Neues von Max und Moritz

Ach, was muß man oft von bösen Kindern hören oder lesen.
Wie zum Beispiel hier von diesen, welche Max und Moritz hießen…

Es gibt Tage, da denke ich, ich habe beginnende Alzheimer, oder Altersdemenz, oder Gedächtnisschwund, oder ich zweifle ganz einfach an mir selbst und frage mich: werd ich jetzt doch langsam  aber sicher tüddelig?

Kürzlich war der Max über Nacht bei der Oma. Der Max war erkältet, und wie es sich gehört, befanden sich in seinem Reisegepäck unter anderem auch Nasentropfen und Hustensaft. Damit der kleine Kerl besser Luft bekommt und ganz bald wieder gesund ist.

Am nächsten Tag, kurz bevor die Eltern kamen, um den kleinen Max wieder abzuholen, konnte die Oma beim Taschepacken die Nasentropfen nicht finden. Die Oma hat die ganze Wohnung auf den Kopf gestellt, unter das Sofa geschaut, die Tasche drei Mal ausgeschüttet und wieder neu gepackt, jeden Winkel abgesucht: keine Nasentropfen. Weg, einfach verschwunden. Die Oma fragt sich (mal wieder) nach ihrem Geisteszustand und zweifelt (mal wieder) ganz stark an sich selbst.

Eine Woche später: der kleine Max besucht seine Oma, um mit ihr und mit dem Moritz einen schönen Tag zu verbringen. Kaum bei der Oma eingetroffen – Anorak und Mütze fliegen erst einmal in die nächste Ecke – die Schuhe gleich hinterher – sieht die Oma noch aus dem Augenwinkel, wie der Max an ihren Wohnzimmerschrank geht. Sie will schon rufen: Maaaahaaaax – lass den Schrank zu, da denkt sie ganz intuitiv: mal schauen, was er da so macht. Hochkonzentriert öffnet der Max den Schrank von der Oma, holt ein Fläschchen Nasentropfen heraus, schließt die Türe, öffnet die andere Türe, Nasentropfen wieder rein, Türe wieder zu.

Die Oma fragt den Max: Mäxchen, was machst Du da? Der Max antwortet wahrheitsgemäß: Nasentropfen verstecken! 😀

Und die Oma ist überglücklich. Weil sie doch (noch) keinen Gedächtnisschwund hat!

38 Gedanken zu „Neues von Max und Moritz

  1. So eine süße Geschichte <3 <3 <3. Genau richtig um einem am naßkühlen Sonntagvormittag ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern.

    Liebste Grüße
    Sylvia

    • Guten Morgen liebe Sylvia,
      ist es bei Dir auch so naßkühl??? Gestern gabs hier Graupelschauer und Schneeregen – und ich friere.
      Aber ab Mitte der nächsten Woche solls ja warm werden 🙂
      Liebste Grüße von Dori

  2. Herrlich, liebste Dori… da hat der Max Dich ja ganz schön „auf die Probe“ gestellt. Wie schön, dass er so herzerfrischend ehrlich ist… Ich suche zur Zeit einen Schlüssel, kannst Du mir den Max mal zum Finden vorbeischicken?:-) Allerliebste Sonntagsgrüsse Andrea

    • Ich sags Dir, liebste Andrea, da kann frau schon mal ins Grübeln kommen. Also was den Schlüssel betrifft: den hat die böse Hexe weggezaubert 😉
      Allerliebste Sonnengrüße von Dori

    • Liebe Ute,
      es gibt so Situationen, da kommen mir manche Dinge sehr merkwürdig vor. Aber nicht alles löst sich so auf 😉
      Liebe Grüße von Dori

  3. Guten Morgen Dori,
    die Geschichte ist ja klasse :-)!
    Aber bitte, bitte nicht am eigenen Geisteszustand zweifeln!!!
    Das ist etwas, was ich mir ganz und gar abgewöhnt habe, wenn ich mich beim „Schusseligsein“ erwische. Und wenn mich die lieben Kleinen dann noch ärgern, antworte ich ziemlich regelmäßig: „Ihr habt nicht annähernd so viel Eurer „Festplatte“ im Kopf gespeichert wie ich! Ich möchte Euch sehen, wenn Euer Speicher mal so gefüllt ist wie meiner“! 🙂
    Sonnige Grüße!
    Uta

    • Liebe Uta,
      aha! Du weißt also, wovon ich rede. Das mit der Festplatte finde ich als Argument sehr gut.
      Meine Kinder sind schon mal etwas „verständnislos“, wenn ich etwas Technisches nicht gleich verstehe. Aber die kommen ja auch noch dahin – irgendwann 😉
      Liebe Sonnengrüße von Dori

      • Liebe Dori,
        lustig wird’s, wenn ich die Antwort bekomme: „Mama, es gibt externe Festplatten und USB-Sticks …“ – „Aja? Ein zusätzlich angeschlossener Kopf also? – Kein Problem!“ 🙂
        Da gibt’s eben doch noch einen winzigen Unterschied – und der ist eben: menschlich!
        Herzliche Grüße!
        Uta

        • So weit sind sie ja noch nicht, liebe Uta. Aber ich bin sicher, das kommt auch ganz bald 🙂
          Sonnige Grüße von Dori
          P.S. Schade, dass Du nicht nach Köln kommst!

  4. Liebe Dori,

    da möchte ich doch die sehr gesunde Einstellung von dem kleinen, klugen Max unterstützen. Weiß er doch unterbewusst, dass Medikamente besonders in dem prägenden Alter „ungesund“ sind. Unterstütze all seine Fassetten 🙂 und auch deine. In Demenz gehe ich, wenn ich mich an etwas nicht mehr erinnern mag!?

    Liebe Grüße
    MachDichGlücklich
    Thomas

    • Lieber Thomas,

      ach so!? So habe ich das noch gar nicht gesehen. Ich bemühe mich von Herzen, all die Facetten meiner Enkelkinder zu sehen und zu unterstützen. Meine kenne ich leider immer noch nicht alle 😉

      Liebe Sonnengrüße von Dori

      • Liebe Dori,

        auch deine sind alle da, sie sind angelegt und vielleicht hier und da, da sie nicht bedient wurden eingetrocknet. Gib ihnen Nährlösung und sie haben die Chance sich wieder zu entfalten.

        Liebe Grüße
        MachDichGlücklich
        Thomas

          • Liebe Dori,

            mit eins zwei drei geht es leider nicht. Es ist die innere Kindarbeit. Da du gerade sehr intensiv mit deinen Enkeln arbeitest, wirst du guten Kontakt zu deinem inneren Kind aufbauen können. Durch dein Verhalten zu deinen Enkeln kannst du dann auch feststellen, wo deine „getrockneten“ Fassetten sind.

            Liebe Grüße
            MachDichGlücklich
            Thomas

          • Das weiß ich lieber Thomas seufz. Gerade vor ein paar Tagen wurde ich wieder einmal mit diesem Thema konfrontiert und durfte feststellen, dass es (immer) noch nicht ganz aufgearbeitet ist. Obwohl ich es ja dachte 😉
            Danke für Deine Kommentare!
            Viele liebe Sonnengrüße von Dori

  5. Damit wäre die Tüdelichkeit vom Tisch, liebe Dori. 😀
    Die Geschichte vom aufgeweckten Max gefällt mir sehr. Und so sitze ich jetzt mit einem breiten Grinsen vor dem Rechner.

    Liebe Grüße von der Gudrun

  6. Also ich finde dass Mäxchen echt logisch handelt. Zu Hause liegen bestimmt mehrfach Nasentropfen rum, aber bei Oma weiss man das nicht so genau. Falls er mal wieder welche braucht. Max weiss noch in einem halben Jahr wo er die versteckt hat.

  7. Liebste Dori,
    das ist ja eine schöne Geschichte , die auch mich zum Schmunzeln gebracht hat. Das Bild ist auch wunderschön, das passt doch zu gut. Ich hab mir das auch abgwöhnt zu zweifeln, wenn ich etwas vergesse oder nicht finde. Meist ist das auch eine Angelegenheit des Loslassens. Solange ich den Gedanken mit aller Gewalt festhalte, das Gesuchte zu finden oder es mir nicht einfallen will, so lange bleibt es verschwunden. Lasse ich es los, dann geschieht etwas, womit ich nicht gerechnet hätte. …. Wir sind in einem Alter, wo die anderen das meinen, dass wir nicht mehr alles so verstehen wie sie, weil sie vielleicht jünger sind. Das hat gar nichts zu sagen…. Die jungen Menschen können ja schon vieles nicht im Kopf behalten, weil sie immer nur mit dem Handy zugange sind und sich erinneren lassen . Jetzt hab ich aber viel dazu geschrieben. Mach Dir also keine großen Gedanken in Zukunft………. Wir ticken doch alle gleich *grins*
    Liebe Grüße
    Erika 🙂

    • Liebste Erika,
      also ich mache mir schon so meine Gedanken. Vor allem komme ich inzwischen technisch – Smartphone, Internet und all diese Geschichten – nicht mehr wirklich mit. Ich finde das auch so schön, was die Uta schreibt. Mit vielem ist auch meine Festplatte so voll, und was mich nicht wirklich interessiert, vergesse ich sofort wieder. Oder wie der Thomas schreibt: wenn ich was nicht behalten will, dann falle ich in die Alzheimer 🙂
      Na klar ticken wir alle gleich, was dachtest Du denn? 😀
      Liebste Grüße von Dori

  8. was wäre das leben
    hätte es nicht das mäxchen gegeben 🙂
    süß, die geschichten deiner kleinen. und oma hat auch keine anderen demenzlücken als andere :)))
    viel freude mit deinen lieben!!
    von herzen
    babsi

    • Liebste Babsi,
      ja ja die Demenzlücken – die hatte ich früher auch nicht, da war ich immer ganz klar und konnte alles behalten. Allerdings war ich auch immer gestresst!
      Liebste Sonnengrüße von Dori

  9. Ja wirklich süß die Geschichten. Eine unserer Kundinnen sammelte seit dem dritten Lebensjahr lustige Geschichten von und mit Ihrer Nichte „Jasminchen“. Die Episoden sind in einem Büchlein erschienen, das ich dieser Tage druckfrisch in Händen hielt. Für unsere Kundin ging damit ein langer Traum in Erfüllung.

    Tolle Idee – oder?

    • Liebe Christa,
      diese kleinen Knirpse sind so klasse! Es ist unglaublich. Natürlich habe ich zu meinen Enkeln ein anderes Verhältnis als zu meinen Kindern. Aber die jetzt geboren sind, die sind so etwas von helle und intelligent! Ich kann es manchmal selbst kaum fassen.
      Liebe Sonnengrüße von Dori

  10. Oh, ja, wie gut, dass es die kleinen Zwerge gibt, liebste Dori!!!! 🙂
    Da sieht man es wieder mal 🙂 und so schlau… da können wir etwas von ihnen lernen ~ oder haben sie das eh von uns!? 😉

    Allerliebste Sonnengrüße zu dir und eine liebe Umarmung,
    Elisabeth

    • Liebste Elisabeth,
      die kleinen Knirpse schauen sich ganz viel ab von den Großen. So stand Moritz kürzlich auf der Waage 😉 mit seinen 21 Monaten!
      Du wirst sehr viel von Deiner kleinen Prinzessin lernen, auch über Dich.
      Allerliebste Herzensgrüße zu Dir von Dori

  11. Eine ganz süße Geschichte. Und: wie vernünftig von dem Knirps, diese blöden Tropfen zu verstecken. Und auch du kannst dich beruhigt zurücklehnen 😉

    • Danke liebe April. Der Anfall von vermeintlichem Irrsinn ist schon wieder vorbei 😉
      Einen schönen 1. Maiabend für Dich, Dori

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