Nichts ist für immer

FREIHEIT. Was bedeutet dieses wirklich „große Wort“ für Dich?

F R E I H E I T

Fühlst Du Dich frei oder hast Du das Gefühl, fremdbestimmt zu sein?
Tust Du Dinge, die Du in Wirklichkeit gar nicht tun möchtest, wozu Du Dich aber gezwungen oder verpflichtet fühlst?
Oder hast Du den absolut glücklichen Status, nur noch das machen zu können, was Du wirklich willst?

Ich habe viele Jahre meines Lebens geglaubt, Freitheit sei finanzieller Wohlstand und finanzielle Unabhängigkeit. Weil ich viele Jahre im absoluten Mangel gelebt habe, leben musste, aufgrund von äußeren Umständen, die jetzt hier nichts zur eigentlichen Sache tun. Ich habe immer gedacht, wenn ich genug Geld hätte, mir alles kaufen könnte, was ich mir wünsche, und all das tun könnte, was ich will, ohne Geldprobleme zu haben, dann wäre ich wirklich frei.

Weit gefehlt!

Seit dem Eintritt in das Arbeitsleben mit 19 Jahren hatte ich immer sogenannte sichere Arbeitsplätze gehabt, habe abschnittsweise sogar gut verdient. Trotzdem fühlte ich mich nie frei und hatte auch nie Geld, im Gegenteil, ich fühlte mich wie in Ketten gelegt oder wie in einen Schraubstock eingezwängt, ich fühlte mich IMMER im Mangel.

Kennst Du dieses Gefühl?

In der wenigen Freizeit, die ich hatte, verfügte ich letztendlich nicht mehr über die Kraft und über die Energie, Dinge zu tun, die mir Freude bereiten. Und letztendlich WUSSTE ich nicht einmal mehr, WAS mir Freude bereitet. Ich hatte meine Lebensfreude verloren, und fühlte mich über alle Maßen unfrei.

Wen wundert es da noch, dass sich Krankheiten einstellten, eine nach der nächsten? Mich nun nicht mehr!

Und nun? Ich bin seit Oktober 2011 arbeitslos, bekomme 60 % meines letzten Nettoeinkommens von der Agentur für Arbeit, was nicht wirklich viel ist. Wie kann das sein, dass ich mich nun nicht mehr im Mangel fühle? Ich bin selbst jeden Tag überrascht, wie wenig ich brauche, um mich glücklich zu fühlen.

Denn ich habe ZEIT! Inzwischen durfte ich lernen, dass das Wort FREIHEIT für mich persönlich nicht finanziellen Reichtum bedeutet, sondern ZEIT ZU HABEN FÜR MICH!

Ich bin für niemanden mehr verantwortlich, außer für mich selbst. Mutter, Kinder, Enkelkinder sind alle bestens versorgt und guter Dinge.

Ich laufe jeden Tag, nein ich GEHE, mit den Stöcken, und auch ohne, halte mein Gesicht in die Luft und in den Wind und bin fit wie ein Turnschuh. Auch das verstehe ich unter meiner neu gewonnenen FREIHEIT.
Was für eine schreckliche Nebenwirkung 😀

Und ja, ich fühle mich in der absoluten Fülle – mit nix an Geld – trotz all der finanziellen Herausforderungen, die sich immer wieder stellen, tagtäglich, die ich aber annehme. Ohne Panikgefühl wie früher, sondern in GELASSENHEIT.

Vielleicht liegt das an meiner Bereitschaft, alles loszulassen. Nichts ist für die Ewigkeit.

Und wenn der Tag kommt, dass ich meine Zeit (Freiheit) wieder anderweitig einsetzen möchte, dann werde ich das mit der ganzen Freude meines Herzens tun!

16 Gedanken zu „Nichts ist für immer

  1. Liebe Dori, Du sprichst mir aus dem Herzen. Ich habe das große Glück, nicht vergleichbaren gesundheitlichen Prüfungen herausgefordert zu sein wie Du. Deine Einstellung ist auch meine… Ganz liebe Grüße, Ulf

    • Lieber Ulf,
      ich hoffe, dass es das mit den gesundheitlichen Herausforderungen nun war 😉 Du wirst Deine Zeit auch sehr geniessen, wenn sie da ist – da bin ich mir sehr sicher!
      Liebe Sonnengrüße für einen schönen Tag von Dori

      • Danke für Deine lieben Sonnegrüße, liebe Dori.

        Du meinst, ich werde meine Zeit genießen, wenn sie da ist… Ich weiß, wie Du das meinst. Und Du verstehst bestimmt auch, wenn ich Dir freudig entgegne, dass ich JETZT und HEUTE schon jeden Tag genieße…

        Liebe Grüße,
        Ulf

        • Das ist schön, lieber Ulf – das VERSTEHE ich alles sehr gut 😀
          Ich wünsche Dir HEUTE einen schönen sonnigen Tag, und dann sehen wir mal weiter 😉
          Liebe Sonnengrüße von Dori

  2. Liebe Dori,
    seit mehreren Jahren lebe ich nun schon nach dem Motto , weniger ist mehr. Ich gehe nur noch halbe Tage arbeiten und es bekommt mir sehr sehr gut. Ich habe festgestellt, das ich viele Dinge, die ich mir gekauft habe, nicht wirklich zum glücklichsein brauche. Dafür habe ich getauscht mit innerer Ruhe und Zufriedenheit, meistens ;).
    Dir einen sonnigen Tag
    Anita

    • Liebe Anita,
      Du gehst nur noch halbe Tage arbeiten? Ja wie toll ist das denn.
      Dann weißt Du ja, wovon ich rede bzw. schreibe. Das ist für mich eine neue Erfahrung, Zeit zu haben, einfach Zeit Zeit Zeit. Und Du hast Recht: vieles, was ich früher als absolut notwendig für mein Wohlbefinden angesehen habe, ist heute nicht mehr wichtig.
      Heute wird die Sonne scheinen, ich bin heute schon ganz früh aus dem Bett „gesprungen“ vor lauter Vorfreude 😀
      Liebe sonnige Grüße von Dori

  3. Liebe Dori,
    manchmal muss man sich die Freiheit nehmen und Zeit für Sich einräumen.
    Ich bin froh dass ich mir dies im Moment zugestehen kann. Und wenn genügend Energie wieder zurückgekehrt ist, habe ich ganz bestimmt wieder Lust mehr daraus zu machen. Geld ist nicht Alles, aber ohne Geld geht es leider auch nicht

    • Sehr richtig liebste Mia, so sehe ich das auch.
      Noch geniesse ich meine Zeit, aber ich bin auch schon dabei, meine „Fühler“ auszustrecken.
      Ich brauche eine neue Aufgabe, nicht nur fürs Einkommen, aber für mich.
      Derweil geniesse ich meine Zeit, die ich habe!
      Liebe Sonnengrüße von Dori

  4. Hallo Dori,
    ja Zeit ist was schönes! Hatte gerade eine unfreiwillige Auszeit-Hexenschuss vom feinsten! Mein Körper hat wohl gedacht wenn wir der nicht die Beine mal richtig weghauen, dann kommt die nie zur Ruhe.:-) Also habe ich 14 Tage zu Hause verbracht und ich konnte es sehr geniessen. Habe mir fest vorgenommen mehr auf meine freie Zeit zu achten!

    Noch was anderes! Das Bild ist wunderschön!!!Hast du das gemacht??
    Einen schönen Abend
    Angelika

    • Liebe Angelika,
      das ist allerdings eine schmerzhafte Auszeit, die Dir Dein Körper da beschert hat. Vielleicht hörst Du auch zu wenig auf ihn?
      Könnte ja sein.
      Das Bild habe ich nicht selbst gemacht, das habe ich ausgeliehen.
      Ich wünsche Dir einen schönen sonnigen Tag,
      liebe Grüße von Dori

    • Liebste Andrea,
      wow – das war ja im November 2009. Was für eine Unendlichkeit zwischen damals und heute liegt 😉 Das kommt mir vor wie 1000 Lichtjahre entfernt!
      Schön, dass Du Virginia Satir hier noch einmal erwähnst.
      Hab einen schönen sonnigen Tag, liebste Grüße von Dori

    • Hihi liebste Andrea,
      das ist ja genau vor einem Jahr gewesen. Ich weiß noch, wie ich Dich beneidet habe um Deine Freiheit und gedacht habe: da komm ich nie hin 😉
      Danke Du Liebe, es ist halt alles Bewegung und Wandel 😀
      Liebe Sonnengrüße von Dori (mir ist das zu kalt hier)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.