Aufgaben

Welche Aufgaben hat eigentlich ein „Mr. President„?
Diese Frage stelle ich mir inzwischen tagtäglich!

Selbst auf „die Gefahr hin“, dass ich hierzu keine Kommentare bekomme (ich habe festgestellt, dass bei solch brisanten Themen die Kommentare oftmals ausbleiben), muss ich dies heute dennoch mal einstellen. Weil mich diese Frage beschäftigt.

Wir haben schon viele Präsidenten gehabt, zu den meisten von ihnen hatte ich überhaupt keine „Beziehung“. Sie waren zum Teil schon sehr alt, sie sagten mir nichts, sprich, ich hatte überhaupt keine Meinung.

Bei diesem hier – jung und repräsentativ – hatte ich die Hoffnung, er könne unser Land – Deutschland – welches in der Welt sehr ambivalent angesehen wird – doch eine positive Note geben.

Wie auch immer, was er getan hat, oder unterlassen hat, ist mir im Prinzip gleich. Was mich halt stört ist die Art und Weise, wie er mit den Vorwürfen umgeht. Wollen wir die Medien und das ganze Spektakel mal völlig außer Acht lassen. Hier geht es einzig und alleine um Authentizität. Und die fehlt mir – und zwar ganz gewaltig.

Was interessieren mich meine Worte von gestern? So könnte man/frau es verstehen. Wir selbst sind alle um Authentizität bemüht, wollen unsere Bestimmung und Lebensaufgabe finden, wir stehen zu den Fehlern, die wir machen, wir sagen: hey, sorry, tut mir Leid, mir ist das jetzt passiert, es kommt nicht wieder vor, HIER IST DIE GANZE WAHRHEIT!

Aber unsere Politiker wollen alle nur die M8, und die wollen sie dann für immer behalten. Ohne Rücksicht auf Verluste, ohne an das Volk, an uns, zu denken. Sicherlich gibt es da Ausnahmen, aber ehrlich, mir fällt jetzt grad keine so wirklich ein.

Ich fühle mich durch dieses ganze Verhalten -auch was die Medien betrifft – als Bürger abgewertet! Ich denke, die denken, wir sind alle doof und merken nix! Aber die meisten merken doch was, und TUN nichts. Weil jeder einzelne von uns denkt, er könne nichts verändern.

Aber wenn alle so denken würden: dann gäbe es auf diesem Planeten nicht eine einzige Veränderung mehr. Weder zum Guten noch zum Schlechten.

Zumindest könnten wir alle jetzt einmal sagen: Bis hierhin und nicht weiter! Es langt!

Das musste jetzt einfach mal gesagt werden!

Dear Mr. President,
Come take a walk with me.
Let’s pretend we’re just two people and
You’re not better than me.
I’d like to ask you some questions if we can speak honestly.

What do you feel when you see all the homeless on the street?
Who do you pray for at night before you go to sleep?
What do you feel when you look in the mirror?
Are you proud?

How do you sleep while the rest of us cry?
How do you dream when a mother has no chance to say goodbye?
How do you walk with your head held high?
Can you even look me in the eye
And tell me why?

Dear Mr. President,
Were you a lonely boy?
Are you a lonely boy?
Are you a lonely boy?
How can you say
No child is left behind?
We’re not dumb and we’re not blind.
They’re all sitting in your cells
While you pave the road to hell.

What kind of father would take his own daughter’s rights away?
And what kind of father might hate his own daughter if she were gay?
I can only imagine what the first lady has to say
You’ve come a long way from whiskey and cocaine.

How do you sleep while the rest of us cry?
How do you dream when a mother has no chance to say goodbye?
How do you walk with your head held high?
Can you even look me in the eye?

Let me tell you ‚bout hard work
Minimum wage with a baby on the way
Let me tell you ‚bout hard work
Rebuilding your house after the bombs took them away
Let me tell you ‚bout hard work
Building a bed out of a cardboard box
Let me tell you ‚bout hard work
Hard work
Hard work
You don’t know nothing ‚bout hard work
Hard work
Hard work
Oh

How do you sleep at night?
How do you walk with your head held high?
Dear Mr. President,
You’d never take a walk with me.
Would you?

13 Gedanken zu „Aufgaben

  1. Da rennst Du bei mir bekanntlich offene Türen ein liebe Dori. Der jetzige Präsident war und wird für mich nie ein ernst zu nehmender Politiker sein und schon gar kein Repräsentant für Deutschland. Er war eine Notlösung, nachdem Köhler der Kram hingeworfen hat, weil der sich nicht gängeln lassen wollte. Die Häme, die jetzt über Wulf ausgeschüttet wird, hat, so denke ich, sehr tiefe weitreichende Zusammenhänge, die aber eher in eine ganz andere Richtung gehen. Da hat jemand nach Dreck gesucht und natürlich auch welchen gefunden. Ich wette, das Du bei jedem beliebigen amtierenden deutschen Politker was finden kannst, wenn Du tief genug gräbst. Das was hier abgeht, sind amerikanische Methoden einem Land zu schaden, was nicht nach dessen Pfeife tanzt. Osira von Sternenlichter beleuchtet das politische Kasperletheater immer sehr treffend und nachvollziehbar. Unsere Politiker sind mir allesamt zu unstrukturiert und fremdbestimmt. Ernst nehmen kann ich das nicht. Aber es ist bedenklich, das so wenige Menschen sich trauen, das mal auszusprechen. Irgendwie klebt immer noch die Angst an vielen, mal aufzumucken. Man könnte ja falsch verstanden werden.
    Es kann nicht schaden, hin und wieder mal laut nachzudenken. Find ich gut von Dir.

    Ich wünsche dir ein sonniges Wochenende
    Anita

    • Liebste Anita,
      da hab ich doch noch einen Kommentar ergattert 🙂
      Ich bin wie Du der Meinung, dass hier ganz viel Dreck über eine bestimmte Person ausgeschüttet wird, die eh nix zu sagen hat in diesem Land.
      Alleine diese Tatsache finde ich schon bedauerlich, denn ich denke, ein Präsident SOLLTE ETWAS ZU SAGEN HABEN! Bei „uns“ ist es ja leider nicht so.
      Ich glaube, dass unserem Staat (Land) einfach aus bestimmten Gründen in der Welt – und in unserem Land – geschadet werden soll. Ich fühle mich sehr vehement abgelenkt von den wichtigen Dingen in Deutschland, in Europa und in der Welt. Da wird ganz krass Dreck über jemanden ausgeschüttet, die M8 der Medien ist unvorstellbar, aber, und jetzt kommt das Aber: ein integrer Präsident wird diese „Schwiergkeiten“ gar nicht erst haben.
      Die ganze Politik hierzulande bereitet mir inzwischen Magenschmerzen, kein Wunder, dass immer mehr Menschen auswandern – in meinem Umfeld doch schon so einige. Ich würd auch sofort gehen, wenn meine Kinder mitkommen würden 😉 Aber ich habe sie nach den „alten“ Werten erzogen, und jetzt muss ich mich nicht wundern, wenn sie daran festhalten wollen. So wie ich, vor wenigen Jahren noch!
      Liebe Sonnengrüße von Dori

  2. Ja, was soll ich dazu sagen, ich verfolge die wichtigen Sendungen in den Deutschen Sendern (ARD), Illner, Jauch, weil es mich interessiert. Wir hatten ja den Fall unseres Nationalbankpräsidenten Hildebrand, wo nach der Aufdeckung auch noch Zweifel aufkamen, weil der Angeschuldigte Beweise liefern sollte und nicht konnte. Dass unser Hr. Blocher den Sturz (und die Schmierenkomödie) mit seinen Beziehungen (Hochfinanz, Ex-Bundesrat, SVP) seit längerem vorbereitete, war auch klar, kann aber nicht bewiesen werden. Aber nach kurzer Zeit trat unser international geachteter und vernetzter Präsident zurück, weil er den Ruf der Nationalbank nicht schädigen wollte.
    Ich glaube, dass euer Präsident nicht glaubwürdig ist und dass er gar nicht in der Lage ist, nachzuvollziehen, was die Bürger von Ihrem Präsidenten eigentlich erwarten. Es braucht auch heute noch eine gewisse Ethik und Demut für ein solches Amt. Die Ethik und Demut steht nirgends festgeschrieben! Dass die Medien sich diesen vagen und z.T. schwammigen Aeusserungen mehr annehmen als nötig, ist auch klar, aber irgendwie verständlich. Ich wünsche Dir, liebe Dori, trotzdem ein schönes Wochenende und grüsse Dich aus dem heute sonnigen Aargau. Ernst.

    • Lieber Ernst,
      so stelle ich mir die Aufgaben eines Präsidenten unseres Landes auch vor. Für ihn sollten Ethik, Moral, Authentizität, Integrität, all die „alten“ Werte, an erster Stelle stehen. Mal abgesehen von der Hetzjagd der Medien glaube ich, dass unser jetziger Präsident diese Wertvorstellungen nicht als oberste Priorität ansieht. Ich fand schon die Wahl ganz typisch, erst im dritten Anlauf, und erst nachdem unsere Kanzlerin ein M8wort gesprochen hat, wurde er dann doch letztendlich gewählt. Wie demütigend, so empfand ich das, aber schon damals hatten wohl doch so einige ihre Zweifel.
      Ich bin gespannt, wie es weitergeht. Trotzdem – ich werde das Gefühl nicht los – dass wir hier alle abgelenkt werden sollen – von dem bevorstehenden Crash der Finanzmärkte, der m.E. nicht mehr aufgehalten werden kann.
      Hab ein schönes Wochenende,
      liebe Sonnengrüße von Dori

  3. Stimmt, über den Euro spricht im Moment kaum einer. Da gebe ich dir Recht, liebe Dori.
    Trotzdem, von diesem Präsidenten fühle ich mich nicht vertreten. Seit einiger Zeit denke ich über Werte nach, und das trifft dabei wie ein Hammer. Ich mag keine Schlammschlachten, aber so ein unehrliches Herumgeeiere auch nicht. Und das werde ich jetzt auch immer laut sagen.

    Liebe Grüße aus dem Spinnstübchen

    • Liebe Gudrun,
      dann sind wir ja immerhin schon zwei oder drei, hier auf meinem Blog.
      Ich fühle mich auch nicht vertreten, nicht nur von diesem Präsidenten nicht, auch nicht von der anderen!
      Schön, dass Du Deine Meinung hier kundgetan hast.
      Liebe Sonnengrüße von Dori

  4. Liebe Dori,

    ich halte es gerne mit Byron Katie, die schreibt, dass es drei Arten von Angelegenheiten gibt: Deine, meine und Gottes Angelegenheiten. In diesem Sinne interessiert es mich eigentlich nicht so sehr, was jemand tut, mit dem ich in meinem Leben nie direkt Kontakt haben werde.

    Eigentlich! Denn das, was da geschieht geht uns alle an. Du kennst ja inzwischen auch dieses Hartz-IV-Feeling. Da musst Du jeden Groschen rechtfertigen, der auf Deinem Konto im Haben verbucht wurde, während keiner fragt, wie Du die Schulden tilgst, die Du Dir in besseren Zeiten „gegönnt“ hast. Und wenn eine Mutter ihrem Kind die Klassenfahrt ermöglichen möchte, dann darf sie erst einmal einen komplexen, mehrseitigen Antrag stellen, den nicht einmal der in manchen Fällen unqualifizierte Mensch auf dem Amt versteht. Ganz davon zu schweigen, wie peinlich das ist.

    Andererseits ist es so, dass wenn der 52-jährige (!) Christian Wulff morgen als Staatsoberhaupt zurücktreten würde, WIR, die Steuerzahler ihm bis ans Lebensende fast 500.000 Euro pro Jahr bezahlen. Und das, ohne nach den immensen Nebenverdiensten zu fragen, die ein Mann mit seinem Hintergrund mit links einfährt. Allein, wenn er seine Erfahrungen in einem neuen Buch (Titelvorschlag: „Besser als die Wahrheit“) veröffentlichen würde, hätte sich das schon gelohnt. Denn das wäre sicher ein Bestseller bei allen, die längst gemerkt haben, dass Lügen so lange Beine haben, dass man getrost auf die anderen herabblicken kann. 😉

    Wir leisten uns ein Amt, von dem sehr viele nicht mehr wissen, wofür es wirklich gut ist – da bist Du wirklich nicht allein -, während überall Zuschüsse und Sozialleistungen gekürzt werden und die Beiträge für alles und jedes steigen. Das ist für mich der eigentliche Skandal, denn dass „die da oben“ keine Engel sind, wissen wir seit der Steinzeit. Obwohl: Dass sie sich auf unsere Kosten amüsieren, wissen wir eigentlich sogar noch länger, oder? (Ok, das war jetzt nicht fair. Die Politik arbeitet wirklich hart für unser aller Wohl.)

    Es ändert sich also scheinbar nichts. Sehen wir also zu, dass wir uns verändern. Dann besteht wenigstens der Hauch einer Chance, dass wir irgendwann über Blog-Beiträge wie diesen nur noch schmunzeln.

    Alles Liebe und einen schönen Sonntag,
    Dein Jürgen

    • Lieber Jürgen,
      irgend jemand – ich glaube es war Adenauer gewesen – hat einmal gesagt: es muss einen Ruck durch Deutschland geben. Den wünsche ich mir, aber nicht nur für Deutschland, sondern für die ganze Welt.
      Was Du über Hartz IV schreibst, das kenne ich von Bekannten sehr gut, und kann das nur bestätigen. Selbst eine Rückerstattung der Nebenkosten darfst Du nicht behalten, sondern musst sie zurückgeben, unfassbar, wie ich finde. Da hast Du sparsam gelebt, und dafür wirst Du auch noch bestraft. Ich würde die Heizung immer bis zum Anschlag aufdrehen 😀
      In der Regel beschäftige ich mich nicht wirklich mit der Politik, aber das hier ist mal wieder so ein Beispiel dafür, wie das System von Macht und Korruption funktioniert, und ehrlich, die 4 Jahre in der Bank haben mich für alle Zeiten diesbezüglich sensibel gemacht.
      Ich weiß selbst, dass ich mit solch einem kleinen Beitrag nichts bewegen kann, aber manchmal muss ich etwas sagen, sonst verschlucke ich mich!
      Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag,
      schön, dass Du hier warst.
      Liebe Grüße von Dori

  5. Hallo Dori,
    ich stimme dir da vollkommen zu und ja ich warte auch aus anderen Gründen „auf den Ruck“!!!
    Wulff hat sich durch den Umgang mit der ganzen Sache ganz alleine ins Aus manövriert! Und dadurch ist es fast unerheblich warum gerade jetzt die Sachen ausgegraben wurden. Sein rumlügen hat die ganze Sache so aufgebauscht!!

    Ich möchte zu dem dem ambivalenten Bild Deutschlands nur noch bemerken, dass es gar nicht so ambivalent und auch nicht so negativ ist, wenn du ernstzunehmende Kommentare und Äußerungen liest und hörst.

    Also lasst uns alle den Ruck anschieben, dann geschieht vielleicht etwas.

    Liebe Grüße
    Angelika

  6. Liebe Dori,

    nach einer „Überdosis Politik“ bzw. „Überdosis Einblick in Medien + Politik“, möchte ich inzwischen eigentlich einen riesengroßen Bogen um politische Beiträge machen. Bei all diesen Berichten frage ich nicht mehr, was und warum Christian Wulff getan oder nicht getan hat. Ich frage mich, wem der Rücktritt von Wulff nützen würde! Das sollte bei jeder Berichterstattung in unseren „Qualitätsmedien“ gefragt werden: „Cui bono?“ Wem nützt es?

    Vielleicht hilft es weiter, wenn man danach fragt, welche Gesetze Wulff nicht unterzeichnen möchte …

    Aber viel tiefer möchte ich meine Nase nicht mehr in solche Dinge stecken. Denn es ist so wie Jürgen oben schreibt: „Es ändert sich also scheinbar nichts. Sehen wir also zu, dass wir uns verändern. Dann besteht wenigstens der Hauch einer Chance, dass wir irgendwann über Blog-Beiträge wie diesen nur noch schmunzeln.“ So ist es.

    Liebe Grüße,
    Uta

    • Liebe Uta,
      meine „Aufregungen“ sind immer nur Momentsachen – und die müssen dann auch raus, sonst ersticke ich.
      Ich finde schon, dass wir unsere Meinung kundtun sollten, sonst sagt ja am Ende keiner was.
      Aber inzwischen höre ich schon gar nicht mehr hin oder mache mein Radio aus, ich habe mich kurz damit
      beschäftigt, und das reicht dann auch.
      Ich denke, die nächsten Wochen und Monate wird da noch einiges auf uns zukommen!
      Liebe sonnige Grüße von Dori

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