Montag morgen 7 Uhr

… und ich habe Zeit zu bloggen. Ich atme tief ein und aus und denke: wie ist das schön, keine Termine zu haben. Zumindest nicht bis heute Nachmittag. Einfach Zeit zu haben, am PC zu sitzen, mal eine Blogrunde zu drehen, dies und das zu lesen, bei einer Tasse Kaffee, herrlich. Wie ich die finanzielle Lücke, die nun entstanden ist fülle, weiß ich noch nicht. Wie heißt es so schön: kommt Zeit kommt Rat.

Natürlich gibt es schon wieder 1000 Ideen in meinem Kopf, aber erst einmal möchte ich jetzt herunterfahren. Im wahrsten Sinne des Wortes. Schon wieder habe ich nicht rechtzeitig die Reißleine gezogen und habe einfach immer weitergemacht, so lange bis es jetzt nicht mehr ging. Bis beinahe gar nichts mehr ging. Dass mir das immer noch passiert nach all den Jahren und all den Erfahrungen, die ich schon gemacht habe, kann ich selbst noch nicht glauben.

Auch will ich an dem Glaubenssatz „viel Zeit – wenig Geld“ arbeiten. Ich hätte nämlich gerne viel Zeit und viel Geld, das heißt ausreichend viel Geld. Und meine Selbstständigkeit will ich weiter ausbauen, dazu fehlte mir bislang auch die Zeit. Ich habe sie einfach nur in eine Zeitlücke gestopft und es so gut gemacht wie ich konnte.

Raum in Reuschenberg 11

Aber alles ganz gemächlich – kein Druck  – einfach schauen, wie sich die Dinge entwickeln – und dann wieder loslegen. Und Spass machen soll es ja auch. Wenn Du etwas nicht gerne tust und morgens schon nicht aufstehen magst, weil Du gleich wieder zu einer ungeliebten Arbeit fahren musst, das kanns ja auch nicht sein. Wieviele Jahre meines Lebens habe ich das so gemacht. Umso verwunderlicher, dass ich jetzt die Zeichen nicht gesehen habe; ach was, ich wollte sie nicht sehen, ich kenn mich doch, dann hätte wieder ICH die Entscheidung treffen müssen, und das tu ich doch in bestimmten Situationen so ungerne.

Jetzt freue ich mich erst einmal auf die kommenden zwei Wochen, auf das Osterwochenende und auf ein bisschen Zeit für mich!

 

Wenn etwas zu Ende geht…

ende

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn etwas zu Ende geht, dann werten Menschen sich gegenseitig ab. Ob ein Arbeitsverhältnis beendet wird, ein Mietverhältnis, eine Freundschaft oder eine Partnerschaft. Selbst wenn das Verhältnis bis dahin gut war, wird im Nachhinein schlecht geredet. Dies kann ich immer wieder feststellen, und es fasziniert mich.

Was haben die Menschen nur davon? Stehen sie dann selbst in einem besseren Licht da als der andere? Oder können sie es nicht ertragen, verlassen zu werden? Was am Ende bleibt ist ein bitterer Nachgeschmack. Und die Frage, ob man all die vielen Monate oder gar Jahre eine ganz falsche Wahrnehmung hatte. Man stellt sich selbst in Frage und überlegt, ob man seinen Gefühlen und Eindrücken überhaupt noch trauen kann.

Das passiert gerade mir. Plötzlich werden mir Vorwürfe gemacht, die ich überhaupt nicht nachvollziehen kann. Das Wörtchen „immer“ wird ganz oft eingesetzt. Immer hast Du das gemacht, „immer“ hast Du dieses nicht gemacht. Und ich frage mich, wo ich bei all diesen   „Immer“-Situationen gewesen bin, an die ich mich gar nicht erinnern kann.

Wie dem auch sei. Etwas ist unwiderruflich zu Ende. Ich hatte mir einen friedlichen Abschied gewünscht.

Manche Dinge erledigen sich von selbst…..

Leihoma

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie es denn mit mit mir weitergeht, möchte sie wissen. Sie benötigt eine „gewisse Sicherheit“, für sich und ihre Kinder. Sie möchte planen. Und dazu benötigt sie auch eine Entscheidung von mir.

Tja – wenn ich das alles nur wüßte. Weißt Du, wo Du in einem Jahr um diese Zeit sein wirst? Wirst Du noch mit demselben Auto zu Deiner Arbeit fahren, der Du jetzt nachgehst? In demselben Zuhause wohnen mit genau denselben Menschen? Ich kann verstehen, dass Du Dir dies wünschst, und auch sehr gut vorstellen kannst. Aber wird es TATSÄCHLICH WIRKLICH so sein?

Siehst Du, sage ich zu ihr. Genau das KANN ich NICHT sagen. Ich weiß im Augenblick nicht, wie es weitergeht mit mir. Wie lange ich diese Tätigkeit als Tagesoma noch weiter ausüben werde und auch kann. Fakt ist, dass mir das alles zu viel geworden ist. Ich suche nach Veränderungen, möchte andere Wege beschreiten, und mir für mich selbst wieder etwas mehr Freiraum schaffen. Hinzu kommt, dass mir die Kinderbetreuung keinen Spaß macht. Alles, was ich mir  mit ihnen erarbeite und auf die Beine stelle, wirft ihre Mutter mit ihrer Inkonsequenz und ihrer totalen Überlastung innerhalb von Sekunden wieder um. Und dann fahr ich nach Hause und denke: Wozu das alles? Es macht keinen Sinn, so sehr ich mir auch aus vollem Herzen Mühe gebe.

Dann muss sie sich von mir trennen, sagt sie. Sie braucht jemanden, auf den sie sich EINHUNDERTPROZENTIG verlassen kann. Sie braucht SICHERHEIT, und mit meinem „unklaren“ Lebensweg kann ich ihr diese nicht geben. Hm….verstehen kann ich sie. Ich habe selbst zwei Kinder groß gezogen und war voll berufstätig. Da benötigt man Ausweichmöglichkeiten und Menschen die einspringen, wenn Not an der Frau ist. Auf der anderen Seite schade, dass immer noch so viele Menschen so denken.

Ich soll eine Entscheidung treffen. Aber aus meiner Sicht steht im Augenblick keine für mich an. So wird sie die Entscheidung treffen, gegen mich. Und eine neue Tagesmutter/-oma für ihre Kids suchen. Und ich habe wieder mehr Zeit für mich und muss nicht alles im Laufschritt tun.

Manche Dinge erledigen sich halt irgendwann ganz von selbst…..