Für die liebe Katerwolf Und für UNS ALLE!
Tja, sagt sie, einer der wenigen Engel auf Erden, die ich kennenlernen durfte.
Meine Frauenärztin.
Sie gelten ja jetzt als GEHEILT. Die 5 Jahre sind nun rum. Wenn jetzt noch die Blutwerte stimmen, und davon gehe ich aus, dann ist alles vorbei! Sie brauchen jetzt nur noch 1 Mal pro Jahr zur Untersuchung kommen.
Was? Nur noch 1 Mal pro Jahr? Oh!!! Was hat mir das für eine Sicherheit gegeben. Anfangs alle 3 Monate. Das war so gut. Immer war der Befund ok. Sprich: kein Befund.
Dann nach 6 Monaten: der Befund war immer noch o.k.
Sie sagt: Sie gefallen mir so gut, so wie Sie jetzt sind. Ich weiß noch anfangs, wie ängstlich Sie waren.
Ich: ich war überhaupt nicht ängstlich, ich war total cool, ich war so was von cool, ich war obercool! Ich war der coolste Mensch überhaupt, in diesem Universum!
Sie lacht mich an und sagt: Ja, das wollten Sie den Menschen vermitteln. Aber tief in ihrem Herzen hatten Sie Angst. Und Sie sind ein ganz weicher und verletzlicher Mensch, das habe ich schon bei unserer ersten Begegnung erkannt.
Ich: Aber ich dachte, das merkt niemand. Ich wollte doch nie, dass jemand meine Angst sieht. Dass ER jemals zurückkehren könnte. Der Krebs.
Sie: Ja, das was sie nach AUSSEN ausstrahlen wollen, das ist auch okay. Aber das sind Sie nicht. Sie sind tief in Ihrem Inneren eine weiche, eine sehr verletzte und verletzbare Frau.
Aber, sagt sie: Es ist okay, wenn Sie sich so darstellen wollen. Das Leben für alleinstehende Frauen ist nicht leicht, in dieser Gesellschaft, und schon gar nicht, wenn sie erkrankt sind.
Sagen Sie einmal, wie wollen Sie Ihre Genesung eigentlich nach diesen 5 Jahren feiern?
Äääähm – keine Ahnung im Moment. Ist es nicht schön, dass andere Menschen Dich ERKENNEN KÖNNEN? Ist das nicht wundervoll?
Für meine Umwelt, vor allem für meine Kinder, auch für meine Mutter, spiele ich diese Rolle: die toughe Dori, die nullkommanull Angst vor einem Rezidiv hat – als ob es die Krebserkrankung nie gegeben hätte. Das hat mich oft sehr viel Kraft gekostet! Immer dachte ich, es merkt niemand.
Fakt ist: ich hatte wieder einmal Angst – vor der Nachuntersuchung. Aber wem soll ich das erzählen? Es gibt da niemanden.
Also: heute ist wieder ein weiterer Felsbrocken von meinem Herzen gefallen, und ich bin dankbar, für das Ergebnis, für den Glauben, an mich, durch andere, aber auch durch mich.
Dass ich das bis hierhin geschafft habe!
Das ist ja wunderbar liebe Dori,ich finde schon das das ein Grund zum feiern ist. Und wir glauben oft, das die anderen nicht merken, wie es hinter unserer Maske aussieht, aber empfindsame Menschen sehen auch hinter unsere Maske. Du hast wohl eine tolle Frauenärztin. Und wenn es Dir mehr Sicherheit gibt, dann geh doch einfach weiter jedes halbe Jahr zur Untersuchung. Nur für Dich selbst.
Ich wünsche Dir einen schönen Tag.
Herzensgrüsse
Anita
Liebe Anita,

diese Frau ist wirklich ein Geschenk des Himmels. Ich habe damals direkt nach der OP den Arzt gewechselt, ich fühlte mich einfach schlecht und oberflächlich behandelt von ihrem Vorgänger. Obwohl sie keine neuen Patienten mehr annimmt! Ich habe der netten Dame, die immer am Telefon ist, meine Geschichte erzählt, und in ihrem übergroßen Herzen, das hat sie wirklich, durfte ich gleich am nächsten Tag kommen. Auch das Team ist wundervoll, gestern sagte sie noch zu mir, wie glücklich sie mit ihrem Team ist. Meine Tochter ist auch gewechselt, in der Schwangerschaft, ihr ist Ähnliches passiert, viele Ärzte sind nur oberflächlich und geben sich nicht einmal mehr Mühe, Interesse zu zeigen.
Sie hat jetzt eine junge Ärztin mit in ihre Praxis genommen, um mehr Zeit für sich selbst zu haben, ist das nicht irre? Weniger arbeiten und mehr Zeit für sich selbst haben, wie oft höre ich das in den letzten Wochen und Monaten
Ich wünsch Dir auch einen schönen Tag, ich geh mal davon aus, dass es bei Dir auch nieselt. Donnerstag 15 Grad und Frühling, ich denke, ich klappe dann mal mein Dach auf – meine Saison beginnt ja jetzt bald, Ende März, wenn die Uhr umgestellt wird
Herzensgrüße von Dori
Liebe Dori, danke dass Du es erzählt hast. Uns. Mir. Für Dich, dass Du es Dir von der Seele geschrieben hast. Ich stoße gedanklich mir Dir an, auf eine unbeschwerte, angstfreie Zukunft.
Alles Liebe Carina
Liebe Carina,
danke für Deine lieben Worte. Ich glaube, die Angst bleibt immer irgendwo in den Tiefen des Unterbewusstseins, aber sie wird immer kleiner und kleiner und kleiner.
Einen schönen Tag für Dich, liebe Grüße, Dori
liebe dori, dein beitrag hat mich zu tränen gerührt. zum einen, weil ich mich soooo sehr für dich freue und zum anderen, weil ich mich in dem, was du schreibst, zu 100 % wiederfinde. ich verstehe dich. und da bin ich sicher nicht die einzige.
und jetzt, liebe dori, GENIEß ES, versprochen?
ich drücke dich ganz, ganz feste und tanze mit der ne freuden-polka auf dem tisch!
deine katerwolf
Liebe Katerwolf,

wenn ich auf die letzten 5 Jahre zurückblicke – es war manchmal echt scheisse, sorry, dass ich das mal so sagen muss. Vor allem am Anfang, mit den ganzen Therapien. Die Angst war eigentlich gar nicht das übermächtige Gefühl, sondern die Wut, die ich hatte. Dass mir das passiert. Ich war wütend auf alles und auf jeden, auf den lieben Gott, dass er mir solch eine Krankheit schickt, und am meisten auf mich selbst, dass ich so “kläglich versagt hatte”. Du verstehst sicher, was ich meine. Mein Leben hat sich schon stark verändert, negativ eingestellte Menschen haben zum Beispiel bei mir keine Chance mehr, ich möchte mich nicht mehr runterziehen lassen. Ich möchte auch nicht mehr in einer Firma sitzen, wo ich kreuzunglücklich bin und der Tag sich hinzieht wie Kaugummi. Meine Innere Mitte zu bewahren ist mein allergrößtes Anliegen, und wenn ich die behalten kann, dann bleib ich auch gesund. Also: geniessen und gut zu sich selbst sein, das ist hier angesagt
Auf dem Tisch habe ich übrigens schon sehr lange nicht mehr getanzt – grins – das wär ja mal eine gute Gelegenheit jetzt
Festen Drücker zurück für Dich, Du schaffst das auch, Deine Dori
Dass ich das bis hierhin geschafft habe!
Liebe Dori,
mir sind jetzt die Tränen gekommen. Meine Güte, wie schlimm ist diese Erkrankung!
Die Nachrichten, die du jetzt bekommen hast, sind so etwas von gut. Ich freue mich für dich. Und ich weiß, dass du es auch noch weiter schaffst.
Ich finde es gut, dass du darüber schreibst, dass Katerwolf schreibt. Das gibt vielleicht denen Kraft, die gerade ganz am Anfang ihres schweren Weges stehen.
Liebe Grüße von der Gudrun
Liebe Gudrun, Du hast ja ein neues Avatar
Danke, für Deine lieben Worte, die tun gut. Man vergisst im Laufe der Zeit eigentlich die ganzen Schwierigkeiten, die damit verbunden waren – und
es immer noch sind. So muss ich “bis ans Ende aller Tage” jede Woche zur Lymphdrainage gehen. Aber ich bin schon so daran gewöhnt, dass ich gar
nicht mehr darüber nachdenke, liebe Gudrun.
Damals hatte ich auch ein Blog eröffnet, wollte darüber schreiben und mich mit anderen austauschen. Das war vor 5 Jahren, und irgendwie waren die
Leute noch nicht bereit für dieses Thema. Inzwischen geht man viel offener damit um, es betrifft ja auch so viele Frauen, jeder kennt mindestens eine
Frau, die auch an BK erkrankt ist, oder hat solch eine Person in der eigenen Familie.
Schön, dass Du hier warst. Liebe Grüße von Dori
Liebste Dori, das sind grossartige Neuigkeiten und dass Du Dich hier so öffnen kannst ist ein sehr grosser Schritt – vor allem, wenn ich mir so durchlese, was Deine tolle Frauenärztin von ihrem Eindruck über Dich so schreibt:-)… Die Angst ist verständlich und vielleicht sogar eine kleine Erinnerung daran, nicht in alte Muster zu verfallen; stark ist es von Dir, dass Du Dich von Ihr weder überwältigen noch bremsen lässt und darum geht es, glaube ich. Na und wenn DAS kein Grund zum Feiern ist:-). Meine Terminplanung für nächste Woche ist noch nicht fertig, ich melde mich bei Dir, wahrscheinlich ist Donnerstag “unser” Tag, ich freu mich schon. Ich sehe Dich… Liebste Grüsse Andrea
Oh liebste Andrea,
ich lese gerade erst Deinen Kommentar!
Danke für Deine stets lieben und aufmunternden Worte, Deine Kommentare sind wirklich immer etwas ganz Besonderes.
Donnerstag habe ich leider schon “vergeben”, Du Liebe, da sollten wir uns nach einem anderen Termin für unser Treffen umschauen.
Bis dahin – allerliebste Grüße von Dori
Liebste Dori,
ich freu mich mit Dir und drück Dich mal von ganzem Herzen ♥
Ja, von meiner Schwester weiß ich auch , wie erleichtert sie war, als sie vor kurzem von einer Nachuntersuchung heimkam. Mit ihrem Sohn, meinem Neffen hat sie soviel schon miterlebt, es gab immer wieder diese Rückschläge und doch lebt er so zufrieden und kann im Moment auch wieder arbeiten mit seinen noch jungen 34 Jahren. Zum Glück hat er eine liebe Partnerin an seiner Seite, die ihn so nimmt, wie er ist und er immer wieder aufgestanden ist….. Ein Wunder all das…..
Ich habe auch vor kurzem einen Arztbesuch glücklich überstanden, wenn das schon einmal in der Familie vorgekommen ist, hat man auch etwas Angst jedesmal….
Das zeigt uns umsomehr, wie dankbar wir doch sein können, wenn wir gesund sind.
Liebe Grüße
alles Gute
Erika
Liebste Erika,
ich hatte nie Angst davor, krank zu werden. Für mich war immer klar, dass mir “so etwas” nicht passiert.
Aber Du hast Recht – Dankbarkeit ist etwas, was wir niemals vergessen sollten – trotzdem geht es auch bei mir im Alltag immer wieder mal unter.
Aber rechtzeitig erinnere ich mich dann wieder, wofür ich alles dankbar sein darf.
Danke für die Umarmung – zurück
Liebste Grüße von Dori
Liebe Dori,
beide Daumen hoch und weiter so auf deinem Weg
liebe Grüße
MachDichGlücklich
Thomas
Danke lieber Thomas,
ich werde mich bemühen. “Sie war stets bemüht….” Grins!
Einen schönen Tag für Dich,
liebe Grüße von Dori
liebste dori
))
einfach toll
einfach stark und cool
einfach besonders
so hab ich dich in all der zeit, in der wir uns “kennen” wahrgenommen.deine beiträge strahlen leben aus. ob es angst ist oder trauer oder einfach nachdenkliches,liebevolles oder erfreuliches, so wie jetzt.
sei stolz darauf, was und wie du bist
ich freu mich von herzen mit dir(Und auch hier wieder mal zeit zum lesen zu haben)
babsi
Ja liebste Babsi, ich hatte Dich schon vermisst
Danke für Deine lieben Worte – ich versuche, immer ehrlich zu sein und möchte auch nichts schönreden – ich finde, das Leben ist anders: es hat Höhen und Tiefen, gute und weniger gute Zeiten, so ist es nun mal.
Viele liebe Sonnengrüße und bis hoffentlich ganz bald,
Dori
Liebste Dori,
du starke, bewundernswerte, tolle Frau! Schau, wie du das gemeistert hast ~ was soll dir noch passieren? Klar muss das gefeiert werden, und WIE!
Eine tolle Frauenärztin hast du… solche Ärzte gibt es nicht viele…
Meine Schwester hat letzthin bei der Mammografie ein Ergebnis gehabt, das sie in ihren Grundfesten erschüttert hat ~ sie, die Frau Doktor, die selbst in der Onkologie forschend tätig ist, auf riesigen Ärztekongressen über ihre Studien berichtet, viele, viele PatientInnen am Telefon tröstet und ihnen Mut schenkt… Wie sie mir ihr Herz ausgeschüttet hat, habe ich gemerkt, dass es ihr gut tut, auch einmal “schwach” sein zu dürfen, zu sagen, was sie bewegt, welche Ängste sie hat… Bald hat sie wieder eine Kontrolluntersuchung, und ich hoffe und wünsche ihr so sehr, dass ihr so manches erspart bleibt… Als Ärztin war sie bis jetzt meiner Aromaölanwendung gegenüber skeptisch, doch schön langsam öffnet sie sich *lächel* All das führt und schweißt uns zusammen…
Ich freue mich unendlich für dich und wünsche dir eine schöne Feier!
Sonnige Herzensgrüße zu dir,
Elisabeth
Liebste Elisabeth,
das Ergebnis kam ja völlig unerwartet. Bin angeschrieben worden und sollte mich melden und einen Termin vereinbaren.
Da habe ich gedacht: nö, das brauche ich nicht, das hab ich gar nicht nötig.
Ein halbes Jahr später habe ich mit einer Kollegin gesprochen (sie ist inzwischen verstorben aufgrund des Krebses), und sie sagte: ich war heute zum Screening. Und wie ich ja so bin – grins – wollte ich dann auch unbedingt dorthin.
Ich weiß noch, wie meine Tochter und ich beim Gespräch in Düsseldorf gesessen haben (meine Tochter war dabei mangels eines Partners), und wir den Arzt angeschaut haben, als könnte er nicht MICH meinen! Meine Tochter war gerade zurück nach einem vierwöchigen Aufenthalt in den USA und hat sich für diesen Termin Urlaub genommen. Es kommt mir so vor, als wär es in einem anderen Leben.
Vielleicht hab ich ja Glück gehabt, wie so viele meinen. Wer weiß denn schon, was die nächsten Jahre bringen werden. Vielleicht sterbe ich ja mit 90 an Herzversagen, und nicht an Brustkrebs. Wer weiß das schon…..
Ich sende Dir die herzallerliebsten Sonnengrüße und warte jetzt auf die Nachricht, dass Deine Tochter in Deinem Leben angekommen ist.
Dori
Liebe Dori,
ist das Denken gesund, ist der Körper gesund.
Was hat sich alles in Deinem Leben dadurch positv verändert?
Was hast Du abgeschüttelt?
Das Leben ist wie eine DVD, der ganze Film (Leben) ist bereits alles drauf. Doch beim ersten Anschauen ist der Film sehr spannend.
Zeit und Raum sind für den Verstand notwendig.
Bleibe im SEIN und Du hast das Tor zum glücklichsein durchschritten.
Dir ein spannendes, gesundes und erfülltes Leben…..
LG
Norbert
Lieber Norbert,
ehrlich gesagt habe ich diese “Geschichte” vergessen. Sie kommt nur immer noch mal zum Vorschein, wenn ein Termin ansteht.
Was ich verändert habe? Ich weiß es nicht wirklich. Es gibt Menschen, die nicht mehr da sind seither, und ich tue nichts mehr, was mich Mühe und Anstrengung kostet. Ob das wohl reicht? Keine Ahnung.
Ich habe ein gutes Gefühl im Herzen, das muss jetzt erst einmal reichen.
Liebe Sonnengrüße von Dori
Glückwunsch Dori
Hi lieber Artur,
DANKE
Freue mich immer, wenn Du hier warst.
Sonnengrüße von Dori
Ich freue mich für dich, liebe Dori und gratuliere dir von Herzen zu dem wunderbaren Ergebnis. Lass dich umarmen. *knuddel* *drück*
Ehrlich gesagt, kann ich mir nicht vorstellen, dass es jemanden auf der Welt gibt, der keine Angst hat, nach solch einer Diagnose. Der eine zeigt sie, der andere nicht. Aber im Inneren… das ist etwas anderes…. da lässt man nicht jeden reingucken. Und manchmal braucht man das auch für sich selbst, damit die Angst einen nicht verrückt werden lässt…
Du hast es auf jeden Fall toll durchgestanden und bist dadurch ein ganzes Stück gewachsen, soweit ich das aus der Ferne beurteilen kann.
Danke, dass ich durch dich ein wenig miterleben durfte, dass es auch gut ausgehen kann.
Alles Liebe für dich,
Martina
Liebste Martina,
ich könnte ein Buch schreiben darüber. Damals habe ich ein Blog gestartet, wie Katerwolf, die viel Zuwendung auf ihrem Blog erhält, aber zu “meiner Zeit” waren die Menschen, so denke ich, noch nicht bereit, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen. Ich hab’s jetzt erst einmal bis hierher geschafft, mal sehen, wie der Weg weitergeht.
Danke, dass Du hier warst.
Herzensgrüße von Dori
Liebe Dori,
von ganzem Herzen meinen Glückwunsch!!
Schön dass du so eine tolle Ärztin gefunden hast, aber am schönsten,dass du diese Zeit überstanden hast und letztendlich positiv für dich genutzt hast!!
Ich hoffe du hast einkleines Fest gefeiert und wenn auch nur mit dir selbst?!
Einen lieben Gruß
Angelika
Danke, liebe Angelika,
nein, das habe ich noch nicht gefeiert – das kommt aber noch. Ich möchte mir hierfür etwas Besonderes überlegen.
Wie schmerzhaft das für mich war, bemerke ich erst im Rückblick.
Aber: es liegt ja hinter mir, und daher schaue ich jetzt nur nach vorne.
Liebe Grüße für einen schönen Sonntag von Dori
Liebe Dori,
im ersten Moment weiss ich gar nicht was ich dir dazu schreiben kann und möchte dir doch etwas dazu schreiben. Ich bin tatsächlich überwältigt. Deine Stärke ist bewunderswert. Ich finde es sehr gut, dass du darüber schreibst. Es macht sicher einigen Mut. Manches verstehe ich jetzt besser an deinen persönlichen Einstellungen z.B.zur Arbeit. Ein lieber Mitschüler von mir als ich meine Ausbildung zur Ergotherapeutin machte, hatte nach einer überwundenen Krebserkrankung auch einmal darüber gesprochen – über seine Einstellung zum Leben und vor allem ging es um irgendwelche Ungereimtheiten während der Ausbildung als grosse Diskussionen im Gange waren. Er sagte zu mir: “weisst du vielleicht verstehst du jetzt warum ich mich nicht über solche Banalitäten aufregen mag, es ist es mir einfach nicht wert.” – Ja, das konnte ich dann sehr gut nachvollziehen. Und als ihn die lieben Dozenten dann mit Noten bewerteten bei seinem Praktikum in einer Klinik mit krebskranken Kindern. So sagte er mir: “Weisst Du die Note befriedigend die sie mir gegeben haben und ihre Kritik an meiner Arbeit mit diesen Kindern ist mir so was von wurscht, ich weiss was diese Kinder brauchen mehr als die, die mich dafür bewerten”. – Ich ziehe noch heute meinen Hut vor Thilo meinem Schulkameraden und weiss – er weiss was er tut. Von mir hätte er eine Eins mit Stern erhalten.
Liebe Dori, ich denke du hast es wirklich geschafft – feiere schön und ich würde gerne mitfeiern.
Ganz herzliche Grüße von Martina
Liebe Martina,
Meine Menschen haben sich inzwischen daran gewöhnt. Ich wäre so gerne souverän und über den Dingen stehend, so erhaben (lächel), aber das schaffe ich nicht. Nur eins weiß ich genau: der Umgang mit der Krankheit fühlt sich nach den 5 Jahren immer noch richtig an, und danke, dass Du mich jetzt noch einmal daran erinnert hast!
also eigentlich fühle ich mich gar nicht so stark – meine Selbstwahrnehmung ist da eine ganz andere. Aber danke, dass Du mir diese tollen Worte schreibst. Meine Einstellung hat sich wirklich zu vielen Dingen sehr verändert – ich bin seither mehr bei mir selbst. Im Moment bin ich auch oft zwiegespalten, gerade was das Thema Arbeit betrifft, aber dann denke ich wieder: willst Du das wirklich? LOHNT sich der Einsatz überhaupt?
Ich weiß es nicht, bin immer noch auf der Suche, habe manchmal viel Vertrauen, dass alles gut ist, so wie es ist, aber dann kommen auch wieder die Zweifel, ob meine Entscheidungen denn auch richtig sind. So bin ich halt, immer hü und dann wieder hott
Ich habe mir oft gewünscht, immer gleichbleibend zu sein – aber das schaffe ich nicht
Liebe herzliche Grüße von Dori
Liebe Dori,
wenn du erhaben wärst, über den Dingen stehen würdest…..
wärst du dann noch bei Dir? Ich bezweifle das.
Liebe Mia,
aber ich stelle mir das Gefühl zumindest sehr friedlich vor