Auf jeden Fall nicht freiwillig!

Der heutige Tag war ein ganz spezieller. Für alle Astrologen: WELCHE STERNENKONSTELLATION HABEN WIR HIER??? HEUTE???

Vor vielen vielen Wochen hatte ich mich von meiner Hausärztin „breitschlagen“ lassen, eine gewisse Vorsorgeuntersuchung durchführen zu lassen. (schon an der Satzstellung wirst Du unschwerlich erkennen können, wie angenehm mir das war). Nachdem ich mich zuvor schon zwei Jahre strikt geweigert hatte. Was bei mir schon eine Ausnahme ist, denn als „gefallsüchtiger“ Mensch bin ich eigentlich nicht so klar in meinen Aussagen!

Na ja, lange Rede kurzer Sinn: in der vorigen Woche hatte ich das „Vorgespräch“ und gestern den „Vorbereitungstag“. Jeder, der sich mit „diesem Thema“ bereits beschäftigt hat weiß, wovon ich hier schreibe – ich möchte jetzt grad mal nicht ins Detail gehen!

Heute war also DER TAG X! Meine Tochter und der Mo sollen mich morgens abholen und zum Krankenhaus bringen, wo die Untersuchung stattfinden soll. Ich bin ganz früh aufgestanden, damit die Mila noch in Ruhe ihre Runde durchs Feld drehen kann. In der Wohnung ist es nach dem gestrigen Tag noch sehr schwül und ich beschließe, meiner Tochter ein Stück entgegenzugehen, nach dem Motto: frische Luft tut gut.

Die beiden lesen mich unterwegs auf, wir fahren los, alles ist perfekt und wir sind in der Zeit. Außer der Tatsache, dass ich das alles eigentlich nicht möchte und mich schon seit Tagen frage, warum ich mir das alles antue! Auf halber Strecke fällt mir dann ein: Hilfe, ich habe alle Unterlagen, die ich zu dieser Untersuchung mitbringen muss, zu Hause auf dem Wohnzimmertisch liegen lassen. Zusammen mit dem Ipod, welches mir meine Tochter kürzlich geschenkt hat (damit die Aufwachphase etwas kurzweiliger ist). Also drehen wir wieder um, „brettern“ in mein Dorf hinein, ich springe aus dem Auto, rase die Treppe hinauf in meine Wohnung, schnappe die Unterlagen (und ignoriere komplett meinen Hund – so soll man das ja machen – der in seinem Körbchen liegt und die Welt und Frauchen nicht mehr versteht) – rase die Treppen wieder runter und springe ins Auto meiner Tochter! Sie fährt aus der Ausfahrt wieder raus – in diesem Augenblick ruft die Klinik an und fragt ob ich etwas früher kommen kann – hallo ich komme aus Neuss das sind 15 Kilometer – und meine Tochter rammt mit ihrem Auto ein entgegenkommendes- UND: STILLE!

Das wars! Das Krankenhaus immer noch in der Leitung: Hallo, hallo, sind Sie noch dran? Der Mo blökt auf seinem Rücksitz, ich bin völlig neben der Spur, meine Tochter den Tränen nahe, sie ist 34 und hatte gerade ihren ersten Unfall, und ich sage in mein Handy:

Ich komme nicht  mehr. Auf jeden Fall nicht freiwillig! 

20 Gedanken zu „Auf jeden Fall nicht freiwillig!

  1. So manche Tage, liebe Dori, sollte man aus dem Kalender streichen. Ich hoffe, es ist nur ein wenig Blechschaden?
    Morgen ist ein neuer Tag, ein hoffentlich besserer, entspannterer und angenehmerer.
    Mach einfach einen neuen Termin 😉 .

    Liebe Grüße
    Anna-Lena

    • Ja, das stimmt liebe Anna-Lena, dieser Tag war wirklich zum Abgewöhnen, einen neuen Termin mache ich jetzt aber nicht mehr, sondern ich folge meiner Intuition und höre auf mein Bauchgefühl.
      Liebe Grüße nach Berlin von Dori

  2. Ach Du je Dori ;( das war ja alles andere als entspannt. Aber Du hast recht, gestern war eine sehr brisante Sternenkonstellation, die für allerlei Durcheinander gesorgt hat.
    Diese Vorsorgeuntersuchungen sind mir persönlich auch zu viel. Vor allem weiß ich von einigen Menschen, das sich vieles sehr kurzfristig bilden und auch wieder zurückbilden kann. Was in einer Momentaufnahme für die Ärzte schon wieder zur OP blasen lässt, mit dem drohenden Unterton, das könnte was Bösartiges sein, ist ein paar Tage später bereits wieder verschwunden. Mir geht die Panikmache ziemlich auf die Nerven. Aber das muß ja jeder mit sich selber ausmachen. Du wolltest offensichtlich auf keinen Fall hin, und Deine Tochter hat es dann mittels Unfall für Dich realisiert. Die Arme war sicher ziemlich geschockt. Ich hasse solche Tage. Aber auch die gehen wieder vorbei. Heute wird es wieder besser 🙂
    Liebe Grüsse
    Anita

    • Es war ihr erster Unfall liebe Anita, aber es ist nichts wirklich Schlimmes passiert. Außer dass wir hinterher in Neuss auf dem Markt sassen, schön gefrühstückt haben, und keiner von uns beiden hatte Geld dabei – gröhl!!!!!!!!!!!!! Das hatte ich auch noch nie. Ich hatte noch ein paar Münzen im Wert von 2 Euro in der Tasche, und sie und ich hatten beide unsere Geldbörse nicht mit – hihi. Das war aber auch nicht so schlimm, da die Leute sehr nett waren und meinten, wir sollten bei Gelegenheit vorbeikommen und bezahlen. Jetzt fahren wir heute Nachmittag noch einmal hin 😀
      Was diese Untersuchungen betrifft, das muss jeder wirklich mit sich selbst abmachen. Für mich ist das Thema jetzt durch, und ich werde ganz resolut nein sagen, wenn mich meine Ärztin noch einmal darauf anspricht. Ich wollte eigentlich gar nicht dorthin und meine Tochter hat dann den Riegel ganz davor geschoben, nachdem ich vorher schon die unterschriebenen Unterlagen vergessen hatte. Dann war noch den ganzen Tag mein Handy weg, ich hab’s aber gestern Abend dann wieder gefunden, Gottseidank!
      Da muss ja ordentlich was los gewesen sein im Universum 😉
      Liebe Grüße für einen schönen Tag, Dori

  3. Puh, was für ein Tag, liebste Dori. Und welch „gute“ Erkenntnisse Du daraus gezogen hast, klasse. Die Untersuchung sollte wohl wirklich nicht sein… Ich hoffe, Deine Tochter hat den Schock überwunden und das Auto ist schnell wieder in Ordnung. Du scheinst Deinen Humor nicht verloren zu haben, das ist schön… Eine liebe Umarmung, Andrea

    • Liebe Andrea, inzwischen ist alles wieder in okay, die Sonne scheint. In der Nacht hat es ein heftiges Gewitter gegeben und alles weggewaschen 🙂 Schön war auch die Erfahrung, irgendwo zu sitzen, etwas verzehrt zu haben und dann festzustellen, keiner von beiden hat Geld dabei – hihi!!!!
      Inzwischen ist auch dies beglichen!
      Ich wünsche Dir einen schönen Tag –
      Herzensgrüße von Dori

  4. Liebe Dori,

    manchmal gibt es im Leben einen Wink mit dem Zaunpfahl. Das kenne ich auch. Ich lag damals im Krankenhaus und sollte eine OP bekommen. Zur Vorsorge muss vor der OP noch eine Röntgenaufnahme gemacht werden. Als ich dran komme geht das Röntgengerät als ich auf dem Tisch liege kaputt… Ich habe die OP nie machen lassen und es geht mir heute super gut und das, was man mir raus nehmen wollte, habe ich heute und zwar voll funktionsfähig. Gott sei Dank – habe ich diesen Zaunpfahl beachtet und dann alles anders gemacht.

    Ich habe gelernt mich als Menschen ganzheitlich zu betrachten mit Körper Geist und Seele. Der Körper ist keine allein zu betrachtende „Maschine“, wie es die heutige Medizin gerne noch macht. Und auch da ist ein Wandel im Gange. Hoffen wir, dass die Medizin- und Pharmaindustrie mehr und mehr den Spruch beherzigt:

    The longest journey
    you will make
    is from
    your Head
    to your heart.

    Wenn mein Körper „ruft“, dann höre ich hin und frage meine Seele, was es zu ändern gilt.

    liebe Grüße, auch an deine Tochter und auch für sie
    MachDichGlücklich
    Thomas

    • Danke lieber Thomas, ja so ist das. Ich wundere mich ja auch immer noch, dass ich noch lebe 😉 denn die Onkologen haben mir seinerzeit das Allerschlimmste prophezeit. Sicherlich gibt es „Frühwarnsysteme“, die die meisten Menschen geflissentlich überhören, aber ich habe in diesem Fall bisher keins gehört und höre auch keins. Daher ist es für mich absolut okay, jetzt keinen neuen Termin mehr zu machen. Die Pharmaindustrie und oft auch die Ärzte „arbeiten“ ja auch sehr gerne mit den Ängsten der Menschen, und ich hätte da gar nicht erst drauf einsteigen sollen. Das war mein Fehler, sofern man es als solchen bezeichnen möchte.
      Meiner Tochter geht es inzwischen wieder gut, sie kann jetzt noch nicht die Sekunden nachvollziehen, in denen es passiert ist. Sie hat das Fahrzeug gesehen und ist ungebremst hineingefahren. Ich glaube das ist das, was sie am meisten umgeworfen hat. Gottseidank befanden sich beide Fahrzeuge in diesem Moment in der Anfahrgeschwindigkeit.
      Schön, dass Du hier warst. Sonnengrüße von Dori

  5. .. bitte nicht alles analysieren und überbewerten. Es gibt auch ganz einfach Zufälle. Natürlich muss jeder für sich selbst entscheiden, was er tut und was er lässt.
    Mein Mann und ich lassen die empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen machen. Aus einem ganz einfachen Grund : wir müssen uns selbst keine Vorwürfe machen, uns selbst nicht um uns gekümmert zu haben.
    Und auch die Angst vor diesen Untersuchungen (die man natürlich hat) ist unbegründet. Es ist nicht schlimm !! Am unbequemsten sind die „Vorbereitungen“.
    Aber jeder entscheide da selbst.

    Liebe Grüße
    Carina

    • Liebe Carina – lach!
      Am „unbequemsten“ waren wirklich die Vorbereitungen am Dienstag. Den ganzen Tag nichts gegessen – aber das war natürlich nicht das Schlimmste 😉
      Ich bin seit meiner Brustkrebserkrankung im Jahre 2007 5 Jahre in den Händen meiner Ärzte gewesen, und ich bin ganz bestimmt kein Gegner von irgendwelchen Vorsorgeuntersuchungen. Schließlich hat mir solch eine wahrscheinlich das Leben gerettet, im wahrsten Sinne des Wortes. Aber diese wollte ich von Anfang an nicht, habe immer wieder gezögert und Termine abgesagt, es ist jetzt einfach mal dieselbe innere Stimme, die mich auch „beraten“ hat, keine Chemotherapie zu machen, damals. Ob das richtig oder falsch war oder ist, das weiß ich nicht, aber ich glaube schon, denn sonst hätte ich dieses „sichere“ Gefühl doch nicht.
      Ich wünsche Dir einen schönen Tag, liebe Grüße von Dori

  6. Uuuppps!
    Da hast Du die ganze Entleerunggeschichte hinter dich gebracht und dann im letzten Moment abspringen. Denn – wenn Du hättest wirklich hinwollen, wärst Du trotzdem irgendwie hingekommen.
    Deine Entscheidung kann ich sehr gut verstehen, ich glaube ich wär da auch nicht hin. Aber wie du schreibst, das muss halt doch jeder für sich selbst entscheiden.
    Ich hoffe deine Tochter hat den Schock gut verkraftet und es wird nicht zu teuer.
    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende. ein Entspanntes vor allem.

  7. Ach, du lieber Himmel, liebste Dori!

    Es gibt Tage, die gibt es nicht, nicht einmal in einem schlechten Film… davon kann ich diesen Sommer bereits auch schon mit so einigem aufwarten… 🙁

    Ich hoffe, es ist nicht mehr passiert, auch wenn das im ersten Moment schon schlimm genug ist! Geht es euch allen gut?

    Es geht wieder bergauf,dafür muss es vorher auch mal bergab gehen…
    Es kommt alles, wie es kommen muss… wenigstens hast du dir die Untersuchungen erspart… 😉

    Ich denke fest an euch, wünsche euch,dass es allen gut und besser geht und drück dich!
    Elisabeth ♥

    • Danke liebste Elisabeth,
      ich habe hier gar nicht mehr mit einem Kommentar gerechnet 😉 daher die späte Antwort!
      Danke auch für die wunderschönen Fotos, Du bekommst noch eine separate E-Mail dazu.
      Fühl Dich ganz herzlich gedrückt, und alles Liebe für Dich und Deine Prinzessin
      von Dori

  8. Du liebe Zeit Dori,
    ich habe eine Menge verpasst bei Dir!!!
    Ich hoffe, ich habe bald wieder mehr Zeit für’s „Netz“!
    Alles Gute für Dich!

    Herzliche Grüße,
    Uta

  9. hallo du liebe

    uff ich weiß nicht, mit wem ich nun mehr mitgefühl hab: mit dir, die sich eh schon unfreiwilig zu sowas breitschlagen mußte (ich war erst bei einer untersuchung und es war nur harnprobe und bluttest und ws-röntgen, deswegen weiß ich nicht, was dir da blüht) oder mit deiner tochter. ich hoffe, ihr beide habt den schreck gut verdautund deine tochter hat noch genauso freude beim fahren.
    mußt du nun nochmal hin????
    alles liebe für euch
    babsi

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