Mila on Tour!

 

08.05.2013 024

Eigentlich wollte ich mir in diesem Jahr endlich ein neues Fahrrad kaufen! Meins ist nämlich inzwischen cirka so um die 25 Jahre alt. Es war zur damaligen Zeit richtig teuer, hat 1200 DM gekostet, was für ein Fahrrad viel Geld war – in den 80ern.

Also rufe ich den „Mobilen Fahrraddoktor“ aus dem Nachbarort, der die Fahrräder abholt und repariert zurückbringt. Mein ganz persönliches Anliegen aber ist nicht das neue Fahrrad, sondern ein schönes und bequemes Fahrradkörbchen für die Mila.

Kein Problem, sagt der „Mobile Fahrraddoktor“, übrigens ein sehr sympatischer junger Mann, den ich bereits „vom Sehen her“ kannte!

Mein altes Fahrrad ist tippitoppi supergut in Ordnung, er braucht gar nichts reparieren. Aber das Wichtigste ist, er besorgt und montiert mir einen tollen Fahhradkorb für die Mila, wo sie nicht raushüpfen kann, und wo sie Platz genug und es bequem hat auf unseren Touren.

Die Leute im Feld und im Wald kennen uns inzwischen, zum großen Teil, und wir haben viel Spass.

Ich, weil ich meinen Traum- und Seelenhund gefunden habe, und die Mila, weil sie gerne erhöht sitzt – so wie in dem Fahrradkorb 🙂 und alles sehen kann. Sie ist nämlich sehr neugierig!

Eigentlich….

imagesEigentlich habe ich mir ganz oft vorgestellt, wie es denn wäre….endlich frei zu sein. Endlich diese Verpflichtung nicht mehr zu haben. Nicht mehr ständig diesen Druck auf den Schultern und diese Gedanken im Hinterkopf.

Ich habe es mir irgendwie befreiend vorgestellt. Aber das ist es nicht in Wirklichkeit. Sicherlich, langsam komme ich jetzt zur Ruhe, innerlich und äußerlich. Schöpfe wieder neue Kraft. Finde wieder die Muße, mich ganz still mit einem Buch hinzusetzen und mich sogar darauf konzentrieren zu können. Ich erlaube  mir auch, mein Handy „zu vergessen“ und ohne unterwegs zu sein.

Aber es fehlt etwas. Etwas ganz Wichtiges. Ich habe kein Elternhaus mehr. Sicherlich, ich bin jetzt 58, aber ich habe keine Mutter und keinen Vater mehr. Ein unbeschreiblich merkwürdiges und fremdes Gefühl.

Ganz zaghaft macht sich jedoch auch ein Gedanke breit: was wäre denn, wenn dies EIGENTLICH auch ein Neuanfang wäre?