Individuelle Lebensgeschichten

relation

Im Augenblick weiß ich nicht, ob ich jemals noch einmal so schreiben kann wie zuvor!

Aber ich freue mich so sehr über all die lieben Nachrichten, die ich in der Zeit meiner Schweigsamkeit bekommen habe.

„Hey Dori,  muss ich mir Sorgen machen? Warum schreibst Du nicht? Wo bist Du?“

Danke, Ihr Lieben! Ich weiß es sehr zu schätzen. Ehrlich.

Ich war während der Sommerferien  fünf Wochen in einer psychosomatischen Rehamaßnahme auf Anraten von meinen Ärzten, und jetzt ist nichts ist mehr so, wie es vorher war.

Ich hätte besser auf mich selbst und meine innere Stimme gehört, die da sagte: Lass es sein!

Wie es mir geht, kann ich im Augenblick gar nicht sagen. Auf jeden Fall fühlt es sich für mich alles nicht gut an.

Ich bin nun seit 2 1/2 Wochen wieder zurück, und gestern war der erste Tag wo ich endlich dachte, jetzt komme ich langsam wieder in meine eigene Energie zurück.

Vielleicht war ich ganz einfach am falschen Ort zur falschen Zeit.

Aber etwas hat sich sehr wohl verändert:

ich habe einen ganz anderen Blickwinkel auf all die Menschen, die an dieser schlimmen Krankheit leiden: der Depression.

Und noch etwas Anderes hat sich geändert: ich bin absolut konfliktwillig und in keinster Weise mehr bereit, irgend etwas hinzunehmen, was mir nicht gut tut und was ich nicht möchte.

Ich habe in diesen fünf Wochen so sehr gekämpft, um meine Rechte als Mensch und als Patient, um mein Wohlergehen, und um meine Heilung, ich habe niemals damit gerechnet, dass mir all diese Dinge jemals wiederfahren würden.

Ich habe aber auch erkannt, dass es gerade im Gesundheitssystem in diesem „tollen“ Deutschland um nichts Anderes geht als um „Kohle“ und dass es ganz viele Schwachstellen gibt. Aber das findest Du erst heraus, wenn Du bedürftig bist und Hilfe brauchst.

Auch, wenn es mich jetzt erst einmal nicht sichtbar weitergebracht hat, und ich mich auch frustriert anhöre:

Ich bin für mich selbst eingestanden! Ich habe gekämpft wie eine Löwin für meine Rechte, und der Weg ist noch nicht zu Ende.

Und ich gebe nicht auf.

Ich lasse mir mein schönes Leben nicht von Strukturen wegnehmen, die mit individuellen Lebensgeschichten wie der meinen nicht umgehen können.