Unter keinen Umständen

Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen, wenn ich es kann.

Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt.

Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas zu sehnen und es zu verwirklichen, Schiffbruch zu erleiden und Erfolg zu haben.

Ich lehne es ab, mir den eigenen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten als ein gesichertes Dasein führen, lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolges als die dumpfe Ruhe Utopiens.

Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen, dies ist mein Werk.

(Albert Schweitzer)

Absichtserklärungen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Also bei mir ist das so: wenn ich einen Gedanken habe, irgend etwas zu tun oder haben zu wollen, dann kann ich ziemlich sicher sein, dass irgend etwas passiert in meinem Leben.

Kürzlich hatte ich den Gedanken, dass ich zum 1. April wieder arbeiten möchte. Ich bin dann ein ganzes Jahr daheim gewesen (das hatte ich mir doch so sehr gewünscht), aber irgendwie reicht das jetzt, wie ich finde. Ich hatte genügend Zeit, alles zu tun, was ich tun möchte, konnte mich um Kinder, Enkelkinder und um meine Mutter kümmern, die Freunde kamen auch nicht zu kurz, aber jetzt möchte ich wieder in die „große weite Welt“ hinaus. Ich habe eine konkrete Vorstellung von dem, was ich gerne tun möchte und wo ich auch gerne sein möchte, das könnte die Sachen vereinfachen oder erschweren, je nachdem, wie man es betrachtet.

Ob das mit der Absichtserklärung klappt, werden wir sehen. Fakt ist aber, dass ich in der vorigen Woche drei Jobangebote hatte (wie aus heiterem Himmel), die mir jedoch alle nicht zusagten. Sei es von der Erreichbarkeit her oder vom Aufgabengebiet, da konnte ich gleich aus meinem tiefen Herzen sagen, „das möchte ich nicht“. In solchen Fällen verlasse ich mich ganz auf mein Bauchgefühl.

Ich bin selbst gespannt, wie es nun weitergeht mit mir, allerdings liegen meine Karten so etwas von gut, eigentlich kann da gar nichts mehr schiefgehen 😉

Die Tür ist wieder offen…

Leben heißt lernen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(gefunden bei der lieben Jrene, die leider viel zu selten noch bloggt)

Leben heißt lernen,
dass wir uns Zeit nehmen müssen,
wenn wir welche haben wollen;
dass wir verantwortlich sind
für Gedachtes und Nichtgedachtes,
Gesagtes und Nichtgesagtes,
Getanes und Nichtgetanes;
dass der Sinn des Lebens
darin liegt, immer die Liebe
und das Leben im Sinn zu haben.

Leben heißt lernen,
dass es nicht darauf ankommt,
ob wir uns etwas schenken,
sondern darauf, ob wir imstande sind,
uns gegenseitig etwas zu geben;
dass das Wesen des Lebens
die Veränderung ist;
dass wir Liebe säen müssen,
wenn wir Liebe ernten wollen.

Leben heißt lernen,
die Kunst der Gelassenheit auszuüben:
das Weglassen, das Zulassen,
das Loslassen;
dass die schwierigste Aufgabe
unseres Leben darin besteht,
nie aufzugeben;
dass unser Mensch-Sein untrennbar
mit dem Mensch-Werden verbunden ist.

Ernst Ferstl

Wißt Ihr noch?

Am 21. Januar 2009 habe ich mir – wie Millionen anderer Menschen auch – den Amtseid von Barrack Obama angeschaut. Das weiß ich so genau, weil ich gerade in meinem alten Blog gestöbert habe.

Es ist erst drei Jahre her, damals waren wir Menschen alle in eine sehr hoffnungsvollen Stimmung. Yes we can – das war doch unser Lieblingsslogan. Plötzlich fühlten sich alle so stark und unverwundbar. Ich kann mich noch genau erinnern, wie motiviert viele von uns waren, energiegeladen, positiv denkend, entschlossen bis zum geht nicht mehr, das Beste aus ihrem Leben zu machen. Zusammen mit den anderen, denn nur gemeinsam ist man stark.

Ich frage mich, wo diese Aufbruchstimmung geblieben ist. Es kommt mir nicht so vor, als hätten die Menschen noch die Ärmel hochgekrempelt. Ich habe vielmehr die Wahrnehmung, dass jeder um den Erhalt seiner eigenen kleinen Welt kämpft und versucht, so gut es nur eben geht seinen Weg weiterzugehen. Viele kommen mir müde vor, andere resigniert, andere wieder sehr gestresst, kurz vor dem Burn-out stehend, es hakt an allen Ecken und Kanten und es geht irgendwie nicht richtig voran.

Ist das jetzt nur meine eigene Wahrnehmung oder empfinden andere genauso?

Sicher sein

Für die liebe Katerwolf Und für UNS ALLE!

Tja, sagt sie, einer der wenigen Engel auf Erden, die ich kennenlernen durfte.

Meine Frauenärztin.

Sie gelten ja jetzt als GEHEILT. Die 5 Jahre sind nun rum. Wenn jetzt noch die Blutwerte stimmen, und davon gehe ich aus, dann ist alles vorbei! Sie brauchen jetzt nur noch 1 Mal pro Jahr zur Untersuchung kommen.

Was? Nur noch 1 Mal pro Jahr? Oh!!! Was hat mir das für eine Sicherheit gegeben. Anfangs alle 3 Monate. Das war so gut. Immer war der Befund ok. Sprich: kein Befund.

Dann nach 6 Monaten: der Befund war immer noch o.k.

Sie sagt: Sie gefallen mir so gut, so wie Sie jetzt sind. Ich weiß noch anfangs, wie ängstlich Sie waren.

Ich: ich war überhaupt nicht ängstlich, ich war total cool, ich war so was von cool, ich war obercool! Ich war der coolste Mensch überhaupt, in diesem Universum!

Sie lacht mich an und sagt: Ja, das wollten Sie den Menschen vermitteln. Aber tief in ihrem Herzen hatten Sie Angst. Und Sie sind ein ganz weicher und verletzlicher Mensch, das habe ich schon bei unserer ersten Begegnung erkannt.

Ich: Aber ich dachte, das merkt niemand. Ich wollte doch nie, dass jemand meine Angst sieht. Dass ER jemals zurückkehren könnte. Der Krebs.

Sie: Ja, das was sie nach AUSSEN ausstrahlen wollen, das ist auch okay. Aber das sind Sie nicht. Sie sind tief in Ihrem Inneren eine weiche, eine sehr verletzte und verletzbare Frau.

Aber, sagt sie: Es ist okay, wenn Sie sich so darstellen wollen. Das Leben für alleinstehende Frauen ist nicht leicht, in dieser Gesellschaft, und schon gar nicht, wenn sie erkrankt sind.

Sagen Sie einmal, wie wollen Sie Ihre Genesung eigentlich nach diesen 5 Jahren feiern?

Äääähm – keine Ahnung im Moment. Ist es nicht schön, dass andere Menschen Dich ERKENNEN KÖNNEN? Ist das nicht wundervoll?

Für meine Umwelt, vor allem für meine Kinder, auch für meine Mutter, spiele ich diese Rolle: die toughe Dori, die nullkommanull Angst vor einem Rezidiv hat – als ob es die Krebserkrankung nie gegeben hätte. Das hat mich oft sehr viel Kraft gekostet! Immer dachte ich, es merkt niemand.

Fakt ist: ich hatte wieder einmal Angst – vor der Nachuntersuchung. Aber wem soll ich das erzählen? Es gibt da niemanden.

Also: heute ist wieder ein weiterer Felsbrocken von meinem Herzen gefallen, und ich bin dankbar, für das Ergebnis, für den Glauben, an mich, durch andere, aber auch durch mich.

Dass ich das bis hierhin geschafft habe!


One Moment in Time

Da sitze ich hier und schreibe, im Hintergrund läuft leise – wie meistens – mein Lieblingsradiosender – und da kommt die Meldung, dass sie gestern verstorben ist. Im Alter von nur 48 Jahren. Jetzt bin ich traurig.

Ihre Musik hat mich durch ein ganz wichtiges und schönes Kapitel meines Lebens begleitet. Ich war immer traurig in den letzten Jahren, wenn ich mal wieder eine Schreckensmeldung über sie gehört und gelesen habe. Eine wunderschöne und hoch talentierte Frau, aber wohl sehr sehr unglücklich? Oder nicht überlebensfähig?

Davon hatten wir ja die letzten Jahre viele, nicht nur weibliche Künstler, auch männliche, die plötzlich und unerwartet und oft aus unerklärlichen Gründen nicht mehr da sind. Ich möchte jetzt keine weiteren Namen nennen.

Offensichtlich sind viele Menschen doch sehr betroffen – so wie ich – denn der Radiosprecher sagt, es sind seit dem Tod von Michael Jackson nie wieder so viele Mails im Studio eingegangen wie heute morgen.

In Erinnerung an Whitney Houston: ONE MOMENT IN TIME!

 

Nichts ist für immer

FREIHEIT. Was bedeutet dieses wirklich „große Wort“ für Dich?

F R E I H E I T

Fühlst Du Dich frei oder hast Du das Gefühl, fremdbestimmt zu sein?
Tust Du Dinge, die Du in Wirklichkeit gar nicht tun möchtest, wozu Du Dich aber gezwungen oder verpflichtet fühlst?
Oder hast Du den absolut glücklichen Status, nur noch das machen zu können, was Du wirklich willst?

Ich habe viele Jahre meines Lebens geglaubt, Freitheit sei finanzieller Wohlstand und finanzielle Unabhängigkeit. Weil ich viele Jahre im absoluten Mangel gelebt habe, leben musste, aufgrund von äußeren Umständen, die jetzt hier nichts zur eigentlichen Sache tun. Ich habe immer gedacht, wenn ich genug Geld hätte, mir alles kaufen könnte, was ich mir wünsche, und all das tun könnte, was ich will, ohne Geldprobleme zu haben, dann wäre ich wirklich frei.

Weit gefehlt!

Seit dem Eintritt in das Arbeitsleben mit 19 Jahren hatte ich immer sogenannte sichere Arbeitsplätze gehabt, habe abschnittsweise sogar gut verdient. Trotzdem fühlte ich mich nie frei und hatte auch nie Geld, im Gegenteil, ich fühlte mich wie in Ketten gelegt oder wie in einen Schraubstock eingezwängt, ich fühlte mich IMMER im Mangel.

Kennst Du dieses Gefühl?

In der wenigen Freizeit, die ich hatte, verfügte ich letztendlich nicht mehr über die Kraft und über die Energie, Dinge zu tun, die mir Freude bereiten. Und letztendlich WUSSTE ich nicht einmal mehr, WAS mir Freude bereitet. Ich hatte meine Lebensfreude verloren, und fühlte mich über alle Maßen unfrei.

Wen wundert es da noch, dass sich Krankheiten einstellten, eine nach der nächsten? Mich nun nicht mehr!

Und nun? Ich bin seit Oktober 2011 arbeitslos, bekomme 60 % meines letzten Nettoeinkommens von der Agentur für Arbeit, was nicht wirklich viel ist. Wie kann das sein, dass ich mich nun nicht mehr im Mangel fühle? Ich bin selbst jeden Tag überrascht, wie wenig ich brauche, um mich glücklich zu fühlen.

Denn ich habe ZEIT! Inzwischen durfte ich lernen, dass das Wort FREIHEIT für mich persönlich nicht finanziellen Reichtum bedeutet, sondern ZEIT ZU HABEN FÜR MICH!

Ich bin für niemanden mehr verantwortlich, außer für mich selbst. Mutter, Kinder, Enkelkinder sind alle bestens versorgt und guter Dinge.

Ich laufe jeden Tag, nein ich GEHE, mit den Stöcken, und auch ohne, halte mein Gesicht in die Luft und in den Wind und bin fit wie ein Turnschuh. Auch das verstehe ich unter meiner neu gewonnenen FREIHEIT.
Was für eine schreckliche Nebenwirkung 😀

Und ja, ich fühle mich in der absoluten Fülle – mit nix an Geld – trotz all der finanziellen Herausforderungen, die sich immer wieder stellen, tagtäglich, die ich aber annehme. Ohne Panikgefühl wie früher, sondern in GELASSENHEIT.

Vielleicht liegt das an meiner Bereitschaft, alles loszulassen. Nichts ist für die Ewigkeit.

Und wenn der Tag kommt, dass ich meine Zeit (Freiheit) wieder anderweitig einsetzen möchte, dann werde ich das mit der ganzen Freude meines Herzens tun!

Tautropfen

 

 

 

 

 

 

 

Sie stand, regungslos, verschlossen, zwischen all den anderen Blumen auf einer Waldlichtung. Sie wusste, dass es an der Zeit war, aufzublühen, zu zeigen, wie ihre Blüte aussah, doch sie zögerte noch. Obwohl sie die warmen Sonnenstrahlen spürte und den Wind, der sie streichelte, hatte die Blume Angst.

„Was, wenn ich kleiner bin, schwächer und häßlicher als all die anderen Blumen da draußen? Wofür sollte ich dann aufblühen, ich ginge doch nur unter in der Pracht der anderen.“

Dieser Gedanke ließ ihr keine Ruhe, er fraß sich tief in ihr Inneres und die Angst der kleinen Blume wuchs mit jeder Vorstellung von der Außenwelt mehr. Doch umso mehr wollte sie auch blühen; umsomehr drängte sich der Wille zum Leben in ihr kleines Herz. So vergingen die Tage, bis der Zeitpunkt kam, an dem die kleine Blume glaubte, aufgrund ihres Zögerns sterben zu müssen, bevor sie richtig erwacht war.

Um sie herum war es still, denn es war eine kalte klare Nacht hereingebrochen, in der alles, was lebte, sich kauernd zu schützen versuchte. „Jetzt kann mich wenigstens niemand sehen, wenn ich meine Knospe öffne“, dachte sie und wagte einen vorsichtigen Blick hinaus. Sie sah zu einem funkelnden Stern empor. Auf magische Weise fühlte sich die Blume von seinem Glanz berührt und getrieben von Neugierde und Faszination öffnete sie ihren Kelch und streckte sich dem Nachthimmel entgegen.

Sie erkannte, daß ihre Blütenblätter blau waren, dunkelblau. In eben derselben Farbe wie der Himmel, der sich über ihr erstreckte. In ihrer Mitte lag ein Tautropfen, der das Funkeln der Sterne aufnahm und tausendfach zurückwarf. Plötzlich begriff die Blume.

Die Welt über ihr in ihrer Endlosigkeit spiegelte sich auf ihrer Blüte wieder, vereinigte sich in ihr! Sie begriff, dass der Sinn ihres Blühens die Geburt einer neuen Welt war, ihrer Welt. Leidenschaftlich und taumelnd vor Freude entfaltete sie all ihre Pracht und vergaß dabei ganz die Kälte um sich herum. Wie eine Träne des Glücks perlte der Tautropfen über ihre zarten Blütenblätter und tropfte neben ihr ins Gras.

Noch in derselben Nacht erfror die Blume.

Ein paar Tage später trat an eben der Stelle, wo der Tautropfen niedergefallen war, ein kleiner Sproß ans Licht. Er wuchs schnell und hoch und entfaltete gleich darauf eine wunderschöne tiefblaue Blüte. Die Blume hatte verstanden. Jetzt wußte sie, was es heißt zu leben.

Verfasser: mir unbekannt

Immer euphorisch

 

Scheitern,
aber nicht verbittern.

Betrogen werden,
aber nicht betrügen.

Illusionen aufgeben,
aber nicht die Hoffnung.

Enttäuschungen erleiden,
aber nicht resignieren.

Sich abfinden,
aber nicht abstumpfen.

Belogen werden,
aber aufrichtig bleiben.

Träume verlieren,
aber nicht das Träumen.

Immer euphorisch bist Du, wenn Du neue Menschen kennenlernst – sagt sie – die Ruth. Hast Du Dich wieder einmal blenden lassen? Streicht mir über den Rücken und sagt: Bleib immer bei Dir. Aber bleib auch so, wie Du bist. Gerade Deine kindliche Offenheit und Zuneigung, den Menschen gegenüber, das mag ich an Dir so, auch wenn Du jetzt wieder enttäuscht worden bist, das ist halt das Leben. Das erfahren wir alle, immer wieder mal.

Du musst Dich mehr hineinfühlen, nicht so sehr auf die Äußerlichkeiten achten, noch mehr fühlen. Mit Deinem Herzen. Mehr spüren. Dabei dachte ich, ich sei immer schon ein sehr fühliger Mensch gewesen. Wohl doch nicht?

Dann drückt sie mich noch ein letztes Mal, und fährt los. 1300 km. Nach Bilbao. In ein neues Leben, so wie sie hofft. Wer möchte schon nicht ein neues Leben?

Auch sie ist jemand, der sofort jeden Menschen in sein Herz schließen möchte.

Ich wünsche mir, dass auch sie das beibehält. Egal was noch passiert und uns begegnet, auf unserem Weg. Wir können ja gar nicht anders sein. Irgendwie!

Quelle: Gabriela Shala

Aufgaben

Welche Aufgaben hat eigentlich ein „Mr. President„?
Diese Frage stelle ich mir inzwischen tagtäglich!

Selbst auf „die Gefahr hin“, dass ich hierzu keine Kommentare bekomme (ich habe festgestellt, dass bei solch brisanten Themen die Kommentare oftmals ausbleiben), muss ich dies heute dennoch mal einstellen. Weil mich diese Frage beschäftigt.

Wir haben schon viele Präsidenten gehabt, zu den meisten von ihnen hatte ich überhaupt keine „Beziehung“. Sie waren zum Teil schon sehr alt, sie sagten mir nichts, sprich, ich hatte überhaupt keine Meinung.

Bei diesem hier – jung und repräsentativ – hatte ich die Hoffnung, er könne unser Land – Deutschland – welches in der Welt sehr ambivalent angesehen wird – doch eine positive Note geben.

Wie auch immer, was er getan hat, oder unterlassen hat, ist mir im Prinzip gleich. Was mich halt stört ist die Art und Weise, wie er mit den Vorwürfen umgeht. Wollen wir die Medien und das ganze Spektakel mal völlig außer Acht lassen. Hier geht es einzig und alleine um Authentizität. Und die fehlt mir – und zwar ganz gewaltig.

Was interessieren mich meine Worte von gestern? So könnte man/frau es verstehen. Wir selbst sind alle um Authentizität bemüht, wollen unsere Bestimmung und Lebensaufgabe finden, wir stehen zu den Fehlern, die wir machen, wir sagen: hey, sorry, tut mir Leid, mir ist das jetzt passiert, es kommt nicht wieder vor, HIER IST DIE GANZE WAHRHEIT!

Aber unsere Politiker wollen alle nur die M8, und die wollen sie dann für immer behalten. Ohne Rücksicht auf Verluste, ohne an das Volk, an uns, zu denken. Sicherlich gibt es da Ausnahmen, aber ehrlich, mir fällt jetzt grad keine so wirklich ein.

Ich fühle mich durch dieses ganze Verhalten -auch was die Medien betrifft – als Bürger abgewertet! Ich denke, die denken, wir sind alle doof und merken nix! Aber die meisten merken doch was, und TUN nichts. Weil jeder einzelne von uns denkt, er könne nichts verändern.

Aber wenn alle so denken würden: dann gäbe es auf diesem Planeten nicht eine einzige Veränderung mehr. Weder zum Guten noch zum Schlechten.

Zumindest könnten wir alle jetzt einmal sagen: Bis hierhin und nicht weiter! Es langt!

Das musste jetzt einfach mal gesagt werden!

Dear Mr. President,
Come take a walk with me.
Let’s pretend we’re just two people and
You’re not better than me.
I’d like to ask you some questions if we can speak honestly.

What do you feel when you see all the homeless on the street?
Who do you pray for at night before you go to sleep?
What do you feel when you look in the mirror?
Are you proud?

How do you sleep while the rest of us cry?
How do you dream when a mother has no chance to say goodbye?
How do you walk with your head held high?
Can you even look me in the eye
And tell me why?

Dear Mr. President,
Were you a lonely boy?
Are you a lonely boy?
Are you a lonely boy?
How can you say
No child is left behind?
We’re not dumb and we’re not blind.
They’re all sitting in your cells
While you pave the road to hell.

What kind of father would take his own daughter’s rights away?
And what kind of father might hate his own daughter if she were gay?
I can only imagine what the first lady has to say
You’ve come a long way from whiskey and cocaine.

How do you sleep while the rest of us cry?
How do you dream when a mother has no chance to say goodbye?
How do you walk with your head held high?
Can you even look me in the eye?

Let me tell you ‚bout hard work
Minimum wage with a baby on the way
Let me tell you ‚bout hard work
Rebuilding your house after the bombs took them away
Let me tell you ‚bout hard work
Building a bed out of a cardboard box
Let me tell you ‚bout hard work
Hard work
Hard work
You don’t know nothing ‚bout hard work
Hard work
Hard work
Oh

How do you sleep at night?
How do you walk with your head held high?
Dear Mr. President,
You’d never take a walk with me.
Would you?