Unfassbar….

….dass dieser Sommer schon wieder vorbei ist. Irgendwie habe und hatte das Gefühl, gar keinen Sommer gehabt zu haben.

Während Anita und Ellen darüber posten, wie grandios dieser Sommer war, kann ich nur sagen: das war seit langer Zeit der unschönste Sommer.

Nichts bewegt sich seit Anfang dieses Jahres. Dabei sollte es doch „mein“ Jahr werden. Endlich 60 und in Rente – yippeah das Leben kann kommen. Das Leben kam aber nicht. Vielmehr kam die Stagnation, und sie hält immer noch an. Meine Pläne – die ich ja immer habe – irgendeinen Plan noch in der Tasche – sind allesamt nicht aufgegangen. Das gab es eigentlich noch nie. Und einen Plan „E“ oder „F“ habe ich jetzt auch nicht mehr. Irgendwie habe ich augenblicklich gar keinen Plan.

Also quasi planlos…….

Dann nervt mich im Augenblick total die Medienberichterstattung. Ich kann nichts mehr hören über Flüchtlinge, große Autokonzerne, die ihre Kunden betrügen, Plagiatvorwürfe an Politiker, misshandelte Hunde in Südeuropa und in Asien. Gibt es denn gar nichts Positives zu berichten? Mich zieht das total runter.

Und dann geh ich in den Wald, atme die frische Luft ein, genieße die Licht- und Farbenspiele – gerade jetzt und ganz besonders im Herbst – und bin dann doch wieder dankbar für die viele Zeit, die ich für mich habe. Ich habe nur noch nicht den richtigen Weg gefunden, sie sinnvoll zu nutzen.

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Vielleicht ist das aber auch eine bewegende Zeit des Wandels – und mir dauert das nur wieder alles zu lange……

5 Gedanken zu „Unfassbar….

  1. Hallo liebe Dori,

    ja, ich verstehe dich total. Manchmal geht es irgendwie gar nicht so weiter, wie es soll und wie man geplant hat. Man sät und dann wartet und wartet man auf die Ernte … und nix passiert. Ich habe gelernt geduldig zu sein und das einfach mal hinzunehmen. Oft ist der Zeitpunkt einfach nicht richtig. Und dann, eines Tages schießen plötzlich überall die Pflänchen auf einmal aus dem Boden 😀 …

    Und genau, ja, ich kann es auch NICHT MEHR HÖREN! Nachrichten schaue ich ja schon lange nicht mehr. Wer kein Problem damit hat, die meiste Zeit seines Lebens gefrustet, hoffnungslos und deprimiert durchs Leben zu laufen, der sollte auf jeden Fall täglich Nachrichten schauen! Das ist problemorientiert. Ich bin lieber lösungsorientiert! Macht viel mehr Spaß und bringt viele, viele Erfolgserlebnisse 😀 …
    Ich wünsche dir schon mal für 2016 ganz feste dass das dann dein Jahr wird, weil nur verschoben …
    Liebe Grüße
    Anke

    • Danke für die aufmunternden Worte liebe Anke!
      Lösungsorientiert anstatt problemorientiert hört sich gut an 🙂 Ich schaue ebenfalls keine Nachrichten mehr, und das was ich unbedingt wissen muss, das bekomme ich auch so mit.
      Im Augenblick bin ich fast nur draussen und geniesse die Sonnenstrahlen, jetzt wird es schon so früh dunkel und die Abende kürzer, da will alles gut eingeteilt sein.
      Schön, dass Du hier warst.
      Liebe Grüße Dori

  2. Liebe Dori,
    Dein Frust war auf Facebook oft mit Händen zu greifen, aber auch Deine Ungeduld, weil nix passiert. 😀 Ich hab auch Pläne gemacht und kein einziger zündet wirklich. Also lass ich es und beobachte das Geschehen oder nehme Abstand, wenn es mir alles zuviel wird. Mittlerweile weiß ich aber genau, das ich keinen Job nehme, nur um etwas mehr Geld in die Kasse zu kriegen. Geht nicht mehr. In mir sträubt sich alles dagegen. Ich weiß ziemlich genau, was ich machen will, aber die Zeit ist noch nicht reif dafür, oder ich noch nicht entschlossen genug, wer weiß das schon.
    Die Zeit in der wir gerade sind, ist alles andere als einfach, aber man kann sehr viel lernen, wie ich finde. Vor allem das schauen auf das Ganze. Ich denke, das unser ganzes Weltbild auf dem Kopf steht, was man uns anerzogen hat, und das kann ganz schön frustrierend sein, aber auch gut für neue Wege.
    Liebe Grüße
    Anita

    • Liebe Anita – danke – das sind genau die Worte, die ich gebraucht habe.
      Ja – genau so ergeht es mir – es tut sich nichts. Ich sollte nicht in mein altes Muster verfallen und denken, dass ich unnütz bin oder niemand mich will. Ich lege gerade „die Hände in den Schoss“ (nein nicht wirklich) und warte, bis die Zeit reif ist. Und all die Jobs, die ich gemacht hätte jetzt, nur damit wieder zusätzlich etwas Geld reinfliesst, die habe ich sowieso nicht bekommen.
      Inzwischen habe ich schon Ideen, aber ich traue mich noch nicht. Das „alte“ Sicherheitsdenken hat noch die Oberhand.
      Es wird geschehen – wenn die Zeit da ist – und im Augenblick ist sie es noch nicht.
      Also gehe ich ganz bewusst nach innen – und schaue. Und laufe und laufe und laufe. Im Wald, am Rhein, im Feld. Stundenlang. Das gibt mir Kraft.
      Zwischendurch bin ich mal wieder frustriert – aber nur wenn ich drinnen bin.
      Liebe Grüße – Dori

  3. Hallo Dori,
    ich war sehr lange nicht in deinem Blog, nicht in anderen und auch nicht im eigenen, weil ich es einfach nicht geschafft habe.
    Deine Aussagen haben mich sehr berührt und ich wünsche dir, dass du die Ruhe und Gelassenheit findest ab zu warten. Es wird sich alles ergeben wenn die Zeit reif ist und so kannst du dich einfach mal ganz dir widmen.
    Ich kann gut nachempfinden, dass dir das schwer fällt, das gehört auch für mich zu den schwierigsten Dingen, aber manchmal muss man sich das zugestehen.
    Herzliche Grüße
    Angelika

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