Unfassbar….

….dass dieser Sommer schon wieder vorbei ist. Irgendwie habe und hatte das Gefühl, gar keinen Sommer gehabt zu haben.

Während Anita und Ellen darüber posten, wie grandios dieser Sommer war, kann ich nur sagen: das war seit langer Zeit der unschönste Sommer.

Nichts bewegt sich seit Anfang dieses Jahres. Dabei sollte es doch „mein“ Jahr werden. Endlich 60 und in Rente – yippeah das Leben kann kommen. Das Leben kam aber nicht. Vielmehr kam die Stagnation, und sie hält immer noch an. Meine Pläne – die ich ja immer habe – irgendeinen Plan noch in der Tasche – sind allesamt nicht aufgegangen. Das gab es eigentlich noch nie. Und einen Plan „E“ oder „F“ habe ich jetzt auch nicht mehr. Irgendwie habe ich augenblicklich gar keinen Plan.

Also quasi planlos…….

Dann nervt mich im Augenblick total die Medienberichterstattung. Ich kann nichts mehr hören über Flüchtlinge, große Autokonzerne, die ihre Kunden betrügen, Plagiatvorwürfe an Politiker, misshandelte Hunde in Südeuropa und in Asien. Gibt es denn gar nichts Positives zu berichten? Mich zieht das total runter.

Und dann geh ich in den Wald, atme die frische Luft ein, genieße die Licht- und Farbenspiele – gerade jetzt und ganz besonders im Herbst – und bin dann doch wieder dankbar für die viele Zeit, die ich für mich habe. Ich habe nur noch nicht den richtigen Weg gefunden, sie sinnvoll zu nutzen.

11988693_10204719502976191_1012366718285835097_n 09.06.2013 008

Vielleicht ist das aber auch eine bewegende Zeit des Wandels – und mir dauert das nur wieder alles zu lange……

Ich bin so froh…..

09.06.2013 008

….dass ich endlich 60 bin! 

Nein, ich mache das nicht an der Lebenszahl fest. Das schon gar nicht.

Vielmehr an der Fülle und der Summe der Erfahrungen, die ich in meinem Leben machen durfte.

Im Hier und im Jetzt fühle ich mich frei.

Das, wovon ich mein ganzes Leben lang geträumt habe, als Kind, als Teenager, als junge Frau, als mittelalte Frau, als Mutter, als Ehefrau, als geschiedene Frau, als alleinerziehende Mutter von zwei Kindern, ist heute Wahrheit geworden. Bestand. Ich fühle mich frei.

Ich lebe so, wie ich es möchte.

Das möchte ich für nichts auf diesem Planeten wieder hergeben. Auch wenn nicht so gute Zeiten vorkommen, dennoch weiß ich, dass ich die Unabhängigkeit nicht mehr hergeben möchte.

Mir ist es völlig egal, wie andere mich sehen. Ich muss niemandem gefallen außer mir selbst. 

Sag einmal ehrlich: ist das nicht wundervoll? 

Sicherlich gibt es in meinem Leben einige Dinge, die verbesserungswürdig wären.

Ich würde mich zum Beispiel sehr gerne mehr sportlich betätigen. Oft hindert mich aber mein innerer Schweinehund daran. Aber letztendlich entscheide ich das ja auch selbst. Niemand sonst!

Ich kann so sein wie ich bin. Und wie ich will! 

Es ist so eine gewisse Unbeschwertheit eingetreten. So eine Leichtigkeit. Vieles ist getan, nicht alles, aber doch so manches. Das gibt mir ein gutes Gefühl.

Die Fehler, die ich in meinem Leben gemacht habe, gehören auch dazu. Sie sind Fehler gewesen, aber ich bin ein Mensch, keine Maschine, und ich darf Fehler machen. Ich darf sie auch wieder gut machen. Wenn man mich lässt.

Ich darf verzeihen, vergeben, Liebe geben, tolerant sein – ach ja – das musste ich tatsächlich lernen – und lerne es immer noch – ich darf akzeptieren, das was ist, und so wie Menschen sind.

Ich bin ein Mensch wie so viele andere auch.

Ein Mensch mit Licht- und Schattenseiten.

Immer voller Zuversicht, dass alles gut ist, so wie es ist!

 

 

2013

Mein erstes Jahr als Weight Watchers Coach liegt nun hinter mir. Ich weiß noch, voriges Jahr um diese Zeit, wie aufgeregt ich war, wie ich wochenlang vor Aufregung nicht schlafen konnte, denn im Januar 2013 bin ich mit meinem ersten Treffen gestartet.

Inzwischen bin ich nicht mehr aufgeregt, aber die Freude an der Arbeit, die ist geblieben. Endlich endlich kann ich mit Menschen arbeiten, das tun, was ich mir immer schon gewünscht habe. Nie zuvor habe ich so viel über Menschen gelernt wie in diesem Jahr als WW Coach (und auch über mich).

Was sie motiviert, was sie ihre Ziele verfolgen lässt, was sie durchhalten lässt, aber auch was sie zurückwirft oder gar ganz aus der Bahn wirft. Die Gewichtsabnahme ist für viele Menschen ein sehr sensibles und heikles Thema, viele schämen sich, erzählen gar nicht in der Familie oder im Freundeskreis, dass sie zu einem Treffen gehen um abzunehmen. Über all dies habe ich mir zuvor nie Gedanken gemacht.

Ich habe wirklich viel dazugelernt. Und es gab neben all der privaten Dinge in diesem Jahr wie Verluste, Abschied nehmen, immer wieder der Kampf mit den Ämtern um meine Rechte, den ich als sehr anstrengend empfinde, vor allem aber die vielen wundervollen Momente, die mir die Menschen beschert haben, und die ich als kostbares Geschenk betrachte.

Für das Neue Jahr 2014 gibt es schon ganz konkrete Vorhaben, die alle im Januar und im Februar starten werden, Herausforderungen, auf die ich mich freue, und die mich wieder ein Stück weit wachsen lassen werden.

Ich wünsche Euch allen ein ganz tolles Neues Jahr 2014 mit ganz ganz viel Gesundheit, Liebe und Frieden und möchte auf  diesem Wege gleich auch von Herzen Danke sagen für all den lieben Menschen, die an mich geglaubt und mir immer wieder Mut gemacht haben, wenn ich hoffnungslos war. DANKE…

Dankeschoen

 

Die Dritte „im Bunde“

Ortsvereine

 

 

 

 

 

 

 

 

„Er“ ist wieder da, sagt sie mit erstickter Stimme am Telefon. Ich weiß gar nicht, was ich dazu sagen soll. Diese Nachricht macht mich sprachlos, betroffen, nachdenklich und auch ein wenig ängstlich.

Ich versuche, ihr Mut zu machen. Aber wie geht das, wenn man in solch einem Augenblick selbst keinen hat?

Wir hatten „ihn“ beide vor 6 Jahren. Während sie damals noch viele Monate kämpfen musste, dass „er“ endlich abhaut, war ich ziemlich schnell wieder frei von „ihm“.

Seither habe ich Schritt für Schritt mein Leben radikal verändert. Wie ich finde, immer noch nicht genug, ich könnte noch viel mehr für mich tun, aber man wird mit der Zeit ein bisschen nachlässig im Verändern von alten Mustern. Es läuft ja gut und alles ist superschön und in Ordnung.

Sie nicht, ganz im Gegenteil. Sie hat noch eins oben drauf gesetzt. Sie hat sich noch einmal richtig ins Zeug gelegt, sie hat alles gegeben, und Karriere gemacht (wie sie meint). Sie verdient inzwischen utopisch viel Geld, arbeitet oft abends bis 21 Uhr, und wenn wir uns dann in ihrer knapp bemessenen Zeit endlich mal wieder gesehen hatten, habe ich immer nur gesagt: Pass auf Dich auf. Vergiss nicht, dass da mal etwas war.

Ja ja, hat sie dann immer nur gelacht. Nur noch ein paar Jahre, und dann habe ich so viel Geld zusammen, dass ich kürzer treten kann. Nur noch ein paar Jahre…..

Und dann kommt dieser Anruf von ihr. Am vergangenen Freitag. Und ich bin wieder mittendrin in diesem Film. Das böse K-Wort, vor dem alle Menschen Angst haben. Ich bin sehr nachdenklich. Zumal die Dritte in „unserem Bunde“ vor einem halben Jahr diesen Planeten verlassen musste. Da war „er“ auch nach 6 Jahren zurückgekehrt.

Bleibe dann ja wohl nur noch ich von uns 3 Mädels. Und ich wünsche mir, Kraft genug zu haben, sie durch diese Zeit zu begleiten.

Der Weg des Herzens

 

 

 

 

 

 

Übermorgen ist der 12.12.12!!! Ist das nicht ein tolles Datum? Ich liebe solche Zahlen. In der nächsten Woche dann ist der lang ersehnte und auch gefürchtete 21.12.2012, das Ende des Maya-Kalenders. Vor wenigen Tagen meinte der Sprecher der Morgensendung im Radio: noch 7 Mal schlafen, dann ist Weltuntergang.

Nun ja, an den Untergang der Welt glaube ich schon seit vielen Jahren nicht. Ich glaube auch nicht daran, dass sich am 21.12.12 die Erde auftut und alle nicht „spirituellen“ Menschen hineinplumpsen und nie mehr gesehen werden. Und nur die „spirituellen“ Menschen bleiben hier und bauen eine neue, schönere und bessere Welt.So wird das mit Sicherheit nicht ablaufen.

Was habe ich für Diskussionen mit Menschen geführt, die sich 2012 auf ihre „spirituelle Fahne“ geschrieben haben. Ich bin für solche Dinge einfach viel zu bodenständig.

Trotz aller Bodenständigkeit, trotz meines Pragmatismus, Realismus und auch meines zeitweisen Pessimismus bin ich aber durchaus in der Lage, klar und deutlich die Veränderungen zu sehen da draußen. In meinem kleinen Kosmos und auch im großen.

Das letzte halbe Jahr war sehr anstrengend. Was bist Du mutig, haben viele zu mir gesagt und mir auch geschrieben. Und mich insgeheim bewundert oder aber nur den Kopf über mich geschüttelt so nach dem Motto, jetzt ist ihr gar nicht mehr zu helfen.

Weiterlesen

Du musst loslassen….

Du musst loslassen. Loslassen ist das Allheilmittel, sagen die Experten. Die Experten dafür, wie man „richtig lebt“.

Wie oft schon habe ich losgelassen. Immer wieder. Freiwillig. Unfreiwillig.

Mit 5 zum ersten Mal. Das war sehr schmerzhaft. Da musste ich meine Mutter loslassen. Von da an war nichts mehr so, wie es einmal war. Ich habe gebetet: lieber Gott (als Kind habe ich immer zu Gott gebetet. Ich dachte, er sei ein alter Mann mit langem weißem Bart auf einem Thron im Himmel) bitte gib mir die Liebe meiner Eltern zurück. Aber er hat sie mir nicht zurückgegeben.

Mit 11 musste ich wieder loslassen. Ich verlor meine Großmutter, sie wurde 75 und hat nicht nur mir, sondern auch meiner Cousine und meinem Cousin so viel Liebe geschenkt, die reicht bis ins heutige Leben. Du musst loslassen, sagte mein Vater – ihr Sohn – damals zu mir. Und brach selbst am Grabe seiner Mutter zusammen. Diesen Anblick trage ich noch heute in mir. Ich habe wieder gebetet: lieber Gott, bitte gib mir meine Oma zurück, sie ist die einzige, die mich so liebt, wie ich wirklich bin. Aber er gab sie mir nicht zurück, ihre Lebenszeit war abgelaufen. Und ich musste loslassen.

Im Laufe der Jahre bin ich zum „Weltmeister in Sachen LOSLASSEN“ geworden. Ich habe mich daran gewöhnt, dass viele Menschen meinen Weg kreuzen, ein Stück mit mir gemeinsam gehen und dann wieder „wie von Geisterhand“ verschwinden, von jetzt auf gleich, so kommt es mir oft vor. Aus heiterem Himmel, wie ich oft denke. Aber das ist ja nur meine Wahrnehmung.

Ich habe Lebenspartner, meine Kinder, Freunde, Arbeitsstellen, meine Gesundheit, Sicherheit und Geld loslassen müssen. Ich bin immer wieder hindurchgegangen, durch die Trauer und durch die Traurigkeit. Ich sagte zu mir selbst: Du schaffst das, Du musst da jetzt irgendwie durch. Ich machte weiter, und tue es ja immer noch, oft mit zusammengebissenen Zähnen.

Als aber meine Hündin Mila am 6. Oktober verschwand, da habe ich zum ersten Mal „aufgemuckt“. Da habe ich am vierten Tag „zu denen da oben“ gesagt: jetzt ist Schluß! Ich verlange augenblicklich – im Hier und im Jetzt – und auf der Stelle – meinen Hund zurück. Ich bestehe darauf und ich befehle es! Und ich akzeptiere nur noch positive Lernerfahrungen voller Liebe, Freude und Wärme in meinem Leben.

Das ist alles, was ich noch akzeptiere!

 

Der tollste Hund der Welt

Was machst Du, wenn Du nicht mehr weiter weißt? Wenn Du ganz am Boden bist, total traurig und verzweifelt?
Wer oder was gibt Dir in solchen Situationen die Kraft, weiter zu machen, Dein Vertrauen nicht zu verlieren?

Am vorigen Samstag ist etwas ganz Schreckliches passiert. Viele von Euch haben es ja über Facebook mitbekommen.

Ich hatte einen Termin für Weight Watchers in Hilden, wo eine sehr liebe Bekannte von mir wohnt. Als sie davon hörte, schlug sie gleich vor, ich solle doch vorher die Mila zu ihr bringen, sie könne für die Zeit dann bei ihr im Garten sein (Mila liebt Garten und Rasen über alles), und ich könne ganz entspannt zu dem Termin gehen. Und im Anschluß daran könnten wir dann noch in die Stadt, einen Kaffee trinken.

Gesagt getan. Mila liebt Autofahren, und so kam es, dass ich sie am vergangenen Samstag morgen zu meiner Bekannten brachte, um dann weiter zum Termin zu fahren. Wovon ich nichts wusste war die „tolle Idee“ meiner Bekannten. Ich hatte gerade im Weight Watchers Treffen in Hilden Platz genommen, da klingelte mein Handy. Nach einem kurzen Blick auf das Display sah ich: es war meine Bekannte. Ich nahm das Gespräch entgegen, und hörte nur ein Schluchzen und Keuchen, dann schrie sie in das Handy: die Mila ist weg. Sie ist abgehauen. Ich entgegnete: ich komme sofort, sprang auf und bretterte mit dem Auto zurück zu ihrer Wohnung, wo sie aber gar nicht war. Ich hatte bis dahin keinerlei Ahnung davon, dass die Bekannte mit meinem Hund in die Innenstadt in ein Parkhaus gefahren war, um mich „zu überraschen“. Mila ist Parkhäuser und Tiefgaragen aber nicht gewöhnt, sie bekam Panik und hat sich schlicht und ergreifend losgerissen. Meine Bekannte hat die Leine fallen lassen und mein Hund ist wie von der Tarantel gestochen weg, kreuz und quer durch ganz Hilden (das ist übrigens 25 km von meinem Heimatort entfernt), bis sich ihre Spur verlor.

Ich kann Euch gar nicht beschreiben, wie ich mich gefühlt habe. Solch ein tiefer Schmerz und diese Traurigkeit, die mich überfielen. Jegliches Rufen und Suchen blieb erfolglos, und dann begann es auch noch in Strömen zu regnen, so dass wir irgendwann aufgaben.

Ich habe dann sogleich im Tierheim Hilden angerufen und sie bei der Polizei als vermisst gemeldet. Es wurde immer später am Tag, und der Abend rückte immer näher, ich war so verzweifelt, mein Hund ganz alleine in einer ihr völlig fremden Umgebung, und bald würde die Dunkelheit hereinbrechen. Ich weiß gar nicht, wann ich zuletzt so viel geweint habe wie in dieser Nacht nach ihrem Verschwinden.

Am nächsten Tag – am Sonntag, dann am Montag und am Dienstag fuhr ich wieder nach Hilden, überall hängte ich Bilder von Mila auf, zeigte den Leuten ihr Foto, Radio Neanderthal brachte die Suchmeldung in regelmässigen Abständen, nichts.

Zum Zeitpunkt ihres Verschwindens trug Mila ihr lilafarbenes Geschirr, woran eine kleine Plombe mit meiner Adresse und Telefonnummer befestigt war. Ich dachte, es muss sie doch jemand gefunden haben und mich anrufen. Die schrägesten Gedanken purzelten durch meinen Kopf, ich war am Ende. Ein Tag nach dem anderen verstrich, nichts, kein Bild, kein Ton, niemand hatte meine Hündin gesehen.

Die ganzen Tage habe ich immer wieder gebetet. Ich habe die Engel angerufen und die Geistige Welt und das Universum beschworen, meine Hündin und mich wieder zusammen zu führen. Es konnte doch nicht sein, dass dieser kleine Hund, der so lange alleine auf den Straßen Spaniens unterwegs war, nach nur drei Monaten wieder fort sein sollte? Ich konnte es einfach nicht verstehen, niemand konnte es verstehen. Jeder schüttelte nur fassungslos den Kopf, wenn ich diese Geschichte erzählte.

Am Mittwoch morgen stand ich total niedergeschlagen auf. Gleich um 10.00 Uhr sollte ich ein Treffen leiten, welches von einem „Quality Coach“ von Weight Watchers beaufsichtigt wurde. Ich war sooo schlecht, so empfand ich das zumindest. Mein Hund war schon seit vier Tagen und vier Nächten fort, ich hatte überhaupt nicht mehr geschlafen, und ich machte mir die größten Sorgen, denn nun wurde es langsam eng, zumal es nachts schon ziemlich kalt wird zur Zeit.

Am Nachmittag konnte ich es nicht mehr aushalten, ich griff zu meinem Telefon und versuchte, das Tierheim in Hilden noch einmal anzurufen. Ich wollte wissen, was ich sonst noch tun könnte, um meinen Hund zu finden. Aber es lief nur ein Band, und noch während ich die Ansage abwartete klingelte mein Handy. Eine unbekannte Nummer. Da wußte ich, mein Hund war irgendwo aufgetaucht. Und so war es.

Mila war kilometerweit gelaufen, hatte irgendwie noch die A3 passiert, und saß nun bei wirklich sehr sympatischen hundeerfahrenen Menschen im Garten. Dieser Garten grenzt an ein Waldgebiet an, und dort war Mila bereits am Dienstag nachmittag zum ersten Mal aufgetaucht. Als sie dann Mittwoch nachmittag wieder in diesem Garten saß, haben die Leute das Tierheim Hilden angerufen, wo man meine Telefonnummer hatte. Welch ein unendliches Glück. Mit einem Stückchen Leberwurst haben die netten Leute die Mila dann ins Haus gelockt, und ich bin so schnell ich konnte über die Autobahn gebrettert, um meinen Hund wieder nach Hause zu holen.

Die „Dame“ hatte sich ihr Geschirr abgestreift, vermutlich ist sie mit der Leine irgendwo hängen geblieben und konnte nicht mehr weiter. Damit hatte sich mich auf unseren Spaziergängen schon oft genug zur Weißglut gebracht, wenn sie – störrisch wie sie nun mal ist – keine Lust mehr hatte weiterzugehen. Dann steigt sie einfach aus dem Geschirr aus und legt sich hin und beobachtet, wie ich reagiere 😉

War das eine Wiedersehensfreude, ich kann mein Glück immer noch nicht fassen. Mein Hund war vier Tage und vier Nächte fort und ist unbeschadet – nur fürchterlich stinkend – wieder zu mir zurückgekommen. Zu Hause angekommen ist sie gleich auf ihre Decke gesprungen, hat sich niedergelegt und bis zum nächsten Morgen tief und fest geschlafen. Und ich habe einfach nur dagesessen und meinen Hund angeschaut.

Und mich tausend Mal bedankt. Beim Universum, bei den Engeln, oder bei wem auch immer – sie ist wieder da, und ich bin der glücklichste Mensch auf der ganzen weiten Welt. Und ich habe den tollsten Hund, den die Welt jemals gesehen hat 😀

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende, genießt es.

Eure Dori

01.01.2013

Oh, dachte ich, was kommt denn da für eine Frau ins Seminar? Was kommt denn da auf mich zu? Aber dann entschied ich mich, absolut neutral zu sein und zu schauen. Und es kam eine Frau, die absolut offen ist, empathisch, souverän die ihr gestellten Aufgaben meistert, die Menschen mitreißen und da abholen kann, wo sie stehen. Herzlichen Glückwunsch, ich freue mich, dass Sie hier waren.

Und ich sitz da und heule. Vor Freude und ja, auch vor Erleichterung. Jeder Seminarteilnehmer erhält zum Abschluss eine persönliche Ansprache, bevor die Urkunde und das Namensschild überreicht werden.

Doris Kellers – Coach

Was ich hier erfahren habe ist: wertschätzende Neutralität. Ich habe mir lange überlegt, wie ich es am besten benennen könnte. Ich glaube, das hier trifft es ganz genau.

Es war doch ein enormer Druck die letzten Wochen, all das viele Lernen, und dann die negative Beurteilung aus dem vorhergegangenen Seminar. Damals wollte ich alles hinschmeißen und habe dann aber doch weitergemacht. Nach vielen Überlegungen, Selbstzweifelattacken und Gesprächen mit wohlmeinenden Menschen habe ich die Entscheidung getroffen, diesen Weg trotz der Hürde weiterzugehen. Weil ich es mir so sehr gewünscht habe.

In diesem Seminar hier haben wir drei intensive Tage lang Moderations- und Motivationstechniken gelernt. Bei jedem „Auftritt“ wurden wir gefilmt, und was im Vorfeld für mich so befremdlich war – von einer Kamera aufgenommen zu werden bei allem, was ich tue – hat sich im Nachhinein als Gewinn herausgestellt. Denn zum einen durfte ich erstmals bewusst wahrnehmen: ich habe ja abgenommen! Ich bin schlank! Wahnsinn. Und dann durfte ich sehen – und nicht nur fühlen: dies da ist mein Element. Ich bin wie elektrisiert und energetisiert und fühle mich absolut glücklich. Dieses Gefühl habe ich mein ganzes langes Berufsleben lang gesucht. Und ehrlich: im Prinzip ist es doch egal, welches System oder Produkt dahinter steht, Hauptsache es ist etwas, das den Menschen weiterhilft. In diesem Fall kommt erfreulicherweise noch hinzu, dass ich absolut begeistert bin und es „am eigenen Leibe“ erfahren durfte: es funktioniert auf gesunde Art und Weise, und geniessenderweise durfte ich auch noch abnehmen 😉

Am kommenden Donnerstag Abend werde ich mein erstes Treffen ganz alleine führen und moderieren, in den Räumlichkeiten meiner Mentorin. Bis dahin will ich noch üben und mich auf das „Thema der Woche“ vorbereiten. Und mich dann „ins Vergnügen“ stürzen.

Ach ja, im Gegensatz zu den anderen Teilnehmern bin ich die ganze Zeit absolut ruhig. Ich bleibe in meiner Mitte, und so oft es mir möglich ist, entspanne ich mich mit der Ultramind ESP Methode. Kurz vor den Prüfungen konzentriere ich mich auf mich selbst und sage in Gedanken: liebes Universum, wenn dies mein Weg ist, dann werde ich es auch schaffen. Und ich schaffte es.

Ein schöner Nebeneffekt: drei Tage durfte ich in einem schönen Hotel in Düsseldorf sein inklusive Übernachtung. Ich bin doch so gerne im Hotel. Die Atmosphäre und das Kommen und Gehen und all die vielen unterschiedlichen Menschen faszinieren mich. Und das Essen hier ist absolut hervorragend, die Zimmer groß, hell und freundlich. Und ich denke: was habe ich es doch gut. Die anderen Teilnehmer kommen aus Berlin, München, Siegen, Saarlouis und müssen die Reisekosten selbst tragen. Ich fahre mal eben 15 km über die Brücke und bin da. Ein weiteres Geschenk. Ihr merkt es sicherlich beim Lesen: ich bin absolut dankbar für diese bereichernde Erfahrung.

Und dann komme ich nach drei Tagen nach Hause in meine Wohnung (den vor Wiedersehensfreude sich überschlagenden Hund im Schlepptau) und denke: wow, was habe ich doch für eine schöne Wohnung. Auch voll Dankbarkeit.

Es gibt viel zu tun in den nächsten Wochen, packen wirs an. Hoffentlich lehne ich mich jetzt nicht zu weit aus dem Fenster, aber der Stichtag soll sein:

01.01.2013

Wege des Lebens

Geht Dir das auch so? Morgens nach dem Aufwachen, der Wecker hat zwar schon geklingelt, aber Du hast noch ein kleines bisschen Zeit, liegen zu bleiben. Und wach bist Du auch noch nicht richtig. Da kommen die tollsten Gedanken. Bei mir ist das zumindest so. Kürzlich sagte eine Freundin zu mir: wieso stehst Du eigentlich immer so früh auf? Du müsstest das doch gar nicht. Doch, denn ich liebe die ganz frühen Morgenstunden, zwar noch halb verschlafen bin ich da wirklich am kreativsten. Meine besten Posts habe ich in den Morgenstunden geschrieben. Auch liebe ich die Morgenspaziergänge mit meiner Hündin im Feld, wenn noch niemand unterwegs ist, die Luft nach der Nacht frisch und klar ist und man kaum eine Geräusch hört.

Im Augenblick habe ich das Gefühl, es verwischen sich in meinem Leben alle Konturen. Es gibt eigentlich gar keine Konstante mehr. „Früher“ stand ich jeden Tag zu einer bestimmten Uhrzeit auf, setzte mich in mein Auto, fuhr eine bestimmte Strecke, war 8 – 10 Stunden in einer Firma, bekam am letzten des Monats dafür mein Gehalt. Auch sonst verlief mein Leben mehr oder weniger in sehr festen Strukturen. Unter anderem aus dem einfachen Grunde, dass ich sonst andere Aktivitäten zeitlich einfach nicht geschafft hätte. So ging das eigentlich jahrein jahraus. Manchmal gab es spezielle Highlights, um ein Jahr von dem anderen unterscheiden zu können. Die Hochzeiten meiner Kinder oder die Geburten meiner Enkel, oder ein besonderer Urlaub wie die Ägyptenreise, die ich nie vergessen werde.

Aber konstante „Säulen“ sind in meinem Leben irgendwie nicht mehr vorhanden, zumindest nicht im Außen. Jeder Tag bringt Neues, neue Herausforderungen, neue Menschen, neue Überlegungen, neue Ideen. Auch gehen Abschnitte einfach zu Ende. So fängt meine Tochter am 1. September nach 2-jähriger Elternzeit wieder an zu arbeiten und der Mo geht zu der Tagesmutter. Auch diese schöne und intensiv von mir erlebte Zeit geht jetzt zu Ende. Für alle mit einem lachenden und einem auch weinenden Auge. Besonders für mich.

Doch jetzt soll (und muss es auch) für mich wieder weitergehen. So schön diese lang ersehnte Auszeit auch für mich gewesen ist, so sehr wünsche ich mir jetzt auch neue Herausforderungen und neue Aufgaben. Das erste Seminar zu meiner Ausbildung als WW-Couch steht unmittelbar bevor, und dies wird eins meiner „Standbeine“ sein, dieser Aufgabe sehe ich mit großer Freude entgegen. Aber wie immer, wenn Abschnitte zu Ende gehen in meinem Leben, treten auch wieder ganz neue Menschen ein. Durch Fräulein Smilla habe ich so viele Kontakte zu sehr netten Menschen gefunden, und wenn ich Lust auf ein nettes Gespräch habe, dann wähle ich zu einer bestimmten Uhrzeit einen bestimmten Weg.

Irgendwann vor vielen Jahren habe ich mir einmal gewünscht, irgendwann angekommen zu sein. So wie meine Schulfreundinnen, die alle schon 30 oder 35 Jahre verheiratet sind, mit ihren Ehegatten in ihren Häuschen leben, zwei Mal im Jahr in Urlaub fahren, und jetzt in die Frührente gehen. Bei solchen Gedanken grummele ich manchmal und denke: warum ich nicht? Ja warum eigentlich nicht liebe Dori?

Weil ich mich für ein anderes Leben entschieden habe. Irgendwann einmal. Und so wie es ist, ist es auch gut. Denn es ist MEIN LEBEN!