aus der Mode gekommenen Jacke. Anschließend sind wir so durchgefroren, dass ich mir meinen Schal um die Schultern lege, weil mir so kalt ist. Da sagt sie zu mir: schau mal, wie elegant Du wieder aussiehst!
????????

Ich versuche, KEINE MASKEN zu tragen und authentisch zu sein. Aber gelingt mir das auch wirklich? Ich weiß es nicht, und ehrlich gesagt ist es auch nicht (mehr) wichtig.

Ich ertappe mich auch heute noch immer wieder dabei, wie ich mir ein Urteil über andere Menschen bilde, ohne sie wirklich zu kennen. Der Unterschied zu früher ist der, dass ich es heute MERKE. Dann kann ich sofort meine Gedanken korrigieren. So wenig, wie ich von anderen beWERTET werden möchte, so wenig will ich auch andere beWERTEN und beURTEILEN.

Was ich aber möchte ist, lebendige und positive Menschen zu beobACHTEN. Das tut mir gut, daran kann und mag ich mich orientieren, das hat Einfluss auf mich, positiven, und genau das möchte ich auch. Denn ich lerne und lerne und lerne – immer noch – jeden Tag – gerade wieder ganz viel Neues – und ich habe die Befürchtung, dass dies immer so weitergehen wird 🙂

Ohne Herz

Im Prinzip konnte niemand etwas dafür. Auf jeden Fall war es keine böse Absicht, von keiner Seite aus. Es trifft niemanden wirklich eine Schuld! Außer höchstens mich selbst, aufgrund meiner Durchhaltemechanismen, aufgrund meines Pflichtgefühls – meiner Verpflichtungssucht (kann man das so sagen?), meiner falsch verstanden Disziplin.

Menschen, die sich immer wieder überwinden und antreiben müssen, morgens aufzustehen, um bestimmte Aufgaben zu erledigen, die sie nicht gerne tun, brauchen enorm viel Kraft und Energie. Davon kann ich ein Lied singen, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob man mit Freude zur Arbeit geht (wie ich eigentlich beinahe mein ganzes Leben) oder mit unguten Gefühlen, so wie die letzten vier Jahre.
Keine sinnvolle Aufgabe, keine Herausforderung, meistens gar nichts zu tun oder sehr wenig, einfach am falschen Platz. Die Chemie stimmte nicht, und niemand konnte etwas dafür, es war einfach so.

Viele Menschen gehen so beinahe ihr ganzes Leben einer Tätigkeit nach, die sie nicht gerne tun, ohne Herz.
Als Jugendliche wollte ich etwas ganz anderes werden, als meine Eltern dies für mich vorgesehen hatten. Es wurde auf „Sicherheit“ gesetzt. Die Mitschüler, die damals mit mir die Schule verließen, gingen entweder zur Post, auf die Bank, auf das Finanzamt oder die Stadtverwaltung. Dinge, die man gerne tat, waren allenfalls nach der Arbeit das Hobby, aber als Hauptberuf? Undenkbar!

Noch heute ist es so, dass viele Schulabgänger gar keine Vorstellung und keine Idee haben, was sie beruflich gerne machen wollen. Wie sollen sie sich von Herzen für einen Beruf entscheiden, wenn sie nicht einmal wissen, wo ihre Stärken, ihre Fähigkeiten, ihr ganzes Potential liegen?

Es ist kein Zufall, dass die Zahl der an Burnout erkrankten Menschen in den letzten Jahren drastisch gestiegen ist, während ganz „normale“ Krankheiten wie Erkältung, Grippe etc. bei den Krankmeldungen der berufstätigen Menschen zurückgehen.

Wer über viele Jahre hinweg gegen seine Natur lebt und arbeitet, wird unweigerlich krank, wenn nicht körperlich, dann seelisch. Weil er nur noch funktioniert, und nicht mehr lebendig ist. Viele tun dies so lange, bis die Krise in Form einer Krankheit, eines Unfalls oder einer Kündigung daher kommt.

Das Leben ist intensiv. Wir alle kommen immer wieder in Situationen, wo wir unser Leben überdenken müssen. Wir können uns entscheiden, lebendig zu sein, unser Leben in die Hand zu nehmen, unsere Komfortzone zu verlassen und die Dinge von und mit unserem Herzen tun, oder wir funktionieren weiterhin so, wie andere es von uns erwarten. Oder wie es am bequemsten ist. Oder wie wir es kennen.

Es liegt ganz alleine bei uns.

Zack! Fertig!

Briefumschlag zugeklebt, und ab zur Post.

Was war das früher immer eine Aktion, die jährliche Steuererklärung!
Sie drückte mir regelrecht auf den Magen. Der Abgabetermin rückte immer näher, währenddessen sich alleine beim Gedanken daran feine Schweißperlen auf meiner Stirn bildeten.

Diese Zeiten sind vorbei – endgültig. Seit zwei Jahren. Da habe ich diesen Punkt in meinem Leben kategorisch, konsequent und diszipliniert geändert. Ja, so kann ich auch sein, wenn es sinnvoll ist, wenn ich etwas unbedingt möchte, wenn mich etwas weiterbringt, oder wenn ich mir Ärger ersparen kann.

Seit zwei Jahren wird jedes Papier und jedes Dokument, welches ich in meinen Unterlagen aufbewahren möchte, sofort abgelegt. Es gibt zu diesem Zweck einen Ordner mit beschrifteten Zwischenstreifen, kurz gelocht (die meisten Papiere sind es eh schon), abgeheftet, und weg sind sie!
Ganz obenauf liegt eine Klarsichthülle, sofort kommt jeder Beleg und alles, was ich für meine Steuererklärung benötige, sofort dort hinein.

Früher hatte ich Papiere in der rechten Schublade, in der mittleren, im Körbchen im Bücherregal, oder ganz einfach zu einem Haufen gestapelt auf meinem Schreibtisch liegen, und wenn ich etwas benötigte, ging eine endlose und schlechte Laune verursachende Sucherei los. Nicht mehr heute: da ist alles sofort griffbereit!

Vor ein paar Tagen bemerkte eine Freundin: puh, wenn ich an die Steuererklärung denke, wird mir jetzt schon ganz übel. Mir nicht! Meine ist längstens abgegeben, und ich weiß sogar – dank den recht günstigen CDs aus dem Supermarkt (den, der es im Nord und Süd gibt) was ich zurückbekommen werde. Das lohnt sich.

Überhaupt ist die Zeit günstig, mal wieder Müll und Ballast loszuwerden. Erstens mal steht das Frühjahr vor der Tür – da kommt die Energie langsam zurück – zweitens steht ein Neubeginn vor der Tür – was liegt da näher, als zu entrümpeln, den Keller, die Schränke, Körper, Geist und Seele, so nach dem Motto: Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags.
Kennst Du das Buch? Ich habe es schon seit vielen Jahren, von Zeit zu Zeit werfe ich immer mal wieder einen Blick hinein, um mich zu erinnern.

Das Loslassen tut gut – auch von unangenehmen Gewohnheiten. Versuchs doch mal, es fühlt sich toll an!

Schon jetzt!

Gewartet habe ich auf dich,
ich glaube, immer schon.
Mein Leben lang?
Sehr lange, auf jeden Fall.

Geträumt habe ich sehr oft,
von dir!
Dann gingen wir Hand in Hand,
durch diese schöne Welt.

Durch deine Augen
kann ich jetzt
das ganze Universum sehen,
erfasse, erst jetzt,
das wirklich Wunderbare
in seiner ganzen Bedeutung.

Fühle mich unendlich und
weiß, dass meine Seele
niemals aufhören wird,
zu sein.

Ich bin glücklich,
wenn ich dich nur anschaue,
und noch mehr,
wenn ich dich in meinen
Armen halten darf.

Und ich bin so dankbar:
du zeigst mir deine ganze Liebe,
deine Freude, wenn du mich siehst.
Schon jetzt!


Netzlos – zwischen den Welten

Ihr werdet es sicherlich schon bemerkt haben. Ich bin zur Zeit zwischen den Welten -irgendwie.

Das Alte ist noch nicht abgeschlossen, vom Neuen umgibt mich zwar eine Ahnung, aber es liegt noch nicht klar vor mir. Jedoch die Tendenz – die hat sich während der letzten Wochen schon herauskristallisiert.
Diesmal hat mir mein Rücken eine Ruhepause „beschert“, die ich für mich nutzen darf. Kein Zwang, kein Druck, keine Verpflichtungen.

Das Sicherheitsdenken, welches mich mein ganzes Leben immer wieder gezwungen hat, Dinge zu tun, die mir so gar keinen Spass machen, ist nahezu völlig verschwunden. Dazu musste ich erst 56 Jahre alt werden.

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Über die Zukunft

Wenn die Zukunft an unsere Tür klopft,
werden alle Vorstellungen – ausgenommen jene,
die Vorurteile enthalten,
auf den Prüfstand kommen.

Wir urteilen nicht über die Träume unseres Nächsten,
kritisieren sie nicht.
Um an unseren Weg zu glauben,
müssen wir nicht beweisen,
dass der Weg des anderen falsch ist.

Wer so handelt,
vertraut seinen eigenen Schritten nicht.

– Maktub –

Zeitzeugen

 

Ich sehe sie nicht oft – manchmal nur ein Mal im Jahr. Manchmal auch zwei Mal.
Der Kontakt besteht seit vielen Jahren, und kennengelernt haben wir uns in der ersten Klasse der Realschule, also mit 10 Jahren, in 1965.

Wir waren nie wirklich eng befreundet, jede von uns hatte ihren eigenen Kreis. Während sie immer schon rebellisch war, war ich eher die Angepasste. Ich heiratete mich 20 und sie zog in eine WG. Als ich mein erstes Kind bekam, heiratete sie auf Hawaii – natürlich gegen die Willen ihrer Familie – einen Puertoricaner. Die Ehe wurde dann später geschieden, so wie meine auch.

Wir telefonieren in regelmässigen Abständen, und so weiß die eine immer, was die andere gerade macht, was sie bewegt. Kürzlich war ich wieder bei ihr zu Besuch (sie hat seit ein paar Jahren Multiple Sklerose und kann alleine nur noch Kurzstrecken mit dem Auto zurücklegen). Bei Kaffee und Kuchen (den ich dann immer gerne mitbringe) haben wir wieder stundenlang über Gott und die Welt geredet. Das ist das Schöne an unserer Beziehung: der Gesprächsstoff geht niemals aus.

Dabei erzählte ich ihr von meiner allerneuesten Aktion: ich habe einen Teil meiner Weichholzmöbel weiß gestrichen, und ich bin mit dem Ergebnis mehr als zufrieden, ich bin sogar richtig glücklich und frage mich im Nachhinein, warum ich das nicht schon viel eher getan habe.

Da sagt sie lachend: so warst Du schon immer, weißt Du noch? Du hattest ein Stück Stoff, einen Wollfaden oder einen Pinsel und Farbe, und hast etwas Schönes daraus gemacht. Ich traute meinen Ohren nicht. Denn ich kann mich erinnern, dass meine Kunstlehrerin absolut unbegeistert von meinen Ergebnissen im Unterricht war und ich war Jahre meines Lebens der Annahme, ich sei der unkreativste Mensch der ganzen Welt.

Aber es ist heute wirklich so: ich liebe schöne Stoffe, ich mag Wolle in allen Variationen (mein neues Strickkleid in gelb-orange ist ein echter Hingucker), ich streiche gerne Wände, Türen, Möbel, alles, was mir in die Quere kommt an, ich schreibe gerne, Geschichten, Gedichte, mein Blog (übrigens war mein Deutsch-Lehrer auch immer sehr unzufrieden mit mir und meinen Aufsätzen), und wenn ich nicht kreativ sein kann, dann fehlt mir etwas ganz Essentielles.

Aber dass ich als Kind schon so war, das weiß ich erst seit ein paar Wochen 🙂

Bildquelle: Michael Pukrow / pixelio.de