Loslassen

Loslassen erfordert Mut, aber wir sollten dies nicht als Ende, sondern als Anfang betrachten.

gelesen bei Gedankenwelt

2016 war mein Loslassjahr. Ich musste vieles loslassen – Freunde bzw. Freundinnen, Familienmitglieder, und letztendlich vor einigen Wochen einen geliebten Hund. Das meiste geschah ungewollt, einiges aber auch bewußt gewollt.

Freiwillig lässt man sicherlich nicht gerne andere Menschen aus seinem Leben gehen – es sei denn, man wurde verletzt und trifft die Entscheidung, den anderen gehen zu lassen, der einem nicht gut tut.

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Ein warmes Herz

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Mein Blog – auf dem ich zugegebenermaßen in der letzten Zeit nicht so oft unterwegs bin – heißt ja „Leben ist… Bewegung und Wandel.“

Es wandelt sich im Augenblick wieder einmal so viel, aber es bewegt sich nichts. Kennst Du das auch? Alles ist angeleiert, alles ist von meiner Seite aus getan, und es hängt. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass jetzt schon Ende des Jahres ist und alle in den Herbst-/Winterschlaf gegangen sind. Es fühlt sich alles so zäh an.

Oder ist das wieder einmal nur meine eigene Wahrnehmung?

Ich habe heute morgen nach dem Aufwachen beschlossen, es komplett loszulassen. Nicht mehr daran zu denken, mir nicht ständig den Kopf zu zermartern, wie es nun weitergehen wird mit mir. Jeden Tag mit all seinen Herausforderungen so anzunehmen, wie er nun einmal ist. Das Leben ist derzeit kein Ponyhof, aber es ist trotzdem schön, so wie es ist.

Gerade gestern Abend habe ich noch zu meiner Reha-Mitstreiterin – die in Hamburg lebt – die Worte meiner Freundin Gaba wiederholt:

Nichts in unserem Leben geschieht umsonst. Auch wenn man die Bedeutung manchmal auf den ersten Blick nicht erkennen kann.

Und da kommen mir die Beiträge von Elisabeth und Andrea gerade im rechten Augenblick, denn das wünsche ich mir – und auch Dir – von ganzem Herzen!

WAS ICH DIR WÜNSCHE

Ich wünsche dir ein warmes Herz und darin eine Nachtigall.
Ich wünsche dir einen Himmel voller Sonne und singender Vögel.
Ich wünsche dir starke Hände, um zu tragen;
Und offene Arme, um zu lieben,
Ich wünsche dir von Zeit zu Zeit einen warmen Sessel, um einzuschlafen.
Ich wünsche dir ein Jahr , wo du sagen willst, es möge viele Jahre dauern.

Phil Bosmans

Zuhause

5.6.2013 016

„Mensch, mach doch endlich mal was aus Deinem Leben“, sagt er zu mir am Telefon. „Du hast doch nur ein paar Möbel, was soll das denn. Geh doch endlich weg aus diesem blöden Deutschland und mach was aus Deinem Leben“.

Ich verstehe ihn nicht. Was will er bloß von mir? Ich bin mit meinem Leben sehr zufrieden. Ich will aus Deutschland nicht weg. Ich liebe mein Heimatland, ich bin hier gerne zu Hause. Damit meine ich nicht die Politik und viele äußerlichen, materiellen Aspekte. Ich meine dieses LAND. Meine Wurzeln sind hier, hier ist mein Zuhause, meine Menschen sind hier, mein Rudel. Warum sollte ich von hier fortgehen wollen?

Ich frage ihn: „Was meinst Du denn damit?“ Er ist gerade wieder über den Sommer hier in Deutschland und findet alles doof. Das Wetter (na ja, damit hat er nicht ganz Unrecht), die Menschen, die Regierung, das ganze System, einfach alles. Ich frage ihn, ob da, wo er sonst lebt, denn alles viel besser sei. Ja viel viel besser, antwortet er. Da scheint immer die Sonne, alle Menschen sind fröhlich und gut drauf, und dort ginge es ihm immer super gut. Nur wenn er nach Deutschland komme, dann ginge es ihm sofort schlecht. Auf meinen Einwand, er sei doch nur ein Gast in diesem Land, lebe in einer Kolonie aus Deutschen, Engländern und Schweizern, geht er gar nicht ein. So festgefahren ist er in seinen Äußerungen, dass ich diesen Menschen, der einmal mein bester Freund war, gar nicht mehr wiedererkenne.

Was sind denn schon Kinder und Enkelkinder, fragt er. Auf die kannst Du doch keine Rücksicht nehmen, die gehen doch ihre eigenen Wege, und am Ende des Tages bist Du ganz alleine. Und außerdem reicht es doch, wenn Du sie einmal im Jahr siehst.

Ähhhhm – mir nicht. Ich brauche mein „Rudel“, um mich wohl zu fühlen, möchte mit erleben, wie meine Enkelkinder groß werden, ohne dass sie der Mittelpunkt meines Lebens sind, aber immerhin ein sehr wichtiger Bestandteil. All dies kann er überhaupt nicht nachvollziehen und beendet das Gespräch dann ziemlich abrupt, und ich höre durch das Telefon, wie er den Kopf schüttelt über diese eigensinnige Frau, die unbedingt in diesem Deutschland bleiben will. Auf seine Aussage, wir können uns ja demnächst mal treffen, gehe ich gar nicht ein, denn ich weiß, er wird sich nicht mehr melden. Zu viel Missstimmung lag zwischen uns am Ende des Gespräches, und so fällt die Verabschiedung auch sehr kurz aus.

Schade. Leben und leben lassen, das ist meine Devise. Jeder soll aus seinem Leben das machen, was er meint, und sich selbst glücklich machen. Jeder soll seinen eigenen Weg gehen, etwas Anderes führt zu nichts, allenfalls in Krankheiten und andere Katastrophen. Wenn ich etwas gelernt habe, dann dies.

Menschen kommen und gehen in meinem Leben, da habe ich mich inzwischen dran gewöhnt. Ich vergleiche ja immer noch das Leben mit einer Bahnreise. Ich sitze mit vielen Menschen in einem Abteil. An jedem Bahnhof, wo der Zug hält, steigen Menschen zu, und es steigen Menschen aus. Irgendwann, am Ende der Reise, stehe ich dann selbst mit dem Koffer auf dem Bahnsteig, und sehe dem Zug hinterher, der mich bis an mein Ziel gebracht hat……

Das Innere Lächeln

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Gestern nachmittag sitze ich im Garten meiner Tochter, die Kaninchen, die ich während ihres Urlaubes füttere, hoppeln im Gehege auf dem Rasen herum, und ich blättere in einer Frauenzeitschrift, die sie im Abonnement erhält (die ich „früher“ übrigens auch im Abonnement bekommen habe).

Und pling – da ist ein Artikel, der mich sofort in seinen Bann zieht (obwohl ansonsten nicht so wirklich viele interessante Dinge enthalten sind in dieser Zeitschrift).

Es geht um RADIKALE SELBSTFÜRSORGE!

Ich stutze. Wow. Das liest sich jetzt erst einmal etwas aggressiv. Wobei ich aber sofort eine Ahnung von dem bekomme, was gemeint ist.

Ich lese weiter. Da steht unter anderem:

Ich nehme mich selbst jederzeit ernst und bin es wert, gemocht zu werden.

Und dann noch:

Man kann gar nichts Besseres tun, als sich um sich selbst zu kümmern und dafür Sorge zu tragen, dass man glücklich ist. Dann muss niemand anderer mein Unglück ausbaden.

Toll. Genau das passiert nämlich gerade mit mir. Ich SORGE MICH. Ja! Ich sorge FÜR MICH. Ich! Zum ersten Mal in meinem Leben. Es  ist niemand da, FÜR oder UM den ich mich SORGEN könnte. „Nur“ ich selbst. Ohhhh, ich habe wochenlang mit diesem Thema gehadert. Neben all der Trauerarbeit dachte ich unentwegt über ein neues Projekt nach, mit dem ich meine innere Leere füllen könnte. Es tat sich absolut nichts auf am Horizont, kein neuer „Pflegefall“, der in mein Leben treten wollte. Adieu Helfersyndrom.

Ich habe eine neue Aufgabe. Die lautet: ich SORGE FÜR MICH! Und zwar auf allen Ebenen. Wie schön Thomas letzter Kommentar hierzu passt.

Im Augenblick ist nicht die Zeit für Entscheidungen. Im Augenblick ist die Zeit für Heilung. Und für neue Impulse. Denn die benötige ich dringend.

Auf Rat von der lieben Gaba tue ich jeden Tag folgendes:

  • Ich gehe jeden Tag an einen Ort oder an einen Platz, an dem ich vorher noch nie war.
  • Ich tue jeden Tag etwas, was ich zuvor noch nie getan habe.
  • Und ich lese jeden Tag etwas, was ich sonst nie lesen würde.

Es ist spannend zu erleben, wie sich jetzt gerade alles verändert, innerhalb kürzester Zeit. Es macht sich innerlich ein Gefühl breit, ausgehend von meinem Herzen. Ich würde es nicht Glücksgefühl nennen. Aber ich würde es durchaus als INNERES LÄCHELN bezeichnen wollen.

Der Weg des Herzens

 

 

 

 

 

 

Übermorgen ist der 12.12.12!!! Ist das nicht ein tolles Datum? Ich liebe solche Zahlen. In der nächsten Woche dann ist der lang ersehnte und auch gefürchtete 21.12.2012, das Ende des Maya-Kalenders. Vor wenigen Tagen meinte der Sprecher der Morgensendung im Radio: noch 7 Mal schlafen, dann ist Weltuntergang.

Nun ja, an den Untergang der Welt glaube ich schon seit vielen Jahren nicht. Ich glaube auch nicht daran, dass sich am 21.12.12 die Erde auftut und alle nicht „spirituellen“ Menschen hineinplumpsen und nie mehr gesehen werden. Und nur die „spirituellen“ Menschen bleiben hier und bauen eine neue, schönere und bessere Welt.So wird das mit Sicherheit nicht ablaufen.

Was habe ich für Diskussionen mit Menschen geführt, die sich 2012 auf ihre „spirituelle Fahne“ geschrieben haben. Ich bin für solche Dinge einfach viel zu bodenständig.

Trotz aller Bodenständigkeit, trotz meines Pragmatismus, Realismus und auch meines zeitweisen Pessimismus bin ich aber durchaus in der Lage, klar und deutlich die Veränderungen zu sehen da draußen. In meinem kleinen Kosmos und auch im großen.

Das letzte halbe Jahr war sehr anstrengend. Was bist Du mutig, haben viele zu mir gesagt und mir auch geschrieben. Und mich insgeheim bewundert oder aber nur den Kopf über mich geschüttelt so nach dem Motto, jetzt ist ihr gar nicht mehr zu helfen.

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Es interessiert mich nicht

Im August 2009 habe ich schon einmal diese Zeilen gepostet – auf meinem „alten“ Chakrablog. Seit ich das Buch von Oriah Mountain Dreamer 2006 gelesen habe, bin ich von diesen Worten tief berührt – es stellte sogar Parallelen zwischen ihrem und meinem Schicksal damals fest. Seither versuche ich, Menschen nicht mehr zu beWERTEN, wie ich das früher oft getan habe. Aber es gelingt mir nicht immer, das weiß ich.

Es wird immer bedeutsamer für mich, gerade im Hier und im Jetzt und Heute. Nicht beWERTET zu werden, und nicht zu beWERTEN.

Meine Freundin fragt mich: wie alt ist er? Weiß ich nicht.
Welches Auto fährt er? Ist mir doch egal.
Wie heißt die Firma, in der er arbeitet? Keine Ahnung.

Ist das alles wirklich so wichtig? Oder ist es vielmehr die Art und Weise, wie ich mich bei anderen Menschen fühle, die für mich ausschlaggebend ist?

Daher hier noch einmal:

Die Einladung

Es interessiert mich nicht, wovon Du Deinen Lebensunterhalt bestreitest.
Ich möchte wissen, wonach Du Dich sehnst und ob Du es wagst,
davon zu träumen, Deine Herzenswünsche zu erfüllen.

Es interessiert mich nicht, wie alt Du bist.
Ich möchte wissen, ob Du es riskieren wirst,
verrückt vor Liebe zu sein, vernarrt in Deine Träume,
in das Abenteuer, lebendig zu sein.

Es interessiert mich nicht, welche Planeten in welcher Konstellation zu Deinem Mond stehen.
Ich möchte wissen, ob Du die Mitte Deines Leids berührt hast,
ob Du durch Verrat, den Du im Leben erfahren hast,
aufgebrochen und offen geworden
oder geschrumpft bist und Dich verschlossen hast vor Angst und weiterem Schmerz.

Ich möchte wissen, ob Du dasitzen kannst mit Schmerz
– meinem oder Deinem eigenen –
ohne irgendeine Bewegung der Ausflucht,
ohne den Schmerz zu verbergen, ohne ihn verschwinden zu lassen, ohne ihn festzuhalten.

Ich möchte wissen, ob Du mit Freude dasein kannst
– meiner oder Deiner eigenen –
ob Du mit Wildheit tanzen und zulassen kannst,
daß Ekstase Dich erfüllt bis in die Fingerspitzen und Zehen hinein,
ohne jene Vorsicht, in der du dich in acht nimmst,
realistisch bist und dich an die Begrenzung des Menschendaseins erinnerst.

Es interessiert mich nicht, ob die Geschichte, die Du mir erzählst, wahr ist.
Ich möchte wissen, ob Du jemanden enttäuschen kannst, um zu Dir selbst ehrlich zu sein,
ob Du es erträgst, daß Dir deshalb jemand Vorwürfe macht
und Du trotzdem Deine eigene Seele nicht verrätst.
Ich möchte wissen, ob Du treu sein kannst und zuverlässig.

Ich möchte wissen, ob Du Schönheit sehen kannst, auch dann, wenn es nicht jeden Tag schön ist
und ob Du in Deinem Leben einen göttlichen Funken spürst.
Ich möchte wissen, ob Du mit Mißerfolg leben kannst
– mit Deinem und meinem –
und immer noch am Ufer eines Sees stehen und “Ja“ zum Vollmond rufen kannst.

Es interessiert mich nicht, wo Du lebst oder wieviel Geld Du hast.
Ich möchte wissen, ob Du nach einer kummervollen Nacht voller Verzweiflung aufstehen kannst
–ausgelaugt und mit Schmerzen –
und trotzdem tust, was getan werden muß für Deine Kinder oder andere Menschen.

Es interessiert mich nicht, welche Schulausbildung Du hast oder wo und bei wem Du studiert hast.
Ich möchte wissen, ob Du mit mir in der Mitte des Feuers stehen und nicht zurückschrecken wirst.
Ich möchte wissen, was Dich von innen aufrecht erhält, wenn alles andere wegfällt.

Ich möchte wissen, ob Du mit Dir selbst alleine sein kannst
und ob Du wirklich die Leute magst, mit denen Du Dich in Zeiten der Leere umgibst.

Oriah Mountain Dreamer (im Mai 1994, http://www.oriahmountaindreamer.com)

Die „Blaue Stunde“

Blaue Stunde ist heute vor allem ein poetischer Begriff für die Zeit der Dämmerung zwischen Sonnenuntergang und nächtlicher Dunkelheit sowie für die Zeit kurz vor Sonnenaufgang. Während dieser Zeit besitzt der tiefblaue Himmel in etwa dieselbe Helligkeit wie das künstliche Licht von Gebäude- und Straßenbeleuchtungen. Das Blau des Himmels hat aber auch eine andere physikalische Ursache als bei Tage und hat damit auch eine andere spektrale Zusammensetzung.

23. Oktober 2012 – 18:45 Uhr – die blaue Stunde!

Ich sitze hier, streichele meinen Hund, und schaue hinaus. Dieses blaugraue Licht – die sogenannte blaue Stunde – hat mich schon immer fasziniert – und berührt. Der Tag geht langsam über in die Nacht, alles ist in blaugraues Licht getaucht, alles sieht irgendwie schön aus, und ich feiere Abschied.

Am Wochenende wird die Uhr wieder umgestellt, und all diejenigen, die mich hier schon länger kennen wissen, das ist dann nicht meine Zeit!

Der Baum vor meinem Fenster hat schon jede Menge Blätter abgeworfen, immerhin sind aber noch so viele dran, dass die Menschen aus dem Haus vis-à-vis noch nicht hineinschauen können, in mein Wohnzimmer.

Ich hatte einen sehr schönen Tag. Der Dienstag ist mein einziger freier Tag, ich habe keinerlei Termine, arbeite nichts, und ich kann ihn so gestalten, wie ich es möchte. Diesen Luxus kann ich mir gönnten, und es ist zugegebenermaßen auch einer der ganz wenigen Vorteile der Arbeitslosigkeit, in der ich mich ja immer noch befinde.

Ich war heute sehr viel draußen, habe die letzten schönen Oktobersonnenstrahlen und meine Spaziergänge mit Mila genossen. Seit die Mila bei mir ist (seit dem 9.7.12) gehe ich noch lieber raus als zuvor. Allerdings nicht mehr mit meinen Nordic Walking Stöcken, davor hat sie nämlich riesengroße Angst.

Vor ein paar Tagen kam uns beim Spaziergang eine Familie entgegen. Der Vater und die beiden Kinder hatten Stöcke in der Hand und „kämpften“ irgendwie miteineinder. Die Mila ist sofort unter das nächste parkende Auton geflüchtet und wollte nie wieder hervor kommen. Die Leuten waren so unsensibel und haben sich über meinen Hund „schlapp gelacht“. Aber sie können ja nicht wissen, dass dieser Hund bereits ein Vorleben hatte, auf den Straßen Spaniens, und nicht nur gute Erfahrungen gemacht hat, eher das Gegenteil.

Ich kann mir immer weniger vorstellen, Urlaub in Ländern zu machen, wo Tiere mißhandelt werden. Bislang war ich nie „aktiver“ Tierschützer. Aber seit die Ludmila bei mir ist, ändert sich meine Sichtweise auf so vieles.

Menschen, die Tiere nicht respektieren, können definitiv nicht mehr in meinem Leben sein!

Ich esse kaum noch Fleisch, mir bleibt einfach oftmals der Bissen im Halse stecken bei dem Gedanken, was die Tiere in unseren ach so zivilisierten Ländern erleben müssen.

Ein Vegetarier werde ich wohl nicht werden, aber ich überlege immer öfter, ob ich aus moralisch-ethischen Gründen ein Stück von einem toten Tier verzehren möchte.

So ist das bei mir, in der blauen Stunde. Mein College-Block auf den Knien, den Kopf dieser Wahnsinns-Hündin auf meinem Oberschenkel, und ich schreibe schreibe schreibe schreibe. Oft für Euch hier, aber noch öfter für mich!

In diesem Sinne – seid BEWUSST – Eure Dori 🙂

Schwachstellen

Heute genau vor vier Wochen ist Fräulein Smilla bei mir eingezogen! So sehr ich mich auch gefreut habe, dass sich mein großer Wunsch aus Kindheitstagen nun endlich erfüllt hat, so überfordert war ich auch anfänglich mit diesem kleinen ängstlichen Hund, der weder ein Auto noch einen Fahrradfahrer kannte, Regen offensichtlich auch nicht, und der beim Anblick von anderen Hunden eine Panikattacke nach der anderen bekam.

Inzwischen hat sich vieles in „Wohlgefallen“ aufgelöst, nur das Zusammentreffen mit anderen Hunden ist immer noch stressig. Aber wir üben und üben und üben, und auch dieser Punkt wird immer besser und besser….

Drei Mal am Tag gehen Fräulein Smilla und ich unsere Runde durch das Feld hinter „meinem“ Haus.

Heute Abend haben wir gar niemanden getroffen, ach doch, ein netter Jogger, der beim Anblick von Fräulein Smillas neugierigem Blick lachen musste.

 

Kaum zu glauben, wie sich mein Leben in dieser kurzen Zeit verändert hat. Wir sind inzwischen bekannt im Dorf „wie ein bunter Hund“ und werden oft schon von Weitem begrüßt. Die meisten Menschen sind interessiert und schauen dabei zu, wie Fräulein Smilla täglich weitere Fortschritte macht. Aber es gibt auch andere, die, die ihre aggressiven Hunde ohne Leine durchs Feld laufen lassen, und die keinerlei Verständnis für einen kleinen Hund aufbringen, der Angst hat.

Bei unseren Spaziergängen am Rhein im Nachbarort haben wir schon viele Gleichgesinnte kennengelernt, lockere Verabredungen zum gemeinsamen Spazierengehen getroffen, Hundetrainer, Tierheilpraktiker und Hundesitter kennengelernt, Visitenkarten zugesteckt bekommen, es ist wirklich unglaublich, wie viele Kontakte ich in den letzten Wochen knüpfen durfte, und das ist ja erst der Anfang. Und ja, ich bin auch dankbar für jeden Tipp, den ich bekomme.

Am kommenden Freitag habe ich einen Qualifikationstest, um zur Ausbildung als Weight Watchers Coach zugelassen zu werden. Natürlich habe ich (wie immer eigentlich ärgere ich mich wieder mal sehr über mich selbst) viel zu spät mit dem Lernen begonnen, und jetzt bin ich unter Druck. Denn anhand der Übungstests kann ich ganz genau sehen, wo meine Schwachstellen sind, und das sind so einige. Ich habe noch viel zu lernen bis zum Wochenende und ich hoffe, dass ich die „Kurve jetzt doch noch kriege“ und dass alles reibungslos vonstatten geht.

Also: ich würd mich über Euer Daumendrücken sehr freuen 🙂

Große Ereignisse

werfen ihre Schatten voraus.

Gestern Abend ist Ludmilla (so heißt die kleine Maus) mit anderen Hunden aus dem Tierheim Sierra Nevada Granada nach Deutschland gekommen. Auf einem Rastplatz wurde sie von der deutschen Pflegefamilie in Empfang und mit nach Hause genommen, noch spät am Abend erhielt ich einen Anruf und somit die detaillierte Beschreibung, wie alles „gelaufen“ ist.

Da meine Hündin in Euskirchen auf der Pflegestelle auf die Abholung durch mich wartet, besuchte mich heute eine andere Tierschützerin der Organisation Viva la Hund aus Grevenbroich bei mir zu Hause, um die „Örtlichkeiten“ zu betrachten und die „Vorkontrolle“ durchzuführen und um zu sehen, wie ich so lebe, damit der Hund es auch gut hat. Das ist die normale Vorgehensweise, die auf der HomePage von Viva la Hund auch detailliert beschrieben ist. Zufällig war die Dame eine frühere Arbeitskollegin von mir, und die Wiedersehensfreude war groß und es gab viel zu erzählen. Die „Vorkontrolle“ habe ich also bestanden, und nun steht dem Einzug von Ludmilla in ihr neues Zuhause nichts mehr im Wege.

Morgen gilt es noch jede Menge zu erledigen: Körbchen, Futternäpfe und Futter kaufen, eine Leine und Leckerlis, eine Hundedecke und ein Quietschespielzeug.

Ich bin gespannt, wie ich heute Nacht schlafe, habe schon die letzte Nacht stundenlang wach gelegen und dann letztendlich im Internet alles über Hundeerziehung, Hundepflege, Ernährung und was weiß ich gelesen 🙂

Ich werde berichten…..