Plan A und Plan B

Widerstand – Ohnmacht – Hilflosigkeit – Sprachlosigkeit!
All diese Worte beschreiben sehr gut meine Situation der letzten Wochen.

Es gibt Situationen und Ereignisse, im AUSSEN, die will man/frau einfach nicht. Dafür gibt es viele Beispiele.

In meinem Fall – ganz konkret – das ältere Enkelkind (Max) ist oft krank, die Eltern sind berufstätig und haben nicht viel Möglichkeiten, sich ständig frei zu nehmen. Da muss die Oma (ich) ran.

Meine Mutter ist aufgrund einer Hirnblutung innerhalb von nur 3 Wochen zum Pflegefall geworden.

Mit all dem muss man/frau erst einmal KLAR KOMMEN.

Ganz so nebenbei sucht frau ja nun nach einer neuen HERAUSFORDERUNG. Das, was sie hatte, das will sie nicht mehr. Das, was sie will, weiß sie noch nicht so ganz genau. Alles ist noch im Ungewissen, es gibt viele Visionen, aber welche davon könnte sich als das herausstellen, was sie WIRKLICH möchte?

Nun, der DRUCK der letzten Wochen löst sich nun langsam auf.

Heute hat sich herausgestellt, dass meine Mutter ein Blutgerinsel im Gehirn hat, wahrscheinlich verursacht durch die Stürze und das Liegenbleiben in der Nacht, als sie noch alleine war. Dies wiederum erklärt endlich, warum meine Mutter nicht mehr meine Mutter ist, so wie sie einmal war. Mein Bruder und ich haben nicht LOCKER GELASSEN und auf bestimmte Untersuchungen bestanden, die dieses Ergebnis letztendlich an den Tag gebracht haben. Für sie wird nun eine Reha beantragt, wir haben die notwendige ZEIT, uns um Dinge zu kümmern, die einen reibungslosen Ablauf bei der Pflege unserer Mutter gewährleistet.

Mein Sohn und meine Schwiegertochter haben eine Leihoma „an der Hand“, und dies gibt mir den nötigen Freiraum, mich wieder um meine EIGENEN DINGE zu kümmern.

Puh, tief durchatmen, sicherlich sind die nächsten Wochen noch aufregend, aber es gibt ein LICHT AM HORIZONT!

Während all dieser Ereignisse – ich habe den heftigsten innereren Widerstand geleistet, der mir in keinster Weise gut getan hat – habe ich nun doch loslassen können.

Ich kann und will NICHT die VERANTWORTUNG für das Leben anderer Menschen übernehmen, auch wenn ich sie noch so sehr LIEBE.

Und ganz so NEBENHER kommt dann eine ENTSCHEIDUNG in meinen Kopf! Ich möchte NICHT SELBSTÄNDIG tätig sein. Peng! Ich habe überhaupt und gar nicht damit gerechnet. Schließlich war es immer schon mein tiefster Wunsch, mit Menschen zu arbeiten, eine Praxis zu haben, aber das kann ich – wenn ich das möchte – immer noch nebenberuflich tun!

Ich möchte und wünsche mir, ein ganz normales und strukturiertes Leben zu führen. Das brauche ich, ich hatte immerhin 7 Monate Zeit auszutesten, wie es ist, alles tun und auch lassen zu können, was ich möchte. Und das hat es letztendlich auch nicht „gebracht“.

Jetzt ist es so weit! Heute morgen habe ich Bewerbungsfotos machen lassen! Ich visualisiere die Firma und die Menschen, für und mit denen ich arbeiten möchte, und ich bin sehr guter Dinge, hoffnungsvoll, voller NEUGIER! Ich will nicht das Leben anderer Menschen führen, ich möchte mein EIGENES. Und MEIN Leben bedarf einer gewissen Regelmässigkeit, Struktur, Akzeptanz, Angenommen-Werden, ganz egal wie andere Menschen das empfinden, ich möchte das so!

Mein Bewerbungsfoto ist schön geworden, wie ich finde, schließlich hatte ich meine Tochter und den Mo dabei (der den ganzen „Laden“ mal kurz aufgemischt hat und allen Menschen ein Winke-Winke und ein Lächeln geschenkt hat, alle haben zurückgewunken und gelächelt), sonst hätte ich gar nicht so lachen können bei der Aufnahme, denn fotografiert zu werden finde ich immer noch ziemlich ziemlich schrecklich 😉

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich WEISS, das UNIVERSUM wird mir den PLATZ ZUWEISEN, wo ich hingehöre, wo ich mich WOHL fühle. Und wenn das nicht morgen ist oder im nächsten Monat, dann vielleicht im nächsten Jahr. Das Gesetz der Resonanz!

Und wenn nicht, kann ich mir immer noch Plan B überlegen 🙂

Winterzeit

Nun ist sie wieder da, die Winterzeit. Die Umstellung von der Sommerzeit auf die Winterzeit erfolgte in der vergangenen Nacht. Erstmals hat sich Rußland in diesem Jahr nicht an der Umstellung beteiligt. Hierdurch verspricht man sich weniger Herzinfarkte und Depressionen in den Monaten der Winterzeit aufgrund der längeren Helligkeit. Ab heute wird es um 18.00 Uhr dunkel sein, und in nicht allzulanger Zeit bereits um 17.00 Uhr.

Die Winterzeit bedeutet für mich nicht nur Dunkelheit, sondern auch weniger Möglichkeiten, aktiv zu sein. Als nachtblinder Mensch ist es mir bei bestimmten Wetterverhältnissen fast unmöglich, im Dunkeln Auto zu fahren, wobei „eingefahrene Wege“ möglich sind, aber unbekannte Strecken sich oft als unüberwindbares Hindernis herausstellen. Und so kann es dann kommen, dass ich die eine oder andere Verabredung schon mal absagen muss, weil ich bei strömendem Regen UND in der Dunkelheit einfach nichts sehe.

Und doch freue ich mich auf die bevorstehende Advents- und Weihnachtszeit. Hatte ich doch in den letzten Jahren an Weihnachten keinen Tannenbaum mehr, so wird in diesem Jahr wieder einer mein Wohnzimmer schmücken, schließlich habe ich zwei Enkeljungs, und denen will die Oma ja schließlich gerecht werden. Ich habe schon angefangen, Weihnachtsdeko zu sammeln, überall wo ich etwas Schönes sehe, was passt, nehme ich es mit. Fehlen nur noch die Kugeln. Dieses Jahr ist die FARBE LILA angesagt 🙂

Vielleicht komme ich aber mit der diesjährigen Winterzeit alles in allem viel besser klar als ich den letzten Jahren, denn schließlich muss ich mich nicht mehr jeden Morgen durch die Dunkelheit und die Staus in die große Stadt „kämpfen“ und den ganzen Tag „eingesperrt“ sein. Die täglichen Spaziergänge sind inzwischen zu einem festen Bestandteil des Tagesablaufs geworden, trotz der Belastungen der letzten Wochen habe ich das immer noch irgendwie hinbekommen, in der Natur zu sein.

Ich wünsche Dir eine schöne Winterzeit.

Eigentlich ist der Winter ja dazu da, sich auszuruhen, etwas zurück zu fahren, sich zu besinnen auf die wesentlichen Werte, die Tiere und die Natur machen es uns vor. Wie immer werde ich alles dafür tun, mich nicht stressen zu lassen, mich von Hektik und Schwarzmalerei nicht anstecken zu lassen und vor allem – keine Angst einjagen zu lassen. Das sind alles Dinge, die einfach nicht (mehr) zu mir gehören.

Seelenbänder

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Meine Mutter hat seit zwei Jahren eine Putzfrau. Eine bildschöne Polin, Mitte 40, Mutter von 3 halbwüchsigen Kindern, mit den unglaublichsten grünen Augen, die ich je gesehen habe, und mit dem liebevollsten Wesen, das ich kenne.

Es vergeht kein Tag, an dem diese Frau meine Mutter nicht im Krankenhaus besucht. Jeden Tag bringt sie ihr etwas mit, Kekse, Saft, Pralinen, Blumen. Sie tätschelt meiner Mutter die Wange, streicht ihr liebevoll über den Rücken, springt und macht und tut, und meine Mutter genießt sichtlich all die Liebe und Fürsorge, die diese Frau ihr entgegenbringt.

Und ich schaue und denke: es gibt es tatsächlich. So eine Art von Seelenverwandtschaft. Zwei wildfremde Menschen, die sich tief miteinander verbunden fühlen, wo etwas hin- und herschwingt, wo ein Band existiert, ein Seelenband.

Kurze Auszeit

Heute einmal habe ich mir eine kurze Auszeit gegönnt – fernab von der Geriatrie, wo meine Mutter inzwischen aufgenommen wurde.

Zwar habe ich sie heute Mittag besucht – wie jeden Tag – und dann habe ich mir eine schöne PAUSE gegönnt.

Habe das herrliche Wetter genossen, war im Medienhafen in Düsseldorf, mit lieben Menschen, bin am Rhein spazieren gegangen, habe im Café Madrid köstliche Tapas gegessen, und selbst der Rückweg am Rhein entlang war ein Geschenk.

Kraft getankt, die Auszeit genossen, gelacht und mich glücklich und wohl gefühlt, und morgen ist ein neuer Tag, auch diese Herausforderungen wollen wieder angenommen werden, aber um wievieles leichter ist das, wenn man wieder in seiner Mitte ist.

Ich wünsche Dir einen strahlendschönen Wochenanfang 🙂

Unsere Kinder

Der äußere Frieden in unserer Gesellschaft, in einer Firma, in unseren Partnerschaften hängt vom inneren Frieden aller Beteiligten ab. Und diesen kann niemand für uns machen, das ist unsere eigene Aufgabe.

Robert Betz

Nehmen wir mal an, es ist das Jahr 1992. Ich bin gerade frisch von meinem Ex-Ehemann getrennt, ich habe zwei Kinder, 11 und 13 Jahre alt, ich bin alleine, alleinerziehend, und habe einen Vollzeit-Job.

Ich habe zwar viel zu tun, und viel zu bewältigen, ein großes Haus, einen riesengroßen Garten, ich will allen gerecht werden, meinem Arbeitgeber, meinen Kindern, und auch mir selbst. So weit so gut. Ich schaffe das.

Ich komme abends von der Arbeit nach Hause. Die Kids wissen, die Mama macht jetzt Autogenes Training, ist für ca. 30 Minuten erst einmal nicht zur vollen Verfügung und präsent, aber sie wissen, wenn diese halbe Stunde vorbei ist, dann ist die Mama voll da und energetisch aufgeladen (das können sie natürlich noch nicht artikulieren in diesem Alter), aber sie ist in ihrer MITTE und ist DA!

Es gibt kein Handy, keinen Computer, kein Internet, keine Mails, die man checken muss, keine stundenlangen Katastrophen-Berichterstattungen über irgendein Erdbeben oder eine Umweltkatastrophe in dieser Welt, keine Pleite von Kranken- oder Lebensversicherungen. Vielleicht klingelt am Abend ein Mal das Telefon, wenn überhaupt, ich kann für meine Kinder PRÄSENT sein. Mein Arbeitsplatz ist mir sicher, ich weiß, wofür ich arbeite.

Heute – 2011 – sieht die ganze „Sache“ völlig anders aus.

Die Menschen befinden sich in einer permanenten Negativ-Stimmung: der Eurorettungsschirm, die Bankenkrise, ständiges Breittreten vom Burn-Out-Syndrom (wer bitte soll sich da nicht angesprochen fühlen), der angekündigte Wirtschaftsabschwung für das nächste Jahr, Umweltkatastrophen, berechtigte Angst um den Arbeitsplatz – das ist die Schwingung, die JUNGE FAMILIEN in der heutigen Zeit betrifft – und trifft.

Wie bitte sollen denn unsere Kinder, die jetzt in dieser Gesellschaft aufwachsen, auf dieses ganze Zeugs reagieren?

Auffälligkeiten im Kindergarten, in der Grundschule, in der weiterführenden Schule. Wundert es Dich da, dass es Gewalttätigkeiten gibt, schon unter den Kleinsten? Kinder, die im Alter von 6 Jahren schon mit dem Handy in die Schule gehen, damit die beiden voll berufstätigen Elternteile sie erreichen können? Ist das normal?

Die Eltern der heutigen Zeit sind komplett überfordert. Welche Mutter oder welcher Vater kann es sich leisten, über die Elternzeit hinaus vom Arbeitsplatz weg zu bleiben? Ich kenne niemanden, außer vielleicht in den Bevölkerungsschichten, wo Geld nun gar keine Rolle spielt.

Der dauernde Existenzkampf wirkt sich auch auf die Kleinsten in unserer Gesellschaft aus. Dabei sind die Kinder doch das KOSTBARSTE, was wir haben. Sie sind unsere Zukunft, und sollten mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln gefördert, unterstützt und an ein sprirituelles Leben herangeführt werden.

Die Realität sieht leider völlig anders aus. Eltern, die NICHT IN IHRER MITTE sind, können keine ausgeglichenen Kinder heranziehen. Kinder heute sind nicht mehr KINDER, so wie wir es früher waren, oder so, wie meine Kinder vor 30 Jahren noch sein konnten. Sie stehen unter demselben Leistungsdruck wie ihre Eltern, dem ganzen Freizeitstress, und müssen schon im Kindergarten „funktionieren“, sonst werden sie ausgegliedert, gemieden, genauso wie ihre Eltern in der Berufswelt, die den „anderen Weg“ für sich wählen, fern ab von dem Druck, den die heutige Gesellschaft mit allem, was dazu gehört, auf sie ausüben will.

Die einzigen, die das ändern können, sind WIR. Wenn wir es nicht mehr dulden, was da im Augenblick „abgeht“, wenn wir bei uns selbst bleiben, unseren Weg AUTHENTISCH gehen, mit gutem Beispiel voran, dann können sich auch unsere Kinder wieder zu GESUNDEN MENSCHEN entwickeln.

Und dazu wird nichts weiter benötigt, als Liebe, Aufmerksamkeit, Akzeptanz. Ein I-phone oder ein Handy wird diesen Zweck mit Sicherheit nicht erfüllen. Aber die Gemeinschaft, die Familie, die Bezugspersonen, all die können die SICHERHEIT geben auf der EMOTIONALEN EBENE geben, die unsere Kids so dringend brauchen.

Mach mit, wenn Du kannst, und wenn Du ein Kind oder Kinder in Deinem Umfeld hast, oder Enkelkinder, oder Nichten und Neffen. Sei DA!

Frieden

Ich habe dieses Video schon einmal gepostet. In meinem alten Blog. Am 1. August 2010. An diesem Tage wurde der Mo geboren.

Heute poste ich es noch einmal.

10 Jahre FUNKSTILLE. Zwischen meinem Bruder und mir. Niemand von uns beiden könnte klar artikulieren, WARUM.

Ehrlich – ich weiß es nicht. Sicherlich er auch nicht. Alles UNAUSGESPROCHEN, in dieser Familie, immer schön UNTER DEN TEPPICH GEKEHRT. Da waren sie WELTMEISTER DRIN, meine Eltern, und wir Kinder allemal. Wir kannten es ja nicht anders. Und: wir BEIDE haben irgendwie immer gestört. Die LEBENSGEMEINSCHAFT. Unserer Eltern. Gehörten nie wirklich dazu, ich nicht, und er auch nicht.

ABER:
Vorige Woche ist ES PASSIERT. Immer muss etwas PASSIEREN, damit etwas PASSIERT. Das ist bei uns so, das ist bei den meisten Menschen so.

VERÄNDERUNGEN PASSIEREN IMMER NUR IM ANGESICHT VON KRANKHEIT, ARBEITSLOSIGKEIT, TRENNUNG, VERLUST DES PARTNERS, der FINANZIELLEN PLEITE. Schade. Warum können die Menschen nicht schon im VORFELD agieren, können die ZEICHEN sehen und das SCHLIMMSTE ABWENDEN? Na ja, ich selbst konnte es ja auch nie.

In den letzten Wochen, der gesundheitliche Zustand meiner Mutter wurde immer bedenklicher, habe ich eins getan:
ich habe mit ihrer SEELE gesprochen. Immer wenn ich bei ihr war. Wenn ich Essen gebracht habe, wenn ich sie gepflegt habe. Ich habe nie verbal gesagt: Liebe Mama, bitte sorge dafür, dass bevor Du gehst, mein Bruder und ich ausgesöhnt sind. Aber ich habe ihre SEELE darum gebeten.

In der vorigen Woche ist meine Mutter gestürzt – in der Nacht – und liegengeblieben. Erst am nächsten Tag hat ihre Putzfrau sie gefunden, nach endlosen Stunden. Es fehlte ihr die Kraft, wieder aufzustehen. Vielleicht wollte sie auch nicht mehr aufstehen, aber das ist jetzt nur mein Gedanke. Ich wollte ihr mittags Essen bringen, und wie verabredet rufe ich vorher kurz durch, bevor ich losfahre. Immerhin sind es 30 Kilometer. Aber sie ging nicht ans Telefon. Stundenlang nicht. Und da wusste ich, dass ES passiert ist. Irgendwann, aus dem Auto heraus und auf dem Weg zu ihr anrufend, nahm dann mein Bruder ab. Sehr erleichtert, dass ich jetzt DA war.

Gleichzeitig mit dem Arzt und dem Notarztwagen kam ich bei meiner Mutter an, ER steht schon vor dem Haus, ich reiche ihm die Hand und frage: bekomme ich Deine Hand? Er sagt: die hast Du doch schon. Und gibt mir einen Kuss auf die Wange.

Meine Mutter liegt jetzt im Krankenhaus, was aus ihr werden wird, ist derzeit noch ungewiss. Wir WISSEN es nicht. Sie ist organisch KERNGESUND, aber der LEBENSWILLE fehlt. Ob der noch mal zurückkehrt? Auch das wissen wir nicht, und das liegt auch in ihrem eigenen Ermessen.

Aber sie hat durch ihr AGIEREN meinen Bruder und mich wieder zusammengeführt.

DANKE MAMA, jetzt kehrt ja nun wirklich langsam FRIEDEN in diese Familie ein!

Und das wurde auch langsam mal ZEIT!

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Charakterstärken

Vor ein paar Tagen habe ich einen Test gemacht. Ich wollte herausfinden, welche Stärken ich habe. Aufmerksam auf diesen Test wurde ich durch den Online-Glückskurs von Dr. Eckart von Hirschhausen, wo es in Woche 4 (glaube ich) darum geht, die Stärken herauszufinden, damit man sie intensivieren und einsetzen kann.

Was bei mir herausgekommen ist, hat mich doch erstaunt, teilweise hatte ich eine andere Selbsteinschätzung, wobei erwähnt werden muss, dass die Antworten ja auch subjektiv sind:

100% Weisheit: Weitsichtige bzw. tiefsinnige Menschen werden von ihren Mitmenschen als weise bezeichnet und um Ratschläge bei Problemen gebeten. Sie haben einen guten Überblick und eine reife Sichtweise vom Leben.
99% Sinn für das Schöne: Menschen mit dieser Stärke nehmen Dinge bewusst wahr und können sich darüber freuen. Sie zeigen ein ausgeprägtes Interesse an Schönheit und Leistungen in verschiedenen Lebensbereichen (z.B. Natur, Musik, Kunst, Wissenschaft, alltägliche Erfahrungen).
94% Dankbarkeit: Dankbare Menschen sind sich der guten Dinge bewusst, die sie in ihrem Leben haben. Sie werden als dankbare Personen eingeschätzt, weil sie sich immer Zeit nehmen, um ihre Dankbarkeit auszudrücken.
89% Liebe zum Lernen: Wissbegierige und lernwillige Menschen lernen gerne neue Dinge und lassen sich vom Lernen begeistern. Dabei eignen sie sich gerne neue Fertigkeiten und Fähigkeiten an oder bauen ihr vorhandenes Wissen aus.
79% Freundlichkeit: Freundliche und großzügige Menschen tun ihren Mitmenschen gerne Gefallen. Sie genießen es, großzügig und nett zu anderen Menschen zu sein.
76% Vorsicht: Vorsichtige Menschen denken über die Konsequenzen ihrer Entscheidungen nach, bevor sie handeln. Sie sagen oder tun keine Dinge, die sie vielleicht später bereuen würden.
74% Spiritualität: Religiöse bzw. spirituelle Menschen haben starke und kohärente Überzeugungen über den Sinn und Zweck des Universums. Ihre religiösen Überzeugungen beeinflussen ihre Handlungen und sind eine Quelle des Trostes und der Kraft.
74% Vergebungsbereitschaft: Menschen mit dieser Stärke zeigen eine höhere Bereitschaft, anderen ihre Fehler zu vergeben/verzeihen. Sie geben anderen eine zweite Chance. Ihr zentrales Prinzip ist Gnade und nicht Rache.
73% Führungsvermögen: Menschen mit einem ausgeprägten Führungsvermögen unterstützen eine Gruppe bei Aufgaben und Problemlösungen und sorgen für ein arbeitsförderndes Klima innerhalb der Gruppe. Sie können Aktivitäten organisieren und sorgen dafür, dass sie erledigt werden.
68% Tapferkeit: Tapfere Menschen fürchten sich nicht vor Bedrohungen, Herausforderungen, Schwierigkeiten und Schmerzen. Sie stehen trotz Widerständen zu ihren Meinungen und überzeugungen.
68% Urteilsvermögen: Menschen mit einem ausgeprägten Urteilsvermögen durchdenken und hinterfragen gerne Gedanken und Überzeugungen und versuchen verschiedene Perspektiven einzunehmen. Sie ziehen keine schnellen Schlussfolgerungen und verlassen sich bei ihren Entscheidungen auf Tatsachen. Sollten sich die Gegebenheiten ändern, sind sie durchaus in der Lage, ihre Meinung anzupassen.
67% Soziale Intelligenz: Sozial kompetente Menschen sind sich ihrer Motive und Gefühle hinsichtlich anderen Menschen bewusst und wissen, wie sie sich in unterschiedlichen sozialen Situationen verhalten müssen.
65% Enthusiasmus: Begeisterungsfähige Menschen streben mit viel Energie und Enthusiasmus nach ihren Zielen. Sie machen keine halben Sachen. Das Leben ist für solche Menschen ein Abenteuer.
65% Authentizität: Authentische Menschen sprechen nicht nur von der Wahrheit sondern leben danach und bleiben ihren Prinzipien treu. Sie stehen mit beiden Beinen auf dem Boden und täuschen nichts vor.
65% Selbstregulation: Menschen mit ausgeprägter Selbstregulation sind in der Lage, ihre Gefühle und ihr Verhalten zu regulieren. Sie sind sehr diszipliniert und können verschiedene Lebensbereiche (z.B. Appetit, Gefühle, …) kontrollieren.
61% Bescheidenheit: Bescheidene Menschen suchen nicht den Mittelpunkt und sehen sich nicht als etwas Spezielles. Sie lassen lieber ihre Fähigkeiten für sich sprechen. Von anderen Menschen werden sie als anspruchslos und bescheiden bezeichnet.
58% Neugier: Neugierige Menschen interessieren sich für alle möglichen Dinge des Alltags, stellen immer wieder Fragen und finden unterschiedliche Themen und Inhalte sehr interessant und faszinierend. Sie erforschen und entdecken gerne die Welt.
50% Bindungsfähigkeit: Menschen mit ausgeprägter Fähigkeit zu Lieben und sicherer Bindungsfähigkeit schätzen Beziehungen sehr hoch ein, die von gegenseitigem Geben und Nehmen geprägt sind.
47% Hoffnung: Hoffnungsvolle Menschen sind positiv gegenüber der Zukunft eingestellt. Sie denken, dass sie auf ihre Zukunft einen Einfluss haben und tun ihr Möglichstes um ihre Ziele zu erreichen.
46% Kreativität: Kreative Menschen verfügen über ein ausgeprägtes Denken über neue Problemlösungswege und haben oft kreative und originelle Ideen. Sie begnügen sich nicht mit konventionellen Lösungswegen, wenn bessere Möglichkeiten vorhanden sind.
40% Humor: Menschen mit der Stärke des Humors lieben es zu lachen, es lustig zu haben und andere zum Lachen zu bringen. Sie versuchen verschiedene Situationen von einer leichteren Seite her zu betrachten.
39% Ausdauer: Ausdauernde Menschen streben danach, begonnene Arbeiten zu Ende zu führen, auch wenn Schwierigkeiten auftauchen. Sie lassen sich nicht durch innere und äussere Faktoren ablenken und erleben eine Zufriedenheit in der Aufgabenerfüllung.
38% Fairness: Die Gleichbehandlung aller Menschen ist ein zentrales Prinzip fairer Menschen. Sie lassen sich in ihren Entscheidungen nicht durch persönliche Gefühle beeinflussen und geben allen eine Chance.
31% Teamwork: Teamfähige Menschen können am besten arbeiten, wenn sie Teil einer Gruppe sind. Sie sind loyal und betrachten die Gruppenzugehörigkeit als zentralen Faktor.

Mo’s erste Schühchen


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(sorry für das verwackelte Foto, diesmal hat meine Handy-Kamera nicht so gut funktioniert!)
Was für ein spannender Tag. Der 12.10.2011! Alleine schon dieses Datum, dazu noch Vollmond. Ohne Worte.

Heute morgen um 8 sitze ich schon auf dem Arbeitsamt, mein Berater wünscht meine Bewerbungsmappe zu sehen. Ich habe mir – ehrlich gesagt – nicht viel Mühe gegeben. Das Bewerbungsfoto ist 5 Jahre alt, die Mappe sicherlich auch nicht mehr auf dem neuesten Stand, aber das ist mir auch ziemlich egal.

Ihm aber nicht. Die ersten 20 Minuten unseres Gespräches sind wir nicht „konform“, wenn ich das mal so salopp ausdrücken darf. Er klärt mich darüber auf, dass ich völlig im Irrtum bin. Ich bin zwar erst seit 1.10. arbeitslos (heute ist der 12.10.), und mir stehen aufgrund meines „biblischen“ Alters von 56 Jahren auch 18 Monate Arbeitslosengeld zu (meine Meinung) , aber er meint, ich sei da völlig auf dem Holzweg. Er möchte jetzt sehen, dass ich mich BEWERBE. Und etwas TUE. Als ob ich nix tue, aber das weiß er ja nicht. 

Schließlich schickt mir die Jobagentur auch die vielfältigsten Angebote zu, aber nichts bisher, worauf ich mich jemals aus freiem Willen bewerben würde.

Nun gut, nach anfänglichen Disharmonien sprechen wir in Ruhe meine Bewerbungsmappe durch. Er gibt mir wertvolle Tipps, mein Bewerbungsfoto ist schon etwas älter, und da mein Personalausweis abgelaufen ist und ich sowieso Fotos machen lassen muss, kann ich auch gleich Bewerbungsfotos machen lassen 🙁

Das will ich alles nicht, sage ich zu ihm. Da sagt er – und jetzt muss ich doch wirklich schweren Herzens eingestehen, dass er Recht hat – es kann ja auch der Knaller drunter sein, unter all diesen Angeboten, etwas, wo Sie immer schon hinwollten, Frau Kellers!

Ich denke an die letzten 4 1/2 Jahre zurück und sage, schon ein bisschen besänftigt, aber nie wieder in einer Bank. Kein Problem, sagt er, das müssen sie auch nicht. Und erzählt mir dann noch, dass er kürzlich einer 59-jährigen Frau aus seinem Bereich zu ihrem Traumjob verholfen hat. Ein bisschen grummele ich ja noch….

Auf der Rückfahrt telefoniere ich aus dem Auto mit der lieben Andrea (ich weiß, das soll man nicht tun, ich gucke aber immer, ob die Polizei in der Nähe ist), die mir vor wenigen Wochen ein Persönlichkeits-Coaching– so sagt man ja jetzt – gegeben hat – und sie hat mir noch einmal meine ganzen Kompetenzen vorgelesen, die wir erarbeitet hatten. Die hatte ich beinahe alle schon wieder vergessen!

Schluck. Das alles kann ich? Ohne Worte. Liebe Andrea, kannst Du mir das bitte noch einmal mailen? Damit ich das alles auch wirklich GLAUBE?

Okay! Wenn das Resonnanzprinzip im Universum funktioniert, dann bekomme ich auf dieser Schiene jetzt den Hammer-Mega-Job, wo ich mich wohlfühle, oder aber ich bekomme gar keinen neuen Job. Das werden wir ja dann sehen. Da glaube ich fest dran.

Auf jeden Fall muss ich mich jetzt mit meinen Fähigkeiten und Kompetenzen auseinandersetzen, und zwar schriftlich. Vor kurzem habe ich einen Test gemacht bei Charakterstärken.org, und da war ich doch sehr erstaunt, was ich so alles „drauf“ habe. Hätte ich von mir SELBST nie gedacht!

Ach ja, und der Tag war doch noch schön, am Ende. Denn der Mo hat seine ersten Schühchen bekommen. Und wie der Mo ja so ist, war er mehr als begeistert, hat sie auch gleich getestet. Ganz weich und biegsam sind sie, nicht wie diese starren Kinderlauflernschuhe vor 30 Jahren, als meine Kids noch klein wahren. Schon absolut „fuss- und lauflerngerecht“. Und so hatte er auch gleich nicht die geringsten Schwierigkeiten damit. Seine Schuhgröße ist 21 🙂 , die seiner Mutter im gleichen Alter war 18. Damit ist der Beweis, dass Jungs und Mädels unterschiedlich sind, doch wahrlich gegeben.

Ich wünsche Dir einen schönen Abend und wünsche mir, dass dieser Regen nun bald aufhört 😀

Dori

Ich hänge (wieder) an der Nadel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich und ohne Strickzeug? Undenkbar! Ob in der Mittagspause, in der Bahn, beim Arzt, egal wo, das Strickzeug wurde ausgepackt und war PARAT. Bis zum März diesen Jahres. Da habe ich dieses Teil fertig gestellt. Anschließend ging gar nichts mehr. Wolle gekauft, angefangen, weggelegt.

Selbst für die Kids, die Enkel (die Teile sind ja ganz schnell fertig, da so winzig klein) KONNTE ich nicht stricken.

Dabei ist Stricken für mich absolut MEDITATIV. Masche für Masche verschwinden meine SORGEN, weg sind sie, meine Gedanken kommen zur Ruhe, ich bin voll konzentriert.

In 2007 – nach meiner Krebs-OP – habe ich mir all meine Trauer und die Krankheit WEGGESTRICKT – zuerst für liebe Menschen in meinem Umfeld, und irgendwann wieder für mich.

Immer wieder hab ich „Hallo“ gesagt in meinem Lieblings-Wollladen, ganz einfach, weil die Frauen dort so nett und so liebevoll sind, und man mit einem guten Gefühl rausgeht, auch wenn man nichts gekauft hat. Heute war ich für meine Mutter einkaufen und komme automatisch am Wolllädchen vorbei – bin ich rein und sage: Meine Strickblockade ist jetzt vorbei 😀 5 Sekunden vorher wusste ich das noch gar nicht.

Willkommen im Club, sagt die nette Inhaberin. Und nun bin ich stolze Besitzerin von wunderschöner, flammendroter Wolle (die Zeiten von Schwarz und Pastelltönen sind endgültig vorbei) und stricke mir jetzt ein schönes Kleid – habe sogar schon angefangen, die ersten Reihen gestrickt, die Wolle getestet, wie sie sich anfühlt, wundervoll!

Und MASCHE für MASCHE stricke ich jetzt wieder alle Belastungen weg – so wie ich das immer schon getan habe 🙂

Ich freue mich schon jetzt auf den HINGUCKER – denn das sind meine Teile nun wirklich!

Jetzt ist es wieder DA! Das STRICKEN!

Die TAZ schreibt dazu:
Zustand vollkommener Entspannung
Die Idee dahinter: „Wenn man eine Tätigkeit immer wieder ausübt, kommt man in einen Zustand vollkommener Entspannung wie bei Meditation oder Yoga“, erklärt Herbert Benson, Gründer des Benson Henry Institute for Mind Body Medicine in Harvard.
So senkt Handarbeit ebenso wie die fernöstlichen Entspannungstechniken etwa die Pulsrate und den Blutdruck, zeigten erste kleine Studien an seinem Institut. Konkret: Stricken hat bei Probanden beispielweise den Herzschlag um elf Schläge pro Minute gesenkt. Im Gehirn werden zudem bei kreativer Arbeit die gleichen Areale, etwa im Hippocampus, aktiv wie bei Meditierenden oder Betenden, hat Herbert Benson mittels Kernspintomografie nachgewiesen. Der Hippocampus ist unter anderem Ort unserer Erinnerungen.

Für meine Mutter

Immer schön, immer elegant, immer auf Stöckeln! Immer im Mittelpunkt, ganz egal, wo sie hinging! Und sehr beliebt! Noch heute erzählen mir die Menschen oft, was für eine liebe und liebenswerte Frau meine Mutter ist und war!

Als Kind und später als Teenager habe ich ihr oft zugeschaut, wie sie sich zurecht gemacht hat, für irgendeine Party, auf die meine Eltern ständig eingeladen waren. Ich habe neben ihr gestanden und gesagt: Mama, eines Tages möchte ich so schön sein wie Du.

Und nun sitzt sie in ihrem Sessel, 80 Jahre ist sie in diesem Jahr geworden, isst nicht mehr, trinkt nicht mehr, steht nicht mehr auf.

Hilflosigkeit, Ohnmacht machen sich breit. ErSCHWEREN mein Leben. Was kann ich tun, zermartere ich mir meinen Kopf, wie kann ich ihr HELFEN?

Sie WILL nicht weiter leben. Ich will zu Papa, sagt sie, und meint damit meinen Vater, der vor eineinhalb Jahren gestorben ist.

Alle Worte, in der Vergangenheit gesprochen, dass wir alle VERBUNDEN sind, dass sie niemals ALLEIN sein wird, nutzen nichts. Sie stammt aus einer Generation, nein, vielmehr aus einer EPOCHE, wo Menschen sich so etwas im Ansatz nicht vorstellen können.

AUFGEGEBEN hat sie, wartet, dass alles VORBEI ist. Wo dieses VORBEI sein wird, das weiß sie nicht. Dass es nur eine andere DIMENSION ist, wo sie hingeht, das versteht sie nicht. Das alles tut mir so weh, wie IMMER möchte ich helfen, und wie so OFT kann ich es nicht.

Die SEELE meiner Mutter hat sich diesen Weg gewählt. Und trotzdem fällt es mir schwer, das zu AKZEPTIEREN. Ich würd sie gerne noch ein wenig BEHALTEN, meine Mutter. Ich hätte ihr noch so vieles zu sagen. Auch wenn sie es nicht versteht, im HIER UND IM JETZT, so bin ich sicher, dass ihre SEELE sehr wohl weiß, wovon ich rede.

Und so fahre ich morgen wieder hin, koche für sie, wasche sie, hülle sie in warme Kleidung, denn sie friert ständig, ist eiskalt, selbst bei sehr warmen Temperaturen.

Wenn die SEELE friert, an ENDE EINES LEBENS, was kann ich da noch tun?

Ich wünschte dieser Seele einfach, dort ANZUKOMMEN, wo sie sich ZUHAUSE fühlt, eingebettet in WÄRME, LICHT und LIEBE!