Was denn um Himmels willen?

Wie in jedem Jahr kam – so auch in diesem wieder – Weihnachten und kurz danach mein Geburtstag völlig überraschend. Und zack: plötzlich wird klar, ich bin jetzt Ü60. Oder 60+ wie das so schön heißt.

Meinen 60. Geburtstag habe ich noch voller Freude gefeiert, den 61. irgendwie gar nicht, und 62 ist jetzt auch keine Jahreszahl, die unbedingt Anlass zur Freude gibt. Obwohl….. man kann es auch aus einer anderen Perspektive betrachten. Nämlich voller Dankbarkeit! Es geht mir gut, ich bin gesund, habe ein Zuhause, in dem ich mich wohlfühle, einen kreativen Minijob, der Spass macht,  und genügend Freizeit um mir endlich einmal Gedanken um mein weiteres Fortschreiten auf diesem Lebensweg zu machen.

Weiterlesen

Wie immer……

Wie immer: Habe ich nicht vertraut.
Wie immer: Habe ich nicht geglaubt. Dass mir etwas Gutes widerfahren könnte.
Wie immer: kommt das Leben daher und belehrt mich eines Besseren.
Wie immer: in leztzter Sekunde!

1--729333-KLETTERKÜNSTLER-pixelio

Der einsame Steinbock – ganz oben auf der Höhe – nur 3 Grashalme zu fressen – so komme ich mir oftmals vor. Tja – bin nun mal Steinbock vom Sternzeichen her – und das Leben schickt mir immer wieder diese Herausforderungen.

Oft denke ich, das schaffe ich nicht, bin verzweifelt, habe keine Perspektive.

Und dann kommt das Leben daher und macht mir ein Geschenk!

Dankbar bin ich.

 

Bildquelle:

Rike  / pixelio.de

Auf einem guten Weg

Herbstspaziergang

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich mag den Herbst – eigentlich aber nur, wenn die Sonne scheint und ich die schönen bunt gefärbten Blätter und den speziellen Geruch im Wald wahrnehmen und genießen darf.

Nicht, wenn es dauer regnet und trübe und kalt und stürmisch ist.

Aber irgendwie ist dieser Herbst anders. Ich mag ihn auch bei nicht so gutem Wetter.

Vielleicht liegt das daran, dass nach diesem endlos erscheinenden Sommer der Stagnation nun wieder Bewegung in das Leben kommt, dass sich Dinge auftun, die lange im Verborgenen lagen, dass neue Tätigkeitsfelder in mein Leben „ploppen“.

Selbst die Tatsache, dass in cirka zwei Monaten Weihnachten ist, beängstigt mich nicht wie es das sonst tut.

Nein, ich habe nicht an mir gearbeitet und meine Sichtweise geändert, dass das jetzt so ist. Ich glaube nämlich, dass sich gewisse Vorlieben oder Abneigungen nicht einfach wegdenken oder wegstrukturieren lassen.

Ich glaube eher, dies könnte mit meiner Phase der Akzeptanz zusammenhängen. Ich habe einfach aufgehört, gegen alles zu kämpfen, was nicht so ist, wie ich es „geplant“ hatte. Für jemanden, der immer einen Plan B, C und/oder D in der Tasche hat, kein leichtes Unterfangen.

Ich bin auf einem guten Weg….

 

 

(pic: unknown)

Wenn etwas zu Ende geht…

ende

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn etwas zu Ende geht, dann werten Menschen sich gegenseitig ab. Ob ein Arbeitsverhältnis beendet wird, ein Mietverhältnis, eine Freundschaft oder eine Partnerschaft. Selbst wenn das Verhältnis bis dahin gut war, wird im Nachhinein schlecht geredet. Dies kann ich immer wieder feststellen, und es fasziniert mich.

Was haben die Menschen nur davon? Stehen sie dann selbst in einem besseren Licht da als der andere? Oder können sie es nicht ertragen, verlassen zu werden? Was am Ende bleibt ist ein bitterer Nachgeschmack. Und die Frage, ob man all die vielen Monate oder gar Jahre eine ganz falsche Wahrnehmung hatte. Man stellt sich selbst in Frage und überlegt, ob man seinen Gefühlen und Eindrücken überhaupt noch trauen kann.

Das passiert gerade mir. Plötzlich werden mir Vorwürfe gemacht, die ich überhaupt nicht nachvollziehen kann. Das Wörtchen „immer“ wird ganz oft eingesetzt. Immer hast Du das gemacht, „immer“ hast Du dieses nicht gemacht. Und ich frage mich, wo ich bei all diesen   „Immer“-Situationen gewesen bin, an die ich mich gar nicht erinnern kann.

Wie dem auch sei. Etwas ist unwiderruflich zu Ende. Ich hatte mir einen friedlichen Abschied gewünscht.

Der Weg des Herzens

 

 

 

 

 

 

Übermorgen ist der 12.12.12!!! Ist das nicht ein tolles Datum? Ich liebe solche Zahlen. In der nächsten Woche dann ist der lang ersehnte und auch gefürchtete 21.12.2012, das Ende des Maya-Kalenders. Vor wenigen Tagen meinte der Sprecher der Morgensendung im Radio: noch 7 Mal schlafen, dann ist Weltuntergang.

Nun ja, an den Untergang der Welt glaube ich schon seit vielen Jahren nicht. Ich glaube auch nicht daran, dass sich am 21.12.12 die Erde auftut und alle nicht „spirituellen“ Menschen hineinplumpsen und nie mehr gesehen werden. Und nur die „spirituellen“ Menschen bleiben hier und bauen eine neue, schönere und bessere Welt.So wird das mit Sicherheit nicht ablaufen.

Was habe ich für Diskussionen mit Menschen geführt, die sich 2012 auf ihre „spirituelle Fahne“ geschrieben haben. Ich bin für solche Dinge einfach viel zu bodenständig.

Trotz aller Bodenständigkeit, trotz meines Pragmatismus, Realismus und auch meines zeitweisen Pessimismus bin ich aber durchaus in der Lage, klar und deutlich die Veränderungen zu sehen da draußen. In meinem kleinen Kosmos und auch im großen.

Das letzte halbe Jahr war sehr anstrengend. Was bist Du mutig, haben viele zu mir gesagt und mir auch geschrieben. Und mich insgeheim bewundert oder aber nur den Kopf über mich geschüttelt so nach dem Motto, jetzt ist ihr gar nicht mehr zu helfen.

Weiterlesen

Ein Wimpernschlag

Ein Wimpernschlag.Ein Hochziehen Deiner Augenbraue.Eine leichte Drehung Deines Kopfes.Ein Schulterzucken.Eine plötzlich aufkommende Brise.Ein gesprochenes Wort.Ein gehörtes Lied.Der Flügelschlag eines Schmetterlings.

 

Niemals mehr damit gerechnet. Und doch: all dies kann Dein Leben von jetzt auf gleich in einem völlig neuen Licht präsentieren.

Es sind keine Zufälle, sagt ER. Es sind Fügungen. Und staunt.

Und auch ich staune. Habe diese Worte in der letzten Zeit so selten gehört – und schon gar nicht aus dem Munde eines Mannes. Wie WOHLTUEND!

Ein Blick nur – in diese lachenden Augen – und ich weiß: Fortan ist mein Leben ANDERS.

WIE? – KEINE AHNUNG. Das weiß das Universum ganz alleine. Denn die haben uns zusammengeführt – aber wie – das verrate ich jetzt erst einmal noch nicht 😉

Tja

Es gibt so Tja-Phasen! Ich denke mal, Ihr wisst was ich meine.

Ich sage jetzt mal TJA! Alleine dieses Wort! Gibt es das eigentlich auch in anderen Sprachen? Man kann so viel damit ausdrücken. Ja, also, tja………

Ich habe eine Tja-Phase! Seit dem Seminar Anfang voriger Woche. Seither habe ich zu nichts und niemandem eine Meinung mehr. Eigentlich (auch wieder solch ein Wort) – also eigentlich ist nichts Weltbewegendes passiert. Außer dass sich meine Welt bewegt hat.

Die zwei Tage waren wirklich kein Zuckerschlecken, und alle Teilnehmer haben ihr Äußerstes gegeben, geben müssen. Am Ende der beiden Tage wurden dann alle bewertet. Alle sind weiter gekommen, auch ich. Aber – so war das Urteil der Trainerin – mir fehlt es an Begeisterung, die kann ich nicht vermitteln. Die bringe ich einfach nicht rüber. Das war für mich ein Schock! Denn ich habe mich sehr wohl gefühlt bei allem was ich tat. Und mich als sehr begeisterungsfähig und begeistert empfunden, und die übrigen Teilnehmer auch (ich hoffe, sie haben es nicht nur so dahergesagt). Aber die Trainerin nicht.

Zutiefst demotiviert bin ich nach diesen zwei Tagen nach Hause gefahren, und voller Selbstzweifel. Nach drei Tagen – weil ich es nicht mehr aushalten konnte und weil ich mit diesem Druck nicht in das nächste Seminar gehen kann – unmöglich) habe ich mich dann mal „getraut“nachzufragen, wieso und warum so wenig von meiner Begeisterung rüberkommt.

Die Antwort war ganz simpel: ich frage nie etwas und ich wirke so, als ob ich über den Dingen stehen würde (und das gibt es ja nicht in Wirklichkeit, meinte die Trainerin).TJAAAAAAAAAAAAAAA – würde sie täglich die Ultramind-ESP-Methode anwenden, würde sie eventuell genauso rüberkommen. Aber ICH würde es dann erkennen können und NICHT als DESINTERESSE und MANGELNDE BEGEISTERUNG einstufen!

Ich habe mir eine komplette Woche lang den Kopf zermartert, ob ich weitermachen soll oder nicht. Denn wenn ich kein guter Coach sein kann, dann nutzt es ja nix. Niemandem, weder mir noch der Firma noch den Kunden. Ich nerve alle Menschen, allen voran die liebe Andrea, und will von jedem wissen, ob ich wirklich so unbegeistert bin. Niemand versteht wirklich, was ich meine.

Inzwischen weiß ich es mehr denn je: ich MACHE WEITER. Nicht nur wegen mir, sondern auch wegen der Menschen. Ich weiß wirklich in meinem Herzen, dass ich ein guter Coach sein werde.

Denn die, die immer nur mit dem erhobenen Zeigefinger vor uns stehen und uns vermitteln wollen, wie ungenügend wir sind, die brauchen wir doch schon lange nicht mehr. Ich zumindest kann drauf verzichten!

Und da kommt mir grad noch der folgende Spruch gelegen, den ich bei der lieben Elisabeth gefunden habe:

Das Verhalten eines Menschen mir gegenüber sagt immer etwas über ihn aus, nie über mich. Und die Art, wie ich emotional darauf reagiere, also das Gefühl, das dieses Verhalten in mir weckt, hat immer etwas mit mir zu tun und nie mit ihm.

~Safi Nidiaye~

 

Große Ereignisse

werfen ihre Schatten voraus.

Gestern Abend ist Ludmilla (so heißt die kleine Maus) mit anderen Hunden aus dem Tierheim Sierra Nevada Granada nach Deutschland gekommen. Auf einem Rastplatz wurde sie von der deutschen Pflegefamilie in Empfang und mit nach Hause genommen, noch spät am Abend erhielt ich einen Anruf und somit die detaillierte Beschreibung, wie alles „gelaufen“ ist.

Da meine Hündin in Euskirchen auf der Pflegestelle auf die Abholung durch mich wartet, besuchte mich heute eine andere Tierschützerin der Organisation Viva la Hund aus Grevenbroich bei mir zu Hause, um die „Örtlichkeiten“ zu betrachten und die „Vorkontrolle“ durchzuführen und um zu sehen, wie ich so lebe, damit der Hund es auch gut hat. Das ist die normale Vorgehensweise, die auf der HomePage von Viva la Hund auch detailliert beschrieben ist. Zufällig war die Dame eine frühere Arbeitskollegin von mir, und die Wiedersehensfreude war groß und es gab viel zu erzählen. Die „Vorkontrolle“ habe ich also bestanden, und nun steht dem Einzug von Ludmilla in ihr neues Zuhause nichts mehr im Wege.

Morgen gilt es noch jede Menge zu erledigen: Körbchen, Futternäpfe und Futter kaufen, eine Leine und Leckerlis, eine Hundedecke und ein Quietschespielzeug.

Ich bin gespannt, wie ich heute Nacht schlafe, habe schon die letzte Nacht stundenlang wach gelegen und dann letztendlich im Internet alles über Hundeerziehung, Hundepflege, Ernährung und was weiß ich gelesen 🙂

Ich werde berichten…..

Die Zuhörerin

Ich bin die Zuhörerin. Mein Leben lang schon. Es ist mir nur heute erst wirklich klar geworden.

Irgend etwas ist an mir, dass mir alle Menschen, die ich treffe, ihre Lebensgeschichte erzählen. Egal wer. Die Frau im Supermarkt an der Kasse, weil ich immer dort einkaufen gehe, na klar kennen wir uns. Aber nur „vom Sehen“, wie das so schön heisst. Also: sie sieht mich an, ich sehe sie an, und wir kennen uns vom „Sehen“.Und sie erzählt mir ALLES! Wie sie sich von ihrem Mann getrennt hat, wie sie dadurch 30 kg abgenommen hat, was mit ihren Kindern ist, wie sie alles geregelt und auf die Reihe bekommen hat, und ich denke: wieso ich????

Schon in der Schule war das so.  Ich habe das nur nie verstanden, ich wusste gar nicht, was „die“ von mir wollten. Ich wurde regelmässig zu den beliebtesten Klassenkameradinnen gewählt, und ich bin jedes Mal fast vom Glauben abgefallen. Ich habe überhaupt nicht begriffen, dass meine Stärke im Zuhören lag – und liegt!

Heute war wieder WW-Treffen, ich sitze da so alleine vor mich hin, nach dem Wiegen, habe immerhin in einer Woche stolze 100 g abgenommen (ich sag jetzt mal nix dazu), und eine Gruppenteilnehmerin setzt sich neben mich, am liebsten würde sie mich umarmen, ich merk das geradezu körperlich, und sie erzählt mir, wie ihr Vater gerade vor zwei Wochen gestorben ist und wie traurig sie ist und wie sehr ihre Mutter leidet und und und…. So ist das immer, ich kann hingehen, wo ich will, und jeder erzählt mir seine Lebensstory! Ich freue mich über all das Vertrauen, welches mir entgegengebracht wird, aber manchmal fühle ich mich immer noch unsicher und denke:

MEINEN DIE WIRKLICH MICH?

Bin ich ein wertvoller Mensch?

Machst Du Dir hin und wieder Gedanken darüber, ob Du ein wertvoller Mensch bist?
Gehörst Du zu den glücklichen Menschen, die von Geburt an ein gesundes Selbstwertgefühl haben oder bist Du eher – so wie ich – ein Selbstzweifler?
Vor allem, wenn Du das Gefühl hast, Du hast jetzt einen Fehler gemacht oder jemand lehnt Dich kategorisch ab?
Oder Du musst für Dich selbst einstehen und klare Position beziehen, auch wenn es zu Konflikten führt, fühlst Du Dich dann genauso unwohl wie ich? Mich wirft so etwas gleich völlig aus der Bahn und ich fühle mich tagelang unwohl.

Wie siehst Du Dich selbst? Und wie sehen Dich Deine Freunde, Deine Familie, Dein Umfeld, Deine Arbeitgeber?

Neulich las ich in einem Sachbuch diverse Zitate von Nathaniel Branden. Eins davon lautete:

“Von allen Urteilen, die wir im Leben fällen, ist keines so wichtig wie das, das wir über uns selbst fällen.”

Woher stammt eigentlich das Selbstbild, welches wir von uns selbst haben?
Wer hat uns das beigebracht? Ich denke, sehr stark werden wir in unserer Kindheit von unseren Eltern geprägt, oder von den Großeltern und anderen Erwachsenen, aber auch von den Erfahrungen, die wir in unserem Leben später machen. Daraus ergibt sich dann quasi eine Summe an Urteilen, die uns zu unserem Selbstwert führt – oder aber auch nicht.

Weiterlesen