Zeit…..

Es fröstelt mich. Obwohl jetzt gerade die Sonne einmal herausgekommen ist. Seit dem vergangenen Samstag und dem Vollmond ist es viel zu kalt für diese Jahreszeit und es regnet und stürmt wie im tiefsten Herbst.

Mein Körper zeigt mir gerade Grenzen auf. Zuerst mit Rückenschmerzen, die schon seit Wochen andauern, die aber geflissentlich von mir ignoriert wurden und werden. Schließlich muss frau ja ihre Pflicht erfüllen, schön fleißig zur Arbeit gehen (wo ich im übrigen gerne hingehe), stark sein, darf keine Schwäche zeigen und vor allen Dingen auch nicht rum jammern – Jammern geht schließlich gar nicht. Das ist etwas für Schwächlinge.

Bis heute gings, jetzt ist aber mal gut. Gestern noch habe ich ernsthaft überlegt: was tue ich eigentlich wirklich für MICH? Gute Frage, herzlich wenig zur Zeit. Vor allem NEHME ICH MIR KEINE ZEIT, dabei wäre das überhaupt kein Problem, mir selbst ZEIT zu schenken und Dinge für mich tun, die mir gut tun und die mein Herz erwärmen.

Erkenntnis ist ja bekanntlich schon einmal der erste Schritt zur Besserung. Und so fahre ich gerade mein „System“ etwas herunter, habe mich krank gemeldet, alle Termine abgesagt, und werde heute spontan einen Fastentag einlegen. Und vielleicht endlich mal wieder ein Buch lesen, ohne bei der dritten Seite schon unruhig zu werden und zu überlegen, was als Nächstes dringend erledigt werden müsste.

Vor zwei Tagen habe ich angefangen, alte Fotos zu sortieren. Der Mo wollte ein Einschulungsfoto von seiner Mama sehen, und so haben wir beide in meiner Holzkiste gekramt, wo alte Fotos aufbewahrt werden. Was waren das noch für Zeiten! Wo Fotos in Fotoalben geklebt wurden oder in einer schönen Kiste landeten, wo man sie zu jederzeit wieder ansehen konnte. Heute sind alle Fotos auf dem Handy oder dem Laptop.

Unglaublich, was da alles wieder an Erinnerungen zum Vorschein kam, Dinge, die ich längst vergessen hatte, schöne Erinnerungen an vergangene Zeiten.

Und so haben der Mo und ich nicht nur Einschulungsfotos von seiner Mama gefunden, sondern auch von seiner Omi! Weiterlesen

Autumn Leaves

Die Blätter fallen schon! Obwohl wir erst den 19. September haben. Kommt mir das früher vor als sonst? Oder meine ich das nur?

Bei Andrea habe ich eben gelesen, dass übermorgen die Tag-und Nachtgleiche ist, wenn der Tag und die Nacht die gleiche Länge haben!

Gestern im Supermarkt vor mir an der Kasse stand ein Mann, der hat Federweißer eingekauft. Ich sage zu ihm: wie bitte, ist das schon wieder so weit? Ist die Zeit schon wieder da für all die herbstlichen Dinge? Ich sehe überall Herbstdekorationen, Herbstblumen, fallende Blätter, im Feld eben mit Fräulein Smilla war es sehr frisch.

Irgendwie habe ich den Sommer nicht gefühlt und gespürt in diesem Jahr, weder auf meiner Haut noch in meinem Herzen. Es wollte sich keine rechte Wärme einstellen. Und die wenigen warmen Tage, die wir hatten, haben hieran auch nichts ändern können.

Seit gestern Abend ist meine Heizung an, der Vorrat an Teelichten und Räucherstäbchen ist aufgefüllt, und Badezusätze stehen auch bereit für kalte Herbstabende!

Aber innerlich bin ich noch nicht wirklich bereit!

Jahrestag

Sie spielen „unser“ Lieblingslied, gerade jetzt, im Radio.
Normalerweise höre ich gar nicht hin, sondern freue mich lediglich,
es noch einmal zu hören, nach all den Jahren.

Aber gerade heute, an diesem besonderen Datum?
Heute halte ich inne, und da sind sie, die schönen Erinnerungen.
Sie tragen mich, ganz warm, ganz weich sind sie, und voller Liebe.

Hättest Du das damals gedacht? Dass wir uns nach beinahe zwei Jahrzehnten
der Trennung immer noch nicht vergessen haben, uns nicht vergessen können,
uns immer noch lieb haben?

Das, was wir hatten, miteinander, haben wir so nie wieder gefunden.
Wir haben gesucht und gesucht, aber es wollte sich nicht mehr finden lassen,
bis heute nicht.

Wir haben uns losgelassen und sind doch untrennbar verbunden – durch ein
unsichtbares Band, welches nur wir beide fühlen.

Heute vor 20 Jahren – weißt Du es auch noch?
Da haben wir uns ewige Liebe geschworen.

Und dieses Versprechen haben wir gehalten.
Obwohl…
Jeder von uns in einem anderen Leben,
fest verknüpft mit anderen Menschen,
auf verschiedenen Kontinenten.

One Moment in Time

Da sitze ich hier und schreibe, im Hintergrund läuft leise – wie meistens – mein Lieblingsradiosender – und da kommt die Meldung, dass sie gestern verstorben ist. Im Alter von nur 48 Jahren. Jetzt bin ich traurig.

Ihre Musik hat mich durch ein ganz wichtiges und schönes Kapitel meines Lebens begleitet. Ich war immer traurig in den letzten Jahren, wenn ich mal wieder eine Schreckensmeldung über sie gehört und gelesen habe. Eine wunderschöne und hoch talentierte Frau, aber wohl sehr sehr unglücklich? Oder nicht überlebensfähig?

Davon hatten wir ja die letzten Jahre viele, nicht nur weibliche Künstler, auch männliche, die plötzlich und unerwartet und oft aus unerklärlichen Gründen nicht mehr da sind. Ich möchte jetzt keine weiteren Namen nennen.

Offensichtlich sind viele Menschen doch sehr betroffen – so wie ich – denn der Radiosprecher sagt, es sind seit dem Tod von Michael Jackson nie wieder so viele Mails im Studio eingegangen wie heute morgen.

In Erinnerung an Whitney Houston: ONE MOMENT IN TIME!

 

Als ich noch jung war….

….wollte ich soooo gerne berühmt sein!

Ich wäre so gerne eine große Sängerin gewesen, oder eine unvergessene Schauspielerin, oder vielleicht sogar eine berühmte Buchautorin.

Ich bin niemals eine große Sängerin geworden, ich habe gar nicht die Stimme dazu. All die anderen Dinge waren auch nie wirklich spruchreif!  vielleicht schreibe ich deshalb seit 5 Jahren ein Blog?

That’s what friends are for!

Auf einer Bühne stehen, alle Menschen nehmen mich WAHR und JUBELN mir zu. Sie APPLAUDIEREN und HULDIGEN mir!
Was wäre das schön gewesen.

Ich wollte immer, dass man mich SIEHT. Dabei habe ich mich immer im HINTERSTEN WINKEL verkrochen, damit man mich gar nicht erst sieht 😉

Heute Abend sehe ich die Verleihung der Goldenen Kamera, und Dionne Warrick wird für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Und ich denke: wie schön – wenn man ein Lebenswerk hat.

Sie ist inzwischen eine weißhaarige alte Lady und trägt mit brüchiger Stimme noch einmal den Song vor, für den sie BERÜHMT wurde. Ich werde mich IMMER an sie erinnern.

Und dann frage ich mich: Wer wird sich jemals an MICH erinnern? Außer meinen Kindern und Enkelkindern?

Nichts ist für immer

FREIHEIT. Was bedeutet dieses wirklich „große Wort“ für Dich?

F R E I H E I T

Fühlst Du Dich frei oder hast Du das Gefühl, fremdbestimmt zu sein?
Tust Du Dinge, die Du in Wirklichkeit gar nicht tun möchtest, wozu Du Dich aber gezwungen oder verpflichtet fühlst?
Oder hast Du den absolut glücklichen Status, nur noch das machen zu können, was Du wirklich willst?

Ich habe viele Jahre meines Lebens geglaubt, Freitheit sei finanzieller Wohlstand und finanzielle Unabhängigkeit. Weil ich viele Jahre im absoluten Mangel gelebt habe, leben musste, aufgrund von äußeren Umständen, die jetzt hier nichts zur eigentlichen Sache tun. Ich habe immer gedacht, wenn ich genug Geld hätte, mir alles kaufen könnte, was ich mir wünsche, und all das tun könnte, was ich will, ohne Geldprobleme zu haben, dann wäre ich wirklich frei.

Weit gefehlt!

Seit dem Eintritt in das Arbeitsleben mit 19 Jahren hatte ich immer sogenannte sichere Arbeitsplätze gehabt, habe abschnittsweise sogar gut verdient. Trotzdem fühlte ich mich nie frei und hatte auch nie Geld, im Gegenteil, ich fühlte mich wie in Ketten gelegt oder wie in einen Schraubstock eingezwängt, ich fühlte mich IMMER im Mangel.

Kennst Du dieses Gefühl?

In der wenigen Freizeit, die ich hatte, verfügte ich letztendlich nicht mehr über die Kraft und über die Energie, Dinge zu tun, die mir Freude bereiten. Und letztendlich WUSSTE ich nicht einmal mehr, WAS mir Freude bereitet. Ich hatte meine Lebensfreude verloren, und fühlte mich über alle Maßen unfrei.

Wen wundert es da noch, dass sich Krankheiten einstellten, eine nach der nächsten? Mich nun nicht mehr!

Und nun? Ich bin seit Oktober 2011 arbeitslos, bekomme 60 % meines letzten Nettoeinkommens von der Agentur für Arbeit, was nicht wirklich viel ist. Wie kann das sein, dass ich mich nun nicht mehr im Mangel fühle? Ich bin selbst jeden Tag überrascht, wie wenig ich brauche, um mich glücklich zu fühlen.

Denn ich habe ZEIT! Inzwischen durfte ich lernen, dass das Wort FREIHEIT für mich persönlich nicht finanziellen Reichtum bedeutet, sondern ZEIT ZU HABEN FÜR MICH!

Ich bin für niemanden mehr verantwortlich, außer für mich selbst. Mutter, Kinder, Enkelkinder sind alle bestens versorgt und guter Dinge.

Ich laufe jeden Tag, nein ich GEHE, mit den Stöcken, und auch ohne, halte mein Gesicht in die Luft und in den Wind und bin fit wie ein Turnschuh. Auch das verstehe ich unter meiner neu gewonnenen FREIHEIT.
Was für eine schreckliche Nebenwirkung 😀

Und ja, ich fühle mich in der absoluten Fülle – mit nix an Geld – trotz all der finanziellen Herausforderungen, die sich immer wieder stellen, tagtäglich, die ich aber annehme. Ohne Panikgefühl wie früher, sondern in GELASSENHEIT.

Vielleicht liegt das an meiner Bereitschaft, alles loszulassen. Nichts ist für die Ewigkeit.

Und wenn der Tag kommt, dass ich meine Zeit (Freiheit) wieder anderweitig einsetzen möchte, dann werde ich das mit der ganzen Freude meines Herzens tun!

Fastenzeit

Welcher Monat eignet sich besser zum Fasten als der Januar? Die Feiertage im Dezember sind vorbei, das neue Jahr hat begonnen, die perfekte Zeit, um einiges loszulassen, nicht nur an Gewicht 😉

Ich habe die letzten 5 Tage „gefastet“. Nein nein, nicht was Ihr denkt. Gegessen habe ich schon, aber reduziert, nur Obst und Gemüse, kein Fleisch, und ein Mal am Tag eine warme Suppe.

Ich war 5 Tage nicht im Internet, habe weder TV gesehen noch Radio gehört, und auch keine Zeitungen gelesen. Ich habe mich ganz einfach mal von der Medienberichterstattung und der ganzen Berieselei zurückgezogen. Das hatte ich gar nicht geplant, das hat sich einfach so ergeben. Ich habe viel gelesen, meditiert, gute Musik gehört, und bin mit meinen Stöcken hier „durch meine Felder gelaufen“.

Und dabei haben sich solch wunderbare Nebenwirkungen eingestellt wie: ich rauche nicht mehr, ich habe gar kein Bedürfnis danach, ich bin komplett in meiner Mitte, und auf einmal sehe ich all die Dinge, die ich loslassen kann, die ich eigentlich überhaupt nicht für mein Leben benötige, an denen ich jedoch immer so festgehalten habe. Auch einige Menschen habe ich losgelassen, die ich für mein Glücklichsein und meine Zufriedenheit nicht brauche. Das heißt ja nicht, dass ich jetzt keinen Kontakt mehr haben werde, nur losgelassen halt.

Ich bin jetzt schon sehr reduziert und gespannt, was ich noch alles loslassen kann, denn ich werde dieses „Fasten“ noch bis zum Wochenende ausdehnen, weil es mir so gut tut. Das Bloggen soll mein einziger „Abstecher in die Außenwelt“ sein für eine Woche.

Es war jetzt einfach mal notwendig, Verhaltensmuster und Gewohnheiten zu be- und durchleuchten. Dinge, die man sein Leben lang getan hat, sind deshalb nicht unbedingt richtig. Einfach mal alles hinterfragen, sich selbst anschauen, sich selbst kritisch betrachten, nicht nur die anderen, Lebensziele neu stecken, das was ich mit 30 für erstrebenswert hielt, ist es heute mit 57 schon lange nicht mehr.

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass man erst loslassen kann, wenn man älter wird. Dass dies etwas mit Lebenszyklen zu tun hat. Als junger Mensch hast Du Ziele, beruflicher und privater Art, willst Dir ein bestimmtes Leben aufbauen und etwas erreichen. Als älterer – aber noch nicht so alter Mensch – kannst Du zurückschauen und Dich verändern, noch einmal neu beginnen. Darin liegt – wie ich finde – eine wundervolle Chance, und die möchte ich nutzen 🙂

Aufgaben

Welche Aufgaben hat eigentlich ein „Mr. President„?
Diese Frage stelle ich mir inzwischen tagtäglich!

Selbst auf „die Gefahr hin“, dass ich hierzu keine Kommentare bekomme (ich habe festgestellt, dass bei solch brisanten Themen die Kommentare oftmals ausbleiben), muss ich dies heute dennoch mal einstellen. Weil mich diese Frage beschäftigt.

Wir haben schon viele Präsidenten gehabt, zu den meisten von ihnen hatte ich überhaupt keine „Beziehung“. Sie waren zum Teil schon sehr alt, sie sagten mir nichts, sprich, ich hatte überhaupt keine Meinung.

Bei diesem hier – jung und repräsentativ – hatte ich die Hoffnung, er könne unser Land – Deutschland – welches in der Welt sehr ambivalent angesehen wird – doch eine positive Note geben.

Wie auch immer, was er getan hat, oder unterlassen hat, ist mir im Prinzip gleich. Was mich halt stört ist die Art und Weise, wie er mit den Vorwürfen umgeht. Wollen wir die Medien und das ganze Spektakel mal völlig außer Acht lassen. Hier geht es einzig und alleine um Authentizität. Und die fehlt mir – und zwar ganz gewaltig.

Was interessieren mich meine Worte von gestern? So könnte man/frau es verstehen. Wir selbst sind alle um Authentizität bemüht, wollen unsere Bestimmung und Lebensaufgabe finden, wir stehen zu den Fehlern, die wir machen, wir sagen: hey, sorry, tut mir Leid, mir ist das jetzt passiert, es kommt nicht wieder vor, HIER IST DIE GANZE WAHRHEIT!

Aber unsere Politiker wollen alle nur die M8, und die wollen sie dann für immer behalten. Ohne Rücksicht auf Verluste, ohne an das Volk, an uns, zu denken. Sicherlich gibt es da Ausnahmen, aber ehrlich, mir fällt jetzt grad keine so wirklich ein.

Ich fühle mich durch dieses ganze Verhalten -auch was die Medien betrifft – als Bürger abgewertet! Ich denke, die denken, wir sind alle doof und merken nix! Aber die meisten merken doch was, und TUN nichts. Weil jeder einzelne von uns denkt, er könne nichts verändern.

Aber wenn alle so denken würden: dann gäbe es auf diesem Planeten nicht eine einzige Veränderung mehr. Weder zum Guten noch zum Schlechten.

Zumindest könnten wir alle jetzt einmal sagen: Bis hierhin und nicht weiter! Es langt!

Das musste jetzt einfach mal gesagt werden!

Dear Mr. President,
Come take a walk with me.
Let’s pretend we’re just two people and
You’re not better than me.
I’d like to ask you some questions if we can speak honestly.

What do you feel when you see all the homeless on the street?
Who do you pray for at night before you go to sleep?
What do you feel when you look in the mirror?
Are you proud?

How do you sleep while the rest of us cry?
How do you dream when a mother has no chance to say goodbye?
How do you walk with your head held high?
Can you even look me in the eye
And tell me why?

Dear Mr. President,
Were you a lonely boy?
Are you a lonely boy?
Are you a lonely boy?
How can you say
No child is left behind?
We’re not dumb and we’re not blind.
They’re all sitting in your cells
While you pave the road to hell.

What kind of father would take his own daughter’s rights away?
And what kind of father might hate his own daughter if she were gay?
I can only imagine what the first lady has to say
You’ve come a long way from whiskey and cocaine.

How do you sleep while the rest of us cry?
How do you dream when a mother has no chance to say goodbye?
How do you walk with your head held high?
Can you even look me in the eye?

Let me tell you ‚bout hard work
Minimum wage with a baby on the way
Let me tell you ‚bout hard work
Rebuilding your house after the bombs took them away
Let me tell you ‚bout hard work
Building a bed out of a cardboard box
Let me tell you ‚bout hard work
Hard work
Hard work
You don’t know nothing ‚bout hard work
Hard work
Hard work
Oh

How do you sleep at night?
How do you walk with your head held high?
Dear Mr. President,
You’d never take a walk with me.
Would you?

Für mich soll’s rote Rosen regnen

Gestern Nacht – ganz spät – habe ich den Film „Hilde“ im TV gesehen – ich konnte wieder mal nicht schlafen. Heike Makatsch, die Hildegard Knef im Film verkörpert hat, mag ich sowieso sehr. Zwar war der Film teilweise etwas langatmig, aber supertoll gespielt von der Hauptdarstellerin. Vor allem ganz zum Schluß der Song: Für mich soll’s rote Rosen regnen – ich weiß nicht, wer ihn besser dargebracht hat: die Knef oder die Makatsch.

1968 – da war ich so 13 oder 14 – gab es kaum eine Show im Fernsehen, wo nicht Hildegard Knef mit diesem Song aufgetreten ist. Und jedes Mal umjubelt – von großem Beifall.

Ich schenke mir dieses Lied  heute – an meinem Geburtstag – und Dir – für das nächste Jahr – für 2012.

Für DICH SOLL ES ROTE ROSEN REGNEN.

Ich wünsche Dir ein frohes, friedliches und gesundes Neues Jahr 2012 – voller LICHT UND LIEBE!

Meine Weihnachtsgeschichte

 

 

 

 

 

 

 

 

Mein Vater liebte Musik über alles. Er hörte gerne klassische Musik, aber aufgewachsenen als Kinder sind mein Bruder und ich mit den Klängen von Glenn Miller und anderen amerikanischen Bigbands. Wahrscheinlich verband mein Vater mit dieser Musik auch  seine Erinnerungen an die Kriegs- und Nachkriegsjahre.

Er hatte eine große Plattensammlung, alles Schellack-Platten, und natürlich einen Plattenspieler, und an Weihnachten wurde pausenlos White Christmas von Bing Crosby gespielt. Ich hatte schon als kleiner Kröbel im Alter von 5 oder 6 Jahren bei diesem Lied Gänsehaut, und ich wollte es wieder und wieder hören, ich konnte nie genug davon bekommen.

Als ich etwas älter war, durften wir einmal vor Weihnachten unsere Lieblingsschallplatten mit in die Schule bringen, so ganz klar sind meine Erinnerungen hier nicht mehr. Ich weiß noch, dass ich die White Christmas Platte wie ein rohes Ei in die Schule trug, mein Vater hatte mir aufgetragen, ganz ganz vorsichtig zu sein, damit sie heil bliebt. Ich war so stolz, ich hatte mit diesem Lied einen ganz besonderen Schatz, wie ich meinte.

Irgendwann waren dann ich und mein Lieblingslied an der Reihe, ganz behutsam wollte ich die Platte zur Lehrerin an das Pult tragen, und dann passierte ES! Ich ließ sie fallen und sie zerbrach in tausend Stücke. Und für mich zerbrach eine Welt. Mein Lieblingslied, ich konnte es kaum glauben, für immer dahin, sollte ich es nie mehr hören können? Ich schluchzte dermaßen, die Lehrerin konnte mich nicht beruhigen und schickte mich nach Hause.

Völlig verzweifelt ging ich nach Hause, um meinem Vater die „Tragödie“ zu beichten, und hatte Angst vor den Konsequenzen, die sich normalerweise ergaben, wenn ich nicht „hörte“. Aber mein Vater nahm mich nur ganz feste in die Arme und tröstete mich, strich mir über den Kopf und sagte: das ist doch nicht so schlimm. Offenbar war meine Traurigkeit über den Verlust so groß, dass er gar nicht mit mir schimpfen konnte, sondern mich stattdessen nur beruhigte.

Das ist meine ganz persönliche Weihnachtsgeschichte mit einem Weihnachtslied. Immer, wenn ich White Christmas höre, muss ich an diese Begebenheit denken, die inzwischen ca. 50 Jahre zurückliegt.

Ich wünsche allen da draußen ein schönes, friedliches und liebevolles Weihnachtsfest. Ich bin froh, dass alle bei mir sind, die ich liebe, und wünsche allen, die in diesem Jahr einen geliebten Menschen verloren haben, viel Kraft und viel Stärke. Das erste Weihnachten danach ist immer das schlimmste.

FROHE WEIHNACHTEN!