Mila on Tour!

 

08.05.2013 024

Eigentlich wollte ich mir in diesem Jahr endlich ein neues Fahrrad kaufen! Meins ist nämlich inzwischen cirka so um die 25 Jahre alt. Es war zur damaligen Zeit richtig teuer, hat 1200 DM gekostet, was für ein Fahrrad viel Geld war – in den 80ern.

Also rufe ich den „Mobilen Fahrraddoktor“ aus dem Nachbarort, der die Fahrräder abholt und repariert zurückbringt. Mein ganz persönliches Anliegen aber ist nicht das neue Fahrrad, sondern ein schönes und bequemes Fahrradkörbchen für die Mila.

Kein Problem, sagt der „Mobile Fahrraddoktor“, übrigens ein sehr sympatischer junger Mann, den ich bereits „vom Sehen her“ kannte!

Mein altes Fahrrad ist tippitoppi supergut in Ordnung, er braucht gar nichts reparieren. Aber das Wichtigste ist, er besorgt und montiert mir einen tollen Fahhradkorb für die Mila, wo sie nicht raushüpfen kann, und wo sie Platz genug und es bequem hat auf unseren Touren.

Die Leute im Feld und im Wald kennen uns inzwischen, zum großen Teil, und wir haben viel Spass.

Ich, weil ich meinen Traum- und Seelenhund gefunden habe, und die Mila, weil sie gerne erhöht sitzt – so wie in dem Fahrradkorb 🙂 und alles sehen kann. Sie ist nämlich sehr neugierig!

Happy New Year

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Etwas verspätet möchte ich Euch allen ein Frohes Neues Jahr wünschen.

Rechtzeitig zu den Feiertagen bekam ich eine dicke Erkältung (die gerade wieder erneut im Anmarsch ist) und ich konnte geschlagene zwei Wochen nicht ins Internet. Da überlegt man sich doch, was schlimmer ist. Erkältet sein oder nicht ins Internet können.

Also ohne Internet geht inzwischen ja wirklich nichts mehr. Gerade jetzt so kurz vor der Eröffnung meiner Weight Watchers Treffen kein Internet zu haben grenzt schon beinahe an Bösartigkeit. Im übrigen liege ich mit meinen Vorbereitungen „in den letzten Zügen“. Es gibt viel zu organisieren und abzusprechen, zu machen und zu tun, durch die Weihnachtsfeiertage ist alles etwas verzögert, die Unterlagen und die Ware ist auch noch nicht eingetroffen.

Morgen werde ich mich noch einmal mit dem netten älteren Herrn treffen, der als Hausmeister für alles verantwortlich ist, ja und dann läuft der Countdown, unaufhörlich.

Noch bin ich relativ ruhig – bis auf die Nächte. Die sind mitunter schon recht schlaflos. Trotz Entspannung auf der Alpha-Ebene. Schade eigentlich, diese Zeit des Jahres mag ich eigentlich ganz besonders gerne, wir befinden uns ja in den sogenannten Raunächten. Die Zeit zwischen der Zeit, wo alles ruhig und langsam gehen soll, wo Innenschau und Klärung stattfinden sollen. Aber dazu habe ich keine Zeit, und selbst wenn ich sie hätte, so wäre doch die innere Ruhe nicht gegeben.

Ich bin viel zu gespannt, neugierig, und angespannt, und ich „scharre schon seit Wochen mit den Hufen“ und will, dass es endlich losgeht. Ich kann es kaum erwarten!

Ach ja, und ein Jahr älter bin ich inzwischen auch wieder. Vor zwei Tagen hatte ich Geburtstag. Und die Mila ist nun auch schon ein halbes Jahr bei mir. Ich hatte mir Gedanken gemacht, wie sie wohl die Silvesterknallerei überstehen würde. Als es dann um Mitternacht so richtig losging, hat sie ihr Köpfchen kurz gehoben, mich angeschaut, gesehen, dass alles in Ordnung ist, und weitergeschlafen. Ja so ist die Mila, ein toller Hund. Aber das behaupten ja alle Hundebesitzer von ihrem Hund 😉

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Zu meinem Geburtstag habe ich einen schönen Spruch bekommen:

Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen,
wird nie alt werden
– Franz Kafka-

 

Gesucht und gefunden

16.09.2012 015

M I L A

Du bist das treueste und liebevollste Wesen,
welches man sich in der Gestalt einer kleinen Hündin nur
denken kann.

Du hast die schönsten Augen und berührst mich mit Deiner
unvorstellbaren Sanftheit.

Du gewinnst die Herzen der Menschen im Nu. Sie bleiben stehen,
schauen Dir hinterher, wollen Dich unbedingt streicheln,
weil Du so „süß“ bist. Niemand kann Dir wirklich widerstehen.

Aber Du hast auch eine andere Seite, und die zeigst Du mir.

Du bist eigenwillig, freiheitsliebend, und immer auf dem Sprung,
Dich ins nächste Abenteuer zu stürzen.

Du entscheidest aus Deiner Seele: sympatisch oder nicht.
Dabei machst Du keinerlei Unterschiede zwischen
alt und jung, schön und nicht schön, groß und klein,
weiblich und männlich.

Du bist für mich der allertollste Hund!

Der Weg des Herzens

 

 

 

 

 

 

Übermorgen ist der 12.12.12!!! Ist das nicht ein tolles Datum? Ich liebe solche Zahlen. In der nächsten Woche dann ist der lang ersehnte und auch gefürchtete 21.12.2012, das Ende des Maya-Kalenders. Vor wenigen Tagen meinte der Sprecher der Morgensendung im Radio: noch 7 Mal schlafen, dann ist Weltuntergang.

Nun ja, an den Untergang der Welt glaube ich schon seit vielen Jahren nicht. Ich glaube auch nicht daran, dass sich am 21.12.12 die Erde auftut und alle nicht „spirituellen“ Menschen hineinplumpsen und nie mehr gesehen werden. Und nur die „spirituellen“ Menschen bleiben hier und bauen eine neue, schönere und bessere Welt.So wird das mit Sicherheit nicht ablaufen.

Was habe ich für Diskussionen mit Menschen geführt, die sich 2012 auf ihre „spirituelle Fahne“ geschrieben haben. Ich bin für solche Dinge einfach viel zu bodenständig.

Trotz aller Bodenständigkeit, trotz meines Pragmatismus, Realismus und auch meines zeitweisen Pessimismus bin ich aber durchaus in der Lage, klar und deutlich die Veränderungen zu sehen da draußen. In meinem kleinen Kosmos und auch im großen.

Das letzte halbe Jahr war sehr anstrengend. Was bist Du mutig, haben viele zu mir gesagt und mir auch geschrieben. Und mich insgeheim bewundert oder aber nur den Kopf über mich geschüttelt so nach dem Motto, jetzt ist ihr gar nicht mehr zu helfen.

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Fräulein Smila und die Spuren im Schnee

Da kommt so ein kleiner Hund aus Spanien und bringt mir bei, dass Schnee etwas ganz Wundervolles und Schönes ist, was ganz viel Spass macht. (Schade, dass das Video so dunkel ist). Dabei hasse ich mag ich doch den Winter nicht.

Freitag morgen, als sich hier in NRW alles langsam unter einer geschlossenen Schneedecke versteckte, hatte ich wirklich meine Befürchtungen, was Mila zu diesem Winterwetter sagen würde. Ich war sehr skeptisch, weiß ich doch so wenig über meinen Hund, der genau vor 5 Monaten in mein Leben gekommen ist.

Ob sie zuvor wohl schon einmal Schnee gesehen hat, habe ich mich gefragt. Auf jeden Fall hat sie sich ohne zu zögern in die weiße kalte Masse geworfen, und zwar kopfüber, sich immer wieder im Schnee gewälzt, die Nase untergetaucht, ich habe meinen Hund bisher nicht mit dieser Lebensfreude gesehen.

Leider hat es jetzt begonnen zu tauen, nachdem es schon seit Stunden regnet. Ganz irritiert hat sie eben auf dem Spaziergang geschaut, wo denn der Schnee geblieben ist. Ein paar „Reste“ haben wir noch gefunden, auch hinter unserem Haus, wo man dann die Nase noch einmal untertauchen konnte.

Aber der Winter hat ja gerade erst begonnen, und der nächste Schnee kommt bestimmt. Ich freue mich jetzt schon drauf.

Ich wünsche allen einen schönen zweiten Advent 🙂

Die „Blaue Stunde“

Blaue Stunde ist heute vor allem ein poetischer Begriff für die Zeit der Dämmerung zwischen Sonnenuntergang und nächtlicher Dunkelheit sowie für die Zeit kurz vor Sonnenaufgang. Während dieser Zeit besitzt der tiefblaue Himmel in etwa dieselbe Helligkeit wie das künstliche Licht von Gebäude- und Straßenbeleuchtungen. Das Blau des Himmels hat aber auch eine andere physikalische Ursache als bei Tage und hat damit auch eine andere spektrale Zusammensetzung.

23. Oktober 2012 – 18:45 Uhr – die blaue Stunde!

Ich sitze hier, streichele meinen Hund, und schaue hinaus. Dieses blaugraue Licht – die sogenannte blaue Stunde – hat mich schon immer fasziniert – und berührt. Der Tag geht langsam über in die Nacht, alles ist in blaugraues Licht getaucht, alles sieht irgendwie schön aus, und ich feiere Abschied.

Am Wochenende wird die Uhr wieder umgestellt, und all diejenigen, die mich hier schon länger kennen wissen, das ist dann nicht meine Zeit!

Der Baum vor meinem Fenster hat schon jede Menge Blätter abgeworfen, immerhin sind aber noch so viele dran, dass die Menschen aus dem Haus vis-à-vis noch nicht hineinschauen können, in mein Wohnzimmer.

Ich hatte einen sehr schönen Tag. Der Dienstag ist mein einziger freier Tag, ich habe keinerlei Termine, arbeite nichts, und ich kann ihn so gestalten, wie ich es möchte. Diesen Luxus kann ich mir gönnten, und es ist zugegebenermaßen auch einer der ganz wenigen Vorteile der Arbeitslosigkeit, in der ich mich ja immer noch befinde.

Ich war heute sehr viel draußen, habe die letzten schönen Oktobersonnenstrahlen und meine Spaziergänge mit Mila genossen. Seit die Mila bei mir ist (seit dem 9.7.12) gehe ich noch lieber raus als zuvor. Allerdings nicht mehr mit meinen Nordic Walking Stöcken, davor hat sie nämlich riesengroße Angst.

Vor ein paar Tagen kam uns beim Spaziergang eine Familie entgegen. Der Vater und die beiden Kinder hatten Stöcke in der Hand und „kämpften“ irgendwie miteineinder. Die Mila ist sofort unter das nächste parkende Auton geflüchtet und wollte nie wieder hervor kommen. Die Leuten waren so unsensibel und haben sich über meinen Hund „schlapp gelacht“. Aber sie können ja nicht wissen, dass dieser Hund bereits ein Vorleben hatte, auf den Straßen Spaniens, und nicht nur gute Erfahrungen gemacht hat, eher das Gegenteil.

Ich kann mir immer weniger vorstellen, Urlaub in Ländern zu machen, wo Tiere mißhandelt werden. Bislang war ich nie „aktiver“ Tierschützer. Aber seit die Ludmila bei mir ist, ändert sich meine Sichtweise auf so vieles.

Menschen, die Tiere nicht respektieren, können definitiv nicht mehr in meinem Leben sein!

Ich esse kaum noch Fleisch, mir bleibt einfach oftmals der Bissen im Halse stecken bei dem Gedanken, was die Tiere in unseren ach so zivilisierten Ländern erleben müssen.

Ein Vegetarier werde ich wohl nicht werden, aber ich überlege immer öfter, ob ich aus moralisch-ethischen Gründen ein Stück von einem toten Tier verzehren möchte.

So ist das bei mir, in der blauen Stunde. Mein College-Block auf den Knien, den Kopf dieser Wahnsinns-Hündin auf meinem Oberschenkel, und ich schreibe schreibe schreibe schreibe. Oft für Euch hier, aber noch öfter für mich!

In diesem Sinne – seid BEWUSST – Eure Dori 🙂

Der tollste Hund der Welt

Was machst Du, wenn Du nicht mehr weiter weißt? Wenn Du ganz am Boden bist, total traurig und verzweifelt?
Wer oder was gibt Dir in solchen Situationen die Kraft, weiter zu machen, Dein Vertrauen nicht zu verlieren?

Am vorigen Samstag ist etwas ganz Schreckliches passiert. Viele von Euch haben es ja über Facebook mitbekommen.

Ich hatte einen Termin für Weight Watchers in Hilden, wo eine sehr liebe Bekannte von mir wohnt. Als sie davon hörte, schlug sie gleich vor, ich solle doch vorher die Mila zu ihr bringen, sie könne für die Zeit dann bei ihr im Garten sein (Mila liebt Garten und Rasen über alles), und ich könne ganz entspannt zu dem Termin gehen. Und im Anschluß daran könnten wir dann noch in die Stadt, einen Kaffee trinken.

Gesagt getan. Mila liebt Autofahren, und so kam es, dass ich sie am vergangenen Samstag morgen zu meiner Bekannten brachte, um dann weiter zum Termin zu fahren. Wovon ich nichts wusste war die „tolle Idee“ meiner Bekannten. Ich hatte gerade im Weight Watchers Treffen in Hilden Platz genommen, da klingelte mein Handy. Nach einem kurzen Blick auf das Display sah ich: es war meine Bekannte. Ich nahm das Gespräch entgegen, und hörte nur ein Schluchzen und Keuchen, dann schrie sie in das Handy: die Mila ist weg. Sie ist abgehauen. Ich entgegnete: ich komme sofort, sprang auf und bretterte mit dem Auto zurück zu ihrer Wohnung, wo sie aber gar nicht war. Ich hatte bis dahin keinerlei Ahnung davon, dass die Bekannte mit meinem Hund in die Innenstadt in ein Parkhaus gefahren war, um mich „zu überraschen“. Mila ist Parkhäuser und Tiefgaragen aber nicht gewöhnt, sie bekam Panik und hat sich schlicht und ergreifend losgerissen. Meine Bekannte hat die Leine fallen lassen und mein Hund ist wie von der Tarantel gestochen weg, kreuz und quer durch ganz Hilden (das ist übrigens 25 km von meinem Heimatort entfernt), bis sich ihre Spur verlor.

Ich kann Euch gar nicht beschreiben, wie ich mich gefühlt habe. Solch ein tiefer Schmerz und diese Traurigkeit, die mich überfielen. Jegliches Rufen und Suchen blieb erfolglos, und dann begann es auch noch in Strömen zu regnen, so dass wir irgendwann aufgaben.

Ich habe dann sogleich im Tierheim Hilden angerufen und sie bei der Polizei als vermisst gemeldet. Es wurde immer später am Tag, und der Abend rückte immer näher, ich war so verzweifelt, mein Hund ganz alleine in einer ihr völlig fremden Umgebung, und bald würde die Dunkelheit hereinbrechen. Ich weiß gar nicht, wann ich zuletzt so viel geweint habe wie in dieser Nacht nach ihrem Verschwinden.

Am nächsten Tag – am Sonntag, dann am Montag und am Dienstag fuhr ich wieder nach Hilden, überall hängte ich Bilder von Mila auf, zeigte den Leuten ihr Foto, Radio Neanderthal brachte die Suchmeldung in regelmässigen Abständen, nichts.

Zum Zeitpunkt ihres Verschwindens trug Mila ihr lilafarbenes Geschirr, woran eine kleine Plombe mit meiner Adresse und Telefonnummer befestigt war. Ich dachte, es muss sie doch jemand gefunden haben und mich anrufen. Die schrägesten Gedanken purzelten durch meinen Kopf, ich war am Ende. Ein Tag nach dem anderen verstrich, nichts, kein Bild, kein Ton, niemand hatte meine Hündin gesehen.

Die ganzen Tage habe ich immer wieder gebetet. Ich habe die Engel angerufen und die Geistige Welt und das Universum beschworen, meine Hündin und mich wieder zusammen zu führen. Es konnte doch nicht sein, dass dieser kleine Hund, der so lange alleine auf den Straßen Spaniens unterwegs war, nach nur drei Monaten wieder fort sein sollte? Ich konnte es einfach nicht verstehen, niemand konnte es verstehen. Jeder schüttelte nur fassungslos den Kopf, wenn ich diese Geschichte erzählte.

Am Mittwoch morgen stand ich total niedergeschlagen auf. Gleich um 10.00 Uhr sollte ich ein Treffen leiten, welches von einem „Quality Coach“ von Weight Watchers beaufsichtigt wurde. Ich war sooo schlecht, so empfand ich das zumindest. Mein Hund war schon seit vier Tagen und vier Nächten fort, ich hatte überhaupt nicht mehr geschlafen, und ich machte mir die größten Sorgen, denn nun wurde es langsam eng, zumal es nachts schon ziemlich kalt wird zur Zeit.

Am Nachmittag konnte ich es nicht mehr aushalten, ich griff zu meinem Telefon und versuchte, das Tierheim in Hilden noch einmal anzurufen. Ich wollte wissen, was ich sonst noch tun könnte, um meinen Hund zu finden. Aber es lief nur ein Band, und noch während ich die Ansage abwartete klingelte mein Handy. Eine unbekannte Nummer. Da wußte ich, mein Hund war irgendwo aufgetaucht. Und so war es.

Mila war kilometerweit gelaufen, hatte irgendwie noch die A3 passiert, und saß nun bei wirklich sehr sympatischen hundeerfahrenen Menschen im Garten. Dieser Garten grenzt an ein Waldgebiet an, und dort war Mila bereits am Dienstag nachmittag zum ersten Mal aufgetaucht. Als sie dann Mittwoch nachmittag wieder in diesem Garten saß, haben die Leute das Tierheim Hilden angerufen, wo man meine Telefonnummer hatte. Welch ein unendliches Glück. Mit einem Stückchen Leberwurst haben die netten Leute die Mila dann ins Haus gelockt, und ich bin so schnell ich konnte über die Autobahn gebrettert, um meinen Hund wieder nach Hause zu holen.

Die „Dame“ hatte sich ihr Geschirr abgestreift, vermutlich ist sie mit der Leine irgendwo hängen geblieben und konnte nicht mehr weiter. Damit hatte sich mich auf unseren Spaziergängen schon oft genug zur Weißglut gebracht, wenn sie – störrisch wie sie nun mal ist – keine Lust mehr hatte weiterzugehen. Dann steigt sie einfach aus dem Geschirr aus und legt sich hin und beobachtet, wie ich reagiere 😉

War das eine Wiedersehensfreude, ich kann mein Glück immer noch nicht fassen. Mein Hund war vier Tage und vier Nächte fort und ist unbeschadet – nur fürchterlich stinkend – wieder zu mir zurückgekommen. Zu Hause angekommen ist sie gleich auf ihre Decke gesprungen, hat sich niedergelegt und bis zum nächsten Morgen tief und fest geschlafen. Und ich habe einfach nur dagesessen und meinen Hund angeschaut.

Und mich tausend Mal bedankt. Beim Universum, bei den Engeln, oder bei wem auch immer – sie ist wieder da, und ich bin der glücklichste Mensch auf der ganzen weiten Welt. Und ich habe den tollsten Hund, den die Welt jemals gesehen hat 😀

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende, genießt es.

Eure Dori

Schlafende Hunde weckt man (besser) nicht

9 Wochen ist es her, dass die kleine Ludmila (Fräulein Smilla) bei mir „eingezogen“
ist. Sie hat mein Leben  sehr verändert, diese kleine verschmuste und dennoch sehr eigenwillige Hundedame.

Dachten vor 9 Wochen die Dorfbewohner hier noch, ich sei neu hinzugezogen 😉 als ich erstmalig mit meinem Hund auftauchte, so bekomme ich heute sofort per SMS die Aufforderung, mich blicken zu lassen, wenn ich mal zwei Tag nicht „gesichtet“ wurde. Oder mich wenigstens zu melden, ob es mir auch gut geht. So ändern sich die Zeiten.

Kürzlich sagte mir eine Hundebesitzerin, dass wir (Ludmila und ich) ihr anfangs total Leid getan hätten. Weil mein Hund so panisch war beim Anblick all der vielen Dinge, die sie nicht kannte. Und welch tollen Fortschritt sie inzwischen schon gemacht hätte. Darüber habe ich mich wirklich sehr gefreut. Auch darüber, wie viele netten Kontakte sich bereits schon jetzt ergeben haben, wir beide gehen nur noch ganz selten alleine spazieren.

Plötzlich habe ich ein soziales Netz (natürlich sind das alles auch Hundebesitzer), und das durch einen kleinen schwarzen Hund aus Spanien, der den Weg irgendwie in mein Dorf und vor allem in mein Herz gefunden hat.

Schwachstellen

Heute genau vor vier Wochen ist Fräulein Smilla bei mir eingezogen! So sehr ich mich auch gefreut habe, dass sich mein großer Wunsch aus Kindheitstagen nun endlich erfüllt hat, so überfordert war ich auch anfänglich mit diesem kleinen ängstlichen Hund, der weder ein Auto noch einen Fahrradfahrer kannte, Regen offensichtlich auch nicht, und der beim Anblick von anderen Hunden eine Panikattacke nach der anderen bekam.

Inzwischen hat sich vieles in „Wohlgefallen“ aufgelöst, nur das Zusammentreffen mit anderen Hunden ist immer noch stressig. Aber wir üben und üben und üben, und auch dieser Punkt wird immer besser und besser….

Drei Mal am Tag gehen Fräulein Smilla und ich unsere Runde durch das Feld hinter „meinem“ Haus.

Heute Abend haben wir gar niemanden getroffen, ach doch, ein netter Jogger, der beim Anblick von Fräulein Smillas neugierigem Blick lachen musste.

 

Kaum zu glauben, wie sich mein Leben in dieser kurzen Zeit verändert hat. Wir sind inzwischen bekannt im Dorf „wie ein bunter Hund“ und werden oft schon von Weitem begrüßt. Die meisten Menschen sind interessiert und schauen dabei zu, wie Fräulein Smilla täglich weitere Fortschritte macht. Aber es gibt auch andere, die, die ihre aggressiven Hunde ohne Leine durchs Feld laufen lassen, und die keinerlei Verständnis für einen kleinen Hund aufbringen, der Angst hat.

Bei unseren Spaziergängen am Rhein im Nachbarort haben wir schon viele Gleichgesinnte kennengelernt, lockere Verabredungen zum gemeinsamen Spazierengehen getroffen, Hundetrainer, Tierheilpraktiker und Hundesitter kennengelernt, Visitenkarten zugesteckt bekommen, es ist wirklich unglaublich, wie viele Kontakte ich in den letzten Wochen knüpfen durfte, und das ist ja erst der Anfang. Und ja, ich bin auch dankbar für jeden Tipp, den ich bekomme.

Am kommenden Freitag habe ich einen Qualifikationstest, um zur Ausbildung als Weight Watchers Coach zugelassen zu werden. Natürlich habe ich (wie immer eigentlich ärgere ich mich wieder mal sehr über mich selbst) viel zu spät mit dem Lernen begonnen, und jetzt bin ich unter Druck. Denn anhand der Übungstests kann ich ganz genau sehen, wo meine Schwachstellen sind, und das sind so einige. Ich habe noch viel zu lernen bis zum Wochenende und ich hoffe, dass ich die „Kurve jetzt doch noch kriege“ und dass alles reibungslos vonstatten geht.

Also: ich würd mich über Euer Daumendrücken sehr freuen 🙂

Nix geregelt….

Irgendwie bekomme ich momentan nix „geregelt“. Die Tage haben zwar nach wie vor 24 Stunden, und so wie es ausschaut, wird sich da auch nichts dran ändern. Trotzdem habe ich das Gefühl keine Zeit zu haben. Ich düse ständig von A nach B und dann nach C, um meine verschiedenen Aufgaben zu bewältigen, und jetzt habe ich ja auch noch einen Hund, und was für einen!

Drei Mal am Tag gehen wir gassi, das muss ja auch in den Tagesablauf integriert werden. So ein Hund braucht halt auch Zuwendung, aber vor allem will er/sie momentan nur eins: fressen!

Aus dem armen, zitternden und völlig verängstigten kleinen Mäuschen entwickelt sich gerade eine sehr eigenwillige junge Dame, die partout ihren Kopf durchsetzen möchte – und zwar „auf Biegen und Brechen“. Im Augenblick spielen wir das „Ich sitze auf der Couch aber eigentlich darf ich das nicht Spiel“, und zwar durchaus zwanzig Mal hintereinander. Das sieht dann so aus: Frauchen schaut gerade nicht hin, ich springe auf die Couch, und liege da ziemlich breit grinsend (das sieht zumindest so aus). Frauchen nimmt mich kommentarlos hoch und setzt mich in mein Körbchen. Sobald sie mir aber den Rücken zugedreht hat, springe ich ganz schnell aus meinem Körbchen und wieder auf das Sofa. Dabei schaffe ich es sogar, meinen Kauknochen mitzunehmen.

Ich sag’s Euch, es geht gerade hier zu wie bei der Erziehung eines zweijährigen Kindes in der ersten Trotzphase. Ob ich dabei alles richtig mache, sei dahingestellt. Die Hundetrainerin allerdings hat mir – und auch Fräulein Smilla – ein dickes Lob ausgesprochen heute morgen. Sie meinte: ein sehr charakterstarker Hund (na toll!). Und zu mir: alle Achtung, für einen Ersthundebesitzer erzielen Sie hier für die kurze Zeit ziemliche Erfolge.

Darüber haben wir uns natürlich gefreut. Aber das kommt ja auch daher, weil wir so gut zueinander passen. Fragt sich nur, wer der größere Dickkopf von uns beiden ist 🙂