Jetzt geht’s los

Jetzt geht’s los! Der Countdown läuft – mein erstes Seminar und Intensivtraining steht bevor. Am Montag und am Dienstag findet im Düsseldorfer Novotel die Basisqualifikation für alle Trainees statt. Im Anschluß daran entscheidet sich, ob ich weitermachen „darf“ oder nicht. Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung, ich müsste noch tausend Dinge lernen, aber das kennt Ihr ja jetzt schon von mir, dass ich immer das Gefühl habe, mich nicht genügend vorbereitet zu haben. Daher gibt es dieses Wochenende noch viel zu tun, ja vor allem noch viel zu lernen.

Das Bild hat eine Freundin auf Facebook mit mir geteilt, und ich finde es passend. Letztendlich – das stelle ich immer wieder fest – sind wir Frauen doch alleine auf uns gestellt, ob mit oder ohne Partner. Daher kommt ja auch unsere Stärke. Sicherlich gibt es da auch Ausnahmen (ich kenne sogar welche), aber die Regel ist das leider immer noch nicht.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende, und habt Spass bei allem, was Ihr tut 🙂

Und zwar nur für mich….

MANCHMAL WÜNSCHTE ICH…...

  • ich wäre ein bisschen weiser. Dann würde ich nicht ständig all meine Entscheidungen hinterfragen.
  • ich wäre ein wenig mehr selbstbewußt. Ich würde nicht immer nach der Meinung anderer schauen.
  • ich wäre viel liebevoller, vor allem zu mir selbst. Ich müsste nicht ständig um Verzeihung bitten.
  • ich wäre noch einmal jünger. Eine Sache gibt es da, die hätte ich gerne rückgängig gemacht. Auch wenn es eine Lernerfahrung war.
  • ich wäre richtig alt. Ich würde auf mein Leben zurückblicken und sagen: YES, I COULD!
  • ich würde noch mehr in mir selbst ruhen. Ich wäre nicht mehr auf der SUCHE!
  • ich wäre weniger selbstkritisch. Ich müsste nicht ständig wieder von vorne anfangen!
  • ich hätte viel mehr Mut. Ich würde die Dinge tun, die mir am Herzen liegen, ohne „Rücksicht auf Verluste“. Hoffentlich ist es noch nicht zu spät!
  • ich hätte mich mehr engagiert! Für die Menschrechte, die Frauen, Kinder, Tiere, die Natur. Ich habe nur überlebt, und versucht zu überleben. Schade!!!
  • ich hätte nicht so oft mit dem Feuer gespielt. Ich hätte weniger Verbrennungen, an Körper, Geist und Seele!
  • ich könnte das Schicksal meiner Vorfahren abschütteln und MICH ENDLICH AUF DEN PLATZ STELLEN, der FÜR MICH BESTIMMT IST!

UND ZWAR NUR FÜR MICH!!!!!!!!!‘

Auf jeden Fall nicht freiwillig!

Der heutige Tag war ein ganz spezieller. Für alle Astrologen: WELCHE STERNENKONSTELLATION HABEN WIR HIER??? HEUTE???

Vor vielen vielen Wochen hatte ich mich von meiner Hausärztin „breitschlagen“ lassen, eine gewisse Vorsorgeuntersuchung durchführen zu lassen. (schon an der Satzstellung wirst Du unschwerlich erkennen können, wie angenehm mir das war). Nachdem ich mich zuvor schon zwei Jahre strikt geweigert hatte. Was bei mir schon eine Ausnahme ist, denn als „gefallsüchtiger“ Mensch bin ich eigentlich nicht so klar in meinen Aussagen!

Na ja, lange Rede kurzer Sinn: in der vorigen Woche hatte ich das „Vorgespräch“ und gestern den „Vorbereitungstag“. Jeder, der sich mit „diesem Thema“ bereits beschäftigt hat weiß, wovon ich hier schreibe – ich möchte jetzt grad mal nicht ins Detail gehen!

Heute war also DER TAG X! Meine Tochter und der Mo sollen mich morgens abholen und zum Krankenhaus bringen, wo die Untersuchung stattfinden soll. Ich bin ganz früh aufgestanden, damit die Mila noch in Ruhe ihre Runde durchs Feld drehen kann. In der Wohnung ist es nach dem gestrigen Tag noch sehr schwül und ich beschließe, meiner Tochter ein Stück entgegenzugehen, nach dem Motto: frische Luft tut gut.

Die beiden lesen mich unterwegs auf, wir fahren los, alles ist perfekt und wir sind in der Zeit. Außer der Tatsache, dass ich das alles eigentlich nicht möchte und mich schon seit Tagen frage, warum ich mir das alles antue! Auf halber Strecke fällt mir dann ein: Hilfe, ich habe alle Unterlagen, die ich zu dieser Untersuchung mitbringen muss, zu Hause auf dem Wohnzimmertisch liegen lassen. Zusammen mit dem Ipod, welches mir meine Tochter kürzlich geschenkt hat (damit die Aufwachphase etwas kurzweiliger ist). Also drehen wir wieder um, „brettern“ in mein Dorf hinein, ich springe aus dem Auto, rase die Treppe hinauf in meine Wohnung, schnappe die Unterlagen (und ignoriere komplett meinen Hund – so soll man das ja machen – der in seinem Körbchen liegt und die Welt und Frauchen nicht mehr versteht) – rase die Treppen wieder runter und springe ins Auto meiner Tochter! Sie fährt aus der Ausfahrt wieder raus – in diesem Augenblick ruft die Klinik an und fragt ob ich etwas früher kommen kann – hallo ich komme aus Neuss das sind 15 Kilometer – und meine Tochter rammt mit ihrem Auto ein entgegenkommendes- UND: STILLE!

Das wars! Das Krankenhaus immer noch in der Leitung: Hallo, hallo, sind Sie noch dran? Der Mo blökt auf seinem Rücksitz, ich bin völlig neben der Spur, meine Tochter den Tränen nahe, sie ist 34 und hatte gerade ihren ersten Unfall, und ich sage in mein Handy:

Ich komme nicht  mehr. Auf jeden Fall nicht freiwillig! 

Wege des Lebens

Geht Dir das auch so? Morgens nach dem Aufwachen, der Wecker hat zwar schon geklingelt, aber Du hast noch ein kleines bisschen Zeit, liegen zu bleiben. Und wach bist Du auch noch nicht richtig. Da kommen die tollsten Gedanken. Bei mir ist das zumindest so. Kürzlich sagte eine Freundin zu mir: wieso stehst Du eigentlich immer so früh auf? Du müsstest das doch gar nicht. Doch, denn ich liebe die ganz frühen Morgenstunden, zwar noch halb verschlafen bin ich da wirklich am kreativsten. Meine besten Posts habe ich in den Morgenstunden geschrieben. Auch liebe ich die Morgenspaziergänge mit meiner Hündin im Feld, wenn noch niemand unterwegs ist, die Luft nach der Nacht frisch und klar ist und man kaum eine Geräusch hört.

Im Augenblick habe ich das Gefühl, es verwischen sich in meinem Leben alle Konturen. Es gibt eigentlich gar keine Konstante mehr. „Früher“ stand ich jeden Tag zu einer bestimmten Uhrzeit auf, setzte mich in mein Auto, fuhr eine bestimmte Strecke, war 8 – 10 Stunden in einer Firma, bekam am letzten des Monats dafür mein Gehalt. Auch sonst verlief mein Leben mehr oder weniger in sehr festen Strukturen. Unter anderem aus dem einfachen Grunde, dass ich sonst andere Aktivitäten zeitlich einfach nicht geschafft hätte. So ging das eigentlich jahrein jahraus. Manchmal gab es spezielle Highlights, um ein Jahr von dem anderen unterscheiden zu können. Die Hochzeiten meiner Kinder oder die Geburten meiner Enkel, oder ein besonderer Urlaub wie die Ägyptenreise, die ich nie vergessen werde.

Aber konstante „Säulen“ sind in meinem Leben irgendwie nicht mehr vorhanden, zumindest nicht im Außen. Jeder Tag bringt Neues, neue Herausforderungen, neue Menschen, neue Überlegungen, neue Ideen. Auch gehen Abschnitte einfach zu Ende. So fängt meine Tochter am 1. September nach 2-jähriger Elternzeit wieder an zu arbeiten und der Mo geht zu der Tagesmutter. Auch diese schöne und intensiv von mir erlebte Zeit geht jetzt zu Ende. Für alle mit einem lachenden und einem auch weinenden Auge. Besonders für mich.

Doch jetzt soll (und muss es auch) für mich wieder weitergehen. So schön diese lang ersehnte Auszeit auch für mich gewesen ist, so sehr wünsche ich mir jetzt auch neue Herausforderungen und neue Aufgaben. Das erste Seminar zu meiner Ausbildung als WW-Couch steht unmittelbar bevor, und dies wird eins meiner „Standbeine“ sein, dieser Aufgabe sehe ich mit großer Freude entgegen. Aber wie immer, wenn Abschnitte zu Ende gehen in meinem Leben, treten auch wieder ganz neue Menschen ein. Durch Fräulein Smilla habe ich so viele Kontakte zu sehr netten Menschen gefunden, und wenn ich Lust auf ein nettes Gespräch habe, dann wähle ich zu einer bestimmten Uhrzeit einen bestimmten Weg.

Irgendwann vor vielen Jahren habe ich mir einmal gewünscht, irgendwann angekommen zu sein. So wie meine Schulfreundinnen, die alle schon 30 oder 35 Jahre verheiratet sind, mit ihren Ehegatten in ihren Häuschen leben, zwei Mal im Jahr in Urlaub fahren, und jetzt in die Frührente gehen. Bei solchen Gedanken grummele ich manchmal und denke: warum ich nicht? Ja warum eigentlich nicht liebe Dori?

Weil ich mich für ein anderes Leben entschieden habe. Irgendwann einmal. Und so wie es ist, ist es auch gut. Denn es ist MEIN LEBEN!

 

Beautiful Day

Was für ein wundervoller Tag!

August – mein Lieblingsmonat! Gerade rechtzeitig hat er noch mal „die Kurve“ gekriegt und ist schön geworden, die Prognosen fürs Wochenende sind super! Biergarten ist angesagt, mit einem ein „bisschen“ weinenden Auge werde ich morgen Abend beim Max babysitten (das kann man ja nun auch so nicht mehr sagen, der Racker ist inzwischen 3), aber das hatte ich schon vor Längerem zugesagt und die Einladung zur Gartenparty zusammen mit Milla 🙂 kam jetzt kurzfristig.

Überhaupt habe ich festgestellt, dass spontan bei mir gar nichts mehr geht. Durch all die vielen Aktivitäten, die Ausbildung und den Hund musst Du Dich bei mir anmelden, wenn Du Dich mit mir treffen möchtest 🙂 Ich schaue dann in meinem Terminkalender nach, ob ich Zeit habe. Ist das nicht ätzend? Das hatte ich noch nie in meinem Leben. Aber wenn ich eine Verpflichtung eingehe, egal welche, dann bin ich absolut zuverlässig und lasse die Menschen, die sich auf mich verlassen, auch nicht im Stich.

Übrigens: den Test habe ich heute bestanden. Mit 100 Prozent. Ist ja klar, dass ich zwei Wochen vorher nicht schlafen konnte, weil ich mal wieder dachte, ich schaffe das alles nicht (ich könnte mich manchmal für meine Selbstzweifel immer noch selbst…..). Und ehrlich wie ich bin gestehe ich auch ein, dass ich „schmeissen“ wollte. Wie eigentlich so vieles in meinem Leben, was ich einmal völlig euphorisch begonnen hatte. Irgendwann kommt dann mal der Punkt, dann will ich nicht mehr. Dann schüttele ich den Kopf, und wenn ich langes Haar hätte, würde ich es in den Nacken werfen, mit dem Fuß aufstampfen, wie eine Flamenco-Tänzerin, und sagen: no – ich nicht – ich brauch das alles nicht und ich will das alles nicht.

Womit ich aber nicht gerechnet hatte war meine Area-Managerin – ja so heißt das heute leider und nicht Gebietsleiterin – die ich zum einen sehr mag und sehr schätze und die zum anderen wohl Ähnliches mit sich selbst erlebt hatte und damit sofort wusste, was denn nun bei mir „abging“. Das ist schlichtweg die Angst vorm eigenen Erfolg. Ich habe mir zwar die ganze Zeit immer wieder gesagt: DIESMAL ZIEHST DU ES DURCH! aber trotzdem kamen dann noch einmal Momente, wo ich alles aufgeben wollte, alle meine Pläne, alle meine Ziele. Eigentlich wie immer.

Die Teilnahme am Weight Watchers Programm hat mir gezeigt, dass man mit der richtigen Motivation – und auch mit dem richtigen Couch – durchaus Ziele erreichen kann, die man sich vorher nicht so richtig vorstellen konnte. Ich bin dran geblieben – und im Gegensatz zu den früheren Erfahrungen – auch so „gecoacht“ worden, dass ich weitermachen wollte. Und genau solch ein Couch möchte ich auch sein!

Einer, der die Menschen begeistert – und MITNEHMEN kann. Der für sie DA IST, wenn sie alles schmeissen wollen – und der ihnen auch die VORTEILE aufzeigen kann, wenn sie AM BALL bleiben. Der sie da ABHOLT, wo SIE GERADE STEHEN!

Das wünsche ich mir sehr.

Übrigens: meine Gewichtsabnahme heute (freitags ist mein Wiegetag):
14 Kilo. Das sind 28 Pfund 😀

Ich bin gespannt, wie es weitergeht!!!!

Schwachstellen

Heute genau vor vier Wochen ist Fräulein Smilla bei mir eingezogen! So sehr ich mich auch gefreut habe, dass sich mein großer Wunsch aus Kindheitstagen nun endlich erfüllt hat, so überfordert war ich auch anfänglich mit diesem kleinen ängstlichen Hund, der weder ein Auto noch einen Fahrradfahrer kannte, Regen offensichtlich auch nicht, und der beim Anblick von anderen Hunden eine Panikattacke nach der anderen bekam.

Inzwischen hat sich vieles in „Wohlgefallen“ aufgelöst, nur das Zusammentreffen mit anderen Hunden ist immer noch stressig. Aber wir üben und üben und üben, und auch dieser Punkt wird immer besser und besser….

Drei Mal am Tag gehen Fräulein Smilla und ich unsere Runde durch das Feld hinter „meinem“ Haus.

Heute Abend haben wir gar niemanden getroffen, ach doch, ein netter Jogger, der beim Anblick von Fräulein Smillas neugierigem Blick lachen musste.

 

Kaum zu glauben, wie sich mein Leben in dieser kurzen Zeit verändert hat. Wir sind inzwischen bekannt im Dorf „wie ein bunter Hund“ und werden oft schon von Weitem begrüßt. Die meisten Menschen sind interessiert und schauen dabei zu, wie Fräulein Smilla täglich weitere Fortschritte macht. Aber es gibt auch andere, die, die ihre aggressiven Hunde ohne Leine durchs Feld laufen lassen, und die keinerlei Verständnis für einen kleinen Hund aufbringen, der Angst hat.

Bei unseren Spaziergängen am Rhein im Nachbarort haben wir schon viele Gleichgesinnte kennengelernt, lockere Verabredungen zum gemeinsamen Spazierengehen getroffen, Hundetrainer, Tierheilpraktiker und Hundesitter kennengelernt, Visitenkarten zugesteckt bekommen, es ist wirklich unglaublich, wie viele Kontakte ich in den letzten Wochen knüpfen durfte, und das ist ja erst der Anfang. Und ja, ich bin auch dankbar für jeden Tipp, den ich bekomme.

Am kommenden Freitag habe ich einen Qualifikationstest, um zur Ausbildung als Weight Watchers Coach zugelassen zu werden. Natürlich habe ich (wie immer eigentlich ärgere ich mich wieder mal sehr über mich selbst) viel zu spät mit dem Lernen begonnen, und jetzt bin ich unter Druck. Denn anhand der Übungstests kann ich ganz genau sehen, wo meine Schwachstellen sind, und das sind so einige. Ich habe noch viel zu lernen bis zum Wochenende und ich hoffe, dass ich die „Kurve jetzt doch noch kriege“ und dass alles reibungslos vonstatten geht.

Also: ich würd mich über Euer Daumendrücken sehr freuen 🙂

Das rote Kleid

Wie lange schon habe ich mir ein rotes Kleid gewünscht? Ich weiß es nicht, ich glaube, seit Chris de Burgh „Lady in Red“ gesungen hat. Die jüngeren Leser werden wahrscheinlich Chris de Burgh nicht mehr kennen!

Vor ein paar Wochen, als wir von unserem WW-Couch gefragt wurden, wie das nächste Ziel ausschaut und ob wir uns selbst dann belohnen wollen, da stand für mich nur eins fest: ich will ein rotes Kleid. Die 25-Pfund-Abnahme war vor zwei Wochen erreicht (das hört sich besser an als 12,5 kg 🙂 ) und das rote Kleid wurde geordert. Und zwar dieses hier. Innerhalb von wenigen Tagen nach der Bestellung traf es ein, allerdings dauerte es noch zwei Tage, bis ich es letztendlich anprobierte. Es war in der vorigen Woche schlichtweg zu heiß.

Und da stand ich nun vor dem Spiegel, schluck, und dachte: nein, das kann ich nicht anziehen. Das ist mir zu heftig. Diese Farbe und dann der Schnitt des Kleides – wieder schluck – also Leute, ich weiß nicht, ob ich irgendwann das nötige Selbstbewußtsein haben werde, dieses Kleid öffentlich zu tragen, aber es sieht wirklich megatoll und „rattenscharf“ aus. Nach anfänglichem Überlegen habe ich mich aber doch entschieden es zu behalten, und mich ganz langsam und Schritt für Schritt an dieses Kleid zu gewöhnen und darin meinen Platz einzunehmen. Vielleicht trau ich mich ja eines Tages…..