Was denn um Himmels willen?

Wie in jedem Jahr kam – so auch in diesem wieder – Weihnachten und kurz danach mein Geburtstag völlig überraschend. Und zack: plötzlich wird klar, ich bin jetzt Ü60. Oder 60+ wie das so schön heißt.

Meinen 60. Geburtstag habe ich noch voller Freude gefeiert, den 61. irgendwie gar nicht, und 62 ist jetzt auch keine Jahreszahl, die unbedingt Anlass zur Freude gibt. Obwohl….. man kann es auch aus einer anderen Perspektive betrachten. Nämlich voller Dankbarkeit! Es geht mir gut, ich bin gesund, habe ein Zuhause, in dem ich mich wohlfühle, einen kreativen Minijob, der Spass macht,  und genügend Freizeit um mir endlich einmal Gedanken um mein weiteres Fortschreiten auf diesem Lebensweg zu machen.

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Neues von Max und Moritz

Ach, was muß man oft von bösen Kindern hören oder lesen.
Wie zum Beispiel hier von diesen, welche Max und Moritz hießen…

Es gibt Tage, da denke ich, ich habe beginnende Alzheimer, oder Altersdemenz, oder Gedächtnisschwund, oder ich zweifle ganz einfach an mir selbst und frage mich: werd ich jetzt doch langsam  aber sicher tüddelig?

Kürzlich war der Max über Nacht bei der Oma. Der Max war erkältet, und wie es sich gehört, befanden sich in seinem Reisegepäck unter anderem auch Nasentropfen und Hustensaft. Damit der kleine Kerl besser Luft bekommt und ganz bald wieder gesund ist.

Am nächsten Tag, kurz bevor die Eltern kamen, um den kleinen Max wieder abzuholen, konnte die Oma beim Taschepacken die Nasentropfen nicht finden. Die Oma hat die ganze Wohnung auf den Kopf gestellt, unter das Sofa geschaut, die Tasche drei Mal ausgeschüttet und wieder neu gepackt, jeden Winkel abgesucht: keine Nasentropfen. Weg, einfach verschwunden. Die Oma fragt sich (mal wieder) nach ihrem Geisteszustand und zweifelt (mal wieder) ganz stark an sich selbst.

Eine Woche später: der kleine Max besucht seine Oma, um mit ihr und mit dem Moritz einen schönen Tag zu verbringen. Kaum bei der Oma eingetroffen – Anorak und Mütze fliegen erst einmal in die nächste Ecke – die Schuhe gleich hinterher – sieht die Oma noch aus dem Augenwinkel, wie der Max an ihren Wohnzimmerschrank geht. Sie will schon rufen: Maaaahaaaax – lass den Schrank zu, da denkt sie ganz intuitiv: mal schauen, was er da so macht. Hochkonzentriert öffnet der Max den Schrank von der Oma, holt ein Fläschchen Nasentropfen heraus, schließt die Türe, öffnet die andere Türe, Nasentropfen wieder rein, Türe wieder zu.

Die Oma fragt den Max: Mäxchen, was machst Du da? Der Max antwortet wahrheitsgemäß: Nasentropfen verstecken! 😀

Und die Oma ist überglücklich. Weil sie doch (noch) keinen Gedächtnisschwund hat!