Unfassbar….

….dass dieser Sommer schon wieder vorbei ist. Irgendwie habe und hatte das Gefühl, gar keinen Sommer gehabt zu haben.

Während Anita und Ellen darüber posten, wie grandios dieser Sommer war, kann ich nur sagen: das war seit langer Zeit der unschönste Sommer.

Nichts bewegt sich seit Anfang dieses Jahres. Dabei sollte es doch „mein“ Jahr werden. Endlich 60 und in Rente – yippeah das Leben kann kommen. Das Leben kam aber nicht. Vielmehr kam die Stagnation, und sie hält immer noch an. Meine Pläne – die ich ja immer habe – irgendeinen Plan noch in der Tasche – sind allesamt nicht aufgegangen. Das gab es eigentlich noch nie. Und einen Plan „E“ oder „F“ habe ich jetzt auch nicht mehr. Irgendwie habe ich augenblicklich gar keinen Plan.

Also quasi planlos…….

Dann nervt mich im Augenblick total die Medienberichterstattung. Ich kann nichts mehr hören über Flüchtlinge, große Autokonzerne, die ihre Kunden betrügen, Plagiatvorwürfe an Politiker, misshandelte Hunde in Südeuropa und in Asien. Gibt es denn gar nichts Positives zu berichten? Mich zieht das total runter.

Und dann geh ich in den Wald, atme die frische Luft ein, genieße die Licht- und Farbenspiele – gerade jetzt und ganz besonders im Herbst – und bin dann doch wieder dankbar für die viele Zeit, die ich für mich habe. Ich habe nur noch nicht den richtigen Weg gefunden, sie sinnvoll zu nutzen.

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Vielleicht ist das aber auch eine bewegende Zeit des Wandels – und mir dauert das nur wieder alles zu lange……

Neue Wege gehen

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Die „Leistungsideologie“ ist berufen, Leistungsbereitschaft und Hebung der Arbeitsmoral zu fördern, insbesondere indem Hoffnungen auf sozialen Aufstieg wach gehalten werden – Wikipedia 

Machen Sie sich doch einmal von Ihrer Leistungsideologie frei, sagt der alte Herr, und schaut mich mit schief gelegtem Kopf stirnrunzelnd an. Sie müssen nicht ständig etwas „leisten“.

Schon wieder eine Aufgabe, an der ich zu knacken habe. Wieso soll ich jetzt auf einmal nichts mehr leisten müssen? Bisher war das doch immer so. Glaubte ich zumindest.

Kaum saß ich einmal mit einem Buch auf dem Sofa, hatte ich sogleich ein schlechtes Gewissen und mir fielen tausend Dinge ein, die es eigentlich dringend zu erledigen galt. Und schon sprang ich wieder auf um etwas zu „tun“. Kein Wunder, dass ich Anfang des Jahres an einem Punkt angekommen war, wo im Prinzip kaum noch etwas ging. Hinzu kam die bedrückende Situation mit meiner Mutter, und abgesehen davon, dass ich überhaupt keine Zeit mehr hatte, etwas für mich zu tun – wobei sich die Frage stellt: wie tut man denn etwas für sich nach so vielen Jahren, wo man nichts für sich getan hat – fehlte mir auch jegliche Lebensfreude, weil es ja so kam, wie es kommen musste.

Nachdem ich alle „Verpflichtungen“ erst einmal gestoppt hatte und meine Mutter verstorben war, fiel ich in ein tiefes tiefes Loch. Es ging mir wirklich nicht gut, ich hatte keine Aufgaben mehr und verfiel sofort wieder in blinden Aktionismus, um die entstandenen Freiräume mit Dingen und im Außen zu füllen. Ich hatte das Gefühl, dringendst ein neues Projekt zu benötigen, damit ich mich wieder besser fühlte.

Und dann kam dieser Satz von einem alten Herrn, an dem ich mich beinahe verschluckt hätte, so unverdaulich erschien er mir, und der ganz langsam, Millimeter für Millimeter, in mein Unterbewusstes drang. Mich FREI machen von Leistungszwängen. Ich, die ich mir doch mein Leben lang Liebe und Anerkennung immer über die Leistung „erwirtschaftet“ hatte.

Es war und ist wirklich nicht einfach für mich, diese neue Herausforderung zu bewältigen. Dieses innere Gefühl der Nervosität, des nicht Wertvoll-seins, weil ich keiner „geregelten Arbeit“ mehr nachgehe, und die damit einhergehenden Schuldgefühle machen mir immer noch ziemlich zu schaffen.

Inzwischen geht es mir jedoch schon wieder viel besser. Ich habe angefangen, zu Fuß den Wald hier (Knechtstedener Wald) zu erkunden. Die Mila und ich laufen quer waldein, was wir sehr genießen – der Hund sowieso – und ich auch. Früh morgens sehen wir immer Rehe, die durch den Wald springen, oder einfach auch mal auf dem Weg stehen, und uns beobachten. Ganz zu schweigen von all den anderen Tieren (und auch Bäumen, Pflanzen und Sträuchern, die es zu entdecken gibt).

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Wir haben sogar ein Wasserloch gefunden, ganz versteckt, mitten im Wald, wo natürlich auch andere Hundebesitzer mit ihren Hunden anzutreffen sind, vor allem bei dem warmen Wetter der letzten Tage. Oft treffen wir unterwegs ganz viele nette Menschen, aber genauso oft sind wir auch mutterseelenallein und treffen niemanden.

Anfangs hatte ich noch die Befürchtung, mich zu verlaufen, was auch des Öfteren geschehen ist.

Aber das Schöne ist, man findet irgendwie immer wieder zurück, auch wenn man einen Umweg geht. Auch wenn man sich einmal verlaufen hat. 

Der Weg des Herzens

 

 

 

 

 

 

Übermorgen ist der 12.12.12!!! Ist das nicht ein tolles Datum? Ich liebe solche Zahlen. In der nächsten Woche dann ist der lang ersehnte und auch gefürchtete 21.12.2012, das Ende des Maya-Kalenders. Vor wenigen Tagen meinte der Sprecher der Morgensendung im Radio: noch 7 Mal schlafen, dann ist Weltuntergang.

Nun ja, an den Untergang der Welt glaube ich schon seit vielen Jahren nicht. Ich glaube auch nicht daran, dass sich am 21.12.12 die Erde auftut und alle nicht „spirituellen“ Menschen hineinplumpsen und nie mehr gesehen werden. Und nur die „spirituellen“ Menschen bleiben hier und bauen eine neue, schönere und bessere Welt.So wird das mit Sicherheit nicht ablaufen.

Was habe ich für Diskussionen mit Menschen geführt, die sich 2012 auf ihre „spirituelle Fahne“ geschrieben haben. Ich bin für solche Dinge einfach viel zu bodenständig.

Trotz aller Bodenständigkeit, trotz meines Pragmatismus, Realismus und auch meines zeitweisen Pessimismus bin ich aber durchaus in der Lage, klar und deutlich die Veränderungen zu sehen da draußen. In meinem kleinen Kosmos und auch im großen.

Das letzte halbe Jahr war sehr anstrengend. Was bist Du mutig, haben viele zu mir gesagt und mir auch geschrieben. Und mich insgeheim bewundert oder aber nur den Kopf über mich geschüttelt so nach dem Motto, jetzt ist ihr gar nicht mehr zu helfen.

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Autumn Leaves

Die Blätter fallen schon! Obwohl wir erst den 19. September haben. Kommt mir das früher vor als sonst? Oder meine ich das nur?

Bei Andrea habe ich eben gelesen, dass übermorgen die Tag-und Nachtgleiche ist, wenn der Tag und die Nacht die gleiche Länge haben!

Gestern im Supermarkt vor mir an der Kasse stand ein Mann, der hat Federweißer eingekauft. Ich sage zu ihm: wie bitte, ist das schon wieder so weit? Ist die Zeit schon wieder da für all die herbstlichen Dinge? Ich sehe überall Herbstdekorationen, Herbstblumen, fallende Blätter, im Feld eben mit Fräulein Smilla war es sehr frisch.

Irgendwie habe ich den Sommer nicht gefühlt und gespürt in diesem Jahr, weder auf meiner Haut noch in meinem Herzen. Es wollte sich keine rechte Wärme einstellen. Und die wenigen warmen Tage, die wir hatten, haben hieran auch nichts ändern können.

Seit gestern Abend ist meine Heizung an, der Vorrat an Teelichten und Räucherstäbchen ist aufgefüllt, und Badezusätze stehen auch bereit für kalte Herbstabende!

Aber innerlich bin ich noch nicht wirklich bereit!

Die Urlaube unserer Kindheit

 

Kürzlich wurden in einer Talk-Show im Fernsehen öffentliche Personen – Schauspieler, Buchautoren, Moderatoren – zu den Urlauben ihrer Kindheit befragt. Was kamen da für lustige und auch weniger lustige Geschichten heraus. Man muss sich dabei vorstellen, dass die meisten dieser Gäste nicht mehr ganz so jung waren und ihre ersten Urlaube mit ihren Eltern wahrscheinlich in den 60er und 70er Jahren verbracht haben.

Eine bekannte Moderatorin rief in die Runde: meine Urlaube als Kind waren schrecklich, ich musste mit meinen Eltern immer in die Berge zum Wandern. Was musste ich lachen, genau das ist es. Ich musste als Kind immer zum Wandern mit meinen Eltern in den Schwarzwald. Was habe ich das gehasst. Auf meinen kleinen Beinen und Füßen musste ich mit meinen Eltern (mein kleiner Bruder war auch dabei, aber der fand das irgendwie spassig) kilomeeeeeeeeeeeeeeeeeeeterweit, bei Sonne und Wolken, Regen und Sturm, egal bei welchem Wetter, durch den Schwarzwald laufen. Einmal hat es so geregnet, dass wir anschließend meine Schuhe wegwerfen mussten und ich „im Schwarzwald“ neue haben musste, ein weiteres Drama. Nicht vergessen, das ist ca. 45 Jahre her.

Was habe ich meine Freundin von damals beneidet. Die fuhr jedes Jahr mit der kompletten Familie (5 Kinder) nach Italien ans Meer. Der Vater war Prokurist, so erzählten mir meine Eltern (etwas ganz Geheimnisvolles und Suspektes) und die konnten sich das damals schon leisten, mit 7 Personen nach Italien ans Meer zu fahren. Alleine das ist ja schon sehr verdächtig, und so wurde diese Familie von den Nachbarn immer sehr argwöhnisch beobachtet. Ich war froh, dass sie mir nicht gleich die Freundschaft zu diesem Mädchen verboten haben. Aber wenn sie evangelisch gewesen wäre, dann hätte das das AUS bedeutet. Ja, so war das „früher“, da waren die Eltern und Großeltern alle rigoros.

Und so kam es, dass ich mit 9 Jahren zum ersten Mal alleine verreisen durfte – mit dem Roten Kreuz. Und wo haben sie mich hingeschickt? Nach Österreich. Der Urlaub war ganz okay, wie ich mich erinnere, aber nicht das, was ich wollte. Ich wollte doch so gerne ans Meer, egal an welches Meer, Hauptsache an irgendein Meer und nicht in die Berge!

Mit 10 Jahren durfte ich dann mit der Arbeiterwohlfahrt an die Ostsee, und das war mein „Durchbruch“. Seither fahre ich im Urlaub ans Meer. Ich käme niemals auf die Idee, in die Berge zum Wandern zu fahren 😉 Oder zum Skifahren, das wär ja noch mal eins oben drauf!

Ich fahre mal an die Ostsee, auch sehr gerne an die Nordsee, auch ans Mittelmeer, egal, Hauptsache ich kann auf das Meer schauen.

In den letzten Jahren war ich öfter in den Niederlanden an der See, das hat den Vorteil, dass ich nur 3 Stunden fahren muss, und schon bin ich da. Ich mag die Niederlande und die Menschen mit ihrem Akzent sehr, irgendwie verläuft das Leben dort viel ruhiger, wie ich meine, nicht so Deutsch!

Mein Herz öffnet sich und ich habe das Gefühl von Weite und von Freiheit, wenn ich stundenlang durch den Sand am Wasser entlanglaufen kann, und nichts ist da, was mich einengt, kein negativer Gedanke trübt mein Wohlbefinden. Es ist einfach nur schön, wieder am Meer (Zuhause) zu sein.

Die Macht der Gewohnheiten

Eine Gewohnheit kann man nicht einfach zum Fenster hinauswerfen,
man muss sie Stufe für Stufe die Treppe herunterlocken.

Das sagt kein geringerer als Mark Twain zum Thema Gewohnheiten. Übrigens steht dieser Spruch auch jede Woche an der Tafel bei unserem Weight Watchers Treffen.

Ich gebs ja zu, ich bin ein Faultier. Denn ohne Sport oder zumindest regelmässige Bewegung läuft da gar nichts in Richtung Gewichtsabnahme, auf jeden Fall bei mir nicht. Also habe ich den festen Vorsatz, mich täglich zu bewegen. Vorzugsweise mit dem Fahrrad. Ein Blick aus dem Fenster heute morgen: juchhu, es ist nebelig, da mag ich nicht fahren, das ist mir zu ungemütlich draussen. Also Laptop an, die erste Tasse Kaffee am Morgen, und dann erst mal gemütlich schauen, wer gemailt hat, wer gepostet hat, und selbst auch etwas schreiben. Da kann dann schon mal die eine oder andere Stunde drüber vergehen.

Und da sind wir gleich beim Thema: ich mags halt sehr gemütlich. Ich bin ein Couch-Potatoe. Auf meinem Sofa mit meinem Strickzeug zu sitzen macht mich glücklich, dabei noch schöne Musik zu hören, da bin ich gleich tiefenentspannt. Om! Ich mag meine Komfortzone.

Gewohnheiten, die sich über viele Jahre in unser Leben eingeschlichen haben wieder zu ändern, ist nicht leicht. Zumindest am Anfang nicht. Zur Zeit muss ich mich jeden Tag dafür entscheiden, ob ich etwas TUN will, ob ich etwas verändern oder verbessern will, oder ob ich es beim Alten belassen möchte.

Alleine beim Schreiben dieses Satzes ist mir schon klar, dass ich nicht alles beim Alten belassen möchte, sondern etwas verändern möchte. Ich möchte mich beweglicher und fitter fühlen, möchte viel mehr draußen sein und in der Natur, nicht nur wenn die Sonne scheint, sondern wenn möglich jeden Tag.

Ich habe mir fest vorgenommen, alle Kurzstrecken in meinem Umfeld mit dem Fahrrad zu erledigen. Mir fällt das sehr schwer, denn ich habe seit meinem 18. Lebensjahr ein eigenes Auto und ich fahre zudem sehr gerne Auto. Mein Auto gibt mir irgendwie das Gefühl der Freiheit und der Unabhängigkeit. Ich muss mich nur reinsetzen und es bringt mich von A nach B. Es ermöglicht mir auch eine gewisse Spontanität, denn oft entscheide ich mich während der Heimfahrt für einen Abstecher irgendwo. Auf der anderen Seite bin ich nicht gewillt, die horrenden Spritpreise für „Lustfahrten“ auszugeben und tanke nur noch, wenn es tatsächlich erforderlich ist.

Und so ist es doch bei allen Veränderungen. Es braucht ein bisschen Zeit, bis das Neue wiederum zu einer Gewohnheit geworden ist, und dann ist es für uns das Normalste von der Welt. Und wir können uns kaum noch vorstellen, dass es einmal anders war.

Also immer schön am Ball bleiben, auch wenn der Anfang nicht leicht ist.
Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende 🙂

Tautropfen

 

 

 

 

 

 

 

Sie stand, regungslos, verschlossen, zwischen all den anderen Blumen auf einer Waldlichtung. Sie wusste, dass es an der Zeit war, aufzublühen, zu zeigen, wie ihre Blüte aussah, doch sie zögerte noch. Obwohl sie die warmen Sonnenstrahlen spürte und den Wind, der sie streichelte, hatte die Blume Angst.

„Was, wenn ich kleiner bin, schwächer und häßlicher als all die anderen Blumen da draußen? Wofür sollte ich dann aufblühen, ich ginge doch nur unter in der Pracht der anderen.“

Dieser Gedanke ließ ihr keine Ruhe, er fraß sich tief in ihr Inneres und die Angst der kleinen Blume wuchs mit jeder Vorstellung von der Außenwelt mehr. Doch umso mehr wollte sie auch blühen; umsomehr drängte sich der Wille zum Leben in ihr kleines Herz. So vergingen die Tage, bis der Zeitpunkt kam, an dem die kleine Blume glaubte, aufgrund ihres Zögerns sterben zu müssen, bevor sie richtig erwacht war.

Um sie herum war es still, denn es war eine kalte klare Nacht hereingebrochen, in der alles, was lebte, sich kauernd zu schützen versuchte. „Jetzt kann mich wenigstens niemand sehen, wenn ich meine Knospe öffne“, dachte sie und wagte einen vorsichtigen Blick hinaus. Sie sah zu einem funkelnden Stern empor. Auf magische Weise fühlte sich die Blume von seinem Glanz berührt und getrieben von Neugierde und Faszination öffnete sie ihren Kelch und streckte sich dem Nachthimmel entgegen.

Sie erkannte, daß ihre Blütenblätter blau waren, dunkelblau. In eben derselben Farbe wie der Himmel, der sich über ihr erstreckte. In ihrer Mitte lag ein Tautropfen, der das Funkeln der Sterne aufnahm und tausendfach zurückwarf. Plötzlich begriff die Blume.

Die Welt über ihr in ihrer Endlosigkeit spiegelte sich auf ihrer Blüte wieder, vereinigte sich in ihr! Sie begriff, dass der Sinn ihres Blühens die Geburt einer neuen Welt war, ihrer Welt. Leidenschaftlich und taumelnd vor Freude entfaltete sie all ihre Pracht und vergaß dabei ganz die Kälte um sich herum. Wie eine Träne des Glücks perlte der Tautropfen über ihre zarten Blütenblätter und tropfte neben ihr ins Gras.

Noch in derselben Nacht erfror die Blume.

Ein paar Tage später trat an eben der Stelle, wo der Tautropfen niedergefallen war, ein kleiner Sproß ans Licht. Er wuchs schnell und hoch und entfaltete gleich darauf eine wunderschöne tiefblaue Blüte. Die Blume hatte verstanden. Jetzt wußte sie, was es heißt zu leben.

Verfasser: mir unbekannt

Keine Zeit keine Lust

 

 

 

 

 

 

 

habe ich, einen Jahresrückblick zu schreiben, so am vorletzten Tag des Jahres 2011. Da halte ich es wie die liebe Gudrun von den Spinnradgeschichten.

Dazu ist einfach zu viel passiert, nicht nur in meinem Leben, sondern weltweit. Ich wüßte da ja gar nicht, wo ich anfangen sollte. Das ging ja bereits im Januar los mit den Veränderungen, und meine „Befürchtung“ ist 🙂 , dass es gleich nächste Woche -dann ist ja schon 2012 – gleich so weitergeht. Auf jeden Fall bei mir. Es ist viel in Bewegung, eigentlich alles.

Außerdem habe ich keine Zeit, ich habe viel zu tun. Ich bin ständig in Bewegung, um etwas zu bewegen! Und morgen ist mein Geburtstag, da muss ich noch einkaufen und Vorbereitungen treffen. Und dann ist da schon gleich danach

2012!

Was hat es für Bücher, Diskussionen, Internetplattformen, Filme und was weiß ich nicht alles zu diesem Thema gegeben. Weil am 21.12.2012 der Maya-Kalender endet. Wie schrieb mir kürzlich eine Bekannte: die Esoterik-Szene boomt. Ich bekomme da nichts von mit, gar nichts. Dazu bin ich viel zu bodenständig, ich lebe mein Leben im Hier und Jetzt und stelle mich täglich meinen Herausforderungen. Weder ziehe ich mir die Decke über den Kopf und lass die Welt draußen, noch flüchte ich mich in irgendwelche Theorien.

Aber ich beobachte so gut ich kann, bin aufmerksam und bewusst, ich sehe Veränderungen und Tendenzen, die ganze Welt ist im Umbruch. Wer glaubt, alles könne so bleiben, wie es jetzt ist, befindet sich meiner Ansicht nach im Irrtum.

Es sind aufregende und spannende Zeiten und irgendwie bin ich auch froh, dass ich das alles miterleben darf. Und vielleicht – mit meinen eigenen kleinen Mitteln – auch meinen Beitrag dazu leisten darf. Aber ich lasse mich nicht in Panik versetzen, auch nicht manipulieren, und vor allem lasse ich mir keine Angst einjagen. Denn es wird sich definitiv kein großer Graben auftun und alle nichtspirituellen Menschen fallen hinein und verschwinden im Nirwana, und die spirituellen bleiben auf der Erde zurück und lustwandeln in einer besseren Welt. Daran glaube ich nicht, und das habe ich auch schon des öfteren kund getan.

Ich freue mich auf alles, was vor mir liegt. Nein, nicht auf alles. Solch eine Katastrophe wie in Fukushima in diesem Jahr soll bitte nicht noch einmal passieren, und alle anderen Umwelt- und Naturkatastrophen mögen bitte auch fortbleiben. Die Welt ist schon unruhig und aufgewühlt genug. Das wäre mein ganz großer Wunsch für das kommende Jahr. Aber das können wir Menschen nicht beeinflussen, und das ist auch irgendwie wieder gut so.

Ich wünsche Dir schon jetzt einen guten Übergang in das Neue Jahr!

 

Es gibt Dinge die die Welt nicht braucht

Heute morgen halb 10. Orkantief Joachim (alleine der Name) ist endlich! abgezogen, der Himmel ist wieder strahlendblau, die Sonne scheint, gottseidank. Die letzten Tage habe ich wirklich als beschwerlich empfunden mit all dem Sturm und dem Regen.

Und genau wie dieses Sturmtief abgezogen ist, wird mein Magen-Darm-Virus auch wieder fortgehen, der mich für ein paar Tage außer Gefecht gesetzt hat. Und es wird auch im meinem Lieblings-Supermarkt bald nicht mehr Rudi the Rednose Rendear auf Repeat! zu hören sein, auch das wird wieder vorbeigehen, und auch hierzu sage ich gottseidank. Oder schreibt man das Gottseidank?

Und in wenigen Wochen werden wir auch nichts mehr von dem Privatkredit unseres Bundespräsidenten in den Nachrichten hören, oder dass Herr von G. jetzt als Berater im Europaparlament tätig ist, wenn auch nur für „Internetangelegenheiten“.

Und es wird auch niemand mehr von 2012 sprechen, und dass sich dann die Erde auftut und nichtspirituelle Menschen einfach so verschwinden werden, weil sie ja nicht hören und sich nicht verändern wollten. Denn dann ist nämlich 2012!

Ich werde in letzter Zeit oft gefragt, ob nächstes Jahr nicht alles leichter für die Menschen wird. Ich frage mich, was soll denn leichter werden? Also wenn der Euro nicht abgeschafft wird, dann wird es den Eurorettungsschirm noch im nächsten Jahr geben, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Und Fukushima ist gerade mal 9 Monate her, und die japanische Regierung hat jetzt! wie sie verkündet alles im Griff! Niemand möchte, dass weitere Katastrophen im Jahr 2012 geschehen, natürlich nicht, aber nur weil der Kalender der Maya zu Ende geht, wandeln wir doch nicht in weißen wallenden Gewändern den ganzen Tag mit einem glücklichen Lächeln auf dem Gesicht und haben uns furchtbar liebt. Ich glaube, dass die Veränderungen so weitergehen und dass die Menschen viel zu tun haben werden, auch im nächsten Jahr.

Ach ja, und dann wird es auch wieder ein anderes Wort des Jahres geben. In diesem Jahr ist es ja „Stressfaktor„.

Ich wünsche Dir ein entspanntes und gesundes Wochenende 🙂

Alle schimpfen über’s Wetter…

… nur ich nicht!

Dies ist der erste November seit vielen vielen Jahren, wo ich nicht von Winterdepressionen heimgesucht wurde. Das Wetter ist gerade richtig für mich: für meinen Körper, meinen Geist und meine Seele. Lichttherapie durch die Natur, sozusagen 🙂

Die Temperaturen liegen heute wieder so um die 10 Grad, viel kälter darf es für mich schon kaum noch werden, und die Sonne wird wieder strahlend vom Himmel scheinen.

Ich will nichts mehr drüber hören, dass es viel zu trocken ist, dass es unbedingt regnen müsste, und so weiter. Normalerweise haben wir hier am Niederrhein um diese Jahreszeit Waschküchenwetter. Dann scheint selten die Sonne, meist ist alles grau in grau, und eine riesige Dunstwolke hängt über der Region, die sich kaum einmal verändert. Und es regnet ohne Unterlass, oder es schneit – so wie in den letzten beiden Jahren – Unmengen. Mir scheint, wir haben das alles schon vergessen 😉

Umso mehr geniesse ich Licht und Luft und fühle mich – auch untypisch für den November – immer noch kraftvoll genug, all die Herausforderungen anzugehen und zu bewältigen, mit denen ich zur Zeit täglich konfrontiert werde.

Das Wetter ist etwas, was wir Gottseidank noch nicht verändern können, aber freuen über Sonnenstrahlen, das dürfen wir uns schon noch. Und unsere Mutter Erde hat schon Anderes überstanden als das bisschen Trockenheit der letzten Wochen.

Ich wünsche Dir einen schönen sonnigen Mittwoch, der letzte Novembertag des Jahres 2011!