Für mich soll’s rote Rosen regnen

Gestern Nacht – ganz spät – habe ich den Film „Hilde“ im TV gesehen – ich konnte wieder mal nicht schlafen. Heike Makatsch, die Hildegard Knef im Film verkörpert hat, mag ich sowieso sehr. Zwar war der Film teilweise etwas langatmig, aber supertoll gespielt von der Hauptdarstellerin. Vor allem ganz zum Schluß der Song: Für mich soll’s rote Rosen regnen – ich weiß nicht, wer ihn besser dargebracht hat: die Knef oder die Makatsch.

1968 – da war ich so 13 oder 14 – gab es kaum eine Show im Fernsehen, wo nicht Hildegard Knef mit diesem Song aufgetreten ist. Und jedes Mal umjubelt – von großem Beifall.

Ich schenke mir dieses Lied  heute – an meinem Geburtstag – und Dir – für das nächste Jahr – für 2012.

Für DICH SOLL ES ROTE ROSEN REGNEN.

Ich wünsche Dir ein frohes, friedliches und gesundes Neues Jahr 2012 – voller LICHT UND LIEBE!

Ehrlich gesagt……

 

……weiß ich nicht, warum mir diese Idee nicht schon früher gekommen ist!

Vor wenigen Tagen hatte ich beim Haareföhnen einen Geistesblitz. Dazu muss ich sagen, ich hatte immer schon die tollsten Ideen beim Föhnen.

Also – vor ein paar Tagen hatte ich den Geistesblitz, mich mit einem „Leihoma-Service“ an die Menschen zu wenden. Mein allergrößter Wunsch ist es, mit Kindern zu arbeiten. Nur wußte ich nie, wie!

Ich weiß ja selbst aus meiner Familie und auch aus meiner eigenen Erfahrung, wie schwierig das ist, Beruf, Kinder und alles „auf die Reihe zu bekommen“. Wer das alles selbst durchlebt hat, weiß, wovon ich rede.

Also habe ich eine Anzeige im Neusser Stadtkurier gestartet, und einen Flyer ans schwarze Brett in „meinem“ Supermarkt getakkert.

Seither  steht mein Telefon nicht mehr still, und zum ersten Mal in meinem Leben muss ich mit Terminkalender arbeiten (das hatte ich noch nie – konnte mir bis dahin meine Termine immer so merken).

Hammer – wenn das so weitergeht, dann kann ich das alleine nicht bewerkstelligen und brauche Menschen, die mich unterstützen!

Fazit einer 41-jährigen Mutter von zwei Jungs im Alter von 4 und 8 nach unserem heutigen Telefonat:Die Jungs haben Feuer unterm Hintern, und die brauchen eine  starke Hand! Sie sind so positiv und trotzdem so gradlinig!

Sehr sehr gerne! Dazu kann ich nur sagen: Die starke Hand – die habe ich!
Aber noch viel viel mehr Liebe für alle Kinder, nicht nur für die MEINEN!

Manchmal kommt alles anders, als man/frau denkt 😀

 

 

Der Bus aus Polen


Was ich nicht wusste:
alle zwei Wochen kommt aus Polen ein Bus am Grevenbroicher Bahnhof an. Unglaublich. Alleine die Tatsache, per Bus quer durch Europa zu reisen, ist mir niemals in den Sinn gekommen. Aber die Busse kommen natürlich nicht nur in Grevenbroich an, sondern auch in allen anderen Städten Deutschlands.

Am 4.1.2012 (uups – das nächste Jahr steht ja bereits vor der Tür) wird sie ANKOMMEN! Aus Polen. 57 Jahre (genauso alt oder jung wie ich selbst – das kommt auf den Blickwinkel an – Dr. der Chemie – seit vielen Jahren spezialisiert auf private Altenpflege – da es in ihrem Land für sie keine Stelle in ihrem Beruf gibt), und sie wird die Betreuung meiner Mutter übernehmen. Ich freue mich. Erst einmal für meine Mutter, dass sie nie mehr alleine sein muss, was sie ja so fürchtet in ihrem riesengroßen Haus, und dann auch für uns, meinen Bruder und mich, denn diese Frau wird uns viel von unserer Sorge und den Alltagsproblemen abnehmen.

Meine Mutter ist in der glücklichen Lage, sich das LEISTEN zu können. Meine Eltern haben wirklich hart gearbeitet, ihr Leben lang, hatten immer Ziele, und zwar gemeinsame, haben viel gespart, und bekommen eine wirklich sagenhafte Rente. Selbst mir ihren 60 Prozent Rente von meinem Vater könnte man durchaus sagen, meine Mutter ist aus heutiger Sicht eine wohlhabende Frau.

Ich find das alles gut, ich find das alles toll, ich bin überglücklich, dass wir diese Lösung und offenbar die passende Frau gefunden haben, aber jetzt mal ganz ehrlich: wieso müssen da Frauen aus Polen oder überhaupt aus dem Ostblock bei uns anreisen, um unsere Eltern zu pflegen? Gibt es in Deutschland keine Frauen, die sich der professionellen Pflege von alten Menschen widmen können? Verstehe ich beim besten Willen nicht!

Ich wünsche mir sehr, dass ich es bin, die sie vom Bahnhof abholen wird. Ich glaube und fühle, dass von Frau zu Frau ein besonderes Verhältnis möglich sein wird. Eine fremde Frau, die meine Mutter pflegt und betreut, das ist erst einmal ein komisches Gefühl für mich. Eigentlich – ich bin ja die Tochter – müsste ich das doch tun! Nach den Vorstellungen unserer Gesellschaft. Aber ich kann das nicht, ich möchte es nicht, ich möchte für mich selbst und für mein eigenes Leben sorgen. Ich habe zwei Kinder groß gezogen, ohne Vater, und das langt mir. (Ich rechtfertige mich gerade – ist das blöd?) Und ich möchte meine eigenen Wege weiter gehen. Ohne meine Mutter. Ohne meine Kinder. Ohne meine Enkelkinder. Nur ich allein. Das ist so wichtig für mich, das ist lebensnotwendig für mich, und es ist an der ZEIT!

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