2013

Mein erstes Jahr als Weight Watchers Coach liegt nun hinter mir. Ich weiß noch, voriges Jahr um diese Zeit, wie aufgeregt ich war, wie ich wochenlang vor Aufregung nicht schlafen konnte, denn im Januar 2013 bin ich mit meinem ersten Treffen gestartet.

Inzwischen bin ich nicht mehr aufgeregt, aber die Freude an der Arbeit, die ist geblieben. Endlich endlich kann ich mit Menschen arbeiten, das tun, was ich mir immer schon gewünscht habe. Nie zuvor habe ich so viel über Menschen gelernt wie in diesem Jahr als WW Coach (und auch über mich).

Was sie motiviert, was sie ihre Ziele verfolgen lässt, was sie durchhalten lässt, aber auch was sie zurückwirft oder gar ganz aus der Bahn wirft. Die Gewichtsabnahme ist für viele Menschen ein sehr sensibles und heikles Thema, viele schämen sich, erzählen gar nicht in der Familie oder im Freundeskreis, dass sie zu einem Treffen gehen um abzunehmen. Über all dies habe ich mir zuvor nie Gedanken gemacht.

Ich habe wirklich viel dazugelernt. Und es gab neben all der privaten Dinge in diesem Jahr wie Verluste, Abschied nehmen, immer wieder der Kampf mit den Ämtern um meine Rechte, den ich als sehr anstrengend empfinde, vor allem aber die vielen wundervollen Momente, die mir die Menschen beschert haben, und die ich als kostbares Geschenk betrachte.

Für das Neue Jahr 2014 gibt es schon ganz konkrete Vorhaben, die alle im Januar und im Februar starten werden, Herausforderungen, auf die ich mich freue, und die mich wieder ein Stück weit wachsen lassen werden.

Ich wünsche Euch allen ein ganz tolles Neues Jahr 2014 mit ganz ganz viel Gesundheit, Liebe und Frieden und möchte auf  diesem Wege gleich auch von Herzen Danke sagen für all den lieben Menschen, die an mich geglaubt und mir immer wieder Mut gemacht haben, wenn ich hoffnungslos war. DANKE…

Dankeschoen

 

Zuhause

5.6.2013 016

„Mensch, mach doch endlich mal was aus Deinem Leben“, sagt er zu mir am Telefon. „Du hast doch nur ein paar Möbel, was soll das denn. Geh doch endlich weg aus diesem blöden Deutschland und mach was aus Deinem Leben“.

Ich verstehe ihn nicht. Was will er bloß von mir? Ich bin mit meinem Leben sehr zufrieden. Ich will aus Deutschland nicht weg. Ich liebe mein Heimatland, ich bin hier gerne zu Hause. Damit meine ich nicht die Politik und viele äußerlichen, materiellen Aspekte. Ich meine dieses LAND. Meine Wurzeln sind hier, hier ist mein Zuhause, meine Menschen sind hier, mein Rudel. Warum sollte ich von hier fortgehen wollen?

Ich frage ihn: „Was meinst Du denn damit?“ Er ist gerade wieder über den Sommer hier in Deutschland und findet alles doof. Das Wetter (na ja, damit hat er nicht ganz Unrecht), die Menschen, die Regierung, das ganze System, einfach alles. Ich frage ihn, ob da, wo er sonst lebt, denn alles viel besser sei. Ja viel viel besser, antwortet er. Da scheint immer die Sonne, alle Menschen sind fröhlich und gut drauf, und dort ginge es ihm immer super gut. Nur wenn er nach Deutschland komme, dann ginge es ihm sofort schlecht. Auf meinen Einwand, er sei doch nur ein Gast in diesem Land, lebe in einer Kolonie aus Deutschen, Engländern und Schweizern, geht er gar nicht ein. So festgefahren ist er in seinen Äußerungen, dass ich diesen Menschen, der einmal mein bester Freund war, gar nicht mehr wiedererkenne.

Was sind denn schon Kinder und Enkelkinder, fragt er. Auf die kannst Du doch keine Rücksicht nehmen, die gehen doch ihre eigenen Wege, und am Ende des Tages bist Du ganz alleine. Und außerdem reicht es doch, wenn Du sie einmal im Jahr siehst.

Ähhhhm – mir nicht. Ich brauche mein „Rudel“, um mich wohl zu fühlen, möchte mit erleben, wie meine Enkelkinder groß werden, ohne dass sie der Mittelpunkt meines Lebens sind, aber immerhin ein sehr wichtiger Bestandteil. All dies kann er überhaupt nicht nachvollziehen und beendet das Gespräch dann ziemlich abrupt, und ich höre durch das Telefon, wie er den Kopf schüttelt über diese eigensinnige Frau, die unbedingt in diesem Deutschland bleiben will. Auf seine Aussage, wir können uns ja demnächst mal treffen, gehe ich gar nicht ein, denn ich weiß, er wird sich nicht mehr melden. Zu viel Missstimmung lag zwischen uns am Ende des Gespräches, und so fällt die Verabschiedung auch sehr kurz aus.

Schade. Leben und leben lassen, das ist meine Devise. Jeder soll aus seinem Leben das machen, was er meint, und sich selbst glücklich machen. Jeder soll seinen eigenen Weg gehen, etwas Anderes führt zu nichts, allenfalls in Krankheiten und andere Katastrophen. Wenn ich etwas gelernt habe, dann dies.

Menschen kommen und gehen in meinem Leben, da habe ich mich inzwischen dran gewöhnt. Ich vergleiche ja immer noch das Leben mit einer Bahnreise. Ich sitze mit vielen Menschen in einem Abteil. An jedem Bahnhof, wo der Zug hält, steigen Menschen zu, und es steigen Menschen aus. Irgendwann, am Ende der Reise, stehe ich dann selbst mit dem Koffer auf dem Bahnsteig, und sehe dem Zug hinterher, der mich bis an mein Ziel gebracht hat……

Eigentlich….

imagesEigentlich habe ich mir ganz oft vorgestellt, wie es denn wäre….endlich frei zu sein. Endlich diese Verpflichtung nicht mehr zu haben. Nicht mehr ständig diesen Druck auf den Schultern und diese Gedanken im Hinterkopf.

Ich habe es mir irgendwie befreiend vorgestellt. Aber das ist es nicht in Wirklichkeit. Sicherlich, langsam komme ich jetzt zur Ruhe, innerlich und äußerlich. Schöpfe wieder neue Kraft. Finde wieder die Muße, mich ganz still mit einem Buch hinzusetzen und mich sogar darauf konzentrieren zu können. Ich erlaube  mir auch, mein Handy „zu vergessen“ und ohne unterwegs zu sein.

Aber es fehlt etwas. Etwas ganz Wichtiges. Ich habe kein Elternhaus mehr. Sicherlich, ich bin jetzt 58, aber ich habe keine Mutter und keinen Vater mehr. Ein unbeschreiblich merkwürdiges und fremdes Gefühl.

Ganz zaghaft macht sich jedoch auch ein Gedanke breit: was wäre denn, wenn dies EIGENTLICH auch ein Neuanfang wäre?

Eigentlich….

Niemals

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eigentlich hatte ich heute ganz andere Pläne – aber dann bin ich ganz spontan hingefahren. Ich hatte das Bedürfnis.

Eigentlich habe ich mich daran gewöhnt, bei ihrem Anblick in eine Art Depression zu geraten, wovon ich mich mindestens zwei Tage lang danach nicht befreien kann.

Eigentlich würde ich am liebsten überhaupt nicht hinfahren, nur um mir diesen Anblick zu ersparen. Aber das geht ja schlecht, ich bin ja immerhin ihre Tochter.

Eigentlich bin ich völlig hilflos und völlig machtlos und völlig planlos.  Eigentlich geht es meinem Bruder genauso und eigentlich wissen wir im Augenblick nicht, was wir  noch tun können.

Eigentlich hatte sie noch nie viel Lebensfreude, aber seit drei Jahren, seit ihr Mann tot ist, gar keine mehr.

Eigentlich möchte sie einfach nur noch sterben. Hätte sie nicht diese fürchterliche Angst vor dem Tod, hätte sie es auch längst getan.

Eigentlich hatte sie ein leichtes Leben (aus meiner Sicht) – sie hat es gehasst.

Eigentlich hatte ich ein schweres Leben (aus meiner Sicht) – ich  habe es immer geliebt – und ich werde es immer lieben. Ich durfte so unendlich viel lernen.

Eigentlich habe ich Angst davor, genauso zu sein oder zu werden wie sie.

Eigentlich glaube ich, das ist der eigentliche Grund, warum ich mit dieser Situation überhaupt nicht umgehen kann.

 

Alles was ich brauche….

Stille

Ich bat um KRAFT …
und mir wurden Schwierigkeiten gegeben,
um mich stark zu machen.

Ich bat um WEISHEIT …
und mir wurden Probleme gegeben,
um sie zu lösen und dadurch Weisheit zu erlangen.

Ich bat um WOHLSTAND …
und mir wurde ein Gehirn und Muskelkraft gegeben,
um zu arbeiten.

Ich bat um MUT …
und mir wurden Hindernisse gegeben,
um sie zu überwinden.

Ich bat um LIEBE …
und mir wurden schwierige Menschen mit
Problemen gegeben, um ihnen beizustehen.

Ich bat um ENTSCHEIDUNGEN …
und mir wurden Gelegenheiten gegeben.

Ich bekam nichts von dem, was ich wollte …
aber ich bekam alles, was ich brauchte.

(Verfasser unb.)

Mir fehlen die Worte

Mir fehlen die Worte. Sie sind irgendwie verschwunden. Nein, mir fehlt die Schrift. Ich kann mich gar nicht erinnern, jemals so wenig geblockt zu haben.

Im Dezember 2006 habe ich zum ersten Mal einen Blogbeitrag veröffentlicht. Damals, auf meinem Chakrablog. Das Bloggen war zu der Zeit und für viele Jahre für mich eine Art Ventil, das Aufarbeiten von vielen Dingen, und letztendlich sogar Heilung. In dieser Zeit sind schöne Freundschaften entstanden, und diese Kontakte bestehen immer noch. So habe ich am vergangenen Wochenende Gaba in Düsseldorf getroffen, die dort ihr Ultramind-Seminar gehalten hat. Mit Andrea treffe ich mich in Kürze, ich will ihr Ludmila endlich vorstellen. Babsi und Elisabeth kamen dann später auch hinzu, und auch Christa und Anita kenne ich noch aus dieser Zeit, und viele andere mehr.

Es war irgendwie eine ganz andere Zeit für uns Blogger. Wir haben sogar Blogparaden veranstaltet. Es hat einfach sehr viel mehr Spass gemacht und war wirklich sehr befriedigend.

Vielleicht blogge ich aber auch schon zu lange. Mir fehlen einfach die Worte für so viele Dinge. Ich empfinde das letzte halbe Jahr energetisch als sehr anstrengend, und ehrlich gesagt bin ich froh, wenn dieses 2012 nun in wenigen Wochen auch endlich vorbei ist. Man soll ja immer schön in seiner Mitte bleiben und entspannt sein und positive Gedanken haben, aber zur Zeit habe ich wirklich mit all den Dingen, die um mich herum geschehen, sehr zu kämpfen. Und das macht mich im Augenblick ein wenig sprachlos bzw. schreiblos.

Ich habe schon einmal ganz spontan mein altes Blog beendet, im Januar 2011, nur um kurze Zeit später mit Bewegung und Wandel weiterzumachen. So ganz ohne Bloggen ging es dann ja doch nicht. Inzwischen sind aber so viele meiner Kontakte auf Facebook mit mir verbunden, dass sich das Bloggen eigentlich gar nicht mehr lohnt 😉 Ihr seht also,  mit welchen Gedanken ich mich gerade beschäftige.

Ich wünsche Euch allen eine schöne und stressfreie, friedliche Weihnachtszeit. Und liebe Menschen, mit denen Ihr sie teilen dürft!

Es interessiert mich nicht

Im August 2009 habe ich schon einmal diese Zeilen gepostet – auf meinem „alten“ Chakrablog. Seit ich das Buch von Oriah Mountain Dreamer 2006 gelesen habe, bin ich von diesen Worten tief berührt – es stellte sogar Parallelen zwischen ihrem und meinem Schicksal damals fest. Seither versuche ich, Menschen nicht mehr zu beWERTEN, wie ich das früher oft getan habe. Aber es gelingt mir nicht immer, das weiß ich.

Es wird immer bedeutsamer für mich, gerade im Hier und im Jetzt und Heute. Nicht beWERTET zu werden, und nicht zu beWERTEN.

Meine Freundin fragt mich: wie alt ist er? Weiß ich nicht.
Welches Auto fährt er? Ist mir doch egal.
Wie heißt die Firma, in der er arbeitet? Keine Ahnung.

Ist das alles wirklich so wichtig? Oder ist es vielmehr die Art und Weise, wie ich mich bei anderen Menschen fühle, die für mich ausschlaggebend ist?

Daher hier noch einmal:

Die Einladung

Es interessiert mich nicht, wovon Du Deinen Lebensunterhalt bestreitest.
Ich möchte wissen, wonach Du Dich sehnst und ob Du es wagst,
davon zu träumen, Deine Herzenswünsche zu erfüllen.

Es interessiert mich nicht, wie alt Du bist.
Ich möchte wissen, ob Du es riskieren wirst,
verrückt vor Liebe zu sein, vernarrt in Deine Träume,
in das Abenteuer, lebendig zu sein.

Es interessiert mich nicht, welche Planeten in welcher Konstellation zu Deinem Mond stehen.
Ich möchte wissen, ob Du die Mitte Deines Leids berührt hast,
ob Du durch Verrat, den Du im Leben erfahren hast,
aufgebrochen und offen geworden
oder geschrumpft bist und Dich verschlossen hast vor Angst und weiterem Schmerz.

Ich möchte wissen, ob Du dasitzen kannst mit Schmerz
– meinem oder Deinem eigenen –
ohne irgendeine Bewegung der Ausflucht,
ohne den Schmerz zu verbergen, ohne ihn verschwinden zu lassen, ohne ihn festzuhalten.

Ich möchte wissen, ob Du mit Freude dasein kannst
– meiner oder Deiner eigenen –
ob Du mit Wildheit tanzen und zulassen kannst,
daß Ekstase Dich erfüllt bis in die Fingerspitzen und Zehen hinein,
ohne jene Vorsicht, in der du dich in acht nimmst,
realistisch bist und dich an die Begrenzung des Menschendaseins erinnerst.

Es interessiert mich nicht, ob die Geschichte, die Du mir erzählst, wahr ist.
Ich möchte wissen, ob Du jemanden enttäuschen kannst, um zu Dir selbst ehrlich zu sein,
ob Du es erträgst, daß Dir deshalb jemand Vorwürfe macht
und Du trotzdem Deine eigene Seele nicht verrätst.
Ich möchte wissen, ob Du treu sein kannst und zuverlässig.

Ich möchte wissen, ob Du Schönheit sehen kannst, auch dann, wenn es nicht jeden Tag schön ist
und ob Du in Deinem Leben einen göttlichen Funken spürst.
Ich möchte wissen, ob Du mit Mißerfolg leben kannst
– mit Deinem und meinem –
und immer noch am Ufer eines Sees stehen und “Ja“ zum Vollmond rufen kannst.

Es interessiert mich nicht, wo Du lebst oder wieviel Geld Du hast.
Ich möchte wissen, ob Du nach einer kummervollen Nacht voller Verzweiflung aufstehen kannst
–ausgelaugt und mit Schmerzen –
und trotzdem tust, was getan werden muß für Deine Kinder oder andere Menschen.

Es interessiert mich nicht, welche Schulausbildung Du hast oder wo und bei wem Du studiert hast.
Ich möchte wissen, ob Du mit mir in der Mitte des Feuers stehen und nicht zurückschrecken wirst.
Ich möchte wissen, was Dich von innen aufrecht erhält, wenn alles andere wegfällt.

Ich möchte wissen, ob Du mit Dir selbst alleine sein kannst
und ob Du wirklich die Leute magst, mit denen Du Dich in Zeiten der Leere umgibst.

Oriah Mountain Dreamer (im Mai 1994, http://www.oriahmountaindreamer.com)

Halloween

Winterzeit, Halloween, Allerheiligen und Kürbissuppe.

Laut meinem Post vom 4.11.2011 hatten wir vor genau einem Jahr an diesem Tag hier noch  22,5 Grad!!! Und alle schimpften übers Wetter, nur ich nicht. Ich fand und empfinde es immer noch so, dass 2011 eins meiner allerbesten Jahre war. Auf einer Skala von 1 bis 10 definitiv eine 9!

In diesem Jahr hat der Winter bereits am vergangenen Wochenende – pünktlich zur Einführung der Winterzeit – Einzug gehalten. Und 2012 bekommt von mir maximal eine 4 auf der Skala. Ich fand und finde es immer noch ziemlich anstrengend, und mir fehlt schlicht und ergreifend die „Leichtigkeit des Seins„. Zu viele existentielle Entscheidungen wollen getroffen werden, und damit tue ich mich immer schwer.

Auf der einen Seite sollst Du ja im Hier und im Jetzt leben und jeden Tag so annehmen, wie er kommt. Auf der anderen Seite kommst Du aber um längerfristige Planungen nicht drumherum, und so schön das Leben im Hier und im Jetzt auch sein kann und mag, das morgen steht unmittelbar vor der Türe, und zwar heute um Mitternacht.

Heute Abend/Nacht ist Halloween, und meine Kinder (die, die ich betreue) gehen heute Abend mit ihren Eltern zu Kostümparties. Natürlich sollte das „Outfit“ recht gruselig sein. So in Richtung Vampir oder Skelett oder so. Die Kids freuen sich schon die ganzen letzten Tage und haben alles Mögliche gebastelt und Kürbisse ausgehölt und ihnen Gesichter gegeben. Voller Aufregung berichten sie, dass sie bis nach Mitternacht heute aufbleiben dürfen.

Morgen ist Feiertag, Allerheiligen, der Tag, an dem wir der Toten gedenken. Für viele von uns ist das aber nur ein freier Tag, und der kommende Freitag gleich dazu ein Brückentag. Ich werde morgen wieder ein Kürbisgericht kochen. Ich habe diese Frucht (oder ist es ein Gemüse?) erst vor kurzem für mich entdeckt und bin einfach nur überrascht und begeistert, wie vielseitig, schmackhaft und günstig sie sind. Ich mag den Kürbis am liebsten als Eintopfgericht, schön scharf gewürzt und sehr wärmend an kühlen Winterabenden.

Uij, eben beim Abendspaziergang mit Mila durchs Dorf kamen uns doch tatsächlich ganz schwarzgekleidete Yedi-Ritter mit orangefarbenen Schwertern entgegen 😉 Wir hatten natürlich ordentlich Respekt vor diesen finsteren Gestalten!

Ich wünsche Euch allen ein schönes Halloween und einen entspannten Feiertag!

Du musst loslassen….

Du musst loslassen. Loslassen ist das Allheilmittel, sagen die Experten. Die Experten dafür, wie man „richtig lebt“.

Wie oft schon habe ich losgelassen. Immer wieder. Freiwillig. Unfreiwillig.

Mit 5 zum ersten Mal. Das war sehr schmerzhaft. Da musste ich meine Mutter loslassen. Von da an war nichts mehr so, wie es einmal war. Ich habe gebetet: lieber Gott (als Kind habe ich immer zu Gott gebetet. Ich dachte, er sei ein alter Mann mit langem weißem Bart auf einem Thron im Himmel) bitte gib mir die Liebe meiner Eltern zurück. Aber er hat sie mir nicht zurückgegeben.

Mit 11 musste ich wieder loslassen. Ich verlor meine Großmutter, sie wurde 75 und hat nicht nur mir, sondern auch meiner Cousine und meinem Cousin so viel Liebe geschenkt, die reicht bis ins heutige Leben. Du musst loslassen, sagte mein Vater – ihr Sohn – damals zu mir. Und brach selbst am Grabe seiner Mutter zusammen. Diesen Anblick trage ich noch heute in mir. Ich habe wieder gebetet: lieber Gott, bitte gib mir meine Oma zurück, sie ist die einzige, die mich so liebt, wie ich wirklich bin. Aber er gab sie mir nicht zurück, ihre Lebenszeit war abgelaufen. Und ich musste loslassen.

Im Laufe der Jahre bin ich zum „Weltmeister in Sachen LOSLASSEN“ geworden. Ich habe mich daran gewöhnt, dass viele Menschen meinen Weg kreuzen, ein Stück mit mir gemeinsam gehen und dann wieder „wie von Geisterhand“ verschwinden, von jetzt auf gleich, so kommt es mir oft vor. Aus heiterem Himmel, wie ich oft denke. Aber das ist ja nur meine Wahrnehmung.

Ich habe Lebenspartner, meine Kinder, Freunde, Arbeitsstellen, meine Gesundheit, Sicherheit und Geld loslassen müssen. Ich bin immer wieder hindurchgegangen, durch die Trauer und durch die Traurigkeit. Ich sagte zu mir selbst: Du schaffst das, Du musst da jetzt irgendwie durch. Ich machte weiter, und tue es ja immer noch, oft mit zusammengebissenen Zähnen.

Als aber meine Hündin Mila am 6. Oktober verschwand, da habe ich zum ersten Mal „aufgemuckt“. Da habe ich am vierten Tag „zu denen da oben“ gesagt: jetzt ist Schluß! Ich verlange augenblicklich – im Hier und im Jetzt – und auf der Stelle – meinen Hund zurück. Ich bestehe darauf und ich befehle es! Und ich akzeptiere nur noch positive Lernerfahrungen voller Liebe, Freude und Wärme in meinem Leben.

Das ist alles, was ich noch akzeptiere!

 

Autumn Leaves

Die Blätter fallen schon! Obwohl wir erst den 19. September haben. Kommt mir das früher vor als sonst? Oder meine ich das nur?

Bei Andrea habe ich eben gelesen, dass übermorgen die Tag-und Nachtgleiche ist, wenn der Tag und die Nacht die gleiche Länge haben!

Gestern im Supermarkt vor mir an der Kasse stand ein Mann, der hat Federweißer eingekauft. Ich sage zu ihm: wie bitte, ist das schon wieder so weit? Ist die Zeit schon wieder da für all die herbstlichen Dinge? Ich sehe überall Herbstdekorationen, Herbstblumen, fallende Blätter, im Feld eben mit Fräulein Smilla war es sehr frisch.

Irgendwie habe ich den Sommer nicht gefühlt und gespürt in diesem Jahr, weder auf meiner Haut noch in meinem Herzen. Es wollte sich keine rechte Wärme einstellen. Und die wenigen warmen Tage, die wir hatten, haben hieran auch nichts ändern können.

Seit gestern Abend ist meine Heizung an, der Vorrat an Teelichten und Räucherstäbchen ist aufgefüllt, und Badezusätze stehen auch bereit für kalte Herbstabende!

Aber innerlich bin ich noch nicht wirklich bereit!