Licht und Schatten

Dies hat vor vielen vielen Jahren einmal jemand zu mir gesagt:

Hey, wenn Du keinen Schatten hast, dann stehst Du auch nicht im Licht!

Ich war über alle Maßen erstaunt, denn ich fand diese Sichtweise toll. Solche Gedanken hatte ich mir zuvor noch nie gemacht. Ich wollte doch immer so perfekt sein, schon als Kind, als kleines Mädchen wollte ich das sein. Für alle Menschen, vor allem für meine Eltern, denn dann bekam ich von ihnen das, was ich mir so sehr wünschte: Aufmerksamkeit, Anerkennung.

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Intuition

Ich habe die letzten Jahre – vor allem im letzten Jahr – intensivst Innenschau gehalten, habe mehr im Innen als im Außen gelebt. Und das war gut so. Ich habe im Laufe der Zeit verschiedene Meditationstechniken erlernt, ich habe täglich meditiert, manchmal sogar 2 Mal oder 3 Mal. Ich hätte es sonst nicht ausgehalten.

Nun lebe ich schon seit geraumer Zeit im Außen. Das hat sich irgendwie durch die Situation der letzten Monate so ergeben, und ich wollte es auch so. Ich habe ein bisschen für eine Sache kämpfen müssen, musste am Ball bleiben und habe mein Ziel – das, was ich mir vorgenommen hatte letztendlich auch erreicht. Dabei kam mir zugute, dass ich das „Hören“ auf meine innere Stimme jahrelang geübt hatte, man verlernt das trotz der widrigsten Umstände nicht mehr. Und bleibt trotz der wildesten und heftigsten Stürme mit beiden Beinen auf der Erde stehen. Das ist für mich das allerwichtigste, immer festen Boden unter den Füßen zu haben. Aber – nur im Außen zu leben ist für mich genauso wenig richtig wie nur im Innen zu leben. Wie immer und wie überall im Leben kommt es auf die richtige Mischung an!

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Spiegelbilder

Beinahe jeder Mensch, den ich kenne, hat sein eigenes persönliches Feindbild. Das kann der Chef sein, die Kollegin, der Sohn, die Tochter, der Vater, die Mutter, die frühere Freundin, der Expartner, die Regierung, die Bundeskanzlerin, ach ja, die Kirche, der Vatikan, der Papst.

Ich selbst habe sie gehabt, früher, viele Jahre lang. Möglicherweise habe ich auch heute noch immer wieder mal das eine oder das andere persönliche Feindbild, zum Beispiel wenn ich mich über Personen ärgere, die jedoch nichts anderes tun als mir den Spiegel vorzuhalten.

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Der Sommer, der zu früh kam!

Seit Wochen haben wir das schönste Wetter hier am Niederrhein, und auch andernorts in Deutschland. Strahlendblauer Himmel, Temperaturen teilweise sogar über 25 Grad Celsius, es ist einfach nur herrlich. Im Augenblick ist Deutschland die wärmste Region Europas, wobei wir in früheren Jahren froh gewesen wären, hätten wir dieses Traumwetter mal in den Sommerferien gehabt.

Der Flieder steht in voller Blüte, und die Rapsfelder leuchten kilometerweit im strahlendsten Gelb! Alles 4 Wochen zu früh, dieses Jahr, meint die Nachbarin kopfschüttelnd, und der Rasen wird von morgens bis abends gesprengt, damit er so schön grün und englisch bleibt, wie er nun einmal sein soll. Welch eine Verschwendung!

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Ich chille

Anfang der Woche habe ich mir eine Liege gekauft – in knallorange. Eine Wellnessliege, so stand es auf dem Etikett. Man setzt sich hinein, und sofort geht das Fußteil hoch und man kommt in eine sehr entspannende Lage. Die ergonomische Formung ist perfekt und man kann stundenlang liegen, ohne Rückenschmerzen zu bekommen. Das Ganze zu einem Preis von EUR 29!

Und während ich dann so in der Sonne liege frage ich mich, warum ich mir nicht schon längst eine solche Liege zugelegt habe? Zum einen, weil ich die Sonne meiden sollte. Das war auch sicherlich richtig so, für eine Weile. In Ägypten habe ich jedoch festgestellt, dass mir die Sonne – in der richtigen Dosierung – sehr sehr gut tut.

Und mit der richtigen Musik im Kopfhörer und einem schönen Buch kann ich mein Urlaubsfeeling noch eine Weile aufrecht erhalten. Und chillen. Ich finde dieses Wort passt hervorragend zu meinem derzeit sehr „faulen“ Leben 🙂

Kugelschreiber

sind für uns hier in der westlichen Welt etwas völlig Selbstverständliches. Man hat sie zu Dutzenden oder sogar noch mehr. Man bekommt sie als Werbegeschenk, oder lässt sie schon mal „irgendwo mitgehen“, so wie ich das des öfteren mache – unabsichtlich, wie ich betonen möchte 🙂 Ich habe auch zwei oder drei wertvolle Kugelschreiber, die ich irgendwann mal geschenkt bekam, aber die benutze ich nicht. Zum einen bedeuten sie mir nichts – ich kann manchmal mit dem billigsten einfach am besten schreiben – zum anderen würde ich sie sowieso irgendwo liegen lassen.

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Andere Kulturen – andere Männer

Ich bin zurück – in Deutschland.

Schon im Flugzeug fing es an! Meine Sitznachbarin hinter mir hatte wohl Kontakt geschlossen zu einem älteren Herrn, der ständig aus dem anderen Ende des Flugzeugs angetrappelt kam und sich lässig zu ihr herunterbeugte. Ganz der „Mann von Welt“. Derweil er mir dann jedes Mal den Ellenbogen auf den Kopf haute. Ohne sich zu entschuldigen, wozu auch. Beim dritten Mal ohne Entschuldigung hatte ich die Nase voll – was ich dann auch laut und deutlich -ganz entgegen meiner sonstigen Art – kundtat.

Beim Einchecken und nachher in Düsseldorf am Flughafen dasselbe: ältere Herren zischen mit ihren Koffern an mir vorbei, ohne Rücksicht auf Verluste, und finden das dann auch noch toll, wenn sie jemanden wie mich „linken“ können. Und Anrempeln und über den „Haufen“ fahren. Wobei die jeweiligen älteren zugehörigen Damen wohlwollend nicken. Weil der ihre soooo ein toller Hecht ist!

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Wieder da!

Eigentlich sind wir schon seit Donnerstag Nacht zurück, Babs und ich! Aber ich brauche unheimlich lange, um wieder zurückzukommen, anzukommen, in dieses Leben, in meinen Alltag.

Die Eindrücke waren einfach zu überwältigend, ich fühlte mich, als sei ich nach Hause gereist. All die vielen Bilder, bunten Farben, Palmen, Bazare, armen Menschen, das Schiff, die Tempelanlagen, haben mich einfach „umgehauen“. Das muss alles erst einmal verarbeitet werden.

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