Wunderschön

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der erste laue Abend seit langem. Ich sitze draußen und betrachte völlig fasziniert die wunderschönsten Wolkenformationen, die sich sekündlich ändern.

Ich bin DANKBAR. Eine schöne und anstrengende Zeit liegt hinter mir, mit vielen schönen Gefühlen und plötzlich neu entstandener Nähe zu Menschen, die mir am HERZEN liegen.

Eine schöne und aufregende und sicherlich auch anstrengende Zeit liegt vor mir, und auch dafür bin ich DANKBAR.

Ich geniesse die STILLE, die mich gerade jetzt umgibt, ich LIEBE sie. Ich brauche meine Zeit mit Menschen, und genauso brauche ich meine Zeit mit mir ALLEIN. Ist das in der Ausgewogenheit, dann bin ich glücklich. Viele können dies vielleicht nicht verstehen, aber KRAFT finde ich nur in der NATUR und in MIR! Nur dann kann ich sie weitergeben!

Ich wünsche Dir ein schönes, friedvolles und sonniges Wochenende – Dori 🙂

Zeit

 

 

 

 

 

 

Wie wichtig sind mir doch inzwischen Dinge für mein Leben, die ich mit Geld nicht kaufen kann.

Familienglück – steht an alleroberster Stelle.
Oder ist es doch die Zeit, die ich für mich selbst brauche?

Nach einer wunderschönen, aber auch sehr anstrengenden Woche mit Max und Moritz komme ich zu folgendem Ergebnis:

Ich ziehe den Hut vor all diesen jungen Frauen, die in der heutigen Zeit Kinder groß ziehen und dann auch noch einen Fulltime-Job haben. Es ist wirklich unglaublich, was da an Belastung dahinter steckt. Es ist ja nicht so wie „damals“, als die Frauen aufhörten zu arbeiten, zu Hause bei den Kindern blieben, während die Männer den Lebensunterhalt verdienen.

Heute ist beinahe jede Frau „gezwungen“, nach der Elternzeit wieder zu arbeiten, sei es, um Geld zu verdienen, oder aber aus dem einfachen Grunde, weil der Arbeitsplatz ansonsten weg ist. Ich kann alle diese Frauen verstehen, die hierauf nicht verzichten wollen oder können.

Hinzu kommen die schlaflosen Nächte, der permanente Schlafmangel, die ständige Höchstkonzentration, die mangelnde Kinderbetreuung in diesem Land, das alles geht unter die Haut und an die Substanz.

Was ich in dieser Woche über mich selbst herausgefunden habe 🙂 :

ich bin konsequent (nein heißt nein und ja heißt ja), immer noch ganz schön schnell unterwegs (wenn ein zweijähriger Kröbel sich auf dem Absatz rumdreht und stritzen geht, da kann die Omi aber ganz schön schnell werden), ich bin zuverlässig und stehe jeden Morgen um 7 Uhr parat, wenn der Kleine gebracht wird, habe immer noch nach all den Jahren dieses Kind in mir, welches spielen, singen, tanzen, springen, hüpfen und Spaß haben kann.

Und:
Ich brauche MEINE Zeit für mich. Ich bin nicht (mehr) bereit, Zeit, die ich für mich brauche, für meine persönlichen Dinge, für meine Ziele, für meine Wertigkeiten, zu vertun – womit auch immer. Die Zeit mit mir selbst, das AllEinSEIN (so schön das harmonische Leben in der Familie, in der Partnerschaft oder mit den Freunden auch sein kein), ist mein kostbarstes Gut.

Und daher schließe ich hier auch mit einem Zitat von Paulo Coelho und wünsche Euch allen genau solch ein wunderschönes und strahlendes Wochenende im Kreise von lieben Menschen, wie ich es vor mir habe:

Das Leben ist zu kurz – oder zu lang – als dass ich mir erlauben könnte, es zu vertun!

Max + Moritz = Doppeltes Glück

 

 

 

 

 

 

Großes Glück kommt manchmal auf ganz kleinen Füßchen angetappst 🙂

Für die nächsten drei Wochen habe ich einen neuen Fulltime-Job. Der kleine Max wird morgens zu mir gebracht, und abends wieder abgeholt. Der Kindergarten hat nämlich Ferien.

Gegen 10 Uhr fahren wir dann „rüber“ zum Moritz, und dann wird erst einmal gefrühstückt. Heute morgen haben wir schon ausgiebigst im Sandkasten gespielt, und vor dem Mittagsschläfchen musste der Sand erst einmal gründlichst entfernt werden.

Nachmittags geht es dann meist auf den Spielplatz, und es ist einfach wunderschön zu sehen, wie Kinder miteinander umgehen und spielen können. Davon könnten die Erwachsenen sehr viel lernen.

Gestern Abend wollte Mäxchen dann eigentlich gar nicht mit nach Hause, was ja für die Oma nicht wirklich ein schlechtes Zeichen ist.

Wir genießen unsere Tage und das schöne Traum-August-Wetter und wünschen Euch ebenfalls die allersonnigsten Zeiten:

Dori plus Max + Moritz 😀

Herbstgefühle

Heute Morgen um 6.

Über meinem Feld hinter dem Haus liegt dicker, schwerer Nebel. Dennoch versucht die Sonne, sich bei ihrem Aufgehen einen Weg durch die Wolken zu bahnen, faszinierend. Immer wieder schieben sich die Wolken davor, aber sie bleibt dran – bleibt „am Ball“, tut das, was sie tun muss, lässt sich nicht beirren.

Es ist kalt in der Wohnung, ich friere (was bei mir äußerst selten vorkommt 😉 ) und im Bad ist die Heizung an. Heute werde ich wohl zum ersten Mal, seit ich aus Ägypten zurück bin (Mitte April) wieder Strümpfe tragen, wenn ich gleich das Haus verlasse.

Nach einem total verregneten Sonntag – der irgendwie auch wieder schön war, weil tiefe Ruhe herrschte – verspricht der Wettermann im Radio Temperaturen bis zu 24 Grad Mitte der Woche. Aber irgendwie lässt mich das Gefühl nicht los, dass der Sommer vorbei ist. Zu lange ist es schon her, dass ich spätabends und nachts bei wärmsten Temperaturen unter meinem Baum
sitzen konnte.

Ich wünsche Dir einen schönen Wochenanfang, lass Deine innere Sonne scheinen und alles überstrahlen. Ich werde mich heute
bemühen, dasselbe zu tun 🙂

 

 

Wie die Zeit vergeht

 

 

 

 

 

 

 

 

Kinder, wie die Zeit vergeht – sagten meine Oma und die Tanten früher auf unseren Familienfeiern. Wir Kinder schauten dann erstaunt, denn wir hatten alle Zeit der Welt und fanden gar nicht, dass sie besonders schnell vergeht.

Heute ist das anders. Meine Zeit vergeht im Augenblick sehr schnell. Seit 4 Monaten arbeite ich nicht, und die Tage fliegen dahin mit Düsenjetgeschwindigkeit. Weil sie so ausgefüllt sind. Ich war in dieser Zeit in Ägypten und in Holland am Meer, die Wohnung ist frisch renoviert, der Keller ist entrümpelt, frühere Kontakte sind wieder aufgelebt und mein Leben ist bunt und fröhlich.

Morgens früh werde ich von selbst wach, springe aus dem Bett und freue mich auf den Tag. Das war in den letzten Jahren nicht so. Da klingelte morgens der Wecker und ich dachte: lieber Gott, bitte noch 5 Minuten. Oft habe ich wie gelähmt im Bett gelegen, unfähig aufzustehen, in Gedanken an den Tag, der vor mir liegen würde. Beinahe jeden Morgen kam ich zu spät zur Arbeit, dabei bin ich ein äußerst pünktlicher Mensch und eher früher als zu spät zur Stelle. Die Tage auf der Arbeit zogen sich dahin wie Kaugummi, und wenn ich dachte, 2 Stunden sind vergangen, dann waren es in Wirklichkeit 30 Minuten. Abends fuhr ich völlig erschlagen nach Hause und war manchmal nicht einmal in der Lage noch ein Telefonat zu führen.

Wie schwer sich das Leben doch anfühlt, wenn man unausgefüllt und unterfordert ist und Dinge tun muss, in denen man überhaupt keinen Sinn sieht, freudlos, unmotiviert, schwer fällig.

Ich hätte nicht geglaubt, dass es so lange dauern würde, runter zu kommen und sich selbst zu finden. An einem Wochentag auf meinem Balkon zu sitzen mit einem Buch oder einfach mal NICHTS zu tun bereitet mir immer noch ein schlechtes Gewissen, aber es wird langsam besser.

Ich wünsche Dir ausgefüllte Tage mit Arbeit, die Dir Freude bereitet – und einen guten Start in die neue Woche 🙂

Unter meinem Baum

Manchmal sitze ich einfach nur da! Und schaue ihn an!

Meinen Baum.

Wie er seine große und mächtige Krone ausbreitet, über mir.

Ich geniesse seine Schönheit und seine gute Energie und bin einfach nur dankbar dafür, dass es ihn gibt.

Er schützt mich im Sommer vor dem gleißenden Sonnenlicht, er spendet mir Schatten.

Ich kann dann stundenlang unter seinem Blätterdach sitzen, oder auf meiner Liege sein und lesen, oder auch ganz einfach gar nichts tun.

Selbst mein kleiner Mo ist völlig verzaubert von dem großen und schönen Baum. Er reckt sein kleines Ärmchen in die Höhe, ist fasziniert von den Blättern, die sich leise im Wind bewegen, oder heftig hin und her schlagen, wenn es mal wieder stürmt hier am Niederrhein.

Spät am Abend – in der Dämmerung – begeben sich die Vögel auf meinem Baum zur Nachtruhe, den Kopf unter einem Flügel verborgen lassen sie sich in den Schlaf wiegen. Manchmal nur eine Handbreit von mir entfernt. Das sind dann die besonderen Momente.

Mein Baum erinnert mich jeden Tag aufs Neue an meine tiefe Liebe zur Natur, und zu allem, was ist.

Ich wünsche Dir ein gesegnetes Pfingstfest – Dori 🙂

Morgenseiten

Ich renoviere. Das heißt, noch renoviere ich nicht, derzeit bin ich noch in der Aussortier- und Ausräumphase. Gestern Abend habe ich bis nach 10 Uhr gearbeitet, habe das Zimmer (Wohnzimmer) so weit ausgeräumt, wie ich das alleine konnte, das Geschirr und alles, was in den Schränken ist in Kartons verpackt, den Teppich aufgerollt, die Bilder abgehängt, und die Kaninchen sind umgezogen ins dritte Zimmer (sie sind total aufgeregt und müssen jetzt erst einmal ein paar Tage schnuppern und alles anstupsen).

Während der ganzen Aufräumerei sind mir auch einige College-Blocks in die Hände gefallen. Anfang 2009 habe ich begonnen, meine Morgenseiten zu schreiben. Angeregt durch das Buch von Julia Cameron, welches ich damals gelesen habe: Von der Kunst des Schreibens.

Du schreibst jeden Morgen nach dem Aufwachen Deine Gedanken auf – einfach so. Du musst dabei nichts beachten, nicht sortieren, es muss nicht besonders toll formuliert sein, Du musst einfach nur fliessen lassen. Und diese Seiten, die ich da gestern gelesen habe aus 2009 – wow! Vieles vieles ist inzwischen fester Bestandteil meines Lebens, einige meiner Wünsche sind in Erfüllung gegangen.

Diese Morgenseiten, die sind tatsächlich so etwas wie ein Zeitzeuge meines Lebens. Vielleicht ist Dir das nicht wichtig, mir ist es das aber schon. Gerade im Alltagsleben, wo jeder Tag dem anderen gleicht, morgens aufstehen, zur Arbeit fahren, abends wieder nach Hause, einkaufen, essen kochen, vielleicht noch etwas Nordic Walking oder Yoga, verschwimmt so vieles und purzelt einfach so aus dem Bewusstsein, auf Nimmerwiedersehen.

Es war schön, diese Seiten zu lesen, sie gaben mir ein warmes Gefühl der Geborgenheit. Selbst wenn ich vieles vergessen habe in dieser schnelllebigen Zeit mit all dem Berufs- und Freizeitstress, ich kann jederzeit über MICH nachlesen. Denn es steht dort schwarz auf weiß.

 

Eat Pray Love

Davids plötzlicher emotionaler Rückzug wäre wohl auch unter den günstigsten Umständen eine Katastrophe gewesen, da ich die liebevollste und liebeshungrigste Kreatur auf Erden bin (so etwas wie eine Kreuzung zwischen Golden Retriever und Klette). Ich war mutlos und abhängig und brauchte mehr Zuwendung als ein Arm voll zu früh geborener Drillinge. Sein Rückzug machte mich nur noch bedürftiger, und meine Bedürftigkeit liess ihn noch mehr zurückweichen, bis er bald vor meinen schluchzenden Appellen in Decken ging, Appellen wie Wo willst du hin? oder Was passiert nur mit uns?

Tatsache ist: Ich war süchtig nach David geworden, und nun, da seine Aufmerksamkeit nachließ, litt ich unter den leicht vorhersehbaren Folgen. Abhängigkeit ist das Kennzeichen jeder Liebesgeschichte, die auf Vernarrtheit basiert. Das Ganze beginnt, wenn das Objekt unserer Anbetung uns eine berauschende halluzigone Dosis einer Empfindung kosten lässt, die zu wünschen wir uns niemals einzugestehen wagten – einen Speedball aus stürmischer Liebe und heftiger Erregung.

Bald schon beginnt man sich mit der gierigen Besessenheit eines Junkies nach dieser intensiven Aufmerksamkeit zu verzehren. Wird einem die Droge vorenthalten, fühlt man sich sofort krank, verrückt und leer (ganz zu schweigen von dem Groll auf den Dealer, der diese Sucht zuallererst nährte, sich jetzt aber weigert, das Zeug herauszurücken).

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Licht und Schatten

Dies hat vor vielen vielen Jahren einmal jemand zu mir gesagt:

Hey, wenn Du keinen Schatten hast, dann stehst Du auch nicht im Licht!

Ich war über alle Maßen erstaunt, denn ich fand diese Sichtweise toll. Solche Gedanken hatte ich mir zuvor noch nie gemacht. Ich wollte doch immer so perfekt sein, schon als Kind, als kleines Mädchen wollte ich das sein. Für alle Menschen, vor allem für meine Eltern, denn dann bekam ich von ihnen das, was ich mir so sehr wünschte: Aufmerksamkeit, Anerkennung.

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