Seelenbänder

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Meine Mutter hat seit zwei Jahren eine Putzfrau. Eine bildschöne Polin, Mitte 40, Mutter von 3 halbwüchsigen Kindern, mit den unglaublichsten grünen Augen, die ich je gesehen habe, und mit dem liebevollsten Wesen, das ich kenne.

Es vergeht kein Tag, an dem diese Frau meine Mutter nicht im Krankenhaus besucht. Jeden Tag bringt sie ihr etwas mit, Kekse, Saft, Pralinen, Blumen. Sie tätschelt meiner Mutter die Wange, streicht ihr liebevoll über den Rücken, springt und macht und tut, und meine Mutter genießt sichtlich all die Liebe und Fürsorge, die diese Frau ihr entgegenbringt.

Und ich schaue und denke: es gibt es tatsächlich. So eine Art von Seelenverwandtschaft. Zwei wildfremde Menschen, die sich tief miteinander verbunden fühlen, wo etwas hin- und herschwingt, wo ein Band existiert, ein Seelenband.

10 Gedanken zu „Seelenbänder

  1. Liebe Gudrun,
    sehr richtig – und das sollten wir uns auch als gutes Beispiel nehmen. Die liebevollsten Krankenschwestern auf der Station, wo meine Mutter nun ist, sind nicht die deutschen 🙁
    Schön, dass Du hier warst.
    Herzliche Sonnengrüße von Dori

  2. Ja, das gibt es, liebste Dori…

    Und manchmal oder auch oft sind das Personen, die nicht unser Fleisch und Blut sind… was aber nichts ausmacht, von irgendwoher kennen wir uns trotzdem und sind verbunden… Da ist manchmal mehr Tiefe drin, als man sie in der eigenen Familie zu spüren bekommt. Wir alle kennen das… *lächel*

    Ich wünsche dir einen wunderbaren Tag!
    Alles Liebe von Elisabeth

    • Oft sind es Menschen, die eigentlich „Fremde“ sind, die uns nahe sind, und die uns beistehen, wenn wir Hilfe brauchen, liebste Elisabeth.
      Für die Familie können wir nichts, aber unsere Freunde können wir uns selbst aussuchen!
      Freundschaftliche Sonntagsgrüße von Dori

  3. Liebste Dori,
    das ist wunderschön, danke für den Bericht. Seelenbänder ein schöner Begriff. Ja, das tut gut, sich mit manchen Menschen verbunden zu fühlen, seelenverwandt zu sein.
    Ich wünsche Deiner Mutter alles Gute weiterhin
    und auch für Dich die allerliebsten Wünsche
    und Grüße
    Erika ♥

    • Liebe Elisabeth,
      ich finde diesen Gedanken schön – obwohl wir ja alle miteinander verbunden sind, gibt es Menschen, bei denen das besonders ist 🙂
      Liebe Sonntagsgrüße von Dori
      (die im Mom wenig Zeit zum Bloggen hat)

  4. Ich wusste gar nicht, dass deine Mutter nun im Krankenhaus ist. Hoffentlich kann sie sich dort ein wenig erholen und stabilisieren. Für dich ist es jedenfalls eine Erleichterung, oder?

    Dein Beitrag gefällt mir. Seelenverwandtschaft, die gibt es – wenn auch selten.

    Liebe Grüße und alles Liebe,
    Anna-Lena

    • Ja, das stimmt. Es ist eine Erleichterung. Meine Mutter ist innerhalb von kürzester Zeit zum Pflegefall geworden, und wir (mein Bruder und ich) suchen gerade nach einer Lösung. Da sie unbedingt in ihrem Haus bleiben möchte, aber nicht mehr alleine bleiben kann, kommt nur eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung durch eine der lieben polnischen Frauen in Frage, die unsere Senioren hier pflegen.
      Liebe Grüße von Dori

  5. das ist wunderschön liebste dori
    ja, es gibt dieses seelenband. es muß nicht masl dieselbe sprache sein. die herzen sprechen eine besondere gemeinsame sprache und da gibt es nur das, was die beiden miteinander verbindet
    ich freu mich für deine mutter!!!
    von herzen
    babsi

    • Liebste Babsi,
      ich freue mich auch über solche schönen Begegnungen – nicht nur für meine Mutter, auch für mich, für Dich und für alle Menschen.
      Auch hier in der Bloggerwelt gibt es Menschen, die liegen einem besonders am Herzen :-), nicht dass die anderen nicht sympatisch sind, aber da ist dann noch so etwas Besonderes, nicht Erklärbares….
      Ich drück Dich mal, Dori

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