Loslassen

Loslassen erfordert Mut, aber wir sollten dies nicht als Ende, sondern als Anfang betrachten.

gelesen bei Gedankenwelt

2016 war mein Loslassjahr. Ich musste vieles loslassen – Freunde bzw. Freundinnen, Familienmitglieder, und letztendlich vor einigen Wochen einen geliebten Hund. Das meiste geschah ungewollt, einiges aber auch bewußt gewollt.

Freiwillig lässt man sicherlich nicht gerne andere Menschen aus seinem Leben gehen – es sei denn, man wurde verletzt und trifft die Entscheidung, den anderen gehen zu lassen, der einem nicht gut tut.

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Neue Wege gehen

09.06.2013 008

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die „Leistungsideologie“ ist berufen, Leistungsbereitschaft und Hebung der Arbeitsmoral zu fördern, insbesondere indem Hoffnungen auf sozialen Aufstieg wach gehalten werden – Wikipedia 

Machen Sie sich doch einmal von Ihrer Leistungsideologie frei, sagt der alte Herr, und schaut mich mit schief gelegtem Kopf stirnrunzelnd an. Sie müssen nicht ständig etwas „leisten“.

Schon wieder eine Aufgabe, an der ich zu knacken habe. Wieso soll ich jetzt auf einmal nichts mehr leisten müssen? Bisher war das doch immer so. Glaubte ich zumindest.

Kaum saß ich einmal mit einem Buch auf dem Sofa, hatte ich sogleich ein schlechtes Gewissen und mir fielen tausend Dinge ein, die es eigentlich dringend zu erledigen galt. Und schon sprang ich wieder auf um etwas zu „tun“. Kein Wunder, dass ich Anfang des Jahres an einem Punkt angekommen war, wo im Prinzip kaum noch etwas ging. Hinzu kam die bedrückende Situation mit meiner Mutter, und abgesehen davon, dass ich überhaupt keine Zeit mehr hatte, etwas für mich zu tun – wobei sich die Frage stellt: wie tut man denn etwas für sich nach so vielen Jahren, wo man nichts für sich getan hat – fehlte mir auch jegliche Lebensfreude, weil es ja so kam, wie es kommen musste.

Nachdem ich alle „Verpflichtungen“ erst einmal gestoppt hatte und meine Mutter verstorben war, fiel ich in ein tiefes tiefes Loch. Es ging mir wirklich nicht gut, ich hatte keine Aufgaben mehr und verfiel sofort wieder in blinden Aktionismus, um die entstandenen Freiräume mit Dingen und im Außen zu füllen. Ich hatte das Gefühl, dringendst ein neues Projekt zu benötigen, damit ich mich wieder besser fühlte.

Und dann kam dieser Satz von einem alten Herrn, an dem ich mich beinahe verschluckt hätte, so unverdaulich erschien er mir, und der ganz langsam, Millimeter für Millimeter, in mein Unterbewusstes drang. Mich FREI machen von Leistungszwängen. Ich, die ich mir doch mein Leben lang Liebe und Anerkennung immer über die Leistung „erwirtschaftet“ hatte.

Es war und ist wirklich nicht einfach für mich, diese neue Herausforderung zu bewältigen. Dieses innere Gefühl der Nervosität, des nicht Wertvoll-seins, weil ich keiner „geregelten Arbeit“ mehr nachgehe, und die damit einhergehenden Schuldgefühle machen mir immer noch ziemlich zu schaffen.

Inzwischen geht es mir jedoch schon wieder viel besser. Ich habe angefangen, zu Fuß den Wald hier (Knechtstedener Wald) zu erkunden. Die Mila und ich laufen quer waldein, was wir sehr genießen – der Hund sowieso – und ich auch. Früh morgens sehen wir immer Rehe, die durch den Wald springen, oder einfach auch mal auf dem Weg stehen, und uns beobachten. Ganz zu schweigen von all den anderen Tieren (und auch Bäumen, Pflanzen und Sträuchern, die es zu entdecken gibt).

08.05.2013 016

Wir haben sogar ein Wasserloch gefunden, ganz versteckt, mitten im Wald, wo natürlich auch andere Hundebesitzer mit ihren Hunden anzutreffen sind, vor allem bei dem warmen Wetter der letzten Tage. Oft treffen wir unterwegs ganz viele nette Menschen, aber genauso oft sind wir auch mutterseelenallein und treffen niemanden.

Anfangs hatte ich noch die Befürchtung, mich zu verlaufen, was auch des Öfteren geschehen ist.

Aber das Schöne ist, man findet irgendwie immer wieder zurück, auch wenn man einen Umweg geht. Auch wenn man sich einmal verlaufen hat. 

Happy New Year

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Etwas verspätet möchte ich Euch allen ein Frohes Neues Jahr wünschen.

Rechtzeitig zu den Feiertagen bekam ich eine dicke Erkältung (die gerade wieder erneut im Anmarsch ist) und ich konnte geschlagene zwei Wochen nicht ins Internet. Da überlegt man sich doch, was schlimmer ist. Erkältet sein oder nicht ins Internet können.

Also ohne Internet geht inzwischen ja wirklich nichts mehr. Gerade jetzt so kurz vor der Eröffnung meiner Weight Watchers Treffen kein Internet zu haben grenzt schon beinahe an Bösartigkeit. Im übrigen liege ich mit meinen Vorbereitungen „in den letzten Zügen“. Es gibt viel zu organisieren und abzusprechen, zu machen und zu tun, durch die Weihnachtsfeiertage ist alles etwas verzögert, die Unterlagen und die Ware ist auch noch nicht eingetroffen.

Morgen werde ich mich noch einmal mit dem netten älteren Herrn treffen, der als Hausmeister für alles verantwortlich ist, ja und dann läuft der Countdown, unaufhörlich.

Noch bin ich relativ ruhig – bis auf die Nächte. Die sind mitunter schon recht schlaflos. Trotz Entspannung auf der Alpha-Ebene. Schade eigentlich, diese Zeit des Jahres mag ich eigentlich ganz besonders gerne, wir befinden uns ja in den sogenannten Raunächten. Die Zeit zwischen der Zeit, wo alles ruhig und langsam gehen soll, wo Innenschau und Klärung stattfinden sollen. Aber dazu habe ich keine Zeit, und selbst wenn ich sie hätte, so wäre doch die innere Ruhe nicht gegeben.

Ich bin viel zu gespannt, neugierig, und angespannt, und ich „scharre schon seit Wochen mit den Hufen“ und will, dass es endlich losgeht. Ich kann es kaum erwarten!

Ach ja, und ein Jahr älter bin ich inzwischen auch wieder. Vor zwei Tagen hatte ich Geburtstag. Und die Mila ist nun auch schon ein halbes Jahr bei mir. Ich hatte mir Gedanken gemacht, wie sie wohl die Silvesterknallerei überstehen würde. Als es dann um Mitternacht so richtig losging, hat sie ihr Köpfchen kurz gehoben, mich angeschaut, gesehen, dass alles in Ordnung ist, und weitergeschlafen. Ja so ist die Mila, ein toller Hund. Aber das behaupten ja alle Hundebesitzer von ihrem Hund 😉

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Zu meinem Geburtstag habe ich einen schönen Spruch bekommen:

Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen,
wird nie alt werden
– Franz Kafka-

 

Schlafende Hunde weckt man (besser) nicht

9 Wochen ist es her, dass die kleine Ludmila (Fräulein Smilla) bei mir „eingezogen“
ist. Sie hat mein Leben  sehr verändert, diese kleine verschmuste und dennoch sehr eigenwillige Hundedame.

Dachten vor 9 Wochen die Dorfbewohner hier noch, ich sei neu hinzugezogen 😉 als ich erstmalig mit meinem Hund auftauchte, so bekomme ich heute sofort per SMS die Aufforderung, mich blicken zu lassen, wenn ich mal zwei Tag nicht „gesichtet“ wurde. Oder mich wenigstens zu melden, ob es mir auch gut geht. So ändern sich die Zeiten.

Kürzlich sagte mir eine Hundebesitzerin, dass wir (Ludmila und ich) ihr anfangs total Leid getan hätten. Weil mein Hund so panisch war beim Anblick all der vielen Dinge, die sie nicht kannte. Und welch tollen Fortschritt sie inzwischen schon gemacht hätte. Darüber habe ich mich wirklich sehr gefreut. Auch darüber, wie viele netten Kontakte sich bereits schon jetzt ergeben haben, wir beide gehen nur noch ganz selten alleine spazieren.

Plötzlich habe ich ein soziales Netz (natürlich sind das alles auch Hundebesitzer), und das durch einen kleinen schwarzen Hund aus Spanien, der den Weg irgendwie in mein Dorf und vor allem in mein Herz gefunden hat.

Auf jeden Fall nicht freiwillig!

Der heutige Tag war ein ganz spezieller. Für alle Astrologen: WELCHE STERNENKONSTELLATION HABEN WIR HIER??? HEUTE???

Vor vielen vielen Wochen hatte ich mich von meiner Hausärztin „breitschlagen“ lassen, eine gewisse Vorsorgeuntersuchung durchführen zu lassen. (schon an der Satzstellung wirst Du unschwerlich erkennen können, wie angenehm mir das war). Nachdem ich mich zuvor schon zwei Jahre strikt geweigert hatte. Was bei mir schon eine Ausnahme ist, denn als „gefallsüchtiger“ Mensch bin ich eigentlich nicht so klar in meinen Aussagen!

Na ja, lange Rede kurzer Sinn: in der vorigen Woche hatte ich das „Vorgespräch“ und gestern den „Vorbereitungstag“. Jeder, der sich mit „diesem Thema“ bereits beschäftigt hat weiß, wovon ich hier schreibe – ich möchte jetzt grad mal nicht ins Detail gehen!

Heute war also DER TAG X! Meine Tochter und der Mo sollen mich morgens abholen und zum Krankenhaus bringen, wo die Untersuchung stattfinden soll. Ich bin ganz früh aufgestanden, damit die Mila noch in Ruhe ihre Runde durchs Feld drehen kann. In der Wohnung ist es nach dem gestrigen Tag noch sehr schwül und ich beschließe, meiner Tochter ein Stück entgegenzugehen, nach dem Motto: frische Luft tut gut.

Die beiden lesen mich unterwegs auf, wir fahren los, alles ist perfekt und wir sind in der Zeit. Außer der Tatsache, dass ich das alles eigentlich nicht möchte und mich schon seit Tagen frage, warum ich mir das alles antue! Auf halber Strecke fällt mir dann ein: Hilfe, ich habe alle Unterlagen, die ich zu dieser Untersuchung mitbringen muss, zu Hause auf dem Wohnzimmertisch liegen lassen. Zusammen mit dem Ipod, welches mir meine Tochter kürzlich geschenkt hat (damit die Aufwachphase etwas kurzweiliger ist). Also drehen wir wieder um, „brettern“ in mein Dorf hinein, ich springe aus dem Auto, rase die Treppe hinauf in meine Wohnung, schnappe die Unterlagen (und ignoriere komplett meinen Hund – so soll man das ja machen – der in seinem Körbchen liegt und die Welt und Frauchen nicht mehr versteht) – rase die Treppen wieder runter und springe ins Auto meiner Tochter! Sie fährt aus der Ausfahrt wieder raus – in diesem Augenblick ruft die Klinik an und fragt ob ich etwas früher kommen kann – hallo ich komme aus Neuss das sind 15 Kilometer – und meine Tochter rammt mit ihrem Auto ein entgegenkommendes- UND: STILLE!

Das wars! Das Krankenhaus immer noch in der Leitung: Hallo, hallo, sind Sie noch dran? Der Mo blökt auf seinem Rücksitz, ich bin völlig neben der Spur, meine Tochter den Tränen nahe, sie ist 34 und hatte gerade ihren ersten Unfall, und ich sage in mein Handy:

Ich komme nicht  mehr. Auf jeden Fall nicht freiwillig! 

Das rote Kleid

Wie lange schon habe ich mir ein rotes Kleid gewünscht? Ich weiß es nicht, ich glaube, seit Chris de Burgh „Lady in Red“ gesungen hat. Die jüngeren Leser werden wahrscheinlich Chris de Burgh nicht mehr kennen!

Vor ein paar Wochen, als wir von unserem WW-Couch gefragt wurden, wie das nächste Ziel ausschaut und ob wir uns selbst dann belohnen wollen, da stand für mich nur eins fest: ich will ein rotes Kleid. Die 25-Pfund-Abnahme war vor zwei Wochen erreicht (das hört sich besser an als 12,5 kg 🙂 ) und das rote Kleid wurde geordert. Und zwar dieses hier. Innerhalb von wenigen Tagen nach der Bestellung traf es ein, allerdings dauerte es noch zwei Tage, bis ich es letztendlich anprobierte. Es war in der vorigen Woche schlichtweg zu heiß.

Und da stand ich nun vor dem Spiegel, schluck, und dachte: nein, das kann ich nicht anziehen. Das ist mir zu heftig. Diese Farbe und dann der Schnitt des Kleides – wieder schluck – also Leute, ich weiß nicht, ob ich irgendwann das nötige Selbstbewußtsein haben werde, dieses Kleid öffentlich zu tragen, aber es sieht wirklich megatoll und „rattenscharf“ aus. Nach anfänglichem Überlegen habe ich mich aber doch entschieden es zu behalten, und mich ganz langsam und Schritt für Schritt an dieses Kleid zu gewöhnen und darin meinen Platz einzunehmen. Vielleicht trau ich mich ja eines Tages…..

Mit Putzfrauen spricht man nicht..

 

 

 

 

 

Dies ist das Post nach dem Post 🙂

Sind andere Menschen für Dich WERTvoll? Ungeachtet ihrer Herkunft, Hautfarbe, ihres Berufes, ihres sozialen Status? WIIIIIIIRKLICH???? Bist Du Dir absolut sicher?????????

Nun, dann muss und möchte ich Dir jetzt eine WAHRE Geschichte erzählen, ich habe sie vor sehr kurzer Zeit selbst erlebt. Am eigenen Leibe, wie man so schön sagt!

Ab und an babysitte ich bei einer mir sehr gut bekannten Familie, babysitten ist inzwischen längstens überholt, denn die Kinder – zwei Jungs – sind inzwischen schon größer, 5 und 9. Der ältere geht auf die Internationale Schule in Neuss, die im übrigen einen sehr guten Ruf hat, und hat öfter Übernachtungsgäste. Bei einer internationalen Schule ist das so, dass die Schüler aus der ganzen Umgebung kommen und nicht nur aus einem einzigen Ort. Und die Unterrichtssprache ist Englisch, und das lassen die Kids auch „raushängen“, und quatschen mich an an in der Hoffnung, ich könnte sie nicht verstehen. Weit gefehlt 🙂

Also hatte der Große (mein Hübscher – so nenne ich ihn insgeheim) einen Klassenkameraden zu Besuch, der von weiter her kam. Ich dachte beim Anblick dieses Jungen, der außerdem noch ein Klugscheißerkind ist, wie ich befand: hmmmm….. der wird später bestimmt mal ein prima Bankdirektor.

Besagtes Besucherkind sollte denn auch abgholt werden, irgendwann, als die Eltern der „eigentlichen“ Kinder schon im Theater saßen, und so begab es sich denn auch. Es läutete dann am frühen Abend an der Haustüre und zwei Menschen standen dort, um ihr Kind abzuholen. Er, mit hochgezogener Augenbraue, ohne ÜBERHAUPT zu wissen, wer ich denn sein könnte: Ach, ist die Putzfrau so spät noch da? Nö, aber macht ja nix! Ich bin zwar auch nur der Babysitter, aber ich sags Dir nicht, Du Blödmann, dachte ich. Findet Ihr das jetzt fies? Ich nicht, ehrlich nicht, tut mir Leid. (Es hat sich dann für mich im Nachhinein herausgestellt: er IST WIRKLICH ein Bankdirektor).

Sie dann, schon mitten im Haus und im Wohnzimmer stehend und mit Adleraugen schauend, ob auch alles tippitoppi ist: Kevin (der Name ist jetzt frei erfunden), sag der Putzfrau „auf Wiedersehen“ und „Danke“. Wofüüüüüüüüüüüüüür? Das Kind war leider genauso wie seine Eltern.

Ich stehe zwar jeden Morgen auf und denke: nicht bewerten nicht bewerten nicht bewerten, aber das geht angesichts solcher Situationen kaum!

Ich musste dann so lachen, ich konnte überhaupt nicht mehr, das  hat die Leute aber dann noch so richtig wuschig gemacht, sie waren unsicher und wussten nicht, was los war. Mir war das aber zu doof, und ich habe es auch nicht aufgeklärt!

Wie sagt meine Freundin? Eine „SchönerWohnenFamilie„!  Sollen sie über mich denken, was sie wollen. Ich habe dieses blasierte Verhalten Menschen aus dem Dienstleistungsgewerbe gegenüber schon so oft beobachten können, ich kann es einfach nicht verstehen, und akzeptieren schon gar nicht! Noch nie!

Mit Putzfrauen spricht man halt nicht! Wenn es hoch kommt, sagt man Danke.

Bin ich ein wertvoller Mensch?

Machst Du Dir hin und wieder Gedanken darüber, ob Du ein wertvoller Mensch bist?
Gehörst Du zu den glücklichen Menschen, die von Geburt an ein gesundes Selbstwertgefühl haben oder bist Du eher – so wie ich – ein Selbstzweifler?
Vor allem, wenn Du das Gefühl hast, Du hast jetzt einen Fehler gemacht oder jemand lehnt Dich kategorisch ab?
Oder Du musst für Dich selbst einstehen und klare Position beziehen, auch wenn es zu Konflikten führt, fühlst Du Dich dann genauso unwohl wie ich? Mich wirft so etwas gleich völlig aus der Bahn und ich fühle mich tagelang unwohl.

Wie siehst Du Dich selbst? Und wie sehen Dich Deine Freunde, Deine Familie, Dein Umfeld, Deine Arbeitgeber?

Neulich las ich in einem Sachbuch diverse Zitate von Nathaniel Branden. Eins davon lautete:

“Von allen Urteilen, die wir im Leben fällen, ist keines so wichtig wie das, das wir über uns selbst fällen.”

Woher stammt eigentlich das Selbstbild, welches wir von uns selbst haben?
Wer hat uns das beigebracht? Ich denke, sehr stark werden wir in unserer Kindheit von unseren Eltern geprägt, oder von den Großeltern und anderen Erwachsenen, aber auch von den Erfahrungen, die wir in unserem Leben später machen. Daraus ergibt sich dann quasi eine Summe an Urteilen, die uns zu unserem Selbstwert führt – oder aber auch nicht.

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Der Hundertjährige….

….der aus dem Fenster stieg und verschwand….

 

 

 

 

 

 

 

 

So lautet der Titel des Buches, welches ich zur Zeit lese. Jeden Abend im Bett – mit einem breiten Grinsen, manchmal muss ich auch laut lachen.

Eine von „meinen“ Lieblingsbloggerinnen hat dieses Buch bereits „bei sich“ vorgestellt, ich weiß nicht mehr, ob es Martina war oder Anna-Lena, auf jeden Fall ist es absolut lesenswert, ein wirklich hinreißend komisches „Road Movie“, wie das so schön heißt:

An seinem einhundertsten Geburtstag klettert Allan Karlsson aus dem Fenster seines Zimmers im Altenheim und verschwindet ungesehen in Richtung Busbahnhof, von wo er abhauen will. Leider hat er vergessen, seine Schuhe anzuziehen und tritt seine „Reise“ nun in Pantoffeln an. Am Busbahnhof soll er nur kurz auf den Koffer eines jungen Mannes aufpassen, als jedoch sein Bus einfahrt, mit dem er verschwinden will, nimmt er den Koffer – der glücklicherweise Räder hat – kurzerhand mit, in der Hoffnung, dass sich hierin Kleidung zum Wechseln befindet. Was Allan nicht ahnen kann ist, dass der Koffer 50 Millionen Kronen aus Drogengeschäften enthält, und mit einem Mal sind nicht nur die Polizei und Presse, sondern auch die schwedische Mafia hinter dem Hundertjährigen her. Allan denkt jedoch gar nicht daran, die Millionen zurückzugeben und ins Altenheim zurückzukehren!

Dies ist der Auftakt zu einer abenteuerlichen Reise quer durch Schweden. Allan gewinnt durchaus gleichgesinnte Freunde – den 70-jährigen Gelegenheitsdieb Julius – mit ihm lässt er die Leiche des Kofferbesitzers verschwinden – den reichenImbissbudenbetreiber Benny (er wird ihr Chauffeur) – und die Besitzerin eines entlaufenen Elefantens namens Sonja (der Elefant- nicht die Besitzerin heißt so) schließt sich ihnen auch noch an.

Immer, wenn ich solch tolle Bücher lese, dann frage ich mich: wie kommt ein Mensch auf solch eine Story? Ich bin dann fasziniert von den ganzen Details, hinter denen eine unglaubliche Recherche stecken muss, und dann diese Komik und die Wortwahl – einfach eine Bereicherung.  Also: unbedingt lesen!

Draußensitzenderweise

Ich weiß nicht, ob Du dieses Gefühl kennst.
Ich fühle mich wie „kurz vor verliebt“.

Nein, ich habe NICHT die Liebe meines Lebens kennengelernt (noch nicht 😉 )

Nein, ich weiß immer noch nicht, ob und WIE es mit mir beruflich weitergehen wird. Ich habe nullkommanullkommanullkommanullkommanull Ahnung. Mein Arbeitsamtbeauftragter meint: wer Sie nicht einstellt, hat selbst Schuld. Das ist ja vielleicht nett gemeint, aber nicht wirklich hilfreich.

Was er nicht weiß (Gott steh mir bei, dass er mein Blog nicht liest) ist, dass ich gar nicht mehr auf „Lebenszeit“ eingestellt werden möchte. Wobei wir schon wieder bei einem neuen Thema wären: auf LEBENSZEIT! Für immer und ewig. Bis der Tod uns scheidet. Das sind genau die Aussagen, die mich von vielem fernhalten und mich bestimmte Dinge erst gar nicht tun lassen. Warum muss denn immer alles für immer sein?

Ich sitze hier unter „meinem Baum“, mit einer Tasse köstlichen Kaffees, und schaue die Flugzeuge an, die weiße Kondensstreifen durch einen strahlendblauen Himmel ziehen und überlege, mein nächstes Ziel ist ein schöner Urlaub. Vielleicht mal wieder im Süden? Oder lieber an der Nordsee? Mal sehen, das wird sich finden.

Und weil ich ungeduldiger Mensch ja immer auf alles so lange warten muss, eben weil ich so ungeduldig bin und oft nicht loslassen kann , habe ich gestern (erst) nach vier Wochen des „Ersehnens“ auch endlich die Zusage für ein neues „Projekt“ erhalten, ich bin gerade total happy und freu mich riesig.

Ja, so ist das Leben. Da denkst Du gerade, Du hast STILLSTAND, und dann geht es wieder weiter.