Der Hundertjährige….

….der aus dem Fenster stieg und verschwand….

 

 

 

 

 

 

 

 

So lautet der Titel des Buches, welches ich zur Zeit lese. Jeden Abend im Bett – mit einem breiten Grinsen, manchmal muss ich auch laut lachen.

Eine von „meinen“ Lieblingsbloggerinnen hat dieses Buch bereits „bei sich“ vorgestellt, ich weiß nicht mehr, ob es Martina war oder Anna-Lena, auf jeden Fall ist es absolut lesenswert, ein wirklich hinreißend komisches „Road Movie“, wie das so schön heißt:

An seinem einhundertsten Geburtstag klettert Allan Karlsson aus dem Fenster seines Zimmers im Altenheim und verschwindet ungesehen in Richtung Busbahnhof, von wo er abhauen will. Leider hat er vergessen, seine Schuhe anzuziehen und tritt seine „Reise“ nun in Pantoffeln an. Am Busbahnhof soll er nur kurz auf den Koffer eines jungen Mannes aufpassen, als jedoch sein Bus einfahrt, mit dem er verschwinden will, nimmt er den Koffer – der glücklicherweise Räder hat – kurzerhand mit, in der Hoffnung, dass sich hierin Kleidung zum Wechseln befindet. Was Allan nicht ahnen kann ist, dass der Koffer 50 Millionen Kronen aus Drogengeschäften enthält, und mit einem Mal sind nicht nur die Polizei und Presse, sondern auch die schwedische Mafia hinter dem Hundertjährigen her. Allan denkt jedoch gar nicht daran, die Millionen zurückzugeben und ins Altenheim zurückzukehren!

Dies ist der Auftakt zu einer abenteuerlichen Reise quer durch Schweden. Allan gewinnt durchaus gleichgesinnte Freunde – den 70-jährigen Gelegenheitsdieb Julius – mit ihm lässt er die Leiche des Kofferbesitzers verschwinden – den reichenImbissbudenbetreiber Benny (er wird ihr Chauffeur) – und die Besitzerin eines entlaufenen Elefantens namens Sonja (der Elefant- nicht die Besitzerin heißt so) schließt sich ihnen auch noch an.

Immer, wenn ich solch tolle Bücher lese, dann frage ich mich: wie kommt ein Mensch auf solch eine Story? Ich bin dann fasziniert von den ganzen Details, hinter denen eine unglaubliche Recherche stecken muss, und dann diese Komik und die Wortwahl – einfach eine Bereicherung.  Also: unbedingt lesen!

Erdbeerzeit


Seit einer Woche genau hat „unser“ Erdbeerhäuschen hier am Feld wieder geöffnet. In diesem Jahr etwas später als in den vergangenen aufgrund des schlechten Wetters und der fehlenden Sonne. Das Häuschen selbst war stand schon etwas länger wieder da, und ich habe immer geschaut, wann es denn nun endlich wieder öffnet.

Seither fahre ich beinahe jeden Tag mit dem Fahrrad vorbei und hole mir meine heißgeliebten Erdbeeren. Die Erdbeerpflücker sind jeden Tag im Feld bei diesem strahlendschönen Wetter und sorgen für immer frischen Nachschub.

Wenn ich mich an die Erdbeeren meiner Kindheit erinnere, so waren die immer sehr schmutzig und mussten mehrmals gewaschen werden, ganz vorsichtig, und danach sorgfältig abgetupft werden. Wie die Bauern das heute machen ist mir rätselhaft, die Erdbeeren sind so sauber, dass ich sie direkt in den Mund stecken und genießen kann. Sie schmecken so köstlich und so süß, dass jeglicher Zuckerkrümel einfach überflüssig wäre.

Für mich ist die Erdbeerzeit der perfekte Auftakt für einen weiteren schönen Sommer, ich genieße die Lichtverhältnisse, die Wärme und die Sonnenstrahlen, und dass es abends erst so spät dunkel wird.

Ich wünsche allen, die hier lesen, frohe Pfingsten und ein schönes langes Wochenende!

Draußensitzenderweise

Ich weiß nicht, ob Du dieses Gefühl kennst.
Ich fühle mich wie „kurz vor verliebt“.

Nein, ich habe NICHT die Liebe meines Lebens kennengelernt (noch nicht 😉 )

Nein, ich weiß immer noch nicht, ob und WIE es mit mir beruflich weitergehen wird. Ich habe nullkommanullkommanullkommanullkommanull Ahnung. Mein Arbeitsamtbeauftragter meint: wer Sie nicht einstellt, hat selbst Schuld. Das ist ja vielleicht nett gemeint, aber nicht wirklich hilfreich.

Was er nicht weiß (Gott steh mir bei, dass er mein Blog nicht liest) ist, dass ich gar nicht mehr auf „Lebenszeit“ eingestellt werden möchte. Wobei wir schon wieder bei einem neuen Thema wären: auf LEBENSZEIT! Für immer und ewig. Bis der Tod uns scheidet. Das sind genau die Aussagen, die mich von vielem fernhalten und mich bestimmte Dinge erst gar nicht tun lassen. Warum muss denn immer alles für immer sein?

Ich sitze hier unter „meinem Baum“, mit einer Tasse köstlichen Kaffees, und schaue die Flugzeuge an, die weiße Kondensstreifen durch einen strahlendblauen Himmel ziehen und überlege, mein nächstes Ziel ist ein schöner Urlaub. Vielleicht mal wieder im Süden? Oder lieber an der Nordsee? Mal sehen, das wird sich finden.

Und weil ich ungeduldiger Mensch ja immer auf alles so lange warten muss, eben weil ich so ungeduldig bin und oft nicht loslassen kann , habe ich gestern (erst) nach vier Wochen des „Ersehnens“ auch endlich die Zusage für ein neues „Projekt“ erhalten, ich bin gerade total happy und freu mich riesig.

Ja, so ist das Leben. Da denkst Du gerade, Du hast STILLSTAND, und dann geht es wieder weiter.

Stillstand?

Gefühlter Stillstand – auf allen Ebenen. Hat mir das Leben in den vielen Jahren nicht immer wieder gezeigt, dass es nach einem (vermeintlichen) Stillstand oft mit riesengroßen Schritten wieder weitergeht? Na klar, hat es das. Aber typisch für mich, dass ich es jetzt gerade vergessen habe!

Vor ein paar Tagen, bei unserem Weight Watchers Treffen, zeigte die Waage eine Gewichtszunahme von 1,6 kg! Ohne dass ich etwas anders gemacht hätte als zuvor, eher das Gegenteil war der Fall. Mit einem Schlag war meine ganze Euphorie wie weggeblasen. War ich doch fest davon überzeugt gewesen, mein erstes Etappenziel – die 5 % Abnahme (ausgehend vom Startgewicht) geschafft zu haben. Was für ein Frust. Gleich kommt die Frage hoch: warum muss es denn wieder anstrengend sein? Geht denn bitteschön irgend etwas auch mit Leichtigkeit in meinem Leben?

Am Tag danach habe ich zur Strafe! – frag mich, wen ich damit bestrafen wollte, ich kann es Dir nicht sagen – quasi wie ein trotziges kleines Kind alles aufgegessen, was mir in die Quere kam, so nach dem Motto, da seht „Ihr“ mal, was „Ihr“ davon habt (wenn Ihr mich so ärgert), mit dem Ergebnis, dass mir danach ziemlich schlecht war.

Natürlich musste ich mir auch anhören, dass es sich hier nicht um eine Diät, sondern um eine (lebenslange) Ernährungsumstellung handelt. Ja toll. Aber in solch einem Moment hilft das dann eher nicht. Inzwischen geht es mir aber wieder „gut“ 🙂 . Da ich offensichtlich immer noch mehr zu mir nehme, als ich tatsächlich verbrauche, habe ich jetzt schlichtweg beschlossen, noch mehr zu verbrauchen. Und gestern gleich mit einer sehr langen Fahrradtour damit begonnen. Was mir gleich wieder eine alte Erkenntnis neu vermittelt hat: auf meinem Fahrradsattel bin ich der glücklichste Mensch überhaupt.

Aber es gibt ja auch kleine Erfolgserlebnisse. So wie meine beiden neuen selbstgestrickten Oberteile, die ich gerade fertiggestellt habe.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein neues „Projekt“ habe ich auch schon wieder in Arbeit, eine Strickjacke für meine Tochter. Und Julia Camerons Buch


 

 

 

 

 

 

Der Weg zum kreativen Selbst – Sieben Pfade zur Entdeckung des Inneren Künstlers. Dabei geht es u.a. um das Aufschreiben Deiner Lebensgeschichte, in Etappen: von 1- 5, von 5 – 10, von 10 – 15, usw. Da steht sicherlich ganz viel Arbeit dahinter, schöne und auch schmerzhafte Erinnerungen, aber ich möchte mich gerne darauf einlassen.

Julia Cameron sagt:

Wir sprechen oft von kreativer Selbstverwirklichung, ohne uns bewusst zu machen, dass unsere Kreativität aus unserem Selbst kommt. Wenn wir unser Selbst noch nicht entdeckt haben, wenn es für uns unsichtbar und unhörbar ist, weil es von den Meinungen und Interpretationen anderer zugedeckt ist, ist es ganz natürlich, dass wir befürchten, nichts zu sagen zu haben, zu farblos zu sein, zu „gewöhnlich“.

Die Urlaube unserer Kindheit

 

Kürzlich wurden in einer Talk-Show im Fernsehen öffentliche Personen – Schauspieler, Buchautoren, Moderatoren – zu den Urlauben ihrer Kindheit befragt. Was kamen da für lustige und auch weniger lustige Geschichten heraus. Man muss sich dabei vorstellen, dass die meisten dieser Gäste nicht mehr ganz so jung waren und ihre ersten Urlaube mit ihren Eltern wahrscheinlich in den 60er und 70er Jahren verbracht haben.

Eine bekannte Moderatorin rief in die Runde: meine Urlaube als Kind waren schrecklich, ich musste mit meinen Eltern immer in die Berge zum Wandern. Was musste ich lachen, genau das ist es. Ich musste als Kind immer zum Wandern mit meinen Eltern in den Schwarzwald. Was habe ich das gehasst. Auf meinen kleinen Beinen und Füßen musste ich mit meinen Eltern (mein kleiner Bruder war auch dabei, aber der fand das irgendwie spassig) kilomeeeeeeeeeeeeeeeeeeeterweit, bei Sonne und Wolken, Regen und Sturm, egal bei welchem Wetter, durch den Schwarzwald laufen. Einmal hat es so geregnet, dass wir anschließend meine Schuhe wegwerfen mussten und ich „im Schwarzwald“ neue haben musste, ein weiteres Drama. Nicht vergessen, das ist ca. 45 Jahre her.

Was habe ich meine Freundin von damals beneidet. Die fuhr jedes Jahr mit der kompletten Familie (5 Kinder) nach Italien ans Meer. Der Vater war Prokurist, so erzählten mir meine Eltern (etwas ganz Geheimnisvolles und Suspektes) und die konnten sich das damals schon leisten, mit 7 Personen nach Italien ans Meer zu fahren. Alleine das ist ja schon sehr verdächtig, und so wurde diese Familie von den Nachbarn immer sehr argwöhnisch beobachtet. Ich war froh, dass sie mir nicht gleich die Freundschaft zu diesem Mädchen verboten haben. Aber wenn sie evangelisch gewesen wäre, dann hätte das das AUS bedeutet. Ja, so war das „früher“, da waren die Eltern und Großeltern alle rigoros.

Und so kam es, dass ich mit 9 Jahren zum ersten Mal alleine verreisen durfte – mit dem Roten Kreuz. Und wo haben sie mich hingeschickt? Nach Österreich. Der Urlaub war ganz okay, wie ich mich erinnere, aber nicht das, was ich wollte. Ich wollte doch so gerne ans Meer, egal an welches Meer, Hauptsache an irgendein Meer und nicht in die Berge!

Mit 10 Jahren durfte ich dann mit der Arbeiterwohlfahrt an die Ostsee, und das war mein „Durchbruch“. Seither fahre ich im Urlaub ans Meer. Ich käme niemals auf die Idee, in die Berge zum Wandern zu fahren 😉 Oder zum Skifahren, das wär ja noch mal eins oben drauf!

Ich fahre mal an die Ostsee, auch sehr gerne an die Nordsee, auch ans Mittelmeer, egal, Hauptsache ich kann auf das Meer schauen.

In den letzten Jahren war ich öfter in den Niederlanden an der See, das hat den Vorteil, dass ich nur 3 Stunden fahren muss, und schon bin ich da. Ich mag die Niederlande und die Menschen mit ihrem Akzent sehr, irgendwie verläuft das Leben dort viel ruhiger, wie ich meine, nicht so Deutsch!

Mein Herz öffnet sich und ich habe das Gefühl von Weite und von Freiheit, wenn ich stundenlang durch den Sand am Wasser entlanglaufen kann, und nichts ist da, was mich einengt, kein negativer Gedanke trübt mein Wohlbefinden. Es ist einfach nur schön, wieder am Meer (Zuhause) zu sein.

Ich hab es nicht geglaubt….

Ich hab es nicht geglaubt, dass dieses System funktioniert. Das Weight-Watchers-System. Ich habe mir immer all die Erfolgsberichte angeschaut, darüber gelesen, und habe gedacht: na ja, die sind ja alle gesponsert. Frau Neubauer und Co! Ja ja ja – die bekommen halt unglaublich viel Geld für ihre Werbung. Glaub es ja, wer will, ich guck einfach mal so!

Am 27. März war mein erster Gruppenabend bei der lieben Gaby Leisten – sie ist wirklich der absolute Motivator fürs Abnehmen. Ein Email-Freak wie ich auch coacht sie „ihre Leute“ selbst aus dem Urlaub in Florida, den sie gerade mit ihrem Lebensgefährten verbringt.

Ich habe seither 6 kg abgenommen – unglaublich – obwohl ich anfangs totalen Widerstand gegen dieses System geleistet habe, ich habe überhaupt nicht dran geglaubt. Und trotzdem habe ich mit dem Punktezählen weitergemacht, nach dem Motto: „es kann ja auch nix schaden„.

Tut mir Leid, liebe Ungläubige (die ich selbst einmal war) meine Erfolgsmeldung lautet:

Ich habe in 6 Wochen 5 kg abgenommen. Und das mit viel Essen. Eigentlich mehr, als ich zuvor gegessen habe. Nur anders! Und mit der Unterstützung der Trainerin. Denn das ist mir total wichtig, verstanden und unterstützt zu werden und Erfahrungs-und Erfolgsberichte von anderen „Betroffenen“ zu hören.

 

Wahre Worte…..

Die Menschen reisen in ferne Länder,
um die Höhe der Berge zu bestaunen,
die Macht der Meereswogen,
die Länge der Flüsse,
die endlose Weite des Ozeans,
den Lauf der Sterne.

Doch aneinander
gehen sie ohne Staunen vorbei.

Aurelius Augustinus

Jahrestag

Sie spielen „unser“ Lieblingslied, gerade jetzt, im Radio.
Normalerweise höre ich gar nicht hin, sondern freue mich lediglich,
es noch einmal zu hören, nach all den Jahren.

Aber gerade heute, an diesem besonderen Datum?
Heute halte ich inne, und da sind sie, die schönen Erinnerungen.
Sie tragen mich, ganz warm, ganz weich sind sie, und voller Liebe.

Hättest Du das damals gedacht? Dass wir uns nach beinahe zwei Jahrzehnten
der Trennung immer noch nicht vergessen haben, uns nicht vergessen können,
uns immer noch lieb haben?

Das, was wir hatten, miteinander, haben wir so nie wieder gefunden.
Wir haben gesucht und gesucht, aber es wollte sich nicht mehr finden lassen,
bis heute nicht.

Wir haben uns losgelassen und sind doch untrennbar verbunden – durch ein
unsichtbares Band, welches nur wir beide fühlen.

Heute vor 20 Jahren – weißt Du es auch noch?
Da haben wir uns ewige Liebe geschworen.

Und dieses Versprechen haben wir gehalten.
Obwohl…
Jeder von uns in einem anderen Leben,
fest verknüpft mit anderen Menschen,
auf verschiedenen Kontinenten.