Z E I T

In diesem Sommer sitze ich viel.

Ich sitze einfach nur da, und beobachte.

Ich schau mir den schönen Baum an, der vor meinem Fenster steht.

September 014

Oder die schönen Hortensien, die auf meinem Balkon seit vielen Jahren wachsen.

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Oder meine beiden  Hunde, die meine Wegbegleiter sind. 

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Dann lasse ich Revue passieren:

Was habe ich eigentlich im vorigen Sommer gemacht?

Ich habe gearbeitet wie eine Blöde. Ich hatte fünf Weight Watchers Treffen, einen Nebenjob, zwei Hunde, sass nur im Auto, um von A nach B zu kommen, und hatte für nichts und niemanden Zeit.

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Zeit ist nun etwas, was ich tatsächlich habe. Was wollte ich alles tun, wenn ich endlich Zeit habe?

Das Ergebnis ist: Ich bin still. Beobachte, überlege, denke. UNGEWOHNT für mich!

Und habe sogar fast ein schlechtes Gewissen, weil ich nicht mehr die „Powerfrau“ bin, die ich einmal war. Von der die eigene Mutter oft sagte: Kind, wo nimmst Du diese ganze Kraft her? 

Ich weiß es heute nicht mehr. Ich habe überhaupt nicht mehr den Antrieb, Dinge zu tun, die ich nicht tun möchte. Und die Dinge, die ich tun möchte, die sind noch im Augenblick noch im Verborgenen. Ein bisschen. Obwohl, es gibt schon einen leisen Schimmer….

Sicherlich könnte ich die Zeit, die ich habe, auch effektiver nutzen.

Ach was, sage ich mir,  ich mach mir jetzt „keinen Kopp“, wie wir hier im Rheinland so schön sagen. Ich weiß, es kommt auch wieder eine andere Zeit.

Und dann werde ich mich wahrscheinlich wehmutsvoll zurück erinnern an den Sommer 2015, wo ich soooo viel ZEIT hatte, dass mir langweilig war 🙂

6 Gedanken zu „Z E I T

  1. Liebe Dori, mit dem Zeit für mich haben und nichts tun komme ich wunderbar zurecht. Aber ich übe ja auch schon einige Jahre und vielleicht hab ich einfach Talent dazu :D. Du bist auch als Mensch, der sein Hiersein einfach geniesst, ohne Leistung, ein vollwertiger Mensch. Aber Steinböcke fühlen sich ohne den schweren Leistungsdruck und die Härte eines Arbeitslebens nicht so wohl. Alles Übungssache. Das wird schon.
    Liebe Grüße
    Anita

    • Da hast Du völlig Recht liebe Anita. Als Steinbock-Mensch, der Liebe und Anerkennung über Leistung erbringen gewohnt ist, sind das richtig schwierige Zeiten 😉 Ich finde diesen Sommer regelrecht anstrengend – seufz. Es ist ein Lernprozess, außerdem bin ich auf der Suche nach einem Minijob, den kann ich gut gebrauchen.
      Liebe Grüße, Dori

  2. Ich kann mir vorstellen, dass man sich in jede Lebenssituation erst hineinfinden muss. Wie schön, dass du es einfach sein lässt – beobachtest, und dir Zeit nimmst!
    liebe Grüße von Ellen

  3. Genau so wird es sein, liebe Dori. 🙂
    Alles hat seine Zeit. Die Stille und die Aktivität: 🙂
    Ein schlechtes Gewissen brauchst du ganz sicher nicht haben. Genieße einfach mal eine Zeit des sich Dahintreibenlassens. Manchmal braucht man das. Ein Akku kann auch nicht ohne Ende Power haben, er muss zwischendurch auch mal aufladen. 🙂 Ganz sicher kommt der Tag, an dem es dich wieder „hinaustreibt“. 🙂

    Mir fällt dieser Sommer auch wieder schwer. Ich bin ja eh nicht so der Sommermensch, aber nur, weil ich hier bei uns diese heißen Temperaturen ganz schlecht vertrage. Die letzten beiden Sommer war es etwas besser, aber dieses Jahr bin ich so richtig müde, so öm. 🙂 Ich freue mich einfach auf einen schönen sonnigen Herbst mit angenehmen Temperaturen, meine Lieblingsjahreszeit. 🙂

    Ganz liebe Grüße,
    Martina

    • Liebe Martina,
      ich habe jetzt schon ein paar Mal gesagt: was für ein anstrengender Sommer! Ich schwitze und schwitze und fühle mich so richtig unwohl, und abends
      bin ich todmüde. Ich freue mich auch schon auf den Herbst – und die Hunde erst. Die mögen das Wetter so gar nicht.
      Herzliche Grüße von Dori

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