Unzählige Kinder haben heute Abend vor dem Schlafengehen wieder ihre blankgeputzten Schuhe und Stiefelchen vor ihre Türe gestellt, damit der Heilige Nikolaus sie in der Nacht mit Süssigkeiten und kleinen Überraschungen füllen kann. Sie können es kaum erwarten, dass die Nacht vorbei ist, aber da der Nikolaus ja nur kommt, wenn sie bereits schlafen, ist auch ganz schnell Ruhe im Kinderzimmer. Am nächsten Morgen springen sie voll freudiger Erwartung aus ihren Betten, um die Gaben und kleinen Geschenke zu bestaunen.
Das ist – wie ich finde – die schönste Zeit für Eltern, wenn die Kinder noch an den Nikolaus und an den Weihnachtsmann glauben. Hier habe ich eine schöne Geschichte über den Heiligen Nikolaus im Netz gefunden, für alle Kinder, aber auch die Eltern und Großeltern, und für Max und Moritz, die in diesem Jahr noch ein wenig zu klein sind, um das alles zu begreifen.
Vor langer, langer Zeit, lebte im fernen Morgenland ein Knabe, der Nikolaus hiess. Seine Mutter und sein Vater waren an einer bösen Krankheit gestorben. Er weinte Tag und Nacht. Seine Eltern hatten ihm grossen Reichtum hinterlassen: Gold und Silber, Edelsteine, Länder, Schlösser und Paläste. In seinem Stall standen schneeweisse Pferde, Schafe und Esel.
Doch Nikolaus war so traurig, dass er sich darüber nicht freuen konnte. Er fühlte sich arm und verlassen. Selbst die Tiere spürten, dass er betrübt war. Sein Eselchen drängte sich zu ihm und tröstete ihn.
Vom Weinen wurde er so müde, dass er sich schlafen legen wollte. Dabei stiess er einen Tonkrug um und fand darin viele Schriftrollen. Eine davon ergriff er und begann darin zu lesen:„Es war einmal ein armer reicher Mann, der den Armen nicht einmal die Reste seines Essens gönnte und ihnen nie etwas gab. Als er starb, kamen keine Engel, um ihn in den Himmel zu tragen.“
„Gleiche ich nicht dem reichen Mann aus dieser Geschichte?“, dachte Nikolaus. „Auch ich bin schön gekleidet und habe von allem im Überfluss. Die Bettler draussen beim Stadttor aber habe ich vergessen. Morgen will ich rechtzeitig aufbrechen und mich nach ihnen umsehen.“ Mit diesen Gedanken schlief er ruhig und ohne Tränen ein.Ganz früh am Morgen schlich er sich zum Palast hinaus. Die leeren Gassen kamen ihm unheimlich und fremd vor. Früher war er jeweils mit seiner Mutter hierher gegangen, um den Armen Speisen, Salben und Decken zu bringen. „Wir sind reich“, hatte die Mutter zu ihm gesagt. „Wir wollen teilen mit denen, die ärmer sind als wir. Gott ist es, der uns alles gegeben hat. Weil wir uns darüber freuen, versuchen auch wir, die anderen glücklich zu machen.“
Endlich erreichte Nikolaus das Stadttor. Als er zu den Ärmsten der Stadt kam, verteilte er ihnen alles, was er hatte: seine Goldketten, Ringe und Gewänder. Da staunten die Bettler und lachten vor Freude. Nikolaus sprang hoch auf und eilte glücklich nach Hause. Sein Herz wurde leicht, und seine Augen wurden ganz hell. Er meinte, er hätte die Welt noch nie so schön gesehen.
Nikolaus liess in aller Eile seinen Schneider zu sich kommen und sprach: „Nähe mir noch heute grosse Taschen auf alle meine Gewänder, und du wirst reich belohnt werden dafür.“ Es war zwar nicht Brauch, dass man auf vornehmen Kleidern grosse Taschen hatte, aber der Schneider tat es trotzdem.
Vergnügt spazierte Nikolaus in seinem weiten, roten Mantel durch seinen Garten. Er pflückte Nüsse, Äpfel und Mandarinen und füllte damit seine neuen Taschen.
Zum zweiten Mal an diesem Tag schlich er sich hinaus zu den engen Gassen, wo die Kinder der Armen herumhockten und spielten. Nikolaus griff in seine vollen Taschen und warf die Früchte und Nüsse in die Menge der Kinder. Sie stürzten sich voller Freude darauf, und ehe sie sich umsahen, war Nikolaus verschwunden.
Von diesem Tag an war die grosse Traurigkeit von ihm genommen. Wollte sie wieder zurückkehren, füllte er seine Taschen und zog mit seinem Eselchen zum Stadttor. Er half den Kranken, gab den Hungrigen zu essen und beschenkte die Kinder. Glücklich kehrte er dann nach Hause zurück.
Nikolaus wuchs heran – er war ein guter Junge. Berühmte Lehrer unterrichteten ihn und lehrten ihn aus der Bibel. Und Gott hatte ihm ein gutes Herz geschenkt. Wo er Not und Elend sah, schenkte er mit vollen Händen. Als er einmal zum Gottesdienst in die Kirche trat, hörte er die Worte Jesus: „Willst du mir angehören, so verschenke alles, was du hast und gib es den Armen. Komm und folge mir.“ Über diese Worte dachte Nikolaus sehr oft nach. Sie liessen ihn nun nicht mehr los. Er rief seinen Hausmeister und befahl ihm: Nimm mein Geld und meinen Hof. Verkaufe alles, was ich habe und gib es den Armen. Denn ich will mich aufmachen und ins Heilige Land ziehen, wo unser Herr gelebt hat.
Nikolaus verliess alles, was ihm lieb war. Auf seiner Reise geriet er oft in grosse Not, aber er bleib immer fröhlich dabei. Er zog durch das Land und predigte das Wort Gottes und Geschichten aus der Bibel. Erst nach vielen Jahren erschien ihm ein Engel im Traum und sprach: „Kehre in deine Heimat zurück und mache dort den Namen Gottes gross.“
In Myra, nicht weit von seiner Heimatstadt, war der alte Bischof gestorben. Die Leute trauerten um ihn und niemand wusste, wer ihm nachfolgen sollte. Gott sprach zu den Ältesten der Gemeinde: „Der erste Mensch, der am nächsten Sonntag vor der Kirchentüre steht, soll der neue Bischof werden.“ Nun lenkte Gott es so, dass Nikolaus nach seiner Heimkehr schon in aller Früh vor der Kirche eintraf. Er wurde ins Gotteshaus geführt und auf den Bischofsstuhl gesetzt. Von allem Volk bejubelt, trat er ins Freie. Vor der Tür stand ein altes graues Eselchen. Es erkannte seinen ehemaligen Herrn und rieb seinen Kopf voller Freude an dessen Schulter. Von nun an wurde es sein treuer Begleiter.
Nikolaus sorgte für seine Christen, wie ein Hirte für seine Schafe. Er schützte sie und betete mit ihnen. Nach vielen Jahren gab es eine grosse Hungersnot im Land. Frost, Hagel und Hitze hatten die Ernte vernichtet. Als Bischof Nikolaus herumzog, sah er Not und Elend. Der Hunger der Kinder war gross. Nachts lag er wach und bat Gott um Hilfe.
Eines Morgens stieg Nikolaus schon früh auf die Felsenklippen vor der Stadt. Da sah er im Dämmerlicht, weit draussen auf dem spiegelnden Meer, ein paar Segelschiffe.
Gott sprach zu ihm: „Fahre hinaus und halte die Schiffe in meinem Namen auf. Sie sind voll Korn und Weizen.“ Nikolaus tat, wie ihm befohlen wurde. Der Herr lenkte die Herzen der Schiffsleute, und sie brachten ihre ganze Ladung nach Myra an Land.
Nun begann Nikolaus auszuteilen. Das Volk strömte herbei. Die Kinder kamen herbei und er füllte Körbe und Säcke. Bis zur nächsten Ernte reichte der Vorrat. Niemand musste vor Hunger sterben, und alle lobten und priesen Gott. Wenn Nikolaus von nun an durch die Strassen zog, kamen alle Kinder herbeigesprungen und umringten ihn.
An seinem Geburtstag kleidete er sich in den roten Bischofsmantel und nahm den goldenen Hirtenstab in die Hand. Er schmückte sein Eselchen und packte ihm einen schweren Sack auf den Rücken. Der war gefüllt mit leckeren Sachen: mit roten Äpfeln, Nüssen, Mandeln, Mandarinen und süssen Honigkuchen. Nikolaus schritt durch die Strassen, warf seine Gaben den Menschen zu und machte diesen Tag zu einem grossen Fest.

Liebe Dori,
ein wunderschöner Nilolauspost. Ich finde auch sehr etwas für die Jungen…
Vielen Dank und liebe Grüße
Rainer
Danke lieber Ray – ich finds immer wieder schön!
Ich wünsche Dir einen schönen Tag,
schön, dass Du hier warst,
Dori
Wahrlich eine schöne Geschichte. Ich kann mir gut vorstellen, dass Kinderaugen dazu leuchten
Ich wünsche dir und deinen Enkeln einen fröhlichen Nikolaustag,
Anna-Lena
Liebe Anna-Lena,
ich wünsche Dir auch einen schönen Nikolaustag. Deine “Kinder” sind ja schon etwas älter. In der früheren Firma lag dann morgens immer ein Nikolaus auf dem Schreibtisch, das fand ich irgendwie nett.
Einen schönen Tag wünscht Dir Dori
Das ist eine nette Geste. Bei und in der Schule machen manche KollegInnen das gegenseitig. Dabei wäre das ein netter Zug von der Schulleitung für alle, oder?
Geht es deiner Mutter halbwegs gut?
Liebe Grüße
Anna-Lena
Liebe Anna-Lena,
ich hatte immer Chefs, die Nikolaus, Weihnachten und Ostern den Mitarbeitern eine Kleinigkeit zukommen liessen, ich habe mich darüber immer gefreut. Es kostet nicht viel, aber man fühlt sich irgendwie besser
Wie lieb, dass Du nach meiner Mutter fragst. Jeder Tag ist anders. An dem einen denke ich, das war es jetzt, am nächsten habe ich wieder Hoffnung. Allerdings ist sie nicht wirklich “erreichbar”.
Einen schönen Samstag Abend für Dich von Dori
Liebste Dori,
vielen Dank für Deinen Nikolaus-Beitrag. Eine schöne Geschichte. Ich wünsche Dir einen schönen Tag und grüße mir die liebe Andrea (irgendwo hab ich was gelesen, dass Du sie triffst heute ) Deine Enkel bekommen bestimmt auch einen Nikolaus von ihrer geliebten Oma. Viel Freude zusammen !
liebe Grüße
Erika
Liebste Erika,
habe Deinen Kommentar zu spät gelesen und konnte deshalb die liebe Andrea nicht grüßen. Aber vielleicht hat sie es ja schon gelesen oder liest es noch.
Ganz liebe stürmische Grüße von Dori
Danke dir, liebste Dori,
für die wunderschöne Nikolaus-Legende, die ich jedes Jahr gerne lese!
Daher habe ich einfach zu dir verlinkt heute und noch eine weitere Geschichte zu erzählen begonnen… vielleicht kennst du sie sogar…
Alles Liebe zum Nikolo für dich!
Elisabeth ♥
Danke liebste Elisabeth,
da schau ich doch gleich mal – wenn auch ein bissl verspätet
Liebste Sonnengrüße von Dori
Mir gefallen solche Geschichten immer ganz besonders. Und gerade an solchen Tagen werden Erinnerungen wach. Mal sehen, wie das dann mit Enkeln wird. Die werde ich mir ganz oft borgen.
Liebe Grüße von der Gudrun
Liebe Gudrun,
die Enkel kommen bestimmt sehr gerne und oft zu der Oma
Einen schönen Tag für Dich von Dori
Liebe dori,
diese Geschichte macht das Herz warm
Danke
Liebe Grüße
MachDichGlücklich
Thomas
Lieber Thomas,
schön, dass Du hier warst.
Warme Grüße von Dori
liebe dori
))
ich hoffe, du hattest einen schönen nikilo.
ich hab so einiges bekommen, muß wohl sehr brav gewesen sein *lach*
am 4 dezember war ja mein namenstag und sogar am 5tern gabs noch barbara-zweigerl (kirschzweige) für mich. na, wenn das kein glück bringt
alles liebe für dich von babsi
Liebste Babsi,
auch wenn Du nicht “brav” gewesen sein sollstest: Deine Menschen lieben und wertschätzen Dich so wie Du bist
Ich wünsch Dir heute schon einen schönen 3. Advent,
liebe Sonnengrüße von Dori