Wie die Motte zum Licht

 
 
 „Das Problem ist, du kannst einfach nicht akzeptieren, dass dieser Beziehung nur eine kurze Haltbarkeit beschieden war. Du bist wie der Hund auf der Müllkippe – du leckst an einer leeren Konservenbüchse und versuchst, doch noch was Nahrhaftes in ihr zu finden. Aber wenn du nicht aufpasst, klemmst du dir dabei die Schnauze ein und machst dich unglücklich für den Rest deines Lebens. Also lass es.“

aus Eat Pray Love von Elisabeth Gilbert

Wie die Motte zum Licht, so fliegst Du immer wieder hin – zu diesem Mann. Du weißt, dass er Dir nicht gut tut, und Du willst es eigentlich auch gar nicht. Aber dennoch hast Du nicht die Kraft, von ihm fern zu bleiben.

Er demütigt Dich, er betrügt Dich, er belügt Dich, und es ist noch gar nicht lange her, da hat er Gewalt angewendet.

Diesmal ist es endgültig vorbei, sagst Du zu mir, bist wild entschlossen. All die blauen Flecke und die geprellten Rippen, die Platzwunde am Kopf, und auch die Schmerzen, erinnern Dich tagtäglich daran, dass diese Beziehung Dir nicht gut tut, Du fühlst es, und Du weißt es. Aber er ist mein Traummann, sagst Du zu mir. Okay, was ist denn an dem so traumhaft, frage ich Dich. Er sieht so gut aus, antwortest Du. Ja und? Diese Frage verkneife ich mir. Ich denke: was nützt denn die schönste Hülle, wenn das Innenleben nicht stimmt? Aber ich spreche es nicht aus.

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Anti-Ageing

Alter ist irrelevant, es sei denn, du bist eine Flasche Wein.

Joan Collins

Um dieses Post einzuleiten, hatte ich mir eine Reihe von sehr tiefsinnigen Zitaten aus dem Netz heruntergeladen, von weisen Menschen und Philosophen, Schriftstellern, Politikern und Schauspielern, aber am besten gefällt mir der Spruch von Joan Collins. Herrlich!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Denn genau das ist meine Devise!

Inspiriert hierzu wurde ich am Wochenende während des Ultramind-Seminars durch eine junge Seminarteilnehmerin, die meinte, sie wolle später mal nicht in Rente gehen, sondern berufstätig bleiben. Sie habe Angst, dann im Kopf und auch sonst nicht mehr beweglich zu sein!

Was mich brennend interessiert:

Wie denkst Du eigentlich übers Älter- und Altwerden?

Und über das ANTI-AGEING?

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Click und weg

 

Aus und vorbei!

Zwei Monate lang hat sie gechattet, gemailt, telefoniert, gesimst. Ich bin sooo verliebt, sagt sie zu mir am Telefon. Kann nachts nicht mehr schlafen, kann nichts mehr essen, nicht mehr arbeiten, kann nur noch an IHN denken.

Wo sie ihn denn kennengelernt habe, frage ich sie. Na im Internet, als sei es das Selbstverständlichste von der Welt. Mir scheint, das ist es inzwischen auch. Ich frage mich immer öfter, ob die Menschen sich nicht mehr „normal“ kennen lernen können. Offensichtlich nicht.

Ein Phänomen unserer heutigen Zeit. Mir selbst hat das Internet viele schöne Kontakte beschert, aber auch negative Erfahrungen. Der Computer ist geduldig, das Netz ist es auch. Man kann in den schönsten Farben ein Bild von sich malen, die deutsche Sprache ermöglicht die schönsten und vorteilhaftesten Beschreibungen, man kann sogar das Bild seiner Freundin oder seines Freundes einstellen, wenn man sich selbst als unattraktiv empfindet oder aber, wie es mir vor einiger Zeit ergangen ist, ein Foto, was definitiv NICHT dem aktuellen „Stand“ entspricht. Die Enttäuschung, wenn die Realität dann nicht den Erwartungen entspricht, ist natürlich riesengroß.

Das Internet ist ein riesengroßes Bilderbuch. Oder besser noch gesagt: es ist wie ein Versandhauskatalog. Nur dass hier keine Ware angeboten wird, sondern Menschen sich selbst anbieten. Auf der Suche nach dem einen einzigen Partner, dem Traummann, oder der Traumprinzessin, der idealen Frau. Ich glaube, es wird nirgendwo so viel gelogen wie im Netz. Sicherlich wird es den ein oder anderen oder die eine oder andere geben, die ehrlich ist, nicht lügt, nichts beschönigt, und ernsthaft auf der Suche nach einer festen Partnerschaft ist.

Meine Erfahrung und die meiner Bekannten und auch Kollegen ist jedoch eine ganz andere. Inzwischen wurden schon Bücher darüber geschrieben, was ich mir aber spare, weil für mich das Thema „Partnersuche“ übers Internet erledigt und abgehakt ist.

Im Falle meiner Freundin ist es dann so weit gekommen, dass er nach zwei Monaten von heute auf morgen jeglichen Kontakt abgebrochen hat (dies kommt gar nicht so selten vor übrigens), ohne Angabe von Gründen, nicht mehr antwortet, weder auf E-Mails noch auf SMS, auch nicht mehr ans Telefon geht. Sie weiß nicht, warum und wieso, was passiert ist, und zermartert sich ohne Ende den Kopf.

Vielleicht hat ihm einfach etwas nicht „gepasst“ und er hat auf die nächste „geclickt“?

Bildquelle: Iwona Golczyk / pixelio.de

Der Sommer mit Mo

Moritz Moppelpo wurde er neulich kurzerhand vom kleinen Sohn der Freundin meiner Tochter „getauft“. Jetzt hat er im Alter von 9 Monaten schon seinen Spitznamen weg!

Zur Zeit erkundet er die Welt – und ich mit ihm 🙂 Inzwischen kann er robbenderweise überall hin gelangen, und bekommt schon ein ordentliches Tempo, man kann gar nicht schnell genug schauen! Alles wird zuerst mit zwei spitzen Fingerchen hoch genommen, egal was, von allen Seiten betrachtet und zack – in den Mund gesteckt.

Bei Fremden ist er sehr zurückhaltend, aber seiner Familie zeigt er seine Freude und auch seine Liebe, auf seine Weise, da kann es schon mal vorkommen, dass er sich in den Haaren festkrallt und seine Stirn auf meine drückt und versucht, mir ein Küsschen zu geben, was aufgrund der Motorik meistens dann nicht klappt 😉

Ich freue mich schon jetzt, wenn ich mit meiner Tochter und dem Moppelpo im Juni Urlaub an der Nordsee in Zoutelande machen darf, wenn wir Sandburgen bauen und mit Wasser am Strand matschen.

Der Sommer mit Mo – ich werde ihn geniessen!

Prioritäten

Wie heißt es so schön? Man muss Prioritäten setzen.

Wie Ihr vielleicht gemerkt habt, ist das Bloggen derzeit nicht meine Priorität. Dies liegt daran, dass ich gerade eine dreiwöchige Renovierungsaktion abgeschlossen habe, mit deren Ergebnis ich mehr als glücklich bin, quasi überglücklich 🙂

Am Samstag hat Herr K., seines Zeichens Malermeister im Ruhestand und mein helfender Engel, den letzten Pinselstrich getan. Obwohl er total gegen die von mir gewählten Farben weiß und magenta war, musste er am Ende doch mehr oder weniger widerwillig zugeben, dass es sehr schön aussieht. Das hätte er sich niemals vorher so vorstellen können 😉

Ich finde, wenn man schon einen neuen Lebensabschnitt beginnt, dann auf allen Ebenen, und nicht nur auf einer!

Jetzt bin ich zur Abwechslung zwei Wochen in meiner „alten“ Firma zur Urlaubsvertretung, das war der „Deal“, und ich empfinde es als das, was es ist: Klarheit, dass meine Entscheidung die richtige war und ist, und völlige Tiefenentspanntheit, denn ich bin zwar hier, gehöre aber nicht mehr dazu!

Ich bin gespannt, wie sich die Prioritäten meines Lebens in der nächsten Zeit verändern und verlagern werden, und bin wirklich neugierig, wo der Weg mich hinführt.

In diesem Sinne – ich wünsche Dir einen schönen Wochenanfang. Dori 🙂

Schutzengel

 

Mein lieber Schutzengel,
ich DANKE Dir! Aus meinem tiefsten Herzen. Wie oft schon hast DU mich vor dem allerschlimmsten bewahrt.

Vor Menschen, die mir Böses wollten. Einen schlimmen Autounfall hast Du mich überstehen lassen, und auch eine bedrohliche Krankheit.

Wie oft hast Du zu mir gesprochen, mich gewarnt, und ich manchmal habe Deine Stimme einfach auch „weggedrückt“.

So auch am letzten Wochenende. Du hast es mir gesagt, und Deine Stimme habe ich einfach abgetan. BLÖDSINN, habe ich zu Dir gesagt. So etwas tut NIEMAND. Dabei habe ich es mitbekommen, wollte es nicht WAHRhaben, nicht GLAUBEN. Dennoch, Du hattest Recht, ich hätte einfach nur auf Dich hören sollen. Ich bin Dir DANKBAR, dass nichts SCHLIMMES passiert ist, und ich immer noch DA sein darf.

Derjenige, der die Schrauben am linken Vorderrad meines Autos mit Absicht gelöst hat, mag vielleicht vor Hass und negativen Gefühlen mir gegenüber sehr unglücklich sein. Und vielleicht auch schlaflose Nächte haben aufgrund dieser Bösartigkeit.

Ich bin glücklich, dass ich diesen Unfall überleben durfte.

Der „gelbe Engel“, der mir zu Hilfe kam, war beinahe mehr geschockt als ich selbst. Und sagte, ich könne froh sein, mit dem Leben davongekommen zu sein.

Ob Schutzengel oder gelber Engel: ich danke Euch für die Rettung, und dass ich weitermachen darf!

Ich bin bei dir dein Leben lang
halt über dich meine schützende Hand
manchmal siehst du mich an
obwohl du mich nicht sehen kannst
Meine Welt liegt in schwarz weiß
nur du machst sie farbenreich
ich existiere allein für dich
nur wenn du fällst spürst du mich
Mein Herz mein Geist meine Seele
lebt nur für dich
mein Tod mein Leben meine Liebe
ist nichts ohne Dich
Wenn du träumst bin ich bei dir
wache jede Nacht neben Dir
manchmal suchst du meine Hand
obwohl du mich nicht sehen kannst
Meine Welt liegt in Dunkelheit
nur du lässt das Licht hinein
ich existiere allein für dich
nur wenn du fällst spürst du mich
Mein Herz mein Geist meine Seele
lebt nur für dich
mein Tod mein Leben meine Liebe
Ist nichts ohne Dich
Mein Herz mein Geist meine Seele
lebt nur für dich
mein Tod mein Leben meine Liebe
Ist nichts ohne Dich

E S C – Eurovision Song Contest


 

 

 

Am Samstag ist es so weit. In Düsseldorf findet der Eurovision Song Contest statt. Eigentlich bin ich kein wirklicher Fan, aber es liegt ein tolles Flair über der Stadt.

Man hört die unterschiedlichsten Sprachen, sieht die schönen ESC-Busse der einzelnen Teams durch die Straßen fahren, hier und da sieht man Kameraleute und Filmteams,

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

und am Rheinufer liegen die schönsten Touristenschiffe aus den verschiedenen Ländern.

Ich finde, diese Veranstaltung passt irgendwie sehr gut zu Düsseldorf. Und seit ich weiß, dass man in Düsseldorf keine Kindergartenbeiträge zahlen muss, weil die Stadt darauf verzichtet (im Gegensatz zu anderen Städten ist sie nämlich nicht verschuldet, sondern lässt ihre Einwohner auf diese Weise an ihren Gewinnen teilnehmen), mag ich sie noch mehr – unsere Landeshauptstadt von NRW.

Alle Jahre wieder

Gestern war es wieder so weit! Die jährliche „Nach“-Untersuchung. Abends zuvor bin ich noch völlig entspannt ins Bett gegangen, habe noch lange mit einer lieben Freundin telefoniert, und sie als lästiges Übel abgetan – diese Untersuchung. In der Nacht schlafe ich sehr unruhig, werde bereits um 4 Uhr morgens wach und kann keinen Schlaf mehr finden.

Immer wieder horche ich in mich hinein. Ist auch wirklich alles in Ordnung mit mir? Die Stimme, die immer zu mir spricht und Du zu mir sagt und mich beim Namen nennt, sagt: Du weißt doch, dass alles in Ordnung ist. Die andere Stimme aber, die von meinem Ego, die will mir wieder Angst einjagen und sagt: Was ist, wenn doch etwas ist?

Also stehe ich ganz früh auf und tue die Dinge, die ich jeden Morgen tue. Die Zeit geht überhaupt nicht vorbei, der Zeiger der Uhr scheint sich einfach nicht weiter zu bewegen. Eineinhalb Stunden vor meinem Termin starte ich nach Düsseldorf, ich kann es zu Hause nicht mehr aushalten. Das stellt sich als positiv heraus, da es auf der Rheinbrücke einen Unfall gegeben hat und somit einen Riesenstau.

Ich komme eine halbe Stunde zu früh an, aber das ist egal, lieber sitze ich noch ein wenig im Wartezimmer, dort fühle ich mich irgendwie sicher. Die Frauen, die hier sitzen, haben alle dasselbe oder ein ähnliches Schicksal, irgendwie fühlt man sich verbunden, lächelt sich aufmunternd zu oder blinzelt sich über den Zeitungsrand hinweg an.

Dann werde ich endlich aufgerufen. In dem kleinen Kämmerchen, in dem ich warten muss bis ich abgeholt werde, bekomme ich Atemnot. Die Luft ist echt stickig, und meine Nervosität steigt ins Unermessliche. Leider helfen mir sämtliche erlernten Entspannungstechniken in diesem Moment überhaupt nicht.

Die sehr sehr nette und kompetente Ärztin fragt: Wie geht es Ihnen? Ich antworte: Eigentlich hervorragend. Dass die Angst immer noch da ist, hätte ich selbst nicht geglaubt.

Endlich ist alles vorbei und ich werde zum Abschlussgespräch gerufen. Gut finde ich, dass immer mehrere Ärzte vor Ort die Diagnose stellen, das gibt mir noch einmal mehr das Gefühl, in guten Händen zu sein.

Tief durchatmen – kein neuer Befund! Danke lieber Gott, liebes Universum, wer auch immer dafür verantwortlich ist (vielleicht bin ich es ja sogar selbst)!

Ein wunderschöner Tag

Heute ist/war Muttertag. Ich wurde im Vorfeld schon oft gefragt, wie ich diesen „besonderen Tag“ wohl verbringe.

Ganz einfach! Ich habe meiner Mutter heute ein Geschenk gemacht. Ich habe ihr meine Zeit geschenkt, meine Liebe und  meine Fürsorge.

Ich habe im „Feld nebenan“ frischen Spargel gekauft und ihr ihr Lieblingsessen bereitet. Anschliessend haben wir Briefe meines Vaters – der vor einem Jahr gestorben ist – gelesen: geschrieben an seine Mutter, während der Zeit seiner französischen  Gefangenschaft, von 1945 bis 1947. Damals war er zwischen 16 und 18 Jahre alt, sehr bewegend. Mein Vater hat Zeit seines Lebens eine tiefe Bindung zu seiner Mutter, meiner Oma Maria, gehabt, so wie ich auch.

Dann habe ich noch mit Mo gespielt.

Auf meiner chilligen Liege habe ich das tollste Buch aller Zeiten zu Ende gelesen:

„Wasser für die Elefanten“

Und zum krönenden Abschluss dieses wundervollen Tages segelt dann gerade noch ein Ballon über mich hinweg – so nah -dass die Menschen mir zuwinken!

Ich freue mich….

…dass mein altes Chakrablog immer noch täglich bis zu 300 Besuchern aufweist.

Obwohl ich mich im Januar diesen Jahres davon verabschiedet habe. Weil eine neue Zeit angebrochen ist, ich Abschied genommen habe, von Menschen, vom Berufsleben.

Wo der Weg mich hinführen wird, kann ich augenblicklich beim besten Willen nicht sagen. Ich bin zwar für ein halbes Jahr freigestellt von der Arbeit, habe aber in keinster Weise das Gefühl von Freizeit. Ich habe sooo viel zu tun, all die Dinge, die in meinem 11-Stunden-Tag keinen Platz fanden, bahnen sich nun den Weg an die Oberfläche und wollen erledigt werden.

Jedermann fragt mich nach meinen weiteren Plänen! Was machst Du, was tust Du, wenn der Oktober da ist?

Leute, ich weiss es nicht. Ehrlich. Jetzt renoviere ich erst mal, und dann sehen wir weiter.

Step by Step. Leben ist HEUTE. Und nicht im Oktober. Wenn Ihr wisst, was ich meine!