Nur ein Hund………

20150616_112418

Schon als Kind habe ich mir immer einen Hund gewünscht, sehnlichst, von ganzem Herzen, es war mein innigster Wunsch. Meine Eltern mochten aber keine Haustiere. Später, als ich erwachsen war und selbst Familie, da war die Zeit, die man in ein Haustier „investieren“ muss, nicht da. Noch später hatte ich Partner, die die Verantwortung für einen Hund nicht übernehmen wollten oder konnten. Rückblickend betrachtet konnten sie das nicht einmal für sich selbst.

Als sich meine Lebenssituation dann dahingehend änderte, dass ich mehr Zeit für mich und weniger Arbeit haben würde, da stand für mich fest: Jetzt ist der richtige Augenblick für einen Hund gekommen. Und so kam vor nunmehr vier Jahren die Mila – die kleine schwarze Prinzessin – in mein Leben!

cropped-1.jpg

Und vor zwei Jahren kam dann noch der Toby zu uns.

10639436_728513003852222_1067869406657882290_n

Auch wenn manche meinten, das sei ein Schnellschuss gewesen – ich hatte tatsächlich ein ganzes Jahr schon vorher geschaut, aber nie den passenden Gefährten für die Mila gefunden.

11988693_10204719502976191_1012366718285835097_n (1)

Gestern nun habe ich diesen wunderbaren Text im Netz gefunden, der genauso von mir geschrieben sein könnte. Und ich nehme diese tollen Worte – die nur ein Hundebesitzer geschrieben haben kann – zum Anlass, wieder mit dem Bloggen zu beginnen. Das hat mir nämlich sehr gefehlt – aber ich habe keinen Anfang gefunden. Bis gestern.

Von Zeit zu Zeit sagen Leute zu mir „wach auf, es ist nur ein HUND“ oder „das ist aber viel Geld für nur einen HUND“.

Sie verstehen nicht, warum man diese Wege zurück legt, so viel Zeit investiert oder die Kosten, die „nur ein Hund“ mit sich bringt.

Manche meiner stolzesten Momente verdanke ich „nur einem Hund“. Viele Stunden sind vergangen, in denen meine einzige Gesellschaft „nur ein Hund“ war, aber ich fühlte mich nicht ein einziges Mal missachtet.

Einige meiner traurigsten Momente wurden durch „nur einen Hund“ hervorgerufen und an dunklen Tagen war es „nur ein Hund“, dessen freundliche Berührung mir Wohlbefinden und die Stärke, den Tag zu überstehen, brachte.

Falls du auch denkst es ist „nur ein Hund“, dann wirst du vermutlich Sätze kennen wie „nur ein Freund“, „nur ein Sonnenaufgang“ oder „nur ein Versprechen“.

Es ist „nur ein Hund“, welches das Wesentliche aus Freundschaft, Vertrauen und purer unverfälschter Freude in mein Leben bringt.

„Nur ein Hund“ ruft in mir das Mitleid und die Geduld hervor, die mich zu einem besseren Menschen machen.
„Nur ein Hund“ bringt mich dazu früh aufzustehen, lange Spaziergänge zu machen und sehnsüchtig in die Zukunft zu blicken.

Deswegen ist es für mich und den Menschen, wie ich es bin, eben nicht „nur ein Hund“, sondern eine Verkörperung aller Hoffnungen und Träume für die Zukunft, geliebter Erinnerungen und der pure Genuss der Gegenwart.

„Nur ein Hund“ zeigt was gut an mir ist und lenkt meine Gedanken ab. Ich hoffe, die anderen Menschen können eines Tages verstehen, dass es nicht „nur ein Hund“ ist, sondern etwas, dass mir Menschlichkeit verleiht und mich zu mehr macht als „nur eine Frau“

Also, wenn du nächstes Mal den Satz „nur ein Hund“ hörst, dann lächle, weil sie es „nur“ nicht verstehen……..

Verfasser: unbekannt

Kleine Begebenheiten

Kleine Begebenheiten am Rande fügen sich manchmal zu einem Ganzen zusammen.

Seit 7 Uhr heute morgen steht ein riesengroßer LKW mit Rampe vor unserem Haus. Meine Nachbarin über mir zieht aus, ich habe ja schon darüber berichtet, dass sie als Granny Aupair nach Spanien geht. Jetzt ist es also endlich so weit. Der Tag X ist gekommen, die Möbel werden abgeholt und eingelagert, am Donnerstag morgen fährt sie los, 1300 km bis zu ihrem Ziel. Irgendwie schade (für mich), aber für sie freue ich mich sehr. Denn das hat sie sich seit langem gewünscht, und jetzt TUT sie es!

Vor einigen Tagen kam ich spätabends heim und auf der Fußmatte vor meiner Wohnungstür lag ein Stapel DVDs.  Ich wußte natürlich sogleich, von wem die waren. Sie „mistet“ ja schon seit Tagen aus, unter anderem habe ich noch ein paar schöne Körbe für meinen Balkon „geerbt“, der hat ihr ja immer so gut gefallen, und einen Strohhut 😉

Ganz oben auf dem Stapel DVDs lag The Secret. Immer schon habe ich mir The Secret als Film gewünscht, als Hörbuch und als Buch besitze ich „es“ seit 2006 (ja, so lange ist es her, dass The Secret auf den Markt kam, ich hätte das auch nicht gedacht), aber nie als Film. Warum ich mir den nicht gekauft habe, weiß ich auch nicht, aber jetzt ist er bei mir „angekommen“. Eigentlich ist dies die „perfekte Zeit“ dafür, sich alles noch einmal vor Augen zu führen, was The Secret beinhaltet. Nämlich, dass wir selbst die Verantwortung für unser Leben tragen und dass wir unser Schicksal mit unserer Gedankenkraft durchaus selbst gestalten können.

Am Wochenende habe ich mir den Film angeschaut und beschlossen, wieder mehr auf meine Gedanken zu achten, darauf, was ich in mein Leben ziehe, und dass ich bewusst durch mein Leben gehe. Immer wieder muss ich mich tagsüber korrigieren bei dem, was ich denke. Es dauert eine Weile, bis man sich seiner Gedankenmuster bewusst wird, aber wie alles ist es eine Übungssache, und irgendwann funktioniert es, je mehr man übt, immer besser.

Die Energie fließt dorthin, worauf sich die Aufmerksamkeit richtet!

Beim Anschauen des Films fiel mir dann urplötzlich ein, dass ich ja ein Wunschkästchen besitze, ein kleines Holzkästchen, in dem alle meine Wünsche liegen, die ich einmal aufgeschrieben habe. Das hatte ich völlig vergessen, und ich hatte sehr lange nichts mehr hineingelegt. Eine Weile habe ich überlegt, dann habe ich das Kästchen geöffnet. Ich hatte irgendwie „Hemmungen“, mir alle meine vergangenen Wünsche noch einmal anzuschauen. Die Wünsche waren alle aus dem Jahr 2010! Und was soll ich sagen, alle Wünsche – einschließlich dem Scheck vom Universum – sind bereits erfüllt worden – bis auf einen! Den verrate ich nicht. Höchstens, wenn die „Bestellung“ geliefert worden ist!

Wie die Motte zum Licht

 
 
 „Das Problem ist, du kannst einfach nicht akzeptieren, dass dieser Beziehung nur eine kurze Haltbarkeit beschieden war. Du bist wie der Hund auf der Müllkippe – du leckst an einer leeren Konservenbüchse und versuchst, doch noch was Nahrhaftes in ihr zu finden. Aber wenn du nicht aufpasst, klemmst du dir dabei die Schnauze ein und machst dich unglücklich für den Rest deines Lebens. Also lass es.“

aus Eat Pray Love von Elisabeth Gilbert

Wie die Motte zum Licht, so fliegst Du immer wieder hin – zu diesem Mann. Du weißt, dass er Dir nicht gut tut, und Du willst es eigentlich auch gar nicht. Aber dennoch hast Du nicht die Kraft, von ihm fern zu bleiben.

Er demütigt Dich, er betrügt Dich, er belügt Dich, und es ist noch gar nicht lange her, da hat er Gewalt angewendet.

Diesmal ist es endgültig vorbei, sagst Du zu mir, bist wild entschlossen. All die blauen Flecke und die geprellten Rippen, die Platzwunde am Kopf, und auch die Schmerzen, erinnern Dich tagtäglich daran, dass diese Beziehung Dir nicht gut tut, Du fühlst es, und Du weißt es. Aber er ist mein Traummann, sagst Du zu mir. Okay, was ist denn an dem so traumhaft, frage ich Dich. Er sieht so gut aus, antwortest Du. Ja und? Diese Frage verkneife ich mir. Ich denke: was nützt denn die schönste Hülle, wenn das Innenleben nicht stimmt? Aber ich spreche es nicht aus.

Weiterlesen

Eat Pray Love

Davids plötzlicher emotionaler Rückzug wäre wohl auch unter den günstigsten Umständen eine Katastrophe gewesen, da ich die liebevollste und liebeshungrigste Kreatur auf Erden bin (so etwas wie eine Kreuzung zwischen Golden Retriever und Klette). Ich war mutlos und abhängig und brauchte mehr Zuwendung als ein Arm voll zu früh geborener Drillinge. Sein Rückzug machte mich nur noch bedürftiger, und meine Bedürftigkeit liess ihn noch mehr zurückweichen, bis er bald vor meinen schluchzenden Appellen in Decken ging, Appellen wie Wo willst du hin? oder Was passiert nur mit uns?

Tatsache ist: Ich war süchtig nach David geworden, und nun, da seine Aufmerksamkeit nachließ, litt ich unter den leicht vorhersehbaren Folgen. Abhängigkeit ist das Kennzeichen jeder Liebesgeschichte, die auf Vernarrtheit basiert. Das Ganze beginnt, wenn das Objekt unserer Anbetung uns eine berauschende halluzigone Dosis einer Empfindung kosten lässt, die zu wünschen wir uns niemals einzugestehen wagten – einen Speedball aus stürmischer Liebe und heftiger Erregung.

Bald schon beginnt man sich mit der gierigen Besessenheit eines Junkies nach dieser intensiven Aufmerksamkeit zu verzehren. Wird einem die Droge vorenthalten, fühlt man sich sofort krank, verrückt und leer (ganz zu schweigen von dem Groll auf den Dealer, der diese Sucht zuallererst nährte, sich jetzt aber weigert, das Zeug herauszurücken).

Weiterlesen