Nur ein Hund………

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Schon als Kind habe ich mir immer einen Hund gewünscht, sehnlichst, von ganzem Herzen, es war mein innigster Wunsch. Meine Eltern mochten aber keine Haustiere. Später, als ich erwachsen war und selbst Familie, da war die Zeit, die man in ein Haustier „investieren“ muss, nicht da. Noch später hatte ich Partner, die die Verantwortung für einen Hund nicht übernehmen wollten oder konnten. Rückblickend betrachtet konnten sie das nicht einmal für sich selbst.

Als sich meine Lebenssituation dann dahingehend änderte, dass ich mehr Zeit für mich und weniger Arbeit haben würde, da stand für mich fest: Jetzt ist der richtige Augenblick für einen Hund gekommen. Und so kam vor nunmehr vier Jahren die Mila – die kleine schwarze Prinzessin – in mein Leben!

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Und vor zwei Jahren kam dann noch der Toby zu uns.

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Auch wenn manche meinten, das sei ein Schnellschuss gewesen – ich hatte tatsächlich ein ganzes Jahr schon vorher geschaut, aber nie den passenden Gefährten für die Mila gefunden.

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Gestern nun habe ich diesen wunderbaren Text im Netz gefunden, der genauso von mir geschrieben sein könnte. Und ich nehme diese tollen Worte – die nur ein Hundebesitzer geschrieben haben kann – zum Anlass, wieder mit dem Bloggen zu beginnen. Das hat mir nämlich sehr gefehlt – aber ich habe keinen Anfang gefunden. Bis gestern.

Von Zeit zu Zeit sagen Leute zu mir „wach auf, es ist nur ein HUND“ oder „das ist aber viel Geld für nur einen HUND“.

Sie verstehen nicht, warum man diese Wege zurück legt, so viel Zeit investiert oder die Kosten, die „nur ein Hund“ mit sich bringt.

Manche meiner stolzesten Momente verdanke ich „nur einem Hund“. Viele Stunden sind vergangen, in denen meine einzige Gesellschaft „nur ein Hund“ war, aber ich fühlte mich nicht ein einziges Mal missachtet.

Einige meiner traurigsten Momente wurden durch „nur einen Hund“ hervorgerufen und an dunklen Tagen war es „nur ein Hund“, dessen freundliche Berührung mir Wohlbefinden und die Stärke, den Tag zu überstehen, brachte.

Falls du auch denkst es ist „nur ein Hund“, dann wirst du vermutlich Sätze kennen wie „nur ein Freund“, „nur ein Sonnenaufgang“ oder „nur ein Versprechen“.

Es ist „nur ein Hund“, welches das Wesentliche aus Freundschaft, Vertrauen und purer unverfälschter Freude in mein Leben bringt.

„Nur ein Hund“ ruft in mir das Mitleid und die Geduld hervor, die mich zu einem besseren Menschen machen.
„Nur ein Hund“ bringt mich dazu früh aufzustehen, lange Spaziergänge zu machen und sehnsüchtig in die Zukunft zu blicken.

Deswegen ist es für mich und den Menschen, wie ich es bin, eben nicht „nur ein Hund“, sondern eine Verkörperung aller Hoffnungen und Träume für die Zukunft, geliebter Erinnerungen und der pure Genuss der Gegenwart.

„Nur ein Hund“ zeigt was gut an mir ist und lenkt meine Gedanken ab. Ich hoffe, die anderen Menschen können eines Tages verstehen, dass es nicht „nur ein Hund“ ist, sondern etwas, dass mir Menschlichkeit verleiht und mich zu mehr macht als „nur eine Frau“

Also, wenn du nächstes Mal den Satz „nur ein Hund“ hörst, dann lächle, weil sie es „nur“ nicht verstehen……..

Verfasser: unbekannt

2013

Mein erstes Jahr als Weight Watchers Coach liegt nun hinter mir. Ich weiß noch, voriges Jahr um diese Zeit, wie aufgeregt ich war, wie ich wochenlang vor Aufregung nicht schlafen konnte, denn im Januar 2013 bin ich mit meinem ersten Treffen gestartet.

Inzwischen bin ich nicht mehr aufgeregt, aber die Freude an der Arbeit, die ist geblieben. Endlich endlich kann ich mit Menschen arbeiten, das tun, was ich mir immer schon gewünscht habe. Nie zuvor habe ich so viel über Menschen gelernt wie in diesem Jahr als WW Coach (und auch über mich).

Was sie motiviert, was sie ihre Ziele verfolgen lässt, was sie durchhalten lässt, aber auch was sie zurückwirft oder gar ganz aus der Bahn wirft. Die Gewichtsabnahme ist für viele Menschen ein sehr sensibles und heikles Thema, viele schämen sich, erzählen gar nicht in der Familie oder im Freundeskreis, dass sie zu einem Treffen gehen um abzunehmen. Über all dies habe ich mir zuvor nie Gedanken gemacht.

Ich habe wirklich viel dazugelernt. Und es gab neben all der privaten Dinge in diesem Jahr wie Verluste, Abschied nehmen, immer wieder der Kampf mit den Ämtern um meine Rechte, den ich als sehr anstrengend empfinde, vor allem aber die vielen wundervollen Momente, die mir die Menschen beschert haben, und die ich als kostbares Geschenk betrachte.

Für das Neue Jahr 2014 gibt es schon ganz konkrete Vorhaben, die alle im Januar und im Februar starten werden, Herausforderungen, auf die ich mich freue, und die mich wieder ein Stück weit wachsen lassen werden.

Ich wünsche Euch allen ein ganz tolles Neues Jahr 2014 mit ganz ganz viel Gesundheit, Liebe und Frieden und möchte auf  diesem Wege gleich auch von Herzen Danke sagen für all den lieben Menschen, die an mich geglaubt und mir immer wieder Mut gemacht haben, wenn ich hoffnungslos war. DANKE…

Dankeschoen

 

Am Ende wird alles gut!

Ort: Neuss Innenstadt

Zeitpunkt: gestern morgen, 9:00 Uhr

Nehmen Sie Platz, sagt er, als ich sein Zimmer betrete. Er steht mit dem Rücken zur Tür und schaut aus dem Fenster. Ich setze mich auf einen der beiden Stühle vor seinem Schreibtisch, da dreht er sich um und sagt: nein, nicht auf diesen, auf den anderen.

Ich schaue ihn verwirrt an. Kein Guten Morgen? Er blickt nicht einmal hoch, sondern auf die Akte auf seinem Schreibtisch. Ich verstehe es nicht, aber setze mich auf den anderen Stuhl. Schließlich wird er über mein weiteres Leben und meine Zukunft entscheiden. Ich sage zu mir selbst: Doris, halt den Ball flach, und atme tief durch. Om…..

Was wollen Sie hier? Ich: Wie bitte? Ja, weswegen sind Sie hier? Ich: ich folge einer Einladung der Deutschen Rentenversicherung. Wieso? Er macht mich jetzt schon komplett kirre. Weil ich einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt habe.

Wie kommen Sie zu der Annahme, dass Sie Anrecht auf eine Rente haben? Krankheiten!

Ich: Wie bitte?

Ja, welche Krankheiten?

Da platzt mir der Kragen. Ich frage: Soll ich wieder gehen? Sie nehmen mich weder wahr noch haben Sie Interesse an mir als Mensch. Sie schauen mich nicht einmal an, wenn Sie mit mir sprechen. Da hebt er zum ersten Mal den Kopf und sagt: Ich brauche Sie nicht wahr zu nehmen, ich bin nur der Gutachter.

Okay, das war’s – ich hab’s vergeigt. Ich bin nicht nett und freundlich bin ich jetzt schon gar nicht mehr, und so wie das aussieht wird er mich auf meinem Weg in die vorzeitige Rente nicht unterstützen.

Dieses ganze Spiel dauert cirka eine Stunde. Zum Schluss sagt er noch: Sie sind aufsässig! Das steht auch in dem Entlassungsbericht der Reha-Klinik. Patientin ist aufsässig und wütend. Ach – wär ich von selbst bestimmt nicht drauf gekommen.

Diese ganze Art und Weise, wie Menschen hier behandelt werden, zieht sich wie ein roter Faden durch meine Geschichte. Egal, ob es die Krankenversicherung ist, die Rentenversicherung, die Ärzte aus der Reha-Klinik oder er hier jetzt, Gutachter für die Deutsche Rentenversicherung in Neuss, „Sozialmediziner“, es herrscht ein Tonfall, den ich so gar nicht kenne, und ganz selten in meinem 40-jährigen Berufsleben erlebt habe.

Im Anschluss an „diese Geschichte“ bin ich erst einmal eineinhalb Stunden durch den strahlenden Sonnenschein und durch „mein Feld“ gewalkt, mein Hund leicht irritiert hinter mir her, denn so schnell – vor lauter Energie – hat er mich auch nicht so oft erlebt.

Ich habe für mich die Entscheidung getroffen: egal, was jetzt kommt, ich nehme es an, ich akzeptiere es, und dann sehe ich zu, dass ich das Beste daraus mache.

Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende 🙂

Neue Wege gehen

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Die „Leistungsideologie“ ist berufen, Leistungsbereitschaft und Hebung der Arbeitsmoral zu fördern, insbesondere indem Hoffnungen auf sozialen Aufstieg wach gehalten werden – Wikipedia 

Machen Sie sich doch einmal von Ihrer Leistungsideologie frei, sagt der alte Herr, und schaut mich mit schief gelegtem Kopf stirnrunzelnd an. Sie müssen nicht ständig etwas „leisten“.

Schon wieder eine Aufgabe, an der ich zu knacken habe. Wieso soll ich jetzt auf einmal nichts mehr leisten müssen? Bisher war das doch immer so. Glaubte ich zumindest.

Kaum saß ich einmal mit einem Buch auf dem Sofa, hatte ich sogleich ein schlechtes Gewissen und mir fielen tausend Dinge ein, die es eigentlich dringend zu erledigen galt. Und schon sprang ich wieder auf um etwas zu „tun“. Kein Wunder, dass ich Anfang des Jahres an einem Punkt angekommen war, wo im Prinzip kaum noch etwas ging. Hinzu kam die bedrückende Situation mit meiner Mutter, und abgesehen davon, dass ich überhaupt keine Zeit mehr hatte, etwas für mich zu tun – wobei sich die Frage stellt: wie tut man denn etwas für sich nach so vielen Jahren, wo man nichts für sich getan hat – fehlte mir auch jegliche Lebensfreude, weil es ja so kam, wie es kommen musste.

Nachdem ich alle „Verpflichtungen“ erst einmal gestoppt hatte und meine Mutter verstorben war, fiel ich in ein tiefes tiefes Loch. Es ging mir wirklich nicht gut, ich hatte keine Aufgaben mehr und verfiel sofort wieder in blinden Aktionismus, um die entstandenen Freiräume mit Dingen und im Außen zu füllen. Ich hatte das Gefühl, dringendst ein neues Projekt zu benötigen, damit ich mich wieder besser fühlte.

Und dann kam dieser Satz von einem alten Herrn, an dem ich mich beinahe verschluckt hätte, so unverdaulich erschien er mir, und der ganz langsam, Millimeter für Millimeter, in mein Unterbewusstes drang. Mich FREI machen von Leistungszwängen. Ich, die ich mir doch mein Leben lang Liebe und Anerkennung immer über die Leistung „erwirtschaftet“ hatte.

Es war und ist wirklich nicht einfach für mich, diese neue Herausforderung zu bewältigen. Dieses innere Gefühl der Nervosität, des nicht Wertvoll-seins, weil ich keiner „geregelten Arbeit“ mehr nachgehe, und die damit einhergehenden Schuldgefühle machen mir immer noch ziemlich zu schaffen.

Inzwischen geht es mir jedoch schon wieder viel besser. Ich habe angefangen, zu Fuß den Wald hier (Knechtstedener Wald) zu erkunden. Die Mila und ich laufen quer waldein, was wir sehr genießen – der Hund sowieso – und ich auch. Früh morgens sehen wir immer Rehe, die durch den Wald springen, oder einfach auch mal auf dem Weg stehen, und uns beobachten. Ganz zu schweigen von all den anderen Tieren (und auch Bäumen, Pflanzen und Sträuchern, die es zu entdecken gibt).

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Wir haben sogar ein Wasserloch gefunden, ganz versteckt, mitten im Wald, wo natürlich auch andere Hundebesitzer mit ihren Hunden anzutreffen sind, vor allem bei dem warmen Wetter der letzten Tage. Oft treffen wir unterwegs ganz viele nette Menschen, aber genauso oft sind wir auch mutterseelenallein und treffen niemanden.

Anfangs hatte ich noch die Befürchtung, mich zu verlaufen, was auch des Öfteren geschehen ist.

Aber das Schöne ist, man findet irgendwie immer wieder zurück, auch wenn man einen Umweg geht. Auch wenn man sich einmal verlaufen hat. 

Das Innere Lächeln

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Gestern nachmittag sitze ich im Garten meiner Tochter, die Kaninchen, die ich während ihres Urlaubes füttere, hoppeln im Gehege auf dem Rasen herum, und ich blättere in einer Frauenzeitschrift, die sie im Abonnement erhält (die ich „früher“ übrigens auch im Abonnement bekommen habe).

Und pling – da ist ein Artikel, der mich sofort in seinen Bann zieht (obwohl ansonsten nicht so wirklich viele interessante Dinge enthalten sind in dieser Zeitschrift).

Es geht um RADIKALE SELBSTFÜRSORGE!

Ich stutze. Wow. Das liest sich jetzt erst einmal etwas aggressiv. Wobei ich aber sofort eine Ahnung von dem bekomme, was gemeint ist.

Ich lese weiter. Da steht unter anderem:

Ich nehme mich selbst jederzeit ernst und bin es wert, gemocht zu werden.

Und dann noch:

Man kann gar nichts Besseres tun, als sich um sich selbst zu kümmern und dafür Sorge zu tragen, dass man glücklich ist. Dann muss niemand anderer mein Unglück ausbaden.

Toll. Genau das passiert nämlich gerade mit mir. Ich SORGE MICH. Ja! Ich sorge FÜR MICH. Ich! Zum ersten Mal in meinem Leben. Es  ist niemand da, FÜR oder UM den ich mich SORGEN könnte. „Nur“ ich selbst. Ohhhh, ich habe wochenlang mit diesem Thema gehadert. Neben all der Trauerarbeit dachte ich unentwegt über ein neues Projekt nach, mit dem ich meine innere Leere füllen könnte. Es tat sich absolut nichts auf am Horizont, kein neuer „Pflegefall“, der in mein Leben treten wollte. Adieu Helfersyndrom.

Ich habe eine neue Aufgabe. Die lautet: ich SORGE FÜR MICH! Und zwar auf allen Ebenen. Wie schön Thomas letzter Kommentar hierzu passt.

Im Augenblick ist nicht die Zeit für Entscheidungen. Im Augenblick ist die Zeit für Heilung. Und für neue Impulse. Denn die benötige ich dringend.

Auf Rat von der lieben Gaba tue ich jeden Tag folgendes:

  • Ich gehe jeden Tag an einen Ort oder an einen Platz, an dem ich vorher noch nie war.
  • Ich tue jeden Tag etwas, was ich zuvor noch nie getan habe.
  • Und ich lese jeden Tag etwas, was ich sonst nie lesen würde.

Es ist spannend zu erleben, wie sich jetzt gerade alles verändert, innerhalb kürzester Zeit. Es macht sich innerlich ein Gefühl breit, ausgehend von meinem Herzen. Ich würde es nicht Glücksgefühl nennen. Aber ich würde es durchaus als INNERES LÄCHELN bezeichnen wollen.

Mila on Tour!

 

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Eigentlich wollte ich mir in diesem Jahr endlich ein neues Fahrrad kaufen! Meins ist nämlich inzwischen cirka so um die 25 Jahre alt. Es war zur damaligen Zeit richtig teuer, hat 1200 DM gekostet, was für ein Fahrrad viel Geld war – in den 80ern.

Also rufe ich den „Mobilen Fahrraddoktor“ aus dem Nachbarort, der die Fahrräder abholt und repariert zurückbringt. Mein ganz persönliches Anliegen aber ist nicht das neue Fahrrad, sondern ein schönes und bequemes Fahrradkörbchen für die Mila.

Kein Problem, sagt der „Mobile Fahrraddoktor“, übrigens ein sehr sympatischer junger Mann, den ich bereits „vom Sehen her“ kannte!

Mein altes Fahrrad ist tippitoppi supergut in Ordnung, er braucht gar nichts reparieren. Aber das Wichtigste ist, er besorgt und montiert mir einen tollen Fahhradkorb für die Mila, wo sie nicht raushüpfen kann, und wo sie Platz genug und es bequem hat auf unseren Touren.

Die Leute im Feld und im Wald kennen uns inzwischen, zum großen Teil, und wir haben viel Spass.

Ich, weil ich meinen Traum- und Seelenhund gefunden habe, und die Mila, weil sie gerne erhöht sitzt – so wie in dem Fahrradkorb 🙂 und alles sehen kann. Sie ist nämlich sehr neugierig!

Montag morgen 7 Uhr

… und ich habe Zeit zu bloggen. Ich atme tief ein und aus und denke: wie ist das schön, keine Termine zu haben. Zumindest nicht bis heute Nachmittag. Einfach Zeit zu haben, am PC zu sitzen, mal eine Blogrunde zu drehen, dies und das zu lesen, bei einer Tasse Kaffee, herrlich. Wie ich die finanzielle Lücke, die nun entstanden ist fülle, weiß ich noch nicht. Wie heißt es so schön: kommt Zeit kommt Rat.

Natürlich gibt es schon wieder 1000 Ideen in meinem Kopf, aber erst einmal möchte ich jetzt herunterfahren. Im wahrsten Sinne des Wortes. Schon wieder habe ich nicht rechtzeitig die Reißleine gezogen und habe einfach immer weitergemacht, so lange bis es jetzt nicht mehr ging. Bis beinahe gar nichts mehr ging. Dass mir das immer noch passiert nach all den Jahren und all den Erfahrungen, die ich schon gemacht habe, kann ich selbst noch nicht glauben.

Auch will ich an dem Glaubenssatz „viel Zeit – wenig Geld“ arbeiten. Ich hätte nämlich gerne viel Zeit und viel Geld, das heißt ausreichend viel Geld. Und meine Selbstständigkeit will ich weiter ausbauen, dazu fehlte mir bislang auch die Zeit. Ich habe sie einfach nur in eine Zeitlücke gestopft und es so gut gemacht wie ich konnte.

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Aber alles ganz gemächlich – kein Druck  – einfach schauen, wie sich die Dinge entwickeln – und dann wieder loslegen. Und Spass machen soll es ja auch. Wenn Du etwas nicht gerne tust und morgens schon nicht aufstehen magst, weil Du gleich wieder zu einer ungeliebten Arbeit fahren musst, das kanns ja auch nicht sein. Wieviele Jahre meines Lebens habe ich das so gemacht. Umso verwunderlicher, dass ich jetzt die Zeichen nicht gesehen habe; ach was, ich wollte sie nicht sehen, ich kenn mich doch, dann hätte wieder ICH die Entscheidung treffen müssen, und das tu ich doch in bestimmten Situationen so ungerne.

Jetzt freue ich mich erst einmal auf die kommenden zwei Wochen, auf das Osterwochenende und auf ein bisschen Zeit für mich!

 

Kaum zu glauben

Hab ich wirklich so lange nicht mehr gebloggt?

KAUM ZU GLAUBEN!

Es gab mal Zeiten, da habe ich jeden Tag gebloggt. Das ist allerdings schon etwas länger her. Damals war ich noch in dieser großen Bank – na ja beschäftigt kann man jetzt nicht wirklich dazu sagen – also ich war in dieser großen Bank 8 Stunden am Tag, und diese 8 Stunden musste ich irgendwie herumkriegen. Auch kaum zu glauben, aber einen Teil meiner Zeit habe ich mit Bloggen und Kommentieren verbracht. Aber das alles ist Gottseidank Schnee von gestern.

Der erste Monat des neuen Jahres ist schon vorbei, den zweiten Monat haben wir bereits angefangen, und ich muss sagen, wenn die Ereignisse alle in diesem Tempo weitergehen….. Ich kann nur sagen: Bewegung und Wandel. So wie 2012 aufgehört hat, ist es gleich ungebremst in 2013 weitergegangen!

Am 10. Januar hatte ich mein erstes Treffen. Ich kann Euch nicht sagen, wie aufgeregt ich war. Ich habe schon Wochen vorher kaum noch schlafen können, mir pausenlos den Kopf zermartert, ob ich auch wirklich an alles gedacht habe, ob ich alles richtig und gut vorbereitet habe. Das war vor vier Wochen. Es ist zwar noch immer nicht Routine, aber es klappt alles schon viel besser und reibungsloser.

Am 15. Januar habe ich „IHN“ dann weggebracht – nach so vielen langen, gemeinsamen Jahren. Das letzte hat mir allerdings keine Freude mehr bereitet, es gab zum Schluß zu viele Probleme.

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Leicht ist es mir nicht gefallen, und abends – den Neuen hatte ich dann gleich mit nach Hause genommen – konnte ich mich über die Veränderung überhaupt nicht freuen. Und dachte nur wehmütig an all die schönen Sommer, die wir miteinander hatten.

Auch das hat sich inzwischen gewandelt. Von dem Neuen bin ich total fasziniert.

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So wie er in mein Leben gekommen ist grenzt schon an „Göttliche Fügung“. Ständig schaue ich mir die Tankanzeige an, völlig begeistert davon, dass dieser hier nichts verbraucht. Toll. Und wendig ist er und spritzig, nicht so schwerfällig und behäbig, und ich kann die Rückbank umlegen und habe eine große Ladefläche für all die Dinge, die ich zu den Treffen mitnehmen muss. Inzwischen bin ich einfach nur noch dankbar, dass er jetzt „da“ ist.

Am 17. Januar musste ich dann „SIE“ gehen lassen, meine Lady Paula, meine alte weiße Kaninchendame. Fünf Jahre hatten wir noch miteinander, nachdem ich sie aus dem Tierheim geholt hatte, wie alt sie wirklich war, das wusste niemand. Schweren Herzens musste ich die Entscheidung treffen, und hätte es nur die geringste Hoffnung gegeben, so hätte ich es noch hinausgezögert. Aber es gab keine Hoffnung. Und ich konnte sie nicht länger leiden sehen.

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Ständig gibt es neue Herausforderungen, die es zu bewältigen gibt, und ich schaffe sie alle. „Bis jetzt hat es immer noch gut gegangen“, das ist ja hier im Rheinland der Klassiker unter den Sprichwörtern. Und von denen, die mir immer wieder Angst machen wollen, halte ich mich fern und distanziere mich inzwischen sogar. Mir macht meine neue Aufgabe riesigen Spass. Die viele Arbeit, die dahinter steckt und die andere gar nicht sehen können, macht mir überhaupt nichts aus. Ich bin hoch motiviert und keine Mühen sind mir zu viel. Und wenn dann ein Treffen vorbei ist, bin ich glücklich und zufrieden und freue mich über die positive Resonanz.

Es fühlt sich alles gut und richtig an.

Happy New Year

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Etwas verspätet möchte ich Euch allen ein Frohes Neues Jahr wünschen.

Rechtzeitig zu den Feiertagen bekam ich eine dicke Erkältung (die gerade wieder erneut im Anmarsch ist) und ich konnte geschlagene zwei Wochen nicht ins Internet. Da überlegt man sich doch, was schlimmer ist. Erkältet sein oder nicht ins Internet können.

Also ohne Internet geht inzwischen ja wirklich nichts mehr. Gerade jetzt so kurz vor der Eröffnung meiner Weight Watchers Treffen kein Internet zu haben grenzt schon beinahe an Bösartigkeit. Im übrigen liege ich mit meinen Vorbereitungen „in den letzten Zügen“. Es gibt viel zu organisieren und abzusprechen, zu machen und zu tun, durch die Weihnachtsfeiertage ist alles etwas verzögert, die Unterlagen und die Ware ist auch noch nicht eingetroffen.

Morgen werde ich mich noch einmal mit dem netten älteren Herrn treffen, der als Hausmeister für alles verantwortlich ist, ja und dann läuft der Countdown, unaufhörlich.

Noch bin ich relativ ruhig – bis auf die Nächte. Die sind mitunter schon recht schlaflos. Trotz Entspannung auf der Alpha-Ebene. Schade eigentlich, diese Zeit des Jahres mag ich eigentlich ganz besonders gerne, wir befinden uns ja in den sogenannten Raunächten. Die Zeit zwischen der Zeit, wo alles ruhig und langsam gehen soll, wo Innenschau und Klärung stattfinden sollen. Aber dazu habe ich keine Zeit, und selbst wenn ich sie hätte, so wäre doch die innere Ruhe nicht gegeben.

Ich bin viel zu gespannt, neugierig, und angespannt, und ich „scharre schon seit Wochen mit den Hufen“ und will, dass es endlich losgeht. Ich kann es kaum erwarten!

Ach ja, und ein Jahr älter bin ich inzwischen auch wieder. Vor zwei Tagen hatte ich Geburtstag. Und die Mila ist nun auch schon ein halbes Jahr bei mir. Ich hatte mir Gedanken gemacht, wie sie wohl die Silvesterknallerei überstehen würde. Als es dann um Mitternacht so richtig losging, hat sie ihr Köpfchen kurz gehoben, mich angeschaut, gesehen, dass alles in Ordnung ist, und weitergeschlafen. Ja so ist die Mila, ein toller Hund. Aber das behaupten ja alle Hundebesitzer von ihrem Hund 😉

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Zu meinem Geburtstag habe ich einen schönen Spruch bekommen:

Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen,
wird nie alt werden
– Franz Kafka-

 

Gesucht und gefunden

16.09.2012 015

M I L A

Du bist das treueste und liebevollste Wesen,
welches man sich in der Gestalt einer kleinen Hündin nur
denken kann.

Du hast die schönsten Augen und berührst mich mit Deiner
unvorstellbaren Sanftheit.

Du gewinnst die Herzen der Menschen im Nu. Sie bleiben stehen,
schauen Dir hinterher, wollen Dich unbedingt streicheln,
weil Du so „süß“ bist. Niemand kann Dir wirklich widerstehen.

Aber Du hast auch eine andere Seite, und die zeigst Du mir.

Du bist eigenwillig, freiheitsliebend, und immer auf dem Sprung,
Dich ins nächste Abenteuer zu stürzen.

Du entscheidest aus Deiner Seele: sympatisch oder nicht.
Dabei machst Du keinerlei Unterschiede zwischen
alt und jung, schön und nicht schön, groß und klein,
weiblich und männlich.

Du bist für mich der allertollste Hund!