2013

Mein erstes Jahr als Weight Watchers Coach liegt nun hinter mir. Ich weiß noch, voriges Jahr um diese Zeit, wie aufgeregt ich war, wie ich wochenlang vor Aufregung nicht schlafen konnte, denn im Januar 2013 bin ich mit meinem ersten Treffen gestartet.

Inzwischen bin ich nicht mehr aufgeregt, aber die Freude an der Arbeit, die ist geblieben. Endlich endlich kann ich mit Menschen arbeiten, das tun, was ich mir immer schon gewünscht habe. Nie zuvor habe ich so viel über Menschen gelernt wie in diesem Jahr als WW Coach (und auch über mich).

Was sie motiviert, was sie ihre Ziele verfolgen lässt, was sie durchhalten lässt, aber auch was sie zurückwirft oder gar ganz aus der Bahn wirft. Die Gewichtsabnahme ist für viele Menschen ein sehr sensibles und heikles Thema, viele schämen sich, erzählen gar nicht in der Familie oder im Freundeskreis, dass sie zu einem Treffen gehen um abzunehmen. Über all dies habe ich mir zuvor nie Gedanken gemacht.

Ich habe wirklich viel dazugelernt. Und es gab neben all der privaten Dinge in diesem Jahr wie Verluste, Abschied nehmen, immer wieder der Kampf mit den Ämtern um meine Rechte, den ich als sehr anstrengend empfinde, vor allem aber die vielen wundervollen Momente, die mir die Menschen beschert haben, und die ich als kostbares Geschenk betrachte.

Für das Neue Jahr 2014 gibt es schon ganz konkrete Vorhaben, die alle im Januar und im Februar starten werden, Herausforderungen, auf die ich mich freue, und die mich wieder ein Stück weit wachsen lassen werden.

Ich wünsche Euch allen ein ganz tolles Neues Jahr 2014 mit ganz ganz viel Gesundheit, Liebe und Frieden und möchte auf  diesem Wege gleich auch von Herzen Danke sagen für all den lieben Menschen, die an mich geglaubt und mir immer wieder Mut gemacht haben, wenn ich hoffnungslos war. DANKE…

Dankeschoen

 

Wissen ist Macht

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Zugegeben: ich weiß noch lange nicht alles. Vielleicht weiß ich sogar ganz wenig. Aber ich bin immer wieder erstaunt, wenn ich Menschen treffe, die so gar nichts wissen.

Schon in meiner 5-wöchigen Reha im Sommer ist mir das aufgefallen. Ganz egal, worüber Du Dich mit den Menschen unterhältst, sie wissen oft die einfachsten Dinge nicht. Zum Beispiel, welche RECHTE sie haben. Ich war zutiefst schockiert über die Tatsache, dass die Mitpatienten alles über sich ergehen ließen, selbst Dinge erduldeten, die ihnen nicht gut taten, sondern eher schadeten. Mich hat dann manchmal solch eine Wut gepackt und ich habe gefragt: WARUM lässt Du Dir das gefallen? WARUM? Ich verstehe es nicht. WARUM wehrst Du Dich nicht dagegen? Daraufhin kommt oft nur ein Schulterzucken. Gerade bei Frauen in meinem Alter treffe ich verstärkt auf diese Verhaltensweise und Einstellung.

Und dann war im September die Wahl. Ich kenne nicht einen einzigen Menschen, der die bestehende Regierungspartei wiedergewählt hat. Und dennoch wurde diese Partei mit einer überwältigenden Mehrheit wiedergewählt, das beste Wahlergebnis seit über 20 Jahren. WARUM?

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Gestern habe ich die Firma Weight Watchers bei einem der größten Mobilfunk-Anbieter dieses Landes auf dem dort stattfindenden Gesundheitstag vertreten. Wir (Ich) hatten dort einen Stand, und ich habe stundenlang Gespräche mit den unterschiedlichsten Menschen geführt, natürlich hauptsächlich über gesunde Ernährung, aber auch über viele andere Dinge. Und wieder bin ich erstaunt, dass so wenig Wissen vorhanden ist. Auf meine Nachfrage, nach welchen Kriterien die Nahrungsmittel ausgesucht werden von den individuellen Personen bekam ich die Antwort: nach dem, was auf der Verpackung abgebildet ist, und nach dem, was die Medien als „gesund“ propagieren. Ganz besonders beliebt sind Lebensmittel, die Fitness, Gesundheit, Balance, Wellness und dergleichen versprechen. Niemand fragt nach den Inhaltsstoffen.

Viele viele Dinge weiß ich nicht, aber ich kann mir alleine durch die Suchmaschinen des Internets beinahe alle Informationen heranholen, die ich benötige. Egal ob mein Hund Magenprobleme hat oder ich eine Patientenverfügung haben will oder meine Rente ausrechnen oder einen Krankenkassenvergleich machen möchte, Rezepte für eine Kürbissuppe suche oder was auch immer, es gibt auf (beinahe) alles eine Antwort.

Natürlich nur, wenn Du auch Fragen hast!

Ich wünsche Dir einen schönen Tag mit viel Neugierde auf alles, was das Leben Dir heute bietet!

 

Die Dritte „im Bunde“

Ortsvereine

 

 

 

 

 

 

 

 

„Er“ ist wieder da, sagt sie mit erstickter Stimme am Telefon. Ich weiß gar nicht, was ich dazu sagen soll. Diese Nachricht macht mich sprachlos, betroffen, nachdenklich und auch ein wenig ängstlich.

Ich versuche, ihr Mut zu machen. Aber wie geht das, wenn man in solch einem Augenblick selbst keinen hat?

Wir hatten „ihn“ beide vor 6 Jahren. Während sie damals noch viele Monate kämpfen musste, dass „er“ endlich abhaut, war ich ziemlich schnell wieder frei von „ihm“.

Seither habe ich Schritt für Schritt mein Leben radikal verändert. Wie ich finde, immer noch nicht genug, ich könnte noch viel mehr für mich tun, aber man wird mit der Zeit ein bisschen nachlässig im Verändern von alten Mustern. Es läuft ja gut und alles ist superschön und in Ordnung.

Sie nicht, ganz im Gegenteil. Sie hat noch eins oben drauf gesetzt. Sie hat sich noch einmal richtig ins Zeug gelegt, sie hat alles gegeben, und Karriere gemacht (wie sie meint). Sie verdient inzwischen utopisch viel Geld, arbeitet oft abends bis 21 Uhr, und wenn wir uns dann in ihrer knapp bemessenen Zeit endlich mal wieder gesehen hatten, habe ich immer nur gesagt: Pass auf Dich auf. Vergiss nicht, dass da mal etwas war.

Ja ja, hat sie dann immer nur gelacht. Nur noch ein paar Jahre, und dann habe ich so viel Geld zusammen, dass ich kürzer treten kann. Nur noch ein paar Jahre…..

Und dann kommt dieser Anruf von ihr. Am vergangenen Freitag. Und ich bin wieder mittendrin in diesem Film. Das böse K-Wort, vor dem alle Menschen Angst haben. Ich bin sehr nachdenklich. Zumal die Dritte in „unserem Bunde“ vor einem halben Jahr diesen Planeten verlassen musste. Da war „er“ auch nach 6 Jahren zurückgekehrt.

Bleibe dann ja wohl nur noch ich von uns 3 Mädels. Und ich wünsche mir, Kraft genug zu haben, sie durch diese Zeit zu begleiten.

Neue Wege gehen

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Die „Leistungsideologie“ ist berufen, Leistungsbereitschaft und Hebung der Arbeitsmoral zu fördern, insbesondere indem Hoffnungen auf sozialen Aufstieg wach gehalten werden – Wikipedia 

Machen Sie sich doch einmal von Ihrer Leistungsideologie frei, sagt der alte Herr, und schaut mich mit schief gelegtem Kopf stirnrunzelnd an. Sie müssen nicht ständig etwas „leisten“.

Schon wieder eine Aufgabe, an der ich zu knacken habe. Wieso soll ich jetzt auf einmal nichts mehr leisten müssen? Bisher war das doch immer so. Glaubte ich zumindest.

Kaum saß ich einmal mit einem Buch auf dem Sofa, hatte ich sogleich ein schlechtes Gewissen und mir fielen tausend Dinge ein, die es eigentlich dringend zu erledigen galt. Und schon sprang ich wieder auf um etwas zu „tun“. Kein Wunder, dass ich Anfang des Jahres an einem Punkt angekommen war, wo im Prinzip kaum noch etwas ging. Hinzu kam die bedrückende Situation mit meiner Mutter, und abgesehen davon, dass ich überhaupt keine Zeit mehr hatte, etwas für mich zu tun – wobei sich die Frage stellt: wie tut man denn etwas für sich nach so vielen Jahren, wo man nichts für sich getan hat – fehlte mir auch jegliche Lebensfreude, weil es ja so kam, wie es kommen musste.

Nachdem ich alle „Verpflichtungen“ erst einmal gestoppt hatte und meine Mutter verstorben war, fiel ich in ein tiefes tiefes Loch. Es ging mir wirklich nicht gut, ich hatte keine Aufgaben mehr und verfiel sofort wieder in blinden Aktionismus, um die entstandenen Freiräume mit Dingen und im Außen zu füllen. Ich hatte das Gefühl, dringendst ein neues Projekt zu benötigen, damit ich mich wieder besser fühlte.

Und dann kam dieser Satz von einem alten Herrn, an dem ich mich beinahe verschluckt hätte, so unverdaulich erschien er mir, und der ganz langsam, Millimeter für Millimeter, in mein Unterbewusstes drang. Mich FREI machen von Leistungszwängen. Ich, die ich mir doch mein Leben lang Liebe und Anerkennung immer über die Leistung „erwirtschaftet“ hatte.

Es war und ist wirklich nicht einfach für mich, diese neue Herausforderung zu bewältigen. Dieses innere Gefühl der Nervosität, des nicht Wertvoll-seins, weil ich keiner „geregelten Arbeit“ mehr nachgehe, und die damit einhergehenden Schuldgefühle machen mir immer noch ziemlich zu schaffen.

Inzwischen geht es mir jedoch schon wieder viel besser. Ich habe angefangen, zu Fuß den Wald hier (Knechtstedener Wald) zu erkunden. Die Mila und ich laufen quer waldein, was wir sehr genießen – der Hund sowieso – und ich auch. Früh morgens sehen wir immer Rehe, die durch den Wald springen, oder einfach auch mal auf dem Weg stehen, und uns beobachten. Ganz zu schweigen von all den anderen Tieren (und auch Bäumen, Pflanzen und Sträuchern, die es zu entdecken gibt).

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Wir haben sogar ein Wasserloch gefunden, ganz versteckt, mitten im Wald, wo natürlich auch andere Hundebesitzer mit ihren Hunden anzutreffen sind, vor allem bei dem warmen Wetter der letzten Tage. Oft treffen wir unterwegs ganz viele nette Menschen, aber genauso oft sind wir auch mutterseelenallein und treffen niemanden.

Anfangs hatte ich noch die Befürchtung, mich zu verlaufen, was auch des Öfteren geschehen ist.

Aber das Schöne ist, man findet irgendwie immer wieder zurück, auch wenn man einen Umweg geht. Auch wenn man sich einmal verlaufen hat. 

Das Innere Lächeln

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Gestern nachmittag sitze ich im Garten meiner Tochter, die Kaninchen, die ich während ihres Urlaubes füttere, hoppeln im Gehege auf dem Rasen herum, und ich blättere in einer Frauenzeitschrift, die sie im Abonnement erhält (die ich „früher“ übrigens auch im Abonnement bekommen habe).

Und pling – da ist ein Artikel, der mich sofort in seinen Bann zieht (obwohl ansonsten nicht so wirklich viele interessante Dinge enthalten sind in dieser Zeitschrift).

Es geht um RADIKALE SELBSTFÜRSORGE!

Ich stutze. Wow. Das liest sich jetzt erst einmal etwas aggressiv. Wobei ich aber sofort eine Ahnung von dem bekomme, was gemeint ist.

Ich lese weiter. Da steht unter anderem:

Ich nehme mich selbst jederzeit ernst und bin es wert, gemocht zu werden.

Und dann noch:

Man kann gar nichts Besseres tun, als sich um sich selbst zu kümmern und dafür Sorge zu tragen, dass man glücklich ist. Dann muss niemand anderer mein Unglück ausbaden.

Toll. Genau das passiert nämlich gerade mit mir. Ich SORGE MICH. Ja! Ich sorge FÜR MICH. Ich! Zum ersten Mal in meinem Leben. Es  ist niemand da, FÜR oder UM den ich mich SORGEN könnte. „Nur“ ich selbst. Ohhhh, ich habe wochenlang mit diesem Thema gehadert. Neben all der Trauerarbeit dachte ich unentwegt über ein neues Projekt nach, mit dem ich meine innere Leere füllen könnte. Es tat sich absolut nichts auf am Horizont, kein neuer „Pflegefall“, der in mein Leben treten wollte. Adieu Helfersyndrom.

Ich habe eine neue Aufgabe. Die lautet: ich SORGE FÜR MICH! Und zwar auf allen Ebenen. Wie schön Thomas letzter Kommentar hierzu passt.

Im Augenblick ist nicht die Zeit für Entscheidungen. Im Augenblick ist die Zeit für Heilung. Und für neue Impulse. Denn die benötige ich dringend.

Auf Rat von der lieben Gaba tue ich jeden Tag folgendes:

  • Ich gehe jeden Tag an einen Ort oder an einen Platz, an dem ich vorher noch nie war.
  • Ich tue jeden Tag etwas, was ich zuvor noch nie getan habe.
  • Und ich lese jeden Tag etwas, was ich sonst nie lesen würde.

Es ist spannend zu erleben, wie sich jetzt gerade alles verändert, innerhalb kürzester Zeit. Es macht sich innerlich ein Gefühl breit, ausgehend von meinem Herzen. Ich würde es nicht Glücksgefühl nennen. Aber ich würde es durchaus als INNERES LÄCHELN bezeichnen wollen.

Montag morgen 7 Uhr

… und ich habe Zeit zu bloggen. Ich atme tief ein und aus und denke: wie ist das schön, keine Termine zu haben. Zumindest nicht bis heute Nachmittag. Einfach Zeit zu haben, am PC zu sitzen, mal eine Blogrunde zu drehen, dies und das zu lesen, bei einer Tasse Kaffee, herrlich. Wie ich die finanzielle Lücke, die nun entstanden ist fülle, weiß ich noch nicht. Wie heißt es so schön: kommt Zeit kommt Rat.

Natürlich gibt es schon wieder 1000 Ideen in meinem Kopf, aber erst einmal möchte ich jetzt herunterfahren. Im wahrsten Sinne des Wortes. Schon wieder habe ich nicht rechtzeitig die Reißleine gezogen und habe einfach immer weitergemacht, so lange bis es jetzt nicht mehr ging. Bis beinahe gar nichts mehr ging. Dass mir das immer noch passiert nach all den Jahren und all den Erfahrungen, die ich schon gemacht habe, kann ich selbst noch nicht glauben.

Auch will ich an dem Glaubenssatz „viel Zeit – wenig Geld“ arbeiten. Ich hätte nämlich gerne viel Zeit und viel Geld, das heißt ausreichend viel Geld. Und meine Selbstständigkeit will ich weiter ausbauen, dazu fehlte mir bislang auch die Zeit. Ich habe sie einfach nur in eine Zeitlücke gestopft und es so gut gemacht wie ich konnte.

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Aber alles ganz gemächlich – kein Druck  – einfach schauen, wie sich die Dinge entwickeln – und dann wieder loslegen. Und Spass machen soll es ja auch. Wenn Du etwas nicht gerne tust und morgens schon nicht aufstehen magst, weil Du gleich wieder zu einer ungeliebten Arbeit fahren musst, das kanns ja auch nicht sein. Wieviele Jahre meines Lebens habe ich das so gemacht. Umso verwunderlicher, dass ich jetzt die Zeichen nicht gesehen habe; ach was, ich wollte sie nicht sehen, ich kenn mich doch, dann hätte wieder ICH die Entscheidung treffen müssen, und das tu ich doch in bestimmten Situationen so ungerne.

Jetzt freue ich mich erst einmal auf die kommenden zwei Wochen, auf das Osterwochenende und auf ein bisschen Zeit für mich!

 

Auf jeden Fall nicht freiwillig!

Der heutige Tag war ein ganz spezieller. Für alle Astrologen: WELCHE STERNENKONSTELLATION HABEN WIR HIER??? HEUTE???

Vor vielen vielen Wochen hatte ich mich von meiner Hausärztin „breitschlagen“ lassen, eine gewisse Vorsorgeuntersuchung durchführen zu lassen. (schon an der Satzstellung wirst Du unschwerlich erkennen können, wie angenehm mir das war). Nachdem ich mich zuvor schon zwei Jahre strikt geweigert hatte. Was bei mir schon eine Ausnahme ist, denn als „gefallsüchtiger“ Mensch bin ich eigentlich nicht so klar in meinen Aussagen!

Na ja, lange Rede kurzer Sinn: in der vorigen Woche hatte ich das „Vorgespräch“ und gestern den „Vorbereitungstag“. Jeder, der sich mit „diesem Thema“ bereits beschäftigt hat weiß, wovon ich hier schreibe – ich möchte jetzt grad mal nicht ins Detail gehen!

Heute war also DER TAG X! Meine Tochter und der Mo sollen mich morgens abholen und zum Krankenhaus bringen, wo die Untersuchung stattfinden soll. Ich bin ganz früh aufgestanden, damit die Mila noch in Ruhe ihre Runde durchs Feld drehen kann. In der Wohnung ist es nach dem gestrigen Tag noch sehr schwül und ich beschließe, meiner Tochter ein Stück entgegenzugehen, nach dem Motto: frische Luft tut gut.

Die beiden lesen mich unterwegs auf, wir fahren los, alles ist perfekt und wir sind in der Zeit. Außer der Tatsache, dass ich das alles eigentlich nicht möchte und mich schon seit Tagen frage, warum ich mir das alles antue! Auf halber Strecke fällt mir dann ein: Hilfe, ich habe alle Unterlagen, die ich zu dieser Untersuchung mitbringen muss, zu Hause auf dem Wohnzimmertisch liegen lassen. Zusammen mit dem Ipod, welches mir meine Tochter kürzlich geschenkt hat (damit die Aufwachphase etwas kurzweiliger ist). Also drehen wir wieder um, „brettern“ in mein Dorf hinein, ich springe aus dem Auto, rase die Treppe hinauf in meine Wohnung, schnappe die Unterlagen (und ignoriere komplett meinen Hund – so soll man das ja machen – der in seinem Körbchen liegt und die Welt und Frauchen nicht mehr versteht) – rase die Treppen wieder runter und springe ins Auto meiner Tochter! Sie fährt aus der Ausfahrt wieder raus – in diesem Augenblick ruft die Klinik an und fragt ob ich etwas früher kommen kann – hallo ich komme aus Neuss das sind 15 Kilometer – und meine Tochter rammt mit ihrem Auto ein entgegenkommendes- UND: STILLE!

Das wars! Das Krankenhaus immer noch in der Leitung: Hallo, hallo, sind Sie noch dran? Der Mo blökt auf seinem Rücksitz, ich bin völlig neben der Spur, meine Tochter den Tränen nahe, sie ist 34 und hatte gerade ihren ersten Unfall, und ich sage in mein Handy:

Ich komme nicht  mehr. Auf jeden Fall nicht freiwillig! 

Der Rest ist nur Sand

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Philosophieprofessor im US-Staat Massachusetts begann seine
Vorlesung auf sehr originelle Weise. Er hatte ein paar Dinge auf
einem Pult vor sich liegen. Als die Vorlesung begann, nahm er ein
großes Mayonnaiseglas und füllte es bis zum Rand mit großen
Steinen. Anschließend fragte er seine Studenten, ob das Glas voll
sei. Sie stimmten ihm zu.

Dann nahm er eine Schachtel mit Kieselsteinen, schüttete sie in das
Glas und schüttelte es leicht, so dass sich die Kieselsteine
zwischen die großen Steine schoben. Dann fragte er erneut, ob das
Glas jetzt voll sei. Alle stimmten zu. Leichtes Gelächter machte
sich breit.

Dann nahm der Lehrer eine Tüte mit Sand und schüttet ihn in das
Glas. Langsam rieselte der Sand zwischen die Steine und füllte so
das Glas.

„Nun“, sagte der Lehrer zu den Studenten, „was sagen sie
jetzt?“ Keiner sagte einen Ton. Alle waren alle gespannt darauf,
wie es nun weiter gehen würde.

„Ich möchte, dass sie erkennen“, sagte der Professor langsam und
eindringlich, „dass dieses Glas wie ihr Leben ist! Die Steine sind
die wichtigen Dinge im Leben: Ihre Familie, Ihre Freunde,
Ihre Gesundheit, Ihr Studium. Dinge, die – wenn alles
andere wegfiele und nur sie übrig blieben – Ihr Leben immer noch
sinnvoll wäre.

Die Kieselsteine sind andere, weniger wichtige Dinge, wie z.B. Ihr
Auto, Ihre Karriere, Ihre Reise, die Sie geplant haben, die neueste
Mode, das Fernsehprogramm heute Abend, das Baseball-Spiel.“

Alle hörten ihm fasziniert zu.

„Der Sand“, fuhr der Professor fort, „der symbolisiert die ganz
kleinen Dinge im Leben. Zum Beispiel ob Sie sich über die
Verkäuferin im Supermarkt ärgern, ob ihre Freundin zu spät kam, ihre
Blumen vor dem Haus gestohlen wurden. Wenn Sie den Sand zuerst in
das Glas füllen, bleibt kaum Raum für die Kieselsteine – geschweige
denn für die großen Steine.

So ist es auch in ihrem Leben. Wenn Sie zu viel Energie und Zeit
für die kleinen Dinge im Leben aufwenden, dann bleibt für die großen
Dinge nichts mehr übrig.

Achten Sie auf die wichtigen Dinge, nehmen Sie sich Zeit für ihre
Familie, ihr Studium, ihre Gesundheit.

Es wird noch genug Zeit für die weniger wichtigen Dinge geben.
Achten Sie zuerst auf die großen Steine; sie sind es, die wirklich
zählen. Der Rest ist nur Sand.“

Schon so oft gelesen – und doch immer wieder ein Impuls, nachzudenken und die Dinge nach Wichtigkeit zu sortieren.

Verfasser unbekannt

Die Macht der Gewohnheiten

Eine Gewohnheit kann man nicht einfach zum Fenster hinauswerfen,
man muss sie Stufe für Stufe die Treppe herunterlocken.

Das sagt kein geringerer als Mark Twain zum Thema Gewohnheiten. Übrigens steht dieser Spruch auch jede Woche an der Tafel bei unserem Weight Watchers Treffen.

Ich gebs ja zu, ich bin ein Faultier. Denn ohne Sport oder zumindest regelmässige Bewegung läuft da gar nichts in Richtung Gewichtsabnahme, auf jeden Fall bei mir nicht. Also habe ich den festen Vorsatz, mich täglich zu bewegen. Vorzugsweise mit dem Fahrrad. Ein Blick aus dem Fenster heute morgen: juchhu, es ist nebelig, da mag ich nicht fahren, das ist mir zu ungemütlich draussen. Also Laptop an, die erste Tasse Kaffee am Morgen, und dann erst mal gemütlich schauen, wer gemailt hat, wer gepostet hat, und selbst auch etwas schreiben. Da kann dann schon mal die eine oder andere Stunde drüber vergehen.

Und da sind wir gleich beim Thema: ich mags halt sehr gemütlich. Ich bin ein Couch-Potatoe. Auf meinem Sofa mit meinem Strickzeug zu sitzen macht mich glücklich, dabei noch schöne Musik zu hören, da bin ich gleich tiefenentspannt. Om! Ich mag meine Komfortzone.

Gewohnheiten, die sich über viele Jahre in unser Leben eingeschlichen haben wieder zu ändern, ist nicht leicht. Zumindest am Anfang nicht. Zur Zeit muss ich mich jeden Tag dafür entscheiden, ob ich etwas TUN will, ob ich etwas verändern oder verbessern will, oder ob ich es beim Alten belassen möchte.

Alleine beim Schreiben dieses Satzes ist mir schon klar, dass ich nicht alles beim Alten belassen möchte, sondern etwas verändern möchte. Ich möchte mich beweglicher und fitter fühlen, möchte viel mehr draußen sein und in der Natur, nicht nur wenn die Sonne scheint, sondern wenn möglich jeden Tag.

Ich habe mir fest vorgenommen, alle Kurzstrecken in meinem Umfeld mit dem Fahrrad zu erledigen. Mir fällt das sehr schwer, denn ich habe seit meinem 18. Lebensjahr ein eigenes Auto und ich fahre zudem sehr gerne Auto. Mein Auto gibt mir irgendwie das Gefühl der Freiheit und der Unabhängigkeit. Ich muss mich nur reinsetzen und es bringt mich von A nach B. Es ermöglicht mir auch eine gewisse Spontanität, denn oft entscheide ich mich während der Heimfahrt für einen Abstecher irgendwo. Auf der anderen Seite bin ich nicht gewillt, die horrenden Spritpreise für „Lustfahrten“ auszugeben und tanke nur noch, wenn es tatsächlich erforderlich ist.

Und so ist es doch bei allen Veränderungen. Es braucht ein bisschen Zeit, bis das Neue wiederum zu einer Gewohnheit geworden ist, und dann ist es für uns das Normalste von der Welt. Und wir können uns kaum noch vorstellen, dass es einmal anders war.

Also immer schön am Ball bleiben, auch wenn der Anfang nicht leicht ist.
Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende 🙂

Es ist nie zu spät

Heute war ich bei den Wee Wees! Im vorigen Jahr habe ich meine Wohnung renoviert, in diesem Jahr wird es mein Körper sein, der soll jetzt mal generalüberholt werden,  der ist jetzt mal „dran“.

Also mit dem Rauchen, das klappt super. Ich denke überhaupt nicht ans Rauchen, dafür aber ans Essen. Und das ziemlich intensiv, vor allem abends. Früher – vor nicht allzu langer Zeit – habe ich abends geraucht – und hatte überhaupt kein Bedürfnis, etwas zu essen. Jetzt rauche ich nicht mehr, dafür denke ich aber nur noch darüber nach, was ich als Nächstes essen könnte.

Bevor das jetzt alles eskaliert, war ich heute Abend zum ersten Mal beim Weight Watchers Treffen. Da wollte ich schon lange hin, habe es mir immer wieder vorgenommen, heute war es so weit. Das war genauso wie beim Rauchen aufhören. Von jetzt auf gleich war es da. Ich will abnehmen, und zwar 10 kg. All die Anläufe, die ich immer wieder gemacht und nie durchgehalten habe, die kann ich gar nicht zählen. Zum Schluß war ich kurz davor zu sagen, ich bin okay so, wie ich bin. Aber das ist es nicht. Ich fühle mich nicht wohl, meine Sommerhosen kneifen und zwicken und zwacken und das will ich alles nicht. Wie ich da so sitze in dieser großen Runde – selbstverständlich nur Frauen – Männer haben es irgendwie nicht so nötig, abzunehmen habe ich immer das Gefühl – denke ich: also, die Stärkste bin ich nun wirklich nicht. Da sitzen einige Damen „meines Alters“ mit ein paar Kilos zu viel, nichts Weltbewegendes, aber hauptsächlich sehr junge und sehr stark übergewichtige Frauen. Das ist ein Phänomen unserer Gesellschaft. Fast – alles ist fast – auch das Food. Da bleibt das alles ja nicht aus.

Ich habe mir überlegt, wenn ich mit dem Rauchen aufhören kann, dann kann ich auch 10 kg abnehmen. Und regelmässig Sport treiben, das ist dann das nächste Projekt. Oder sogar ein Parallelprojekt. Ich brauche ja immer irgendwelche Projekte, darüber habe ich schon einmal geschrieben 😉

Wie gesagt, meine Wohnung ist fertig renoviert. Mein Körper ist ja auch eine Wohnung, und zwar die meiner Seele. Und die soll sich wohl fühlen, das ist mir ein ganz wichtiges Anliegen derzeit. Ehrlich gesagt, hätte ich das schon viel früher tun sollen. Aber zu spät ist es ja bekanntlich nie!

 

Bildquelle: RainerSturm  / pixelio.de