Mit Putzfrauen spricht man nicht..

 

 

 

 

 

Dies ist das Post nach dem Post 🙂

Sind andere Menschen für Dich WERTvoll? Ungeachtet ihrer Herkunft, Hautfarbe, ihres Berufes, ihres sozialen Status? WIIIIIIIRKLICH???? Bist Du Dir absolut sicher?????????

Nun, dann muss und möchte ich Dir jetzt eine WAHRE Geschichte erzählen, ich habe sie vor sehr kurzer Zeit selbst erlebt. Am eigenen Leibe, wie man so schön sagt!

Ab und an babysitte ich bei einer mir sehr gut bekannten Familie, babysitten ist inzwischen längstens überholt, denn die Kinder – zwei Jungs – sind inzwischen schon größer, 5 und 9. Der ältere geht auf die Internationale Schule in Neuss, die im übrigen einen sehr guten Ruf hat, und hat öfter Übernachtungsgäste. Bei einer internationalen Schule ist das so, dass die Schüler aus der ganzen Umgebung kommen und nicht nur aus einem einzigen Ort. Und die Unterrichtssprache ist Englisch, und das lassen die Kids auch „raushängen“, und quatschen mich an an in der Hoffnung, ich könnte sie nicht verstehen. Weit gefehlt 🙂

Also hatte der Große (mein Hübscher – so nenne ich ihn insgeheim) einen Klassenkameraden zu Besuch, der von weiter her kam. Ich dachte beim Anblick dieses Jungen, der außerdem noch ein Klugscheißerkind ist, wie ich befand: hmmmm….. der wird später bestimmt mal ein prima Bankdirektor.

Besagtes Besucherkind sollte denn auch abgholt werden, irgendwann, als die Eltern der „eigentlichen“ Kinder schon im Theater saßen, und so begab es sich denn auch. Es läutete dann am frühen Abend an der Haustüre und zwei Menschen standen dort, um ihr Kind abzuholen. Er, mit hochgezogener Augenbraue, ohne ÜBERHAUPT zu wissen, wer ich denn sein könnte: Ach, ist die Putzfrau so spät noch da? Nö, aber macht ja nix! Ich bin zwar auch nur der Babysitter, aber ich sags Dir nicht, Du Blödmann, dachte ich. Findet Ihr das jetzt fies? Ich nicht, ehrlich nicht, tut mir Leid. (Es hat sich dann für mich im Nachhinein herausgestellt: er IST WIRKLICH ein Bankdirektor).

Sie dann, schon mitten im Haus und im Wohnzimmer stehend und mit Adleraugen schauend, ob auch alles tippitoppi ist: Kevin (der Name ist jetzt frei erfunden), sag der Putzfrau „auf Wiedersehen“ und „Danke“. Wofüüüüüüüüüüüüüür? Das Kind war leider genauso wie seine Eltern.

Ich stehe zwar jeden Morgen auf und denke: nicht bewerten nicht bewerten nicht bewerten, aber das geht angesichts solcher Situationen kaum!

Ich musste dann so lachen, ich konnte überhaupt nicht mehr, das  hat die Leute aber dann noch so richtig wuschig gemacht, sie waren unsicher und wussten nicht, was los war. Mir war das aber zu doof, und ich habe es auch nicht aufgeklärt!

Wie sagt meine Freundin? Eine „SchönerWohnenFamilie„!  Sollen sie über mich denken, was sie wollen. Ich habe dieses blasierte Verhalten Menschen aus dem Dienstleistungsgewerbe gegenüber schon so oft beobachten können, ich kann es einfach nicht verstehen, und akzeptieren schon gar nicht! Noch nie!

Mit Putzfrauen spricht man halt nicht! Wenn es hoch kommt, sagt man Danke.

Kinder mit Schlüssel….

 

 

 

 

 

 

sind ja nicht unbedingt Schlüsselkinder. Sie haben lediglich den Schlüssel von der Mama, dem Papa oder wie in unserem Fall – von der Oma.

Gib einem kleinen Kind Deinen Schlüssel in die Hand, und es ist glücklich. Ob im Kinderwagen, im Einkaufswagen im Supermarkt oder im Kindersitz auf dem Rücksitz Deines Autos, das Kind ist einfach nur zufrieden, es strahlt, und ja: es fühlt sich vielleicht auch wichtig!

Allerdings solltest Du dennoch Augenmerk auf Deinen Schlüssel legen, damit er nicht auf unerklärliche Weise verschwindet. So, wie es zum Beispiel einer Bekannten ergangen ist:

Sie muss ganz schnell etwas im Supermarkt (in der Düsseldorfer Innenstadt) besorgen. Sie bekommt natürlich keinen Parkplatz, daher wird das Auto kurz in der zweiten Reihe abgestellt – mit Warnblinkanlage. Sie schnappt sich ihren 3-jährigen Sohn, der wie immer den Schlüssel tragen will, rast durch den Supermarkt, hat das Teil in der Hand, welches sie dringend besorgen wollte, bezahlt schnell, die Beiden laufen zum Ausgang und kommen zum Auto, sie will es aufschließen – UND: der Schlüssel ist weg. Der kleine Sohnemann hat ihn nicht mehr in der Hand.

Panik – Schweißausbrüche – hupende Autos (aus der ersten Reihe, die wegfahren wollen) – absolutes Chaos. Sie läuft zurück, durch den Supermarkt, fragt an der Kasse, fragt immer wieder ihren kleinen „Sonnenschein“, der nur seine winzigen Achseln zuckt und auf die Frage seiner Mutter, wo der Schlüssel denn sei, lediglich antwortet:

Den hat die böse Hexe verzaubert.

Dies ist einige Jahre her :-), der Schlüssel ist nie wieder aufgetaucht!