Begegnung der Dritten Art

Eigentlich wollte ich dies hier nicht posten. Eigentlich.

Die liebe Andrea hat vor ein paar Tagen ein Post geschrieben, wo ich dachte: na ja…..
Was soll’s, ist doch wurscht, wie sich andere Menschen benehmen, Hauptsache, ich benehme mich nicht so.

Na ja.

Am Wochenende hatte ich Jungsbesuch, das Mäxchen hat bei mir geschlafen. Samstag morgen habe ich ihn bei seinen Eltern abgeholt, wir hatten wirklich solch ein schönes Wochenende miteinander. Ich habe gespielt „auf Teufel komm raus“, alles was so einen 2 1/2 jährigen Knirps glücklich machen könnte. Samstag morgen waren wir bei der Uroma und Alina (faszinierend für mich ist, dass die Knirpse wissen, wer die Uroma ist), Samstag nachmittag waren wir mit dem Moritz und dem Anton auf dem Spielplatz, die Oma und der Max waren danach müde und haben gut geschlafen.

Am Sonntag nachmittag wollte ich das Mäxchen nach Hause bringen. Mein altes Auto steht in der Garage hier hinter dem Haus, und zum Heraussetzen muss ich zwei bis drei Mal hin und herrangieren auf dem Hof, weil ich so ein RiesenaltesAuto habe. Beim Einschlagen des Lenkrads macht es knack und ich denke noch: das ist kein gutes Geräusch, dieses Geräusch hatten wir bisher noch nie. Schließlich kenne ich ihn ja, den alten Herrn (mein Auto ist ein alter Herr 🙂 )

Ich fahre die Einfahrt raus, biege links ab, und von da an gibt es kein Halten mehr. Mein Auto lässt sich nicht mehr lenken, es fährt immer weiter nach lins und auf die Reihe der parkenden Autos zu auf der Straße. Das Lenkrad reagiert nicht mehr, und im Bruchteil einer Sekunde schaffe ich es, mit Bremse und Handbremse – 20 cm vor den parkenden Autos – mein Auto zum Stehen zu bringen.

Das Mäxchen bricht in Tränen aus und ist völlig verzweifelt. Das schöne Auto von der Omi – wo er immer so gerne mitgefahren ist – fährt nun nicht mehr. Der kleine Kerl weint dicke Krokodilstränen.

Ich versuche ihn zu beruhigen, rufe meinen Sohn und meine Tochter an, und natürlich sofort und zwar als Erstes den ADAC.
Gottseidank bin ich Mitglied – schon seit 30 Jahren oder so – und sie sagen, sie kommen so schnell wie möglich. Sie haben Großeinsatz und die Wartezeit beträgt mindestens eine Stunde oder noch mehr!

Ein sehr netter Nachbar von mir – ein junger Mann, mit dem ich immer schon sehr nett geplaudert habe, kommt sofort auf die Straße und meint, wollen wir den Wagen nicht an die Seite schieben? Ich sage, nee, das geht jetzt wohl nicht, das Lenkrad reagiert nicht mehr. Also nimmt er sich dem Max an, springt mit ihm auf dem Bürgersteig rum, macht Spielchen, so dass das Mäxchen abgelenkt ist.

Und nun passiert folgendes: eine junge Frau – schätzungsweise Mitte 20 – kommt aus dem Haus, vor dem mein Auto zum Stillstand gekommen ist – herausgeschossen – schreit mich an, ich solle bitte aufpassen auf ihr parkendes Auto, das sei neu, und meine alte Schrottkarre sei ja wohl nix mehr wert, und wenn da ein einziger Kratzer dran wäre, würde sie ihren Rechtsanwalt anrufen, und im übrigen habe sie schon die Polizei angerufen, dass ich den Verkehr behindere und sie habe sich mein Kennzeichen gemerkt und sie zeigt mich an, so bald sie einen Kratzer an ihrem Auto feststellt.

Ich – das weinende Kind im Schlepp – den ADAC in der Leitung – sage: machen Sie sich keine Sorgen, ich passe auf, dass ich hier nirgendwo dran komme, glauben Sie mir, ich bin froh und glücklich, dass uns nichts weiter passiert ist, meinem Enkel und mir, und Ihr Auto werde ich bestimmt nicht beschädigen!

Das ist ihr grad mal egal, sie schreit und zetert, ihr Freund/Mann oder wer auch immer kommt hinzu, und die Beiden sind so etwas von aggressiv, ich habe gar keine Worte dafür.

Meine Tochter und mein Schwiegersohn kommen angefahren und machen gleich Handyfotos von allen Fahrzeugen, aber die junge Frau ist inzwischen völlig aufgebracht und nicht mehr zu beruhigen. Sie interessiert sie in keinster Weise für das weinende Kind, welches dicke Krokodilstränen weint, noch für mich, die ja nun in einer wirklichen Notlage ist. Der junge Mann vom Anfang bietet seine Hilfe an und sagt: wenn was ist, ich heiße sowieso, bitte klingeln sie unbedingt, ich komme. Ich bin ihm so dankbar.

Nach eineinhalb Stunden kommt der ADAC und lädt mein altes Auto auf – das geht Ratzfatz. Die gelben Engel sind wirklich toll, das ist nicht meine erste Erfahrung mit ihnen. Wir fahren in den Nachbarort zur nächsten Werkstatt, dort wird mein Auto abgeladen, am Sonntag ist natürlich dort alles geschlossen, und ich muss bis Montag warten, um die Reparatur in die Wege leiten zu können.

Auf der Fahrt in die Werkstatt erzähle ich dem GelbenEngelMann den Vorfall. Er nickt und sagt, was glauben Sie, was wir alles erleben? Die Menschen werden immer aggressiver, haben Sie das denn noch nicht bemerkt?

Doch schon, sage ich. Aber ich lasse das an mich nicht mehr heran. Egal wann, wo und wo auch immer mir solche Menschen begegnen, meist ignoriere ich sie völlig, in diesem speziellen Fall kann ich nichts Anderes empfinden als Mitgefühl. Für diese junge Frau. Was mag der Hintergrund für solch ein Verhalten sein?

Nichts ist für immer

FREIHEIT. Was bedeutet dieses wirklich „große Wort“ für Dich?

F R E I H E I T

Fühlst Du Dich frei oder hast Du das Gefühl, fremdbestimmt zu sein?
Tust Du Dinge, die Du in Wirklichkeit gar nicht tun möchtest, wozu Du Dich aber gezwungen oder verpflichtet fühlst?
Oder hast Du den absolut glücklichen Status, nur noch das machen zu können, was Du wirklich willst?

Ich habe viele Jahre meines Lebens geglaubt, Freitheit sei finanzieller Wohlstand und finanzielle Unabhängigkeit. Weil ich viele Jahre im absoluten Mangel gelebt habe, leben musste, aufgrund von äußeren Umständen, die jetzt hier nichts zur eigentlichen Sache tun. Ich habe immer gedacht, wenn ich genug Geld hätte, mir alles kaufen könnte, was ich mir wünsche, und all das tun könnte, was ich will, ohne Geldprobleme zu haben, dann wäre ich wirklich frei.

Weit gefehlt!

Seit dem Eintritt in das Arbeitsleben mit 19 Jahren hatte ich immer sogenannte sichere Arbeitsplätze gehabt, habe abschnittsweise sogar gut verdient. Trotzdem fühlte ich mich nie frei und hatte auch nie Geld, im Gegenteil, ich fühlte mich wie in Ketten gelegt oder wie in einen Schraubstock eingezwängt, ich fühlte mich IMMER im Mangel.

Kennst Du dieses Gefühl?

In der wenigen Freizeit, die ich hatte, verfügte ich letztendlich nicht mehr über die Kraft und über die Energie, Dinge zu tun, die mir Freude bereiten. Und letztendlich WUSSTE ich nicht einmal mehr, WAS mir Freude bereitet. Ich hatte meine Lebensfreude verloren, und fühlte mich über alle Maßen unfrei.

Wen wundert es da noch, dass sich Krankheiten einstellten, eine nach der nächsten? Mich nun nicht mehr!

Und nun? Ich bin seit Oktober 2011 arbeitslos, bekomme 60 % meines letzten Nettoeinkommens von der Agentur für Arbeit, was nicht wirklich viel ist. Wie kann das sein, dass ich mich nun nicht mehr im Mangel fühle? Ich bin selbst jeden Tag überrascht, wie wenig ich brauche, um mich glücklich zu fühlen.

Denn ich habe ZEIT! Inzwischen durfte ich lernen, dass das Wort FREIHEIT für mich persönlich nicht finanziellen Reichtum bedeutet, sondern ZEIT ZU HABEN FÜR MICH!

Ich bin für niemanden mehr verantwortlich, außer für mich selbst. Mutter, Kinder, Enkelkinder sind alle bestens versorgt und guter Dinge.

Ich laufe jeden Tag, nein ich GEHE, mit den Stöcken, und auch ohne, halte mein Gesicht in die Luft und in den Wind und bin fit wie ein Turnschuh. Auch das verstehe ich unter meiner neu gewonnenen FREIHEIT.
Was für eine schreckliche Nebenwirkung 😀

Und ja, ich fühle mich in der absoluten Fülle – mit nix an Geld – trotz all der finanziellen Herausforderungen, die sich immer wieder stellen, tagtäglich, die ich aber annehme. Ohne Panikgefühl wie früher, sondern in GELASSENHEIT.

Vielleicht liegt das an meiner Bereitschaft, alles loszulassen. Nichts ist für die Ewigkeit.

Und wenn der Tag kommt, dass ich meine Zeit (Freiheit) wieder anderweitig einsetzen möchte, dann werde ich das mit der ganzen Freude meines Herzens tun!

Eingepackt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Doch noch eingepackt habe ich vorgestern meine Balkonblumen.

Bisher war das ja nicht nötig, der Winter ist mehr als mild gewesen, der vorausgesagte Schnee ist auch nicht eingetroffen. Doch nun soll es von Tag zu Tag frostiger werden, die Minusgrade werden wohl ins Zweistellige gehen laut wetter dot com, und meine geliebten Balkonblumen haben nun ein Schutzvlies, damit sie den Frost unbeschadet überstehen 😉

Dennoch – nach dem heutigen wunderschönen Tag kann ich mir kaum vorstellen, dass nun noch einmal ein Kälteeinbruch kommen soll. Die Sehnsucht nach dem Frühling und der Wärme der Sonne ist in Anbetracht all der vielen Knospen und dem Gezwitschere der Vögel nicht mehr zu verdrängen.

Wie dem auch sei, WIR sind gewappnet 🙂

Fastenzeit

Welcher Monat eignet sich besser zum Fasten als der Januar? Die Feiertage im Dezember sind vorbei, das neue Jahr hat begonnen, die perfekte Zeit, um einiges loszulassen, nicht nur an Gewicht 😉

Ich habe die letzten 5 Tage „gefastet“. Nein nein, nicht was Ihr denkt. Gegessen habe ich schon, aber reduziert, nur Obst und Gemüse, kein Fleisch, und ein Mal am Tag eine warme Suppe.

Ich war 5 Tage nicht im Internet, habe weder TV gesehen noch Radio gehört, und auch keine Zeitungen gelesen. Ich habe mich ganz einfach mal von der Medienberichterstattung und der ganzen Berieselei zurückgezogen. Das hatte ich gar nicht geplant, das hat sich einfach so ergeben. Ich habe viel gelesen, meditiert, gute Musik gehört, und bin mit meinen Stöcken hier „durch meine Felder gelaufen“.

Und dabei haben sich solch wunderbare Nebenwirkungen eingestellt wie: ich rauche nicht mehr, ich habe gar kein Bedürfnis danach, ich bin komplett in meiner Mitte, und auf einmal sehe ich all die Dinge, die ich loslassen kann, die ich eigentlich überhaupt nicht für mein Leben benötige, an denen ich jedoch immer so festgehalten habe. Auch einige Menschen habe ich losgelassen, die ich für mein Glücklichsein und meine Zufriedenheit nicht brauche. Das heißt ja nicht, dass ich jetzt keinen Kontakt mehr haben werde, nur losgelassen halt.

Ich bin jetzt schon sehr reduziert und gespannt, was ich noch alles loslassen kann, denn ich werde dieses „Fasten“ noch bis zum Wochenende ausdehnen, weil es mir so gut tut. Das Bloggen soll mein einziger „Abstecher in die Außenwelt“ sein für eine Woche.

Es war jetzt einfach mal notwendig, Verhaltensmuster und Gewohnheiten zu be- und durchleuchten. Dinge, die man sein Leben lang getan hat, sind deshalb nicht unbedingt richtig. Einfach mal alles hinterfragen, sich selbst anschauen, sich selbst kritisch betrachten, nicht nur die anderen, Lebensziele neu stecken, das was ich mit 30 für erstrebenswert hielt, ist es heute mit 57 schon lange nicht mehr.

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass man erst loslassen kann, wenn man älter wird. Dass dies etwas mit Lebenszyklen zu tun hat. Als junger Mensch hast Du Ziele, beruflicher und privater Art, willst Dir ein bestimmtes Leben aufbauen und etwas erreichen. Als älterer – aber noch nicht so alter Mensch – kannst Du zurückschauen und Dich verändern, noch einmal neu beginnen. Darin liegt – wie ich finde – eine wundervolle Chance, und die möchte ich nutzen 🙂

Winterdepression

Winterdepression war in meinem vergangenen Leben ein sehr ernst zu nehmendes Thema. Von Ende Oktober – wenn die Uhr auf Winterzeit umgestellt wird – bis Ende März – wenn sie dann wieder auf Sommerzeit umgeswitcht wird – war ich nicht wirklich ich.

In dieser Zeit bekam ich Tageslicht nur am Wochenende zu spüren. Ich fuhr morgens im Dunkeln zur Arbeit, so gegen halb acht, und kam abends im Dunkeln heim, so gegen 7!

Während dieser Monate „schrumpelte“ ich immer mehr vor mich hin, war völlig kraftlos, genervt, gestresst (ohne wirklichen Stress zu haben) und war zu keinerlei Aktivitäten fähig.

Sicherlich ist das für den einen oder anderen Menschen nicht nachvollziehbar, ich selbst habe aber wirklich darunter GELITTEN. Ich habe immer gesagt: die Sommerzeit ist Dorizeit, und so war es auch in Wirklichkeit.

In diesem Winter habe ich keine Winterdepression. Klar finde ich es nicht schön, dass es um 8 Uhr morgens noch dunkel ist. Oder um 5 Uhr abends schon wieder, dabei stelle ich ja nun fest, wie jeder einzelne Tag minutenlang länger hell ist 🙂

Während der letzten Jahre hatte ich immer öfter die Vermutung, dass meine Winterdepression gar nicht vom Winter kommt. Sondern von der Tatsache, dass ich kein Tageslicht „abbekomme“. In DIESEM Winter – 2011/2012 – bekomme ich aber so viel Tageslicht, wie ich das möchte – und wie  ich mir das immer gewünscht habe, mein ganzes Berufsleben lang.

Ich bekomme all die ultravioletten Strahlen ab, die ich für mein Wohlbefinden benötige – ungeachtet der Tatsache, dass sich die Temperaturen um NULL bewegen, selbst der vorhergesagte Schnee fürs Wochenende tangiert mich in keinster Weise.

Ich habe LICHT – so viel und wann immer ich es haben möchte und auch brauche. Ich kann es mir NEHMEN!

Also: das Thema mit der Winterdepression ist hiermit durch 🙂

Ich wünsche Dir ganz viel Licht für Dein Leben!

Veränderungen

Zum ersten Mal in diesem Leben hat die Seele
ZEIT!

Niemals zuvor hatte sie diese Zeit.
War immer nur für andere da.
Hätte gar nicht den MUT gehabt,
NEIN zu sagen.

Hat ihr BEDÜRFNIS nach ZEIT, RUHE, RAUM und STILLE
gerne hintenan gestellt. Aus PFLICHTGEFÜHL.
Manchmal ungerne, oft jedoch auch aus LIEBE.

Hat versucht, ERWARTUNGEN zu erfüllen,
aus Sehnsucht nach ANERKENNUNG und AKZEPTANZ.
Und es ist ihr selten gelungen.

Und nun hat sie ZEIT und MÖGLICHKEITEN,
sich selbst nur GUT zu sein!
Dinge zu TUN, die sie ERFREUEN.
Alles LOSZULASSEN, bei dem sie sich nicht
mehr WOHL fühlt.

Plötzlich sind ganz neue BEDÜRFNISSE da,
Bedürfnisse, die sie vorher gar nicht hatte,
die sie auch nicht kannte.

Die LUST auf  TIEFE NÄHE.
Zu Menschen, Tieren, Pflanzen,
ZU ALLEM WAS IST!

Den Körper zu bewegen,
FREUDE zu fühlen, zu DIENEN und
DEMÜTIG zu sein.
Zu LACHEN, zu SPIELEN und zu SINGEN.
Auch mit sich ganz ALLEIN.

Waren sie denn immer schon da,
diese Bedürfnisse?
Oder einfach nur überlagert von
ihrem URTIEFEN Wunsch nach SICHERHEITEN?

Oder sind sie ganz einfach NEU ENTSTANDEN,
weil sie sich nun ERLAUBT, ZEIT ZU HABEN,
in sich HINEINZUSPÜREN?
Endlich ganz BEI SICH SELBST ZU SEIN?

D.K. – 17.01.2012

Tautropfen

 

 

 

 

 

 

 

Sie stand, regungslos, verschlossen, zwischen all den anderen Blumen auf einer Waldlichtung. Sie wusste, dass es an der Zeit war, aufzublühen, zu zeigen, wie ihre Blüte aussah, doch sie zögerte noch. Obwohl sie die warmen Sonnenstrahlen spürte und den Wind, der sie streichelte, hatte die Blume Angst.

„Was, wenn ich kleiner bin, schwächer und häßlicher als all die anderen Blumen da draußen? Wofür sollte ich dann aufblühen, ich ginge doch nur unter in der Pracht der anderen.“

Dieser Gedanke ließ ihr keine Ruhe, er fraß sich tief in ihr Inneres und die Angst der kleinen Blume wuchs mit jeder Vorstellung von der Außenwelt mehr. Doch umso mehr wollte sie auch blühen; umsomehr drängte sich der Wille zum Leben in ihr kleines Herz. So vergingen die Tage, bis der Zeitpunkt kam, an dem die kleine Blume glaubte, aufgrund ihres Zögerns sterben zu müssen, bevor sie richtig erwacht war.

Um sie herum war es still, denn es war eine kalte klare Nacht hereingebrochen, in der alles, was lebte, sich kauernd zu schützen versuchte. „Jetzt kann mich wenigstens niemand sehen, wenn ich meine Knospe öffne“, dachte sie und wagte einen vorsichtigen Blick hinaus. Sie sah zu einem funkelnden Stern empor. Auf magische Weise fühlte sich die Blume von seinem Glanz berührt und getrieben von Neugierde und Faszination öffnete sie ihren Kelch und streckte sich dem Nachthimmel entgegen.

Sie erkannte, daß ihre Blütenblätter blau waren, dunkelblau. In eben derselben Farbe wie der Himmel, der sich über ihr erstreckte. In ihrer Mitte lag ein Tautropfen, der das Funkeln der Sterne aufnahm und tausendfach zurückwarf. Plötzlich begriff die Blume.

Die Welt über ihr in ihrer Endlosigkeit spiegelte sich auf ihrer Blüte wieder, vereinigte sich in ihr! Sie begriff, dass der Sinn ihres Blühens die Geburt einer neuen Welt war, ihrer Welt. Leidenschaftlich und taumelnd vor Freude entfaltete sie all ihre Pracht und vergaß dabei ganz die Kälte um sich herum. Wie eine Träne des Glücks perlte der Tautropfen über ihre zarten Blütenblätter und tropfte neben ihr ins Gras.

Noch in derselben Nacht erfror die Blume.

Ein paar Tage später trat an eben der Stelle, wo der Tautropfen niedergefallen war, ein kleiner Sproß ans Licht. Er wuchs schnell und hoch und entfaltete gleich darauf eine wunderschöne tiefblaue Blüte. Die Blume hatte verstanden. Jetzt wußte sie, was es heißt zu leben.

Verfasser: mir unbekannt

Immer euphorisch

 

Scheitern,
aber nicht verbittern.

Betrogen werden,
aber nicht betrügen.

Illusionen aufgeben,
aber nicht die Hoffnung.

Enttäuschungen erleiden,
aber nicht resignieren.

Sich abfinden,
aber nicht abstumpfen.

Belogen werden,
aber aufrichtig bleiben.

Träume verlieren,
aber nicht das Träumen.

Immer euphorisch bist Du, wenn Du neue Menschen kennenlernst – sagt sie – die Ruth. Hast Du Dich wieder einmal blenden lassen? Streicht mir über den Rücken und sagt: Bleib immer bei Dir. Aber bleib auch so, wie Du bist. Gerade Deine kindliche Offenheit und Zuneigung, den Menschen gegenüber, das mag ich an Dir so, auch wenn Du jetzt wieder enttäuscht worden bist, das ist halt das Leben. Das erfahren wir alle, immer wieder mal.

Du musst Dich mehr hineinfühlen, nicht so sehr auf die Äußerlichkeiten achten, noch mehr fühlen. Mit Deinem Herzen. Mehr spüren. Dabei dachte ich, ich sei immer schon ein sehr fühliger Mensch gewesen. Wohl doch nicht?

Dann drückt sie mich noch ein letztes Mal, und fährt los. 1300 km. Nach Bilbao. In ein neues Leben, so wie sie hofft. Wer möchte schon nicht ein neues Leben?

Auch sie ist jemand, der sofort jeden Menschen in sein Herz schließen möchte.

Ich wünsche mir, dass auch sie das beibehält. Egal was noch passiert und uns begegnet, auf unserem Weg. Wir können ja gar nicht anders sein. Irgendwie!

Quelle: Gabriela Shala

Aufgaben

Welche Aufgaben hat eigentlich ein „Mr. President„?
Diese Frage stelle ich mir inzwischen tagtäglich!

Selbst auf „die Gefahr hin“, dass ich hierzu keine Kommentare bekomme (ich habe festgestellt, dass bei solch brisanten Themen die Kommentare oftmals ausbleiben), muss ich dies heute dennoch mal einstellen. Weil mich diese Frage beschäftigt.

Wir haben schon viele Präsidenten gehabt, zu den meisten von ihnen hatte ich überhaupt keine „Beziehung“. Sie waren zum Teil schon sehr alt, sie sagten mir nichts, sprich, ich hatte überhaupt keine Meinung.

Bei diesem hier – jung und repräsentativ – hatte ich die Hoffnung, er könne unser Land – Deutschland – welches in der Welt sehr ambivalent angesehen wird – doch eine positive Note geben.

Wie auch immer, was er getan hat, oder unterlassen hat, ist mir im Prinzip gleich. Was mich halt stört ist die Art und Weise, wie er mit den Vorwürfen umgeht. Wollen wir die Medien und das ganze Spektakel mal völlig außer Acht lassen. Hier geht es einzig und alleine um Authentizität. Und die fehlt mir – und zwar ganz gewaltig.

Was interessieren mich meine Worte von gestern? So könnte man/frau es verstehen. Wir selbst sind alle um Authentizität bemüht, wollen unsere Bestimmung und Lebensaufgabe finden, wir stehen zu den Fehlern, die wir machen, wir sagen: hey, sorry, tut mir Leid, mir ist das jetzt passiert, es kommt nicht wieder vor, HIER IST DIE GANZE WAHRHEIT!

Aber unsere Politiker wollen alle nur die M8, und die wollen sie dann für immer behalten. Ohne Rücksicht auf Verluste, ohne an das Volk, an uns, zu denken. Sicherlich gibt es da Ausnahmen, aber ehrlich, mir fällt jetzt grad keine so wirklich ein.

Ich fühle mich durch dieses ganze Verhalten -auch was die Medien betrifft – als Bürger abgewertet! Ich denke, die denken, wir sind alle doof und merken nix! Aber die meisten merken doch was, und TUN nichts. Weil jeder einzelne von uns denkt, er könne nichts verändern.

Aber wenn alle so denken würden: dann gäbe es auf diesem Planeten nicht eine einzige Veränderung mehr. Weder zum Guten noch zum Schlechten.

Zumindest könnten wir alle jetzt einmal sagen: Bis hierhin und nicht weiter! Es langt!

Das musste jetzt einfach mal gesagt werden!

Dear Mr. President,
Come take a walk with me.
Let’s pretend we’re just two people and
You’re not better than me.
I’d like to ask you some questions if we can speak honestly.

What do you feel when you see all the homeless on the street?
Who do you pray for at night before you go to sleep?
What do you feel when you look in the mirror?
Are you proud?

How do you sleep while the rest of us cry?
How do you dream when a mother has no chance to say goodbye?
How do you walk with your head held high?
Can you even look me in the eye
And tell me why?

Dear Mr. President,
Were you a lonely boy?
Are you a lonely boy?
Are you a lonely boy?
How can you say
No child is left behind?
We’re not dumb and we’re not blind.
They’re all sitting in your cells
While you pave the road to hell.

What kind of father would take his own daughter’s rights away?
And what kind of father might hate his own daughter if she were gay?
I can only imagine what the first lady has to say
You’ve come a long way from whiskey and cocaine.

How do you sleep while the rest of us cry?
How do you dream when a mother has no chance to say goodbye?
How do you walk with your head held high?
Can you even look me in the eye?

Let me tell you ‚bout hard work
Minimum wage with a baby on the way
Let me tell you ‚bout hard work
Rebuilding your house after the bombs took them away
Let me tell you ‚bout hard work
Building a bed out of a cardboard box
Let me tell you ‚bout hard work
Hard work
Hard work
You don’t know nothing ‚bout hard work
Hard work
Hard work
Oh

How do you sleep at night?
How do you walk with your head held high?
Dear Mr. President,
You’d never take a walk with me.
Would you?