Warmer Sommerwind

Die halbe Welt schaut gerade Fußball – ich nicht! Deutschland gegen Italien. Gegen unsere besten Freunde spielen wir, was wollen wir eigentlich gewinnen? Ich bin von lauter großen und kleinen Jungs umgeben, es ist wie verhext, und alle wollen tolle Fußballspieler sein oder werden, wenn sie groß sind 🙂

Ich sitze auf meinem Balkon und genieße den warmen Sommerwind. Komme gerade von einem kurzen Besuch bei meiner Tochter, die heute Geburtstag hat: Happy Birthday liebe Maus, vor 34 Jahren wurdest Du geboren. Es gibt Dinge, die versteht man einfach nicht. DUUU verstehst ja schon nicht, dass der Mo nun bald 2 Jahre wird! Siehste mal!!!

Der Tag heute war wettermässig schlimm. Von gestern auf heute mal wieder Temperaturanstieg von beinahe 15 Grad, und dann gleich Waschküche. Der Schweiß läuft in Strömen, selbst wenn man nichts tut. Je älter ich werde, desto schlimmer ist das für mich hier in dieser Region. Ob Sommer oder Winter. Ich werde wohl oder übel doch noch irgendwann an unsere schöne Küste auswandern müssen!

Morgen habe ich unerwarteterweise nichts zu tun, das heißt, ich habe morgen keine Termine und kann den Tag nach meinen Wünschen frei gestalten. Das hat es nun wirklich schon seit längerem nicht mehr gegeben, und ich freue mich. Ich habe ja mal in einer großen Bank in einer großen Stadt gearbeitet und war in SICHERHEIT und hatte nichts zu tun und keinerlei Aufgaben. Und war sterbensunglücklich. Gottseidank ist das inzwischen anders. Ich habe jede Menge „Stoff“ zu lernen und die erste Prüfung ist Anfang August. Wenn ich die nicht bestehe, geht dann gar nichts mehr weiter. Also muss ich meine Zeit ganz neu einteilen, ein Akt zwischen Aufgaben, Kindern, Familie, Freunden und Enkelkindern. Die kommen inzwischen eh schon zu kurz, aber es hilft alles nix, die Omi muss halt schauen, wo sie bleibt 😉 denn sie startet gerade neu durch!

Aber heute ist erst mal Geniessen angesagt. Der Abend ist einfach zu schön! Selbst wenn es hier immer so schwül ist, ich wünschte mir, das Sommerwetter würde jetzt mal eine Weile bei uns bleiben.

Mein ganzes Leben lang….

 

 

 

 

Leute – ich weiß es ja: Andere setzen sich in meinem Alter zur Ruhe. Definitiv und unwideruflich. Ich wünsch es mir doch auch: ich hätte gerne einen netten Hund, einen treuen Partner (oder war das umgekehrt? einen netten Partner und einen treuen Hund???) – ich weiß es nicht. In meinem Leben ist irgendwie alles anders. Während meine „Freundinnen“ darüber nachsinnen, ob sie eine Kreuzfahrt auf einem bekannten Luxusliner machen sollen – mit ihrem Angetrauten oder Lebensabschnittsgefährten – versteht sich – plane ich gerade (mal wieder) im zarten Alter von 57 meine neue berufliche Zukunft. Definitiv ohne Hund und ohne Partner!

So war das schon immer bei mir, stööööhn! Aber es ist nun mal wie es ist, und daher heißt es mal wieder: Ärmel hoch!

Wie meine allertreuesten Blogleser ja wissen, habe ich mir im März diesen Jahres das Rauchen abgewöhnt. Und mich sogleich bei den Weight Watchers angemeldet. Denn noch einmal Kilos drauf – zuzüglich zu den bereits moppeligen – neee – das wollte ich dann nun wirklich nicht. Gehe also in das „Treffen“ – treffe die Gaby – und wusch, das ist es, das ist mein DING. So einfach geht das manchmal. Es ist MEIN ERNÄHRUNGSKONZEPT – und es ist KEINE DIÄT!Und das ist das ist das Wichtige.

Bei mir sind es jetzt: Minus 9!!! Insgesamt.

Mit ganz normalem Essen, mit Feiern, mit Grillen, mit mal nen Prosecco und mit Curry-Wurst auf die Schnelle, es funktioniert! Und weil ich dieses Konzept so sehr toll finde, werde ich jetzt COUCH!!!! Hihi, hört sich das nicht toll an? Joachim Löw ist für mich ein Coach, aber ich?????

Heute war der erste Tag meiner cirka 6-monatigen Ausbildung!

Zur Fachfrau für Ernährung und Gewichtsmanagement! Der Abschluß wird in cirka 6 Monaten die IHK-Prüfung sein, und danach werde ich „AUF DIE MENSCHHEIT LOSGELASSEN“.

Ich durfte heute einer sehr erfahrenen (seit 16 Jahren) Ernährungsberaterin über die Schulter schauen – und mir schwirrt gerade der Kopf! Das alles soll ich in einiger Zeit mal können? Oh Gott oh Gott! Hilf mir 🙂

Ich werde mein Allerbestes geben. Ich habe immer noch all die Fragen, die die anderen auch haben. Ich stehe zwar jetzt „hinter dem Tresen“, aber so fühle ich mich noch nicht.Ich weiß, wie Motivation geht, ich habe sehr gute LEHRER gehabt, und all deren Wissen – und auch mein eigenes – werde ich weitergeben.

Dies ist meine Chance. Ich habe mein ganzes Leben darauf gewartet!

 

Begegnungen

 

 

 

 

 

 

 

 

Gestern kam ja dann doch noch die Sonne heraus, am Nachmittag. Für jeden einzelnen Sonnenstrahl bin ich inzwischen unendlich dankbar, wir haben ja zur Zeit nicht so viele davon.

Ziemlich spät fuhr ich dann noch zum Einkaufen in meinen Supermarkt. Kurz vor Ladenschluß war ich mit meinen Lebensmitteleinkäufen fertig. Nachdem ich mein Auto „beladen“ hatte, schnappte ich mir eine Nektarine und brachte den Einkaufswagen zurück, stellte ihn in die Reihe und entnahm mein Euro-Stück. Dann fing ich an, genüßlich meine Nektarine zu verspeisen, wobei ich einige Verrenkungen machte, denn schließlich sollte der Saft nicht auf mein Kleid tropfen.

Ein älterer – sehr großer und schlanker – Herr kam auf seinem Fahrrad daher und musste lachen, als er mich mit meiner Nektarine sah. Aufpassen, sagte er lachend, sonst haben Sie gleich noch Löcher in ihrem Kleid. Ich antwortete: Geht’s uns nicht gut? Aus meinem tiefen Herzen empfinde ich das so. Und schwuppdiwupp waren wir im Gespräch.

Er sei Franzose, sagte er, habe viele Jahre seines Lebens beruflich an der Elfenbeinküste gelebt, und seine Augen blitzten vor Lebendigkeit beim Erzählen, und es war so kurzweilig, ihm zuzuhören. Nach einer Weile verabschiedeten wir uns wieder voneinander, uns gegenseitig ein schönes Wochenende wünschend, und ich fuhr lächelnd und zufrieden mit meinem Leben nach Hause.

Und soll ich Euch etwas sagen: Von all den Männern, die ich in den letzten Wochen „gedatet“ habe auf der Suche nach einem Partner im Internet, dies war der erste, der mich sofort in seinen Bann gezogen hat. Weil er „lebendig“ ist und etwas „zu sagen“ hat. Weil er „sehen“ kann und auch zwischen den Zeilen „hören“. Und ZUHÖREN (womit wir wieder beim Thema wären) und kein Selbstdarsteller ist.

Ich lass es jetzt – ich suche nicht weiter, es bringt sowieso  (in meinem Fall) nichts. Denn die wahren Begegnungen, die beschert mir das Leben sowieso. Und inzwischen genieße ich einfach weiter.

Die Zuhörerin

Ich bin die Zuhörerin. Mein Leben lang schon. Es ist mir nur heute erst wirklich klar geworden.

Irgend etwas ist an mir, dass mir alle Menschen, die ich treffe, ihre Lebensgeschichte erzählen. Egal wer. Die Frau im Supermarkt an der Kasse, weil ich immer dort einkaufen gehe, na klar kennen wir uns. Aber nur „vom Sehen“, wie das so schön heisst. Also: sie sieht mich an, ich sehe sie an, und wir kennen uns vom „Sehen“.Und sie erzählt mir ALLES! Wie sie sich von ihrem Mann getrennt hat, wie sie dadurch 30 kg abgenommen hat, was mit ihren Kindern ist, wie sie alles geregelt und auf die Reihe bekommen hat, und ich denke: wieso ich????

Schon in der Schule war das so.  Ich habe das nur nie verstanden, ich wusste gar nicht, was „die“ von mir wollten. Ich wurde regelmässig zu den beliebtesten Klassenkameradinnen gewählt, und ich bin jedes Mal fast vom Glauben abgefallen. Ich habe überhaupt nicht begriffen, dass meine Stärke im Zuhören lag – und liegt!

Heute war wieder WW-Treffen, ich sitze da so alleine vor mich hin, nach dem Wiegen, habe immerhin in einer Woche stolze 100 g abgenommen (ich sag jetzt mal nix dazu), und eine Gruppenteilnehmerin setzt sich neben mich, am liebsten würde sie mich umarmen, ich merk das geradezu körperlich, und sie erzählt mir, wie ihr Vater gerade vor zwei Wochen gestorben ist und wie traurig sie ist und wie sehr ihre Mutter leidet und und und…. So ist das immer, ich kann hingehen, wo ich will, und jeder erzählt mir seine Lebensstory! Ich freue mich über all das Vertrauen, welches mir entgegengebracht wird, aber manchmal fühle ich mich immer noch unsicher und denke:

MEINEN DIE WIRKLICH MICH?

Das soll Sommer sein?

 

 

 

 

 

 

 

 

Endlich – gestern Abend so gegen 21 Uhr – hat sich der Wind gelegt. Die letzten 3 Tage ist er hier regelrecht über die Felder getobt, was nicht weiter schlimm gewesen wäre, aber er war so eiskalt, dass ich abend die Heizung anmachen musste und meine dicken gestrickten Socken wieder hervorgeholt habe.

An die Sommer meiner Kindheit habe ich ganz andere Erinnerungen. Die waren schön, und heiß damals, Ende der 50er, Anfang der 60er Jahre. Die kompletten Sommerferien verbrachten wir „auf der Straße“, von morgens bis abends waren wir draußen, und das Highlight dieser Sommer war, dass ich bis 9 Uhr abends mit den Nachbarskindern Federball spielen durfte. Einen Fernseher hatte wir auch noch nicht, meine Eltern und die anderen Leute aus der Nachbarschaft saßen in ihren Gärten oder vor den Häusern und schauten uns Kindern zu.

Jeden Sommer gab es auch den heftigsten Sonnenbrand, denn Sonnenschutzcreme mit Lichtfaktor 30+ gab es noch nicht, zumindest nicht in Europa, und ich erinnere mich an viele Nächte, wo ich mit kalten Quarktüchern auf dem Bauch liegend versucht habe zu schlafen, was aber schier unmöglich war, so heiß war mir und so hat der Rücken gebrannt. Hinterher pellte sich dann die Haut ab und ich durfte den Rest des Sommers nur noch vollständig bekleidet nach draußen, damit dies nicht noch einmal passierte, was ich als sehr ärgerlich empfand.

Und es gab so tolles Essen für uns Kinder. Jeden Abend aß ich mit großem Appetit Schwarzbrot mit Kräuterquark und dazu Tomaten aus dem Garten. Waren die köstlich. Überhaupt gab es ja nur im Sommer Tomaten, die waren etwas ganz Besonderes, weil man ein ganzes Jahr auf sie warten musste, wenn die Zeit vorbei war. Und es gab kalten Zitronentee, den hat meine Mutter nur im Sommer zubereitet, wenn wir abends völlig verschwitzt vom Spielen reinkamen, dann war er schon richtig schön kalt und ganz besonders köstlich. Ach ja, und sonntags gab es selbstgemachtes Eis, von Dr. Oetker, in den Geschmacksrichtungen Vanille, Schokolade und Erdbeere, das war jedes Mal ein Fest.

Auf den Feldern und an den Wegesrändern wuchsen Kornblumen, diese wunderschönen leuchtendblauen Blumen, die heute gänzlich verschwunden sind und nicht mehr wild wachsen.

Die Kornblume galt früher als Ackerunkraut und wurde als solches so erfolgreich bekämpft, dass sie fast ausgestorben ist. Daher steht sie inzwischen unter Naturschutz.

Ihre leuchtend blauen Blüten trifft man heutzutage eher in Gärten als in Kornfeldern an, denn viele naturverbundende Gartenbesitzer haben sich ihrer angenommen, um ihr eine Chance zum Überleben zu geben.

Die Kornblumen fand man meist usammen mit Klatschmohn und Kamille. Die Kamille haben wir in riesigen Sträußen gepflückt, zusammengebunden und auf dem Speicher zum Trocknen aufgehängt, um dann im Winter Kamillentee daraus zuzubereiten.

Übrigens wurde ich regelmässig beim Kirschenklauen erwischt, auf Nachbars Baum, der hatte die leckersten roten süßen Kirschen, die man sich nur denken kann. Und den Kirschkern habe ich immer mit verschluckt, weil ich nicht wusste, wohin damit, schließlich wollte ich ja keine Spuren hinterlassen. Am Abend hatte ich dann immer fürchterliche Bauchschmerzen, und meine Mutter meinte nur: Siehst Du, das kommt davon.

Das kommt davon – das war auch so ein geflügeltes Wort – irgendwie konnte man es auf jede Situation anwenden. Siehst Du, das kommt davon! Das taten die Erwachsenen schon damals gerne, und daran hat sich bis heute nichts geändert. So wird es jetzt auch dem Minister ergangen sein, der ohne zu verzollen einen Riesenteppich aus Afghanistan für sein Zuhause einfliegen ließ. Daran merkt man auch, dass Sommer ist – die letzten Tage waren die Medien voll mit diesen Schlagzeilen. Als hätten wir jetzt schon ein Sommerloch.

Gottseidank hat die EM begonnen, und so werden die wirklich wichtigen Themen in diesem Lande und auf dieser Welt erst mal wieder schön „unter den Teppich gekehrt“ – groß genug soll er ja sein. Siehst Du……

 

 

Mit Putzfrauen spricht man nicht..

 

 

 

 

 

Dies ist das Post nach dem Post 🙂

Sind andere Menschen für Dich WERTvoll? Ungeachtet ihrer Herkunft, Hautfarbe, ihres Berufes, ihres sozialen Status? WIIIIIIIRKLICH???? Bist Du Dir absolut sicher?????????

Nun, dann muss und möchte ich Dir jetzt eine WAHRE Geschichte erzählen, ich habe sie vor sehr kurzer Zeit selbst erlebt. Am eigenen Leibe, wie man so schön sagt!

Ab und an babysitte ich bei einer mir sehr gut bekannten Familie, babysitten ist inzwischen längstens überholt, denn die Kinder – zwei Jungs – sind inzwischen schon größer, 5 und 9. Der ältere geht auf die Internationale Schule in Neuss, die im übrigen einen sehr guten Ruf hat, und hat öfter Übernachtungsgäste. Bei einer internationalen Schule ist das so, dass die Schüler aus der ganzen Umgebung kommen und nicht nur aus einem einzigen Ort. Und die Unterrichtssprache ist Englisch, und das lassen die Kids auch „raushängen“, und quatschen mich an an in der Hoffnung, ich könnte sie nicht verstehen. Weit gefehlt 🙂

Also hatte der Große (mein Hübscher – so nenne ich ihn insgeheim) einen Klassenkameraden zu Besuch, der von weiter her kam. Ich dachte beim Anblick dieses Jungen, der außerdem noch ein Klugscheißerkind ist, wie ich befand: hmmmm….. der wird später bestimmt mal ein prima Bankdirektor.

Besagtes Besucherkind sollte denn auch abgholt werden, irgendwann, als die Eltern der „eigentlichen“ Kinder schon im Theater saßen, und so begab es sich denn auch. Es läutete dann am frühen Abend an der Haustüre und zwei Menschen standen dort, um ihr Kind abzuholen. Er, mit hochgezogener Augenbraue, ohne ÜBERHAUPT zu wissen, wer ich denn sein könnte: Ach, ist die Putzfrau so spät noch da? Nö, aber macht ja nix! Ich bin zwar auch nur der Babysitter, aber ich sags Dir nicht, Du Blödmann, dachte ich. Findet Ihr das jetzt fies? Ich nicht, ehrlich nicht, tut mir Leid. (Es hat sich dann für mich im Nachhinein herausgestellt: er IST WIRKLICH ein Bankdirektor).

Sie dann, schon mitten im Haus und im Wohnzimmer stehend und mit Adleraugen schauend, ob auch alles tippitoppi ist: Kevin (der Name ist jetzt frei erfunden), sag der Putzfrau „auf Wiedersehen“ und „Danke“. Wofüüüüüüüüüüüüüür? Das Kind war leider genauso wie seine Eltern.

Ich stehe zwar jeden Morgen auf und denke: nicht bewerten nicht bewerten nicht bewerten, aber das geht angesichts solcher Situationen kaum!

Ich musste dann so lachen, ich konnte überhaupt nicht mehr, das  hat die Leute aber dann noch so richtig wuschig gemacht, sie waren unsicher und wussten nicht, was los war. Mir war das aber zu doof, und ich habe es auch nicht aufgeklärt!

Wie sagt meine Freundin? Eine „SchönerWohnenFamilie„!  Sollen sie über mich denken, was sie wollen. Ich habe dieses blasierte Verhalten Menschen aus dem Dienstleistungsgewerbe gegenüber schon so oft beobachten können, ich kann es einfach nicht verstehen, und akzeptieren schon gar nicht! Noch nie!

Mit Putzfrauen spricht man halt nicht! Wenn es hoch kommt, sagt man Danke.

Bin ich ein wertvoller Mensch?

Machst Du Dir hin und wieder Gedanken darüber, ob Du ein wertvoller Mensch bist?
Gehörst Du zu den glücklichen Menschen, die von Geburt an ein gesundes Selbstwertgefühl haben oder bist Du eher – so wie ich – ein Selbstzweifler?
Vor allem, wenn Du das Gefühl hast, Du hast jetzt einen Fehler gemacht oder jemand lehnt Dich kategorisch ab?
Oder Du musst für Dich selbst einstehen und klare Position beziehen, auch wenn es zu Konflikten führt, fühlst Du Dich dann genauso unwohl wie ich? Mich wirft so etwas gleich völlig aus der Bahn und ich fühle mich tagelang unwohl.

Wie siehst Du Dich selbst? Und wie sehen Dich Deine Freunde, Deine Familie, Dein Umfeld, Deine Arbeitgeber?

Neulich las ich in einem Sachbuch diverse Zitate von Nathaniel Branden. Eins davon lautete:

“Von allen Urteilen, die wir im Leben fällen, ist keines so wichtig wie das, das wir über uns selbst fällen.”

Woher stammt eigentlich das Selbstbild, welches wir von uns selbst haben?
Wer hat uns das beigebracht? Ich denke, sehr stark werden wir in unserer Kindheit von unseren Eltern geprägt, oder von den Großeltern und anderen Erwachsenen, aber auch von den Erfahrungen, die wir in unserem Leben später machen. Daraus ergibt sich dann quasi eine Summe an Urteilen, die uns zu unserem Selbstwert führt – oder aber auch nicht.

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Der Rest ist nur Sand

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Philosophieprofessor im US-Staat Massachusetts begann seine
Vorlesung auf sehr originelle Weise. Er hatte ein paar Dinge auf
einem Pult vor sich liegen. Als die Vorlesung begann, nahm er ein
großes Mayonnaiseglas und füllte es bis zum Rand mit großen
Steinen. Anschließend fragte er seine Studenten, ob das Glas voll
sei. Sie stimmten ihm zu.

Dann nahm er eine Schachtel mit Kieselsteinen, schüttete sie in das
Glas und schüttelte es leicht, so dass sich die Kieselsteine
zwischen die großen Steine schoben. Dann fragte er erneut, ob das
Glas jetzt voll sei. Alle stimmten zu. Leichtes Gelächter machte
sich breit.

Dann nahm der Lehrer eine Tüte mit Sand und schüttet ihn in das
Glas. Langsam rieselte der Sand zwischen die Steine und füllte so
das Glas.

„Nun“, sagte der Lehrer zu den Studenten, „was sagen sie
jetzt?“ Keiner sagte einen Ton. Alle waren alle gespannt darauf,
wie es nun weiter gehen würde.

„Ich möchte, dass sie erkennen“, sagte der Professor langsam und
eindringlich, „dass dieses Glas wie ihr Leben ist! Die Steine sind
die wichtigen Dinge im Leben: Ihre Familie, Ihre Freunde,
Ihre Gesundheit, Ihr Studium. Dinge, die – wenn alles
andere wegfiele und nur sie übrig blieben – Ihr Leben immer noch
sinnvoll wäre.

Die Kieselsteine sind andere, weniger wichtige Dinge, wie z.B. Ihr
Auto, Ihre Karriere, Ihre Reise, die Sie geplant haben, die neueste
Mode, das Fernsehprogramm heute Abend, das Baseball-Spiel.“

Alle hörten ihm fasziniert zu.

„Der Sand“, fuhr der Professor fort, „der symbolisiert die ganz
kleinen Dinge im Leben. Zum Beispiel ob Sie sich über die
Verkäuferin im Supermarkt ärgern, ob ihre Freundin zu spät kam, ihre
Blumen vor dem Haus gestohlen wurden. Wenn Sie den Sand zuerst in
das Glas füllen, bleibt kaum Raum für die Kieselsteine – geschweige
denn für die großen Steine.

So ist es auch in ihrem Leben. Wenn Sie zu viel Energie und Zeit
für die kleinen Dinge im Leben aufwenden, dann bleibt für die großen
Dinge nichts mehr übrig.

Achten Sie auf die wichtigen Dinge, nehmen Sie sich Zeit für ihre
Familie, ihr Studium, ihre Gesundheit.

Es wird noch genug Zeit für die weniger wichtigen Dinge geben.
Achten Sie zuerst auf die großen Steine; sie sind es, die wirklich
zählen. Der Rest ist nur Sand.“

Schon so oft gelesen – und doch immer wieder ein Impuls, nachzudenken und die Dinge nach Wichtigkeit zu sortieren.

Verfasser unbekannt