Sicher sein

Für die liebe Katerwolf Und für UNS ALLE!

Tja, sagt sie, einer der wenigen Engel auf Erden, die ich kennenlernen durfte.

Meine Frauenärztin.

Sie gelten ja jetzt als GEHEILT. Die 5 Jahre sind nun rum. Wenn jetzt noch die Blutwerte stimmen, und davon gehe ich aus, dann ist alles vorbei! Sie brauchen jetzt nur noch 1 Mal pro Jahr zur Untersuchung kommen.

Was? Nur noch 1 Mal pro Jahr? Oh!!! Was hat mir das für eine Sicherheit gegeben. Anfangs alle 3 Monate. Das war so gut. Immer war der Befund ok. Sprich: kein Befund.

Dann nach 6 Monaten: der Befund war immer noch o.k.

Sie sagt: Sie gefallen mir so gut, so wie Sie jetzt sind. Ich weiß noch anfangs, wie ängstlich Sie waren.

Ich: ich war überhaupt nicht ängstlich, ich war total cool, ich war so was von cool, ich war obercool! Ich war der coolste Mensch überhaupt, in diesem Universum!

Sie lacht mich an und sagt: Ja, das wollten Sie den Menschen vermitteln. Aber tief in ihrem Herzen hatten Sie Angst. Und Sie sind ein ganz weicher und verletzlicher Mensch, das habe ich schon bei unserer ersten Begegnung erkannt.

Ich: Aber ich dachte, das merkt niemand. Ich wollte doch nie, dass jemand meine Angst sieht. Dass ER jemals zurückkehren könnte. Der Krebs.

Sie: Ja, das was sie nach AUSSEN ausstrahlen wollen, das ist auch okay. Aber das sind Sie nicht. Sie sind tief in Ihrem Inneren eine weiche, eine sehr verletzte und verletzbare Frau.

Aber, sagt sie: Es ist okay, wenn Sie sich so darstellen wollen. Das Leben für alleinstehende Frauen ist nicht leicht, in dieser Gesellschaft, und schon gar nicht, wenn sie erkrankt sind.

Sagen Sie einmal, wie wollen Sie Ihre Genesung eigentlich nach diesen 5 Jahren feiern?

Äääähm – keine Ahnung im Moment. Ist es nicht schön, dass andere Menschen Dich ERKENNEN KÖNNEN? Ist das nicht wundervoll?

Für meine Umwelt, vor allem für meine Kinder, auch für meine Mutter, spiele ich diese Rolle: die toughe Dori, die nullkommanull Angst vor einem Rezidiv hat – als ob es die Krebserkrankung nie gegeben hätte. Das hat mich oft sehr viel Kraft gekostet! Immer dachte ich, es merkt niemand.

Fakt ist: ich hatte wieder einmal Angst – vor der Nachuntersuchung. Aber wem soll ich das erzählen? Es gibt da niemanden.

Also: heute ist wieder ein weiterer Felsbrocken von meinem Herzen gefallen, und ich bin dankbar, für das Ergebnis, für den Glauben, an mich, durch andere, aber auch durch mich.

Dass ich das bis hierhin geschafft habe!


Masche für Masche für Masche….

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gerade habe ich mein neues Strickkleid zusammengenäht.

Masche für Masche ist es während der letzten Wochen entstanden. Dies ist kein Strickblock Beim Stricken kann ich wunderbar entspannen. Ich höre dazu Musik, von CD, oder meinem Ipod, oder auch Radio.

Ich hänge dabei meinen Gedanken nach, überlege dies und das, treffe Entscheidungen, aber immer ist es sehr sehr entspannend. In jeder einzelnen Masche hängt ein Gedanke von mir, und ich habe viele Strickteile inzwischen, die mit speziellen Lebensabschnitten verbunden sind.

Manchmal bin ich sogar ein bisschen wehmütig, wenn ein Teil dann letztendlich fertig ist, vor allem, wenn es sich um komplizierte und anspruchsvolle Muster handelt. Schon lange arbeite ich nicht mehr nach Strickanleitungen, sondern entwerfe meine Teile selbst. So wie dieses.

Gestern sprach mich beim Einkaufen eine sehr nette Frau an und fragte: ist das selbstgemacht?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und so kamen wir ins Gespräch, tauschten uns aus, und sie erzählte mir, dass sie sich jede Woche mit 6 „Mädels“ trifft, und sie lassen die Nadeln klappern und ratschen über dies und das. Seither schwebt der Gedanke durch meinen Kopf, einen Strickklub ins Leben zu rufen.

Es soll ja inzwischen auch Männer geben, die stricken 😉

Ach ja, mein Vater hat mir übrigens das Stricken beigebracht. Für ihn war das Entspannung pur (wie für mich und viele andere auch), und er hat bis „zum Schluß“ Socken gestrickt, für die Familie, vor allem aber für die Caritas, die seine Socken immer auf Basaren für wohltätige Zwecke verkauft haben. Ich habe noch zwei paar Socken von ihm in Gebrauch, die anderen sind längst verschlissen und entsorgt!

Auch meine Oma Maria hat gestrickt – als Witwe und alleinerziehende Mutter von vier Kindern in den Nachkriegsjahren hat sie sich mit dem Stricken über Wasser gehalten. Anscheinend ist das Stricken bei mir so etwas wie ein Familienerbe 😉 Ich konnte es allerdings bisher an meine Kinder nicht weitergeben. Und da ich zwei Enkelsöhne habe…..

Gestern war ich in „meinem“ Wollladen. Seit cirka zwei Wochen habe ich ein neues „Teil“ vor meinem inneren Auge, in bestimmten Farben – Blau- und Grüntönen. Ich komme in den Laden und genau die Wolle, die ich mir vorgestellt habe, liegt da und wartet auf mich.

Vor cirka 30 Jahren habe ich einmal eine Jacke für meine Mutter gestrickt – in einer naturfarbenen Wolle. Die trägt sie heute noch, eine ganz dicke, weil ihr immer so kalt ist. Und sie ist immer noch schön.

Ich liebe das Stricken – es beruhigt, senkt wissenschaftlich erwiesenermaßen die Gehirnfrequenzen – und ist für mich mehr als Entspannung. Es ist meditativ!

Blickwinkel

Heute hatte ich ein Vorstellungsgespräch.

Schon beim Telefonieren hatte ich zu der „Suchenden“ einen guten Draht. Irgendwie hatte ich ein gutes Gefühl. Entgegen aller bisherigen „Dates“ sollte ich mich im privaten Umfeld einfinden.

Ohne jedwede Erwartung bin ich heute mittag hingefahren, war weder aufgeregt noch euphorisch, so wie in den letzten Wochen, wenn ich solche Gespräche geführt habe. Wo dann letztendlich nichts dabei herauskam. Zwar neugierig, aber dennoch abwartend war ich, ob der Dinge, die nun auf mich zukommen würden.

Ich stehe also vor dem Haus Domizil und denke: wow, das gibt es also in Wirklichkeit, nicht nur in Zeitschriften. Mein Umfeld besteht halt aus Menschen, die so leben wie ich. Schön, für meine Verhältnisse sogar sehr schön, aber das…. Schöner Wohnen, Living Home oder wie auch immer die einschlägigen Wohnmagazine heißen mögen, sind mit ihren Bildreportagen über luxuriöse Behausungen wirklich gar nichts im Vergleich zu diesem hier.

Ich stehe also vor dem Portal – nein eine Tür ist das nicht – und eine überaus gepflegte und attraktive Dame Mitte 60 öffnet mir selbiges.

Ich mag sie sofort, ich kann nicht sagen warum, die Chemie ist einfach nur gut. Anfänglich habe ich den Eindruck, sie ist total in ihrer Mitte. Später dann nicht mehr.

Ich betrete diese Villa und denke: gibt es das überhaupt? Sie bietet mir einen Kaffee an, den ich dankend annehme, und der natürlich köstlich schmeckt.

Alle Räume sind dermaßen schön und groß, dass ich aus dem Staunen nicht mehr herauskomme. Ich sitze auf einem riesiggroßen und schönen Sofa, nippe an meinem Kaffee, und sie stellt mir Fragen über meine Person. Die ich sehr gerne beantworte.

Ich erzähle kurz und knapp, halt all das, was WIRKLICH ist, seit 1900 schieß mich tot allein lebend, teilweise auch alleinerziehend, und sie seufzt. Kann es sein, dass sie mich neidvoll anblickt? Das kann doch nicht sein! Das glaube ich jetzt nicht.

Ich sage: was haben Sie für ein traumhaft schönes Haus! Sie -mit einer leicht hochgezogenen Augenbraue – was gäbe ich dafür, auch eine Augenbraue hochziehen zu können – meine Tochter kann das super – fragt: was finden sie denn an diesem Haus so toll?

Ääähm – ich: ja also, das ist wunderbar, riesengroß, traumschön eingerichtet, einfach wundervoll. Und dann dieser Blick in diesen wunderschönen englischen Garten!

Sie: Also, das Haus ist nur groß, das mussten wir kaufen, weil wir 6 Kinder haben, und mir ist das alles viel zu viel.

Was sind Sie ein glücklicher Mensch, sagt sie! Sie sind total frei! Sie leben alleine, können tun und lassen, was Sie wollen (na ja, ganz so einfach ist das auch nicht, wie die Dame meint, so alleine, ohne Partner), WAS BENEIDE ICH SIE! Ich wünschte, ich hätte eine kleine Wohnung, keinerlei Verpflichtungen, und könnte mein Leben so gestalten, wie es mir gefällt. So wie Sie!!!

Das kann ich aber nicht, sagt sie. Ich bin hier gefangen, in diesem Goldenen Käfig. Und hier komme ich nicht mehr raus! Jetzt nicht mehr!

Ich bin total platt. Noch nie habe ich meine Situation als etwas Tolles angesehen. Klar, ich komme gut zurecht. Klar, ich treffe jede Entscheidung völlig alleine. Aber ich habe das noch nie als erstrebenswert empfunden. In keinster Weise.

Glück bedeutet offensichtlich nicht, finanziell reich zu sein und in einem Traumhaus zu wohnen. Sicherlich sagt man sich das immer wieder in Situationen, wo es nicht klappt und wo es zwickt und zwackt – aber dies aus dem Munde dieser Dame zu hören, hat mich jetzt wirklich umgehauen. So hautnah.

Ich muss jetzt erst einmal ein paar Tage darüber nachdenken, dass ich BENEIDET werde! Unglaublich, OHNE WORTE!

So ändern sich die Zeiten

Kaum ist der Karneval hier im Rheinland vorbei, holt uns doch der schnöde Alltag ganz schnell wieder ein! Wie soll es auch anders sein. Kann frau sich doch nicht wirklich und für immer von allem entziehen.

Jetzt haben wir einen neuen Bundespräsidenten, einen, der eigentlich schon vor eineinhalb Jahren Präsident werden sollte. Aber irgendwie mochte den unsere Kanzlerin ja nicht, stattdessen wollte sie lieber junge und attraktive, präsentative Männer um sich scharen. Die haben ihr aber kein Glück beschert, und jetzt gehts zurück zum Althergebrachten. Sprich, jetzt kommt wieder einer der Alten, über 70 sollte er schon sein, aber passt das wirklich alles noch zu unserer Nation? Und was passt denn überhaupt noch? Ehrlich, ich bin völlig desinteressiert, nach diesen zwei Rücktritten ist es mir beinahe egal, ob dieser hier noch ein guter ist/wird. Wir werden ja sehen…..

Was mich viel mehr tangiert ist die Tatsache, dass viele Menschen in Deutschland offensichtlich ihren Strom nicht mehr bezahlen können. Während ich gerade mein neuestes Strickteil zusammen nähe und dabei Radio höre, kommt hierüber ein Bericht. Ohne Worte. Wie schlimm ist das denn?

Ach ja, und die Spritpreise – die bewegen sich hin zu Rekordniveau!

Die Benzinpreise sind auf Rekordniveau. Viele Autofahrer fragen sich, wie sie noch sparen können; nicht jeder kann das Auto stehen lassen oder konsequent weniger fahren. Was immerhin ein wenig helfen kann: Ein konsequenter Vergleich der Benzinpreise im Internet.

Ich habe festgestellt, dass ich von meinem Dorf aus bequem mit dem Bus in die Stadt fahren kann. Es hat eine Weile gedauert, bis ich diesen Gedanken, der immer wieder einmal aufkam, auch wirklich akzeptieren konnte. Ich besitze seit meinem 18. Lebensjahr ein eigenes Auto, manchmal hatte ich neue Fahrzeuge, oft auch ganz alte, je nach Finanzlage und Lebenslage, aber ich bin immer Auto gefahren. Ich fahre soooo gerne Auto, außer, ich muss stundenlang im Stau auf der Autobahn stehen.

Nun, mein Auto wird im Mai 16 Jahre alt, sieht zwar immer noch traumschön aus, braucht aber 12 Liter auf 100 Kilometer, und ist inzwischen unwirtschaftlich, Reparaturen sind hier noch gar nicht berücksichtigt. Also muss jetzt Plan B her. Ein neues Auto geht nicht, gerade jetzt im Moment nicht. Das Geld hierfür ist nicht da, Finanzieren kommt nicht in Frage, und ohne ein regelmässiges Einkommen schon gar nicht.

Die Ironie ist: ist schaue von meinem Balkon nach unten, und dort befindet sich eine Bushaltestelle. Und dort stehen auch immer Menschen, die in den dort haltenden Bus einsteigen. Also habe ich mich jetzt mit dieser Buslinie einmal ganz ernsthaft beschäftigt und festgestellt, dieser Bus bringt mich in die Stadt, ins Zentrum oder zum Hauptbahnhof, und zwar für relativ wenig Geld. Eine Fahrt kostet so um die 1,80 Euro. Fahre ich aber mit meinem Auto in die Stadt, um Besorgungen zu machen oder um meine regelmässigen Physiotherapietermine wahrzunehmen, muss ich mein Auto im Parkhaus abstellen. Und da habe ich immer mindestens 3 Euro Parkgebühren. Dazu kommen dann noch die Spritkosten.

Fazit: ich werde jetzt öfter mit dem Bus fahren – oder Kurzstrecken mit dem Fahrrad erledigen, ich habe nämlich auch ein wunderschönes – wenn auch altes – aber sehr gut funktionierendes Rad. Ich spare nicht nur, sondern tue etwas für die Umwelt. Aber nicht freiwillig und aus Überzeugung, sondern gezwungenermaßen.  Also raus aus der Komfortzone!

Mein altes Auto will ich behalten. Meine Mutter zum Beispiel könnte ich gar nicht ohne mein Auto besuchen, das wäre eine stundenlange Himmelfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Ich weiß noch, wie ich völlig konsterniert vor zwei Jahren meinen Nachbarn angeschaut habe, der mir erzählte, dass er so viel wie möglich mit dem Fahrrad erledigt, um Spritkosten zu sparen. Den habe ich damals als geizig empfunden, und nicht als sparsam.

So ändern sich die Zeiten 🙂

 

Karnevalssonntag

In den kleinen und auch größeren Orten hier im Rheinland finden am Sonntag nachmittag traditionell die Karnevalsumzüge statt. Bei strahlendem Sonnenschein haben wir uns heute Nachmittag im Nachbarort den Karnevalszug angeschaut und uns über die vielen Menschen gefreut, die einfach nur Spass an der Freude hatten 😀 Für viele ist die „5. Jahreszeit“ das absolute Highlight!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch die kleine Maus hat sich sehr gefreut und die eine und andere Kamelle, Popcorn, Chips und sogar einen Fußball zugeworfen bekommen. Natürlich mussten Mama und Papa beim Aufsammeln helfen 😉

Na endlich!!!!!!

 

Ist es wahr
für Euch ist Deutschland nur ein sinkendes Schiff,
ist es wahr,
und der Grund warum ihr euch alle verpisst.
Ist es wahr,
ihr hattet die Jungs und dann Euch im Blick,
wenn es wahr ist,
ist es klar,
dass Ihr das Leben im Keim erstickt.

Ist es wahr,
dass dunkle Mächte euch beeinflusst haben?
Ist es wahr,
dass wir als Volk keinen Einfluss darauf haben.
Ist es wahr,
ihr helft ihnen sich an unseren Gütern zu laben!
Wenn das wahr ist,
ist das traurig,
wir haben Euch nichts mehr zu sagen.

Aim high
and you be able to touch the sky
aim high
and you be able to touch the sky
aim high
and you be able to touch the sky
aim high

Ist es wahr,
dass ihr keine Liebe mehr für uns habt?
Ist es wahr,
wenn ihr wollt,
dann seht ihr uns alle nackt?
Ist es wahr,
dass ihr uns verraten und verkauft habt?
Wenn das wahr ist,
ist es traurig,
wir haben Eure Lügen so satt.

Aim high,
and you be able to touch the sky,
aim high,
and you be able to touch the sky,
aim high,
and you be able to touch the sky,
aim high!

Ist es wahr,
dass ihr denkt, unser Leben ist nichts wert?
Ist es wahr,
auf eurer Seite ist alles so elitär?
Ist es wahr,
dass ihr uns vergiftet und verführt?
Wenn das wahr ist,
ist es klar, dass ihr kein Mitleid mehr verspürt!

Werd frei,
warum sonst bist du noch dabei,
werd frei,
was wir Dir sagen, dringt in Dich ein.
Werd frei,
befrei dich mit deinem Schein,
werdet jetzt frei, Brüder und Schwestern,
und dann kommt ihr wieder heim.

Aim High!

Aim high,
and you be able to touch the sky!

Aim High!!!

Blues

 

 

 

 

 

 

 

Jetzt habe ich ihn doch noch bekommen, den Winter-Blues. Ich sage jetzt BEWUSST nicht:

Winterdepressionen!

Mir dauert das alles viel zu lange, ich WILL JETZT FRÜHLING haben!

Die ganzen Tulpensträusse in meiner Wohnung bringen es jetzt auch nicht mehr 😉

Obwohl, heute ging es mir irgendwie schon wieder besser, nach der Eiseskälte der letzten Wochen. Die Temperaturen bewegen sich im Plus-Bereich, obwohl – wir haben hier Nieselregen – und das an Altweiber. Helau Alaaf

Ich empfinde es als sehr anstrengend im Augenblick, in meiner Mitte und positiv zu sein. Obwohl – auf der anderen Seite -weiß ich in meinem tiefen Inneren auch wiederum, dass dies nur vorübergehend ist. Das ist ja das Kuriose!

Ich habe immer noch nicht gelernt, die Stille als etwas Positives zu sehen, einfach auch einmal völlig ruhig und auch „faul“ zu sein. Puuuuh – FAUL SEIN – igittigittigitt – faul ist doch etwas Negatives, oder nicht? Bedeutet das nicht gleich: Du bist asozial, nicht lebensfähig, eine Schlampe, oder was auch immer? Alte Konditionierungen!

Ich stricke, ich lese, ich schreibe, ich walke, ich spaziere, ich meditiere, ich tue nur Dinge, die mir GUT TUN. Die mir aber kein  GELD einbringen. FAAAAAATAAAAAAL!

Ich kann im Moment nicht anders. Meine Tochter sagt (mein Sohn denkt es so vor sich hin): Du bist unterfordert, such Dir eine Aufgabe, Du erzählst mir alles mehrfach, Du bist gelangweilt.

Aber muss diese Aufgabe so aussehen, dass ich wieder 40 Stunden in der Woche in einem Glashaus sitze und jeden Tag 2 Stunden im Stau auf der Autobahn stehe?

Für Menschen wie mich ist es schwer, EINE Aufgabe zu finden. Es gibt einfach zu vieles, was man tun möchte, und auch was man tun KANN! Tun KÖNNTE!

Ist es wirklich der Punkt, dass man sich für EINE EINZIGE Sache entscheiden muss?

Ich möchte mich nicht für EINE EINZIGE SACHE entscheiden. Damit würde ich doch alle anderen Dinge, die ich auch TUN möchte, abschneiden. Das wiederum möchte ich aber auch nicht.

Auch wenn das jetzt BLÖD klingt: ich kann mich im Moment NICHT ENTSCHEIDEN!

Das ganze Leben ist: BEWEGUNG UND WANDEL. Selbst wenn man denkt, es tut sich gerad nichts! Es bewegt sich doch was!

Die A57

 

Dreh- und Angelpunkt in meiner Region (Düsseldorf/Köln/Krefeld) ist die A57!

Ob ich nach Düsseldorf, Köln, Krefeld, Goch am Niederrhein (da wohnt meine Freundin Astrid), in die Niederlande oder wo auch immer hinfahren möchte (auch vormals zur Arbeit), ich muss über die A57.

Unfassbar, was HIER im Umkreis in der letzten Nacht geschah!

Erst einmal vorweg: die A57 ist hier im Umkreis voller Baustellen. Als ich noch zur Arbeit fuhr, habe ich aufgrund der vielen Staus für 18 km oft mehr als eine Stunde gebraucht. Total frustrierend, morgens hin, abends zurück, Stau Stau Stau.

In der letzten Nacht haben irgendwelche Personen unter der Autobahnbrücke bei Dormagen Plastikrohre in Brand gesetzt!

6 LKWs und 15 Personenwagen krachten ineinander. Schwarze Rauchwolken machten jegliche Sicht völlig unmöglich. Eine Massenkarambolage, die die Region hier so noch nicht erlebt hat. Mich wundert es, dass es „nur“ einen Toten gegeben hat, einen jungen Mann aus Jüchen. Die Autobahn war den ganzen Tag gesperrt, wird es wohl noch weiterhin bleiben, weil die Autobahnbrücke so schwer beschädigt ist, dass sie dem Autoverkehr, Hunderttausende von Fahrzeugen täglich, nicht mehr standhalten kann. Viele Menschen kamen Stunden zu spät zur Arbeit, und das wird heute nicht der Ausnahmezustand sein, das wird die nächsten Tage, Wochen und Monate so weiter gehen!

Mit fatalen Folgen: 100 000 Fahrzeuge rollen normalerweise täglich über die wichtige Pendler-Autobahn im Rheinlandes. Ab sofort müssen sie sich andere Wege suchen. Wege, die schon ohne die Vollsperrung der A57 überlastet sind.

Unfassbar nicht nur, was das für die Verletzen bei diesem Unfallgeschehen bedeutet, sondern für all die vielen Menschen, die tagtäglich ihren Weg zur Arbeit über die A57 nehmen. Ich bin nicht nur deshalb so betroffen, weil ich kürzlich diese Wege ja selbst noch gefahren bin. Sondern weil es so etwas überhaupt geben kann!

Es wird von Brandstiftung ausgegangen. Und das ist eigentlich das Thema dieses Posts. Egal, wer das getan hat, die Plastikrohre angezündet hat, ob Jugendliche, die einen Streich spielen wollten, oder vielleicht Menschen, die dies mit voller ABSICHT getan haben: denkt denn eigentlich niemand daran, dass andere Menschen zu Schaden kommen könnten? Sterben könnten? Schwerverletzt werden könnten?

Mir fehlen dazu jegliche Worte! So viel zum Thema: Valentinstag. Der Tag der Liebe!

Bildquelle

One Moment in Time

Da sitze ich hier und schreibe, im Hintergrund läuft leise – wie meistens – mein Lieblingsradiosender – und da kommt die Meldung, dass sie gestern verstorben ist. Im Alter von nur 48 Jahren. Jetzt bin ich traurig.

Ihre Musik hat mich durch ein ganz wichtiges und schönes Kapitel meines Lebens begleitet. Ich war immer traurig in den letzten Jahren, wenn ich mal wieder eine Schreckensmeldung über sie gehört und gelesen habe. Eine wunderschöne und hoch talentierte Frau, aber wohl sehr sehr unglücklich? Oder nicht überlebensfähig?

Davon hatten wir ja die letzten Jahre viele, nicht nur weibliche Künstler, auch männliche, die plötzlich und unerwartet und oft aus unerklärlichen Gründen nicht mehr da sind. Ich möchte jetzt keine weiteren Namen nennen.

Offensichtlich sind viele Menschen doch sehr betroffen – so wie ich – denn der Radiosprecher sagt, es sind seit dem Tod von Michael Jackson nie wieder so viele Mails im Studio eingegangen wie heute morgen.

In Erinnerung an Whitney Houston: ONE MOMENT IN TIME!

 

Mütter und Töchter

 

 

 

 

 

 

Die Modewelt beschert uns mal wieder einen neuen Trend – das wurde ja auch langsam mal wieder Zeit 🙂

Mütter und Töchter, die dasselbe Outfit tragen!

Da laufen magersüchtige Models ziemlich schlanke junge Mädchen mit ihren genauso sehr schlanken Müttern über die Laufstege dieser Welt und präsentieren Mode, die von beiden Generationen wunderbar getragen werden könnte kann. Wie immer ist alles Geschmacksache!

Die Mutter mutiert zur besten Freundin ihrer Tochter, sie gehen gemeinsam shoppen, und sehen auch gleich aus, besprechen alles miteinander, sind unzertrennlich.

Also: in meinem/unserem Fall sieht das ganz anders aus.

Meine Tochter und ich haben ein enges Verhältnis, worüber ich mich sehr freue. Mit meiner Mutter war das nicht so, aber das ist auch eine andere Generation. Meine „beste Freundin“ ist meine Tochter nicht, und ich bin auch nicht „ihre beste Freundin“.

Wir sind das, was wir sind. Mutter und Tochter.

Wir haben einen komplett unterschiedlichen Kleidungsstil. Ich bin zugegebenermaßen sehr gerne gestylt, das ist aber für mich etwas völlig Normales und kostet mich keinerlei Mühe, mich morgens so zurecht zu machen, dass ich mich wohlfühle.

Meine Tochter ist eher der „praktisch/sportliche Typ„, nicht nur wegen ihres eineinhalbjährigen Sohnes, sondern weil sie es so mag. Meine Tochter ist jetzt 33, trägt Jeans, Longsleeves, Sweatshirts, Sneakers, alles Dinge, die ich mir für mich überhaupt nicht vorstellen kann und niemals in Frage kämen, außer im Urlaub und in der Freizeit.  In ihrem Alter trug ich Kostümchen und Highheels, heute zwar nicht mehr, aber ich bin sehr gerne immer noch elegant gekleidet.

Ich habe auch nie das Aussehen und das Outfit MEINER Mutter kopiert, das hätte mir gar nicht gefallen, obwohl ich manchmal so insgeheim denke, die Mode der 50er Jahre hätte mir sicherlich auch sehr gut gestanden.

Ich rede viel mit meiner Tochter, und sie mit mir. Aber es gibt Themen, die würde ich niemals mit ihr besprechen, allerhöchstenfalls mit meiner besten Freundin. Und umgekehrt weiß ich, dass es genauso ist.

Ich bin der Ansicht, dass die Generationen nach wie vor getrennt sein sollten, mit viel Nähe, falls möglich, aber auch mit der nötigen Distanz.

Ich habe kein Problem damit, älter zu werden und bin nicht in Konkurrenz zu meiner Tochter. Wenn ich mit ihr unterwegs bin und ich sehe, wie so mancher Blick an ihr hängenbleibt 😉 dann lächele ich in mich hinein und bin stolz. Aber niemals neidisch oder eifersüchtig.  Denn wir sind, was wir sind:

Mutter und Tochter!

Bildquelle: Hans_Jürgen Kimpel / pixelio.de