Friedensnobelpreis 2011

Das freut mich von ganzem Herzen: FRAUEN „MACHEN“ FRIEDEN!

Drei entschlossene Vorkämpferinnen für Demokratie und Frauenrechte sind mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden. Das norwegische Nobelpreis-Komitee sprach den renommierten Preis der jemenitischen Journalistin Tawakkul Karman, der liberianischen Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf und der liberianischen Aktivistin Leymah Gbowee  zu.

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Draußen-Kinder

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Du hast mir heute das Leben gerettet, schreibt mir heute meine Tochter per SMS, mit einem Smiley 😀 und schickt mir dieses Foto!

Der Mo ist ein Draußen-Kind. Drinnen sein findet der Mo doof. Da kann man seine Aufmerksamkeit kaum für eine längere Zeit fesseln, alles Spielzeug ist nicht halb so interessant wie alles, was draußen ist.

Immer wieder krabbelt er zur Terassentür, hämmert mit seinem kleinen Fäustchen dagegen, und schreit die Erwachsenen an: lass mich raus. Manchmal geht das halt nicht, so wie heute nachmittag, als es in Strömen geregnet hat. Aber als der Regen aufgehört hat, gab es kein Halten mehr, für den Mo.

Mit „Leben retten“ meint meine Tochter den Regenanzug, den ich gestern „im Vorübergehen“ für den Mo gekauft habe, in weiser Voraussicht auf das kommende Wetter. Ich wollte eigentlich etwas ganz Anderes kaufen, aber  beim Sichten dieses Regenanzuges musste ich sofort zugreifen.

Nun konnte der Mo heute nachmittag trotzdem draußen sein, in seinem heißgeliebten Sandkasten, man beachte die kleinen Plastiktütchen um seine Füßchen 🙂 . Da er noch nicht läuft mit seinen 14 Monaten (wobei er kurz davor ist) hat er auch noch keine festen Schühchen!

Wie schön, dass dieser kleine Fratz den Erwachsenen zeigt, dass es kein schlechtes Wetter gibt – nur schlechte Kleidung 😉 Und dass man/frau das Leben im HIER UND JETZT durchaus geniessen kann, egal welche Stürme da draußen im Leben gerade toben!

Und hier der Beweis, dass der „Apfel nicht weit vom Stamm fällt“ 🙂

1956

MEIN HERZ

Eines Tages stand ein junger Mann mitten in der Stadt und erklärte, dass er das schönste Herz im ganzen Tal habe. Eine große Menschenmenge versammelte sich, und sie alle bewunderten sein Herz, denn es war perfekt. Es gab keinen Fleck oder Fehler in ihm. Ja, sie alle gaben ihm recht, es war wirklich das schönste Herz, was sie je gesehen hatten. Der junge Mann war sehr stolz und prahlte lauter über sein schönes Herz. Plötzlich tauchte ein alter Mann vor der Menge auf und sagte: “Nun, dein Herz ist nicht mal annähernd so schön, wie meines.”

Die Menschenmenge und der junge Mann schauten das Herz des alten Mannes an. Es schlug kräftig, aber es war voller Narben, es hatte Stellen, wo Stücke entfernt und durch andere ersetzt worden waren. Aber sie passen nicht richtig, und es gab einige ausgefranste Ecken. Genauer, an einigen Stellen waren tiefe Furchen, wo ganze Teile fehlten. Die Leute starrten ihn an: Wie kann er behaupten, sein Herz sei schöner, dachten sie?

Der junge Mann schaute auf des alten Mannes Herz, sah dessen Zustand und lachte: “Du musst scherzen”, sagte er, “Dein Herz mit meinem zu vergleichen. Meines ist perfekt und deines ist ein Durcheinander aus Narben und Tränen.”

“Ja”, sagte der alte Mann, “deines sieht perfekt aus, aber ich würde niemals mit dir tauschen.

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Die ältere Frau

Vor ein paar Tagen hat der liebe Ray ein „böses“ Post über ältere Männer geschrieben.

Ich schreibe jetzt mal ein paar Zeilen über die „ältere Frau an sich“, über die, die eigentlich niemals richtig jung war, und die ihr Leben lang die Menschen in ihrem Umfeld mit überspitzter Neugierde betrachtet, um dann im Angesicht von Krankheit, Leid oder Lebenskrise den Zeigefinger zu erheben oder mit einer gewissen Schadenfreude zu bemerken, dass sie das ja schon immer gewusst habe.

Solch ältere Frauen gibt es hier in meiner Nachbarschaft übrigens zur Genüge, und wenn ich mit meinem Auto nach Hause komme, Besuch empfange oder was weiß ich nicht tue, dann bewegt sich schon mal die eine oder andere Fenstergardine ganz leicht, aber nur ganz leicht, schließlich will frau ja nicht bemerkt werden bei dem, was sie da so tut!

Gestern in Köln auf der Esoterikmesse – wo ich mit Freunden verweilte – habe ich wieder einmal das klassische Verhalten der „älteren Frau an sich“ beobachten dürfen. Wir sprechen hier übrigens von Frauen mit „Röllekesfrisur“, bequemer 3/4-Hose und weißen Söckchen in Gesundheitssandalen. Eine Ansammlung dieser „Ladies“ befand sich laut schnatternd in meiner unmittelbaren Nähe, als SIE hereingeschoben wurde. Im Rollstuhl, von einer Frau, die offensichtlich ihre Freundin ist. Ich erkannte sie sofort, eine sehr bekannte Kabarettistin und Schauspielerin, die aufgrund eines Schicksalsschlages eine längere Zwangspause einlegen musste.

Sofort wurden „die älteren Frauen“ sehr nervös. Aufgeregt wie Hühner schnatterten sie flügelschlagend angesichts dieser prominenten Frau. Sie wurden immer unruhiger, und endlich, endlich bewegte sich dann eine von der Gruppe weg und ich dachte noch: oh nein, das wird sie jetzt doch nicht tun! Und ob. Sie schoss auf die Frau im Rollstuhl zu und fragte lautstark: Ja sind sie nicht die soundso? Doch, antwortete die Frau, die bin ich. Schweigen.

Ja dann, stammelte die ältere Frau, denn jetzt fiel ihr nicht ein, was sie Sinnvolles sagen könnte, ja dann: Alles Gute!

Das Leben geniessen

 

Meine Nachbarin von oben schaut runter, auf meinen Balkon. Das tut sie gerne. Das, was sie dort sieht, findet sie sehr schön! Ich auch 😉

Heute Abend – ca. 50 Teelichte leuchten -die Blumen sind frisch getränkt -schaut sie runter und fragt: hast du heute Geburtstag?

Ich antworte – nach oben rufend – nö, ich geniesse das Leben. Die blaue Stunde. Blaugrauer Himmel, Lichter, das alles unter meinem Baum. Find ich total beglückend.

Wie Du Dir das Leben immer schön machst, ruft sie herunter.

Ja, das kann ich, konnte ich schon immer. Aus NIX ALLES MACHEN!

Voller DANKBARKEIT.